Wetter Winter 2011/2012 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter im Winter 2011/2012 - Wetterprognose vom 11. Dezember

Noch 13 Tage bis Weihnachten und noch immer kein Wintereinbruch (abgesehen von Lagen oberhalb 1.000 Meter). Aber es gibt so etwas wie ein Silberstreif am Horizont, denn die Drehung der Höhenströmung (550 hpa Fläche - 5.500 Meter Höhe) wird konsequent von beiden Wettermodellen um den 18. Dezember herum gerechnet. Somit sind - zum heutigen Stand - schon zum kommenden Wochenende Schneeschauer bis in tiefe Lagen möglich mit einer Dauerfrostgrenze um 400 Meter, so dass sich oberhalb etwa 300 Meter auch eine Schneedecke ausbilden kann. Anschließend wird es spannend: das amerikanische Wettermodell lässt im weiteren Verlauf eine relativ milde Hochdruckkomponente über Mitteleuropa zu, während das europäische Wettermodell mehr und mehr eine Trogwetterlage über Mitteleuropa entstehen lässt. Wohin geht nun also der Trend - gibt es anschließend Winter und damit den lang ersehnten Schnee 2011? Dazu gibt es nur einen Trend, der nach den Kontrollläufen eher die Variante des europäischen Wettermodells stützt. Vielleicht wird es dann so kurz vor Weihnachten ja doch was mit weiße Weihnachten?
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Wetter Winter 2011/2012 - Wetterprognose vom 8. Dezember

Alle warten auf den Winter - er ist derzeitig aber nur in Lagen oberhalb 1.200 Meter zu finden. In den mittleren und tiefen Lagen muss man weiterhin geduldig auf den Winter warten. Nach den neusten Modellrechnungen ergibt sich so langsam die Möglichkeit für eine Umstellung der Großwetterlage um den 15. bis 18. Dezember herum. Wie gestern angekündigt zunächst in den höheren Schichten (oberhalb 5.500 Meter 550 hpa), welche aber für das Wetter maßgeblich bestimmend sind. Ganz langsam dreht sich das Wettergeschehen auf eine Hochdruckblockade auf dem Atlantik und Troglage Mitteleuropa - anders ausgedrückt: Ein Wintereinbruch ist frühestens um den 18. bis 20. Dezember möglich, was wiederum die Wahrscheinlichkeit auf weiße Weihnachten erhöht. Das Langfristmodell sieht im Dezember 2011 den Nordosten leicht zu warm, sonst normal mit einer deutlich erhöhten Niederschlagsneigung. Der Januar 2012 wird im Süden als leicht zu kalt eingestuft, sonst normal und der Februar 2012 wird ebenfalls als normal eingestuft.

Wetter Winter 2011/2012 - Wetterprognose vom 6. Dezember

Die kommenden Tage bleiben wechselhaft und nasskalt, oberhalb 1.000 Meter hält der Winter vor allem im Nordstau der Alpen mit kräftigen Schneefällen Einzug. Auch in den mittleren Lagen zwischen 400 und 800 Meter kann sich kurzzeitig eine dünne Schneedecke ausbilden und im Flachland kann es Schneeregen und Graupelschauer (z.T. mit Gewitter) geben. Ein Winter ist das aber nicht, der lässt weiterhin auf sich warten. Der Grund ist die intakte atlantische Frontalzone (Westwindwetter), welche ein Tiefdrucksystem nach dem anderen über Mitteleuropa "jagt". Ein Wintereinbruch ist erst dann möglich, wenn sich die Wettersituation auf dem Atlantik beruhigt und die eingeflossene Kaltluft in Mitteleuropa zur Ruhe kommt. Der nächste Zeitpunkt für solch ein Szenario wird von den Wettermodellen frühestens um den 13.- 15. Dezember herum gerechnet. Das Langfristmodell geht in seiner heutigen Wetterprognose weiterhin von einem normalen bis leicht zu kalten Winter 2011/2012 aus, wobei besonders der Dezember 2011 als deutlich zu nass und leicht zu warm gerechnet wird. Andere Langfristmodelle sehen den Winter 2011/2012 ebenfalls normal. Ein Ausnahme ist das Langfristmodell des DWD, was den Winter mit einer Wahrscheinlichkeit von 47% als zu warm berechnet.

Wetter Winter 2011/2012 - Wetterprognose vom 4. Dezember

In der kommenden Woche zeigt sich der Winter mal kurz am Montag / Dienstag - von einem Wintereinbruch kann aber erst ab Höhenlagen um 800 bis 1.200 Meter gesprochen werden. Vor allem in den nördlichen Alpenregionen von Deutschland, Schweiz und Österreich können in dieser Woche erhebliche Neuschneemengen hinzukommen - mit dem stürmischen Winden wird der Schnee ordentlich "verblasen". Weiterhin deutet sich zum 10. Dezember herum der nächste Versuch des Winters an, sich in Mitteleuropa durchzusetzen. Ob dieser Versuch gelingen wird, muss zum heutigen Stand noch abgewartet werden, da die atlantische Frontalzone weiterhin sehr aktiv ist. Auch die Kontrollläufe bringen keine neue Erkenntnis, aber eben den Trend zum winterähnlichem Wetter um den 10. Dezember herum. Das Langfristmodell des Deutschen Wetterdienstes geht in seiner Langfristprognose mit einer Wahrscheinlichkeit von einen zu kalten Winter 2011/2012 von 16%, normalen Winter von 37% und zu warmen Winter mit 47% aus. Das amerikanische Langfristmodell hingegen geht weiterhin von einem normalen bis leicht zu kalten Winter 2011/2012 aus - auch Langfristprognosen anderer Wettermodelle gehen im Schnitt von einem normalen Winter 2011/2012 aus.
Weiterhin gibt es einige Faktoren, die für einen normalen, bis zu kalten Winter 2011/2012 sprechen: die quasi-biennial oscillation, negative Temperaturabweichung der Meeresoberflächentemperatur im Nordatlantik, noch immer relativ niedrige Sonnenaktivität, Trend zum negativen NAO Indizes (Verschiebung Kältepol von Grönland nach Skandinavien), nach Omegalagen setzt zumeist eine deutlich kühlere und niederschlagsreiche Wetterphase ein und 2011 war ein Wespenjahr. Jetzt muss sich der Winter 2011/2012 nur noch daran halten ;-)

Das Wetter-Jahr 2022 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2022 +2,8 +3,3 +1,9 55,3 l/m² - etwas zu trocken
Februar 2022 +4,5 +4,1 +3,0 84 l/m² - zu nass
März 2022 +5,1 +1,6 +0,5 14,4 l/m² - extrem zu trocken
April 2022 +7,8 +0,4 -1,2 55 l/m² - leicht zu trocken
Mai 2022 +14,4 +2,3 +1,3 46 l/m² - erheblich zu trocken
Juni 2022 +18,3 +2,96 +1,96 58 l/m² - extrem trocken
Juli 2022 +19,1 +2,2 +0,8 37,1 l/m² - extrem trocken
August 2021 +16,5 -0,06 -1,4 102 l/m² - zu nass
September 2021 +15,2 +1,8 +1,3 36 l/m² - zu trocken
Oktober 2021 +9,65 +0,6 +0,2 46 l/m² - zu trocken
November 2021 +4,9 +0,9 +0,1 48,9 l/m² - zu trocken
Dezember 2021 +2,6 +1,8 +0,8 62 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2022 +10,3 +2,4 +1,2 355 l/m² - extrem zu trocken
Temperaturabweichung Deutschland 24 Monate - Klimadiagramm

Statistische Wetterwerte für Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • Der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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