Wetter Winter 2011/2012 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter im Winter 2011/2012 - Wetterprognose vom 23. Januar

  • M. Hoffmann
Am kommenden Wochenende könnte es winterlich werden - die Betonung liegt aber auf könnte, denn noch ist nicht ganz klar, wie der erneute Kaltlufteinbruch aus dem Norden/Osten von statten gehen soll. Nach dem europäischen Wettermodell ist die Sachlage klar: großer, massiver Hochdruckblock zwischen Skandinavien und Russland, der allmählich kalte Luft des Polarkreises auf den Kontinent "schiebt" und im weiteren Verlauf nach Mitteleuropa transportiert. Zeitgleich sorgt ein schwaches Tiefdrucksystem im Mittelmeerraum dafür, dass die kalte Luft in die Richtige Richtung gelenkt wird. Damit sollte auch der Eine oder Andere Niederschlag in fester Form möglich sein, da demnach ab Sonntag fast überall Dauerfrost herrschen wird. Das amerikanische Wettermodell simuliert diese Wetterlage ähnlich, wenn auch nicht ganz so intensiv, so dass nach diesen Berechnungen zum einen kaum Niederschlag möglich ist und zum anderen Dauerfrost erst in Lagen oberhalb ab 500 Meter zu rechnen ist. Es gibt also weiterhin noch gewisse Unsicherheiten über den erneuten winterlichen Vorstoß, wobei der Trend - aller Wettermodelle zusammen - schon einen nachhaltigen Winter bis in den Februar hinein rechnet. Unserer Einschätzung nach liegen die simulierten Bedingungen (massiver Kaltluftaufbau Barentssee, Skandinavien, Russland) für einen nachhaltigen Wintereinbruch außerordentlich gut - so gut waren sie im gesamten Winter noch nicht!

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Wetter im Winter 2011/2012 - Wetterprognose vom 22. Januar

  • M. Hoffmann
Die westaktive Großwetterlage wird ab Mittwoch, 25 Januar, so gut wie keine Rolle mehr spielen. Denn Aufgrund eines Hochdruckrückens von den Azoren bis Russland wird das aktive Wetter auf dem Atlantik gehalten und die Luftmassen kommen über Mitteleuropa zur Ruhe und kühlen langsam aus. Zum kommenden Wochenende hin wird zudem aus Osten der Zustrom kontinentaler Kaltluft simuliert, was die Tagestemperaturen dann nicht mehr über 0 Grad steigen lässt - in den Nächsten dann strenger Frost möglich. Kontinentale Luft hat zumeist eine trockene Eigenschaft, somit wird die kalte Luft zunächst noch ohne Niederschlag einfließen. Im weiteren Verlauf - um den 30. Januar herum - verlagert das Hochdruckgebiet wieder seine Position und wölbt sich auf dem Atlantik zu einem Blockadehoch auf. Im Zusammenspiel mit tiefen Geopotential im Mittelmeerraum - zumindest in der Simulation des amerikanischen Wettermodells - optimale Bedingungen für eine Troglage Mitteleuropa, so das zum heutigen Stand durchaus Winter mit Schneefall bis in tiefe Lagen Anfang Februar als nicht unmöglich zu betrachten ist. Die Wetterentwicklung ist und bleibt also für Winterfans äußerst spannend.

Wetter im Winter 2011/2012 - Wetterprognose vom 21. Januar

  • M. Hoffmann
Das Wetter im Winter 2011/2012 ist seit dem 1. Dezember 2011 von überwiegend mildem Westwindwetter geprägt. Der Grund liegt hierfür im sehr kalten Bereich des Polarwirbels bei Grönland. Immer wieder aufs neue werden dort Tiefdrucksysteme mit viel Niederschlag und Wind vom Atlantik nach Mitteleuropa geschickt. Erfahrungsgemäß dauern stabile Großwetterlagen 6-8 Wochen, zeit, dass sich das ändert! Und in der Tat zeigt sich das heute in den Wettermodellen in Form von Hochdruck über Mitteleuropa (genauer: Hochdruckbrücke Azoren - Skandinavien). Somit werden Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik gehalten und über Mitteleuropa kann sich das Wetter beruhigen. Damit verbunden ist eine "sanfte" Ostbrise, welche jeden Tag - Stück für Stück - kältere Luft nach Mitteleuropa schiebt. Die kontinentale Luft aus dem Osten ist nicht nur kalte, sondern zumeist auch trockene Luft. Somit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit zum Ende des Januars hin, dass es tagsüber - durchaus bei Sonnenschein - frostig bleibt. Beide Wettermodelle sehen dieses Szenario in ähnlicher Art und Weise so eintreffen - mit einem kleinen aber feinen Unterschied. Das europäische Wettermodell sieht einen sog. Kaltlufttropfen (kaltes, kleinräumiges Höhentief) nach Süddeutschland ziehen - dieses Tief kann neben dem Frost auch etwas Schnee mit sich bringen. Die Wahrscheinlichkeit für solch ein Eintreffen liegt heute bei rund 56%. Bis dahin müssen sich die Winterfreunde noch mit nasskaltem, wechselhaften und stürmischen Wetter begnügen. Ein möglicher Flachlandwinter ist also erst im Februar 2012 in Sicht.

Wetter im Winter 2011/2012 - Wetterprognose vom 20. Januar

  • M. Hoffmann
Die kommenden Tagen werden sehr Abwechslungsreich - von Schneefall, über Regen, Sturm, Frost und milde Temperaturen - von allem etwas. Auf den Punkt gebracht: nasskaltes "Schmuddelwetter". Wie gestern bereits beschrieben, könnte sich zum 25. Januar hin die aktive Westwetterlage wieder verändern. Der Grund hierfür ist ein Hochdrucksystem bei Russland, welches langsam auf Skandinavien übergreift und somit kalte Kontinentalluft nach Mitteleuropa führt. Die Prognosegüte hierfür liegt bei derzeitig 60%. Interessant sind die Berechnungen des amerikanischen Wettermodell zum Ende Januar hin - demnach Hochdruckblockade auf dem Atlantik inkl. "Hochdruckeinschub" bei Grönland - der Garant für einen erneuten Polarwirbelsplit, diesmal für Winterfreunde auf der richtigen Seite. Genaueres zu dieser möglichen Winteroption dann morgen.

Das Wetter-Jahr 2019 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2019 +0,6 +1,1 +0,2 80 l/m² - zu nass
Februar 2019 +3,9 +3,5 +2,9 30 l/m² - zu trocken
März 2019 +6,6 +3,1 +2,3 75 l/m² - zu nass
April 2019 +9,6 +2,2 +1,3 30 l/m² - zu trocken
Mai 2019 +10,9 -1,2 -2,1 80 l/m² - zu nass
Juni 2019 +19,8 +4,4 +4,0 55 l/m² - zu trocken
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2018 +5,3 +1,3 +0,9 20 l/m² - zu trocken
Dezember 2018 +3,8 +3,0 +2,6 105 l/m² - zu nass
Gesamtjahr 2019 +11,44 +2,03 +1,3 615 l/m²

Wetterfakten Winter

Statistische Wetter­werte für den Winter

Der typisch deutsche Winter ist gemäßigt. Seltener sind Extremwetterereignisse zu erwarten. Vielmehr überwiegt von November bis Februar ein nasskalter Wettercharakter, welcher zwischendurch immer wieder von Frost und Schnee unterbrochen werden kann. In Folge des Klimawandels verschiebt sich aber die Schneefallgrenze auf die mittleren Lagen, was die ohnehin schon geringen Chancen für einen Flachlandwinter noch weniger wahrscheinlich macht.

  • Der erste Schnee kommt häufig mit Schneeschauer schon Ende Oktober, was aber noch kein Wintereinbruch ist.
  • Den ersten Anflug von Winterwetter gibt es sehr häufig im Zeitraum zwischen dem 8. und 14. November
  • Ende November wird es wieder wärmer
  • Vom 1.-10. Dezember bleibt das Wetter mit höherer Wahrscheinlichkeit warm
  • Im zweiten Dezember-Drittel folgt Winterwetter - sehr häufig bis Weihnachten
  • Kurz vor Weihnachten folgt mit einer Wahrscheinlichkeit von 78% das Weihnachtstauwetter, welches bis Jahresende anhalten kann
  • Zwischen dem 13. und 24. Januar ist Aufgrund von Kontinentalhochdruck der Hochwinter häufiger möglich
  • Zweite Kältewelle folgt häufig zwischen dem 16. und 25. Februar nach, anschließend wärmeres Wetter
  • der Februar ist zudem einer der schneereichsten Monate im Winter.
  • Im März klingt dann der Winter aus. Wenn sich aber der Hochwinter Mitte Januar festigen und behaupten kann, steigt die Wahrscheinlichkeit für den sog. Märzwinter an

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