Wir bekommen derzeit wieder vermehrt Anfragen, wann denn der Winter endlich auch mit Schnee im Flachland kommt. Schaut man auf die Wettermodelle, so ist auf den ersten Blick Ernüchterung angesagt - bis auf weiteres ist kein Wintereinbruch in Sicht. Auf den zweiten Blick sieht man - endlich - eine vermehrte Kaltluftansammlung zur Monatsmitte an der Barentssee, dem nördlichen Skandinavien und Russland. Das ist zwar noch nicht gleichzusetzen mit einem Wintereinbruch, jedoch wird die Wahrscheinlichkeit für diesen wieder erhöht, da die Verschiebung des Kältepols einen direkten Einfluss auf die Zugbahn der Tiefdrucksysteme hat - sie werden nicht mehr von West nach Ost über Deutschland hinweg rauschen sondern eher Troglage über Mitteleuropa herbeiführen. Beide Wettermodelle rechnen heute mit diesem Kältepol. Eine weitere Unterstützung für dieses Szenario ist der Polarwirbel. Hier wird um den 13. Januar herum mit einem erneuten Beginn eines Polarwirbelsplitts gerechnet. Auch die Kontrollläufe bestätigen einen kühleren Trend um den 13. Januar 2012 herum. Das Langfristmodell zeigt den Januar 2012 weiterhin als leicht zu warm und im Nordosten als deutlich zu warm mit einer überdurchschnittlichen Niederschlagstendenz. Der Februar 2012 soll dagegen normal ausfallen mit einer leicht erhöhten Niederschlagstendenz im Westen.

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