Auch heute wird der Polarwirbelsplitt konstant ab dem 13. Januar gerechnet. Dabei gibt es bei den Wettermodellen noch unterschiedliche Interpretationen, welches Wetter sich einstellen wird. Gestern wurde beschrieben, dass es bei einem Splitt auch eine warme Seite geben kann - geht man heute nach dem amerikanischen Wettermodell, so steht Mitteleuropa auch über die Monatsmitte im relativ milden und hochdruckdominierten Bereich (-1 bis +2 Grad im Süden und Osten, +2 bis +7 Grad im Nordwesten - in den Nächten im Süden teils mäßiger Frost bis -8 Grad). Für Winterfans nicht ganz so negativ ist weiterhin das europäischen Wettermodell. Hier kommt bereits zum 13. Januar die kältere Luft nach Deutschland und bringt oberhalb etwa 300 bis 400 Meter auch Schnee. Anschließend geht die Wetterlage in eine eher kühle und wechselhafte Wetterlage im Norden und im Süden in eine Hochdruckwetterlage über. Tiefster Winter dagegen östlich von Deutschland - kräftige Schneefälle und Tageshöchsttemperaturen von -8 Grad werden zur Monatsmitte erwartet. Die Kontrollläufe stützen heute die Variante des amerikanischen Wettermodells, wobei in den vergangenen Jahren die Wettermodelle - vor allem im Beginn des Polarwirbelsplitts - so ihre Interpretationsprobleme damit hatten. Aus diesem Grund wird heute Nachmittag ein kurzes Update herausgeben, welcher Trend sich festigen wird. Es bleibt also weiterhin spannend um die Frage: Wann kommt der Winter?
Update:
Wie unsicher die Wetterlage ab dem 13. Januar ist, zeigt das amerikanische Wettermodell in seinem Nachmittagslauf. Kaltluftadvektion nun wie beim europäischen Wettermodell zum 13. Januar mit anschließendem Übergang zu einer sog. südlich verlagerten Westwetterlage mit Grenztemperaturen quer über Deutschland. In diesen Grenzgebieten dann sehr viel Niederschlag - zumeist als Schnee möglich. Sie sehen, es gibt derzeitig sehr viel Interpretationsspielraum, so dass die Frage "Wann kommt der Winter" noch nicht zufriedenstellend beantwortet werden kann - es sieht aber weiterhin nicht schlecht aus.

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