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Hochsommer vor dem Höhepunkt und warum der Wetterwechsel der Hitze ein Ende setzen kann

| M. Hoffmann

Die Großwetterlage stellt sich bis zum 3. August gleich mehrfach um. Den Anfang macht heute ein Tiefdrucksystem, das von Skandinavien nach Süden vorstößt und mit einer Gewitterfront über Deutschland teils unwetterartige Wetterereignisse bringen kann. Im weiteren Verlauf der Woche setzt sich dann ein Sommerhoch durch, das hochsommerliche Temperaturen mit sich bringt und für weitere Hitze-, Wüstentage und tropische Nächte sorgen kann. Anfang August schiebt sich dann eine Tiefdruckstörung zwischen Island, England und Skandinavien liegt weiter nach Osten und verstärkt über Deutschland die Südwestanströmung. Das destabilisiert die Luftmassen, sodass bei weiterhin hochsommerlichen Temperaturen bei einer zunehmenden Schwüle die Schauer- und Gewitteraktivität ansteigt. Es bahnt sich eine weitere Hitzewelle an, doch die Intensität und Stabilität, hängt maßgeblich davon ab, wie schnell und ob die Tiefdruckstörung zwischen Island und Skandinavien nach Osten zieht. Hierzu berechnen die Vorhersagemodelle derzeit unterschiedliche Varianten, die wir uns heute genauer anschauen und analysieren - inklusive eines Blicks auf die Langfristprognosen der Modelle.

Der Hochsommer dreht auf und bringt weitere Hitze-, Wüstentage und tropische Nächte - doch zeichnet sich jetzt bereits ein Wetterumschwung ab © Martin Bloch
Der Hochsommer dreht auf und bringt weitere Hitze-, Wüstentage und tropische Nächte - doch zeichnet sich jetzt bereits ein Wetterumschwung ab © Martin Bloch

Schauer und Gewitter ziehen heute von Norden auf und dehnen sich bis zu den Abendstunden in Richtung der Mittelgebirge, wobei in der Nacht auf Montag auch über den südlichen Landesteilen lokale Schauer und Gewitter möglich sein können. Die Gewitter können heute mitunter unwetterartig ausfallen, deren Schwerpunkt zu den Abendstunden entlang eines breiten Streifens zwischen Köln und Berlin zu erwarten ist (Gewitterradar || Warnlagenbericht). Die Temperaturen erreichen vor Eintreffen der Gewitterfront +28 bis +32 Grad und gehen nachfolgend auf +17 bis +22 Grad zurück. Im weiteren Verlauf der Nacht ziehen die Gewitter nach Osten ab und bringen zum Start in die neue Woche mit einem phasenweise böigen Wind aus nordwestlichen Richtungen klassisches Rückseitenwetter. Bei aufgelockerter Bewölkung kommt verbreitet die Sonne zum Vorschein und die Temperaturen pendeln sich auf +20 bis +25 Grad und über dem Südwesten auf bis +27 Grad ein.

Neue Hitzewelle nimmt Kurs auf Deutschland - Temperaturen bis nahe +40 Grad möglich

Im weiteren Verlauf der Woche schiebt sich nach Abzug der Störung ein Hochdruckgebiet in Richtung Mitteleuropa und positioniert sich mit seinem Hochdruckkern zur Wochenmitte direkt über Deutschland. Zeitgleich beginnt ein weiteres Tief auf dem Atlantik im Bereich zwischen Island, England und Skandinavien, sich nach Süden auszudehnen und führt in Kombination mit dem Hoch über Mitteleuropa außergewöhnlich warme Luftmassen weit nach Norden.

So können die Temperaturen bis Donnerstag verbreitet auf +32 bis +39 Grad und örtlich auf bis +40 Grad ansteigen. Anfang August verlagert sich die Störung auf dem Atlantik weiter in Richtung Skandinavien und drückt das Hoch über Mitteleuropa etwas nach Süden. Infolge dessen stellt sich eine Südwestwetterlage ein, was den Taupunkt insbesondere über dem Süden ansteigen lässt und so zu einer drückenden und belastenden Schwüle führen kann.

Die Luftmassen destabilisieren sich und können regional kräftige Schauer und Gewitter auslösen, welche lokal auch unwetterartig ausfallen können. Die Prognosemodelle sind sich in der Zugbahn und dem zeitlichen Ablauf noch unsicher, wie und ob sich das Tief nach Skandinavien verlagern kann. Entsprechend hoch sind auch die Unterschiede in den Temperaturprognosen, welche in einem Bereich von +30 bis +42 Grad liegen und in Gewitternähe auf bis +20 Grad zurückgehen können. Wer es genauer wissen möchte: Wetter August 2026.

Die nächste Hitzewelle bahnt sich im Verlauf der kommenden Woche an
Die nächste Hitzewelle bahnt sich im Verlauf der kommenden Woche an © www.meteociel.fr || wxcharts.com

Wetterprognose des europäischen Vorhersagemodells: Erst Hitze, dann markanter Wetterwechsel

Das Muster, welches das europäische Vorhersagemodell bis zum 3. August berechnet, wiederholt sich bis zum 10. August. Ausschlaggebend hierfür ist ein Blockadehoch auf dem Atlantik, welches sich bis nach Grönland ausdehnt und die Frontalzone auf dem Atlantik in ihrer normalen Zugbahn vollständig außer Kraft setzt. Die Folge daraus ist eine gestörte Zirkulation, welche zu einer meridionalen Grundströmung führt (Nord-Süd; Süd-Nord).

Hochsommer über dem Süden, Abkühlung über dem Norden

Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen nach der Wetterprognose des europäischen Vorhersagemodells abwechselnd einmal in die heiße, dann wieder in die frische Anströmung der Luftmassen, sodass sich das sommerliche bis hochsommerliche Wetter über der Südhälfte bis zum 7. August noch erhalten kann.

Weiter nach Norden macht sich der Ausläufer der Tiefdruckaktivität zwischen Island, England und Skandinavien mit maritimen Einflüssen häufiger bemerkbar, was die Temperaturen beispielsweise zum 4. August nördlich einer Linie zwischen Köln und Usedom auf +22 bis +26 Grad zurückgehen lassen kann, bevor zum 6. August die Werte mit +26 bis +29 Grad wieder verbreitet in den sommerlichen Bereich ansteigen können.

Grönlandhoch und Polarwirbeltief: So kann der Hochsommer abrupt enden

Ab dem 7. August stellt sich die Großwetterlage um und auch hier ist der Treiber das Blockadehoch auf dem Atlantik, welches sich wetterwirksam über Grönland intensiviert und durch seine Drehbewegung im Uhrzeigersinn von der Polarregion einen Tiefdruckwirbel über die Barentssee ziehen lässt, der sich bis zum 10. August über Skandinavien eindrehen und sich dabei nach Süden bis in Richtung der Alpen austrogen kann.

Über Deutschland, Österreich und die Schweiz hat das einen markanten Wetterwechsel mit teils unwetterartigen Gewittern in der Übergangsphase zur Folge, was die Temperaturen mit einem stark böigen Wind aus nördlichen Richtungen bis zum 10. August auf +17 bis +23 Grad zurückgehen lassen kann. Bei länger andauerndem Niederschlag können Temperaturen von bis +15 Grad erreicht werden. In den Nächten kühlt es auf +12 bis +17 Grad ab.

Die Hitzewelle kommt und bleibt bis zum 4. August. Nachfolgend stellt sich die Großwetterlage grundlegend um
Die Hitzewelle kommt und bleibt bis zum 4. August. Nachfolgend stellt sich die Großwetterlage grundlegend um © www.meteociel.fr || wxcharts.com

Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells bestätigt den Wetterwechsel im August

Die Entwicklung der Großwetterlage des amerikanischen Vorhersagemodells ist bis zum 3. August der Europäer sehr ähnlich, was Temperaturmaxima insbesondere über der Südhälfte von +30 bis +36 Grad und beispielsweise am 4. August von bis zu +39 Grad zur Folge haben kann. Anders die Situation über der Nordhälfte. Dort sind die Temperaturschwankungen größer und können am 1. August zwischen +22 und +26 Grad und am 4. August zwischen +29 und +34 Grad liegen.

Zugbahn entscheidet über die Intensität der Hitze

Die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells bestätigt, dass die Zugbahn und die Intensität der von Island und England nach Skandinavien vorrückenden Tiefdruckstörung von maßgeblicher Bedeutung ist, sodass man im Hinblick auf die Temperaturmaxima noch abwarten und Temperaturen jenseits der +40 Grad Marke nach wie vor mit einem hohen Maß an Skepsis bewerten muss.

Wettersturz beendet den Hochsommer

Im Zeitraum vom 5. bis zum 10. August ist die Entwicklung der Großwetterlage nach dem Prognosemodell der Amerikaner zwar grundsätzlich anders als die der Europäer, doch mit einem ähnlichen Ergebnis.

Das Blockadehoch etabliert und intensiviert sich bis zum 10. August auf dem Atlantik und erreicht mit seinen nördlichen Gradienten gerade noch so Grönland und Island und kippt über England nach Süden ab. Die Blockadewirkung hat, mit anderen Worten formuliert, über Grönland kein wetteraktives Hochdrucksystem zur Folge.

Doch mit der Aufwölbung des Blockadehochs auf dem Atlantik stellt sich ebenso ein meridional verlaufendes Grundmuster ein, bei dem sich im Zeitraum vom 5. bis 10. August die ehemalige Störung zwischen Island und England über Skandinavien eindreht und - wie bei den Europäern - nach Süden in Richtung der Alpen austrogt.

Temperaturen von bis +14 Grad - Skandinavientief erreicht Deutschland

Das hat über Deutschland bereits zum 6. August nördlich einer Linie zwischen Köln und Berlin einen Temperaturrückgang auf +20 bis +25 Grad zur Folge, während weiter nach Süden mit bis +34 Grad weiterhin hochsommerliche Temperaturen erwartet werden können. Zwischen dem 8. und 10. August stellt sich die Großwetterlage dann grundlegend um und mit einer erhöhten Niederschlagsaktivität sinken die Höchstwerte bis zum 10. August auf +14 bis +18 Grad ab und können in den Nächten auch unter die +10 Grad Marke sinken.

Die Amerikaner bestätigen einen Wetterwechsel und ein Ende der Hitze noch in der ersten August-Dekade
Die Amerikaner bestätigen einen Wetterwechsel und ein Ende der Hitze noch in der ersten August-Dekade © www.meteociel.fr || wxcharts.com

Auf den Punkt gebracht: Die Hitzewelle kommt - doch ihr Ende zeichnet sich bereits ab

Das gestrige Resümee hat auch heute noch Bestand. Die Hitze, welche sich im Verlauf der kommenden Woche über Deutschland aufbaut, bestätigen nicht nur die Vorhersagemodelle, sondern auch die Kontrollläufe. In der Frage, wie lange die Hitze anhält sind sich die Vorhersagemodelle hingegen alles andere als einig.

Der maßgebliche Treiber ist und bleibt das Blockadehoch auf dem Atlantik. Und sollte sich dieses Hoch weiter nach Norden ausdehnen, ist zwangsläufig eine meridional verlaufende Grundströmung (Nord-Süd-Süd-Nord) die Folge. Davon wiederum abhängig ist auch der Tiefdruckwirbel zwischen Island, England und Skandinavien.

Und sollte sich dieser Tiefdruckwirbel nicht nach Skandinavien verlagern, sondern sich unter das Blockadehoch auf dem Atlantik ziehen lassen, passiert exakt das, was in den Wintermonaten häufiger der Fall ist, was die Tiefdruckdynamik auf dem Atlantik nach Süden austrogen lässt und auf der Vorderseite den Hitzeschub in Richtung Mittel- und Nordeuropa intensiviert kann. Das ist im Moment zwar eine gewagte These, sollte aber in den kommenden Tagen weiterhin im Hinterkopf behalten werden.

Kontrollläufe bestätigen: Hitze kommt, Wetterwechsel folgt

Die Kontrollläufe bestätigen den Wettertrend der vergangenen Tage, sodass das oben stehende Resümee von gestern ebenfalls seine Gültigkeit erhält. So steigen die Temperaturanomalie bis Ende Juli über dem Norden gegenüber dem vieljährigen Klimamittelwert auf bis +10 Grad und nach Süden auf bis +14 Grad.

Nachfolgend gehen die Werte über dem Norden - was ein klares Signal auf den zunehmend maritimen Einfluss des Skandinavientiefs ist - auf eine Anomalie von +1 bis +3 Grad zurück, steigen bis zum 3. August bereits wieder auf +4 bis +5 Grad an und gehen vom 5. bis 10. August auf eine Anomalie von +1 bis +2 Grad dann deutlich zurück.

Ein ähnlicher Temperaturverlauf zeigt sich auch über dem Süden, jedoch auf einem ganz anderen Niveau. Dort bleibt bis zum 5. August die Anomalie von +8 bis +10 Grad erhalten und sinkt vom 7. bis 10. August auf eine Differenz gegenüber dem vieljährigen Klimamittelwert von +2 bis +4 Grad ab.

Also ja, die Kontrollläufe bestätigen noch in der ersten Augustdekade einen Rückgang der Temperaturen und damit auch ein Ende der Hitze, wenngleich das Temperaturniveau weiterhin für die Jahreszeit zu hoch bleibt, bestätigen jedoch im Grunde die möglich letzte Hitzewelle des Jahres, da ab der zweiten Augustdekade mit dem merklich sinkenden Sonnenstand es zunehmend schwieriger wird, eine Hitzewelle von mehr als +30 Grad auszulösen.

Im direkten Vergleich zu den Kontrollläufen bilden sowohl die Amerikaner als auch die Europäer heute die kältesten Varianten ab. Nur einmal kurz zur Erinnerung: Vor ein paar Tagen noch hatten beide Vorhersagemodelle im August Temperaturmaximas von +40 bis +46 Grad simuliert und bildeten dabei die absolut wärmsten Varianten der Kontrollläufe ab. Diese extreme Spanne zeigt, wie viel davon abhängt, wie sich das Tief zwischen Island, England und Skandinavien nach Osten verlagern, oder auf dem Atlantik nach Süden austrogen kann. Dieser Vorgang wird auch in den kommenden Tagen noch weiter zu verifizieren sein, zeigt aber auch, dass die Wetterentwicklung Anfang August alles andere als gesichert ist.

Kommt mit einem Wetterwechsel auch ausreichend Niederschlag?

Doch auch wenn die Vorhersagemodelle und die Kontrollläufe einen Rückgang der Temperaturen favorisieren, ist das nicht mit ausreichend Niederschlag gleichzusetzen.

Das zeigt die Niederschlagsprognose der Kontrollläufe heute eindrücklich, bei der im Zeitraum vom 28. Juli bis zum 2. August eine weitgehend trockene Wetterentwicklung zu erwarten ist und darüber hinaus eine nur schwache bis allenfalls leicht erhöhte Niederschlagsentwicklung bis zum 5. August in Aussicht stellt, während sich vom 6. bis 11. August die Niederschlagssignale allenfalls noch im schwach erhöhten Bereich befinden. Mit anderen Worten formuliert, ein Wetterumschwung mit einem Tief über Mitteleuropa und flächendeckendem - ausreichend und mehrtägigem Niederschlag - wird von den Kontrollläufen zum aktuellen Stand nicht gestützt. Was aber - mehrheitlich - gestützt wird, ist sowohl in den Kontrollläufen, als auch in den KI-Wetterprognosen der Vorhersage-Modelle ein Tief über Skandinavien und ein Blockadehoch auf dem Atlantik, was nach dem KI-Modell der Amerikaner mit einer Südwestanströmung auch zu einer anhaltenden Hitze führen kann. Schaun mer mal.

Die Kontrollläufe und auch das KI-Modell der Europäer stützen ein Ende der Hitze, während die KI-Prognose der Amerikaner zeigt, wie sich in der ersten August-Dekade auch eine weitreichende Hitzewelle aufbauen kann
Die Kontrollläufe und auch das KI-Modell der Europäer stützen ein Ende der Hitze, während die KI-Prognose der Amerikaner zeigt, wie sich in der ersten August-Dekade auch eine weitreichende Hitzewelle aufbauen kann © www.meteociel.fr || wxcharts.com
Wettertrend: Temperaturprognose für Deutschland
Datum Temperaturspektrum Temperaturmittelwert
1. August +19 bis +44 Grad +33 bis +35 Grad
5. August +16 bis +44 Grad +26 bis +32 Grad
10. August +16 bis +34 Grad +23 bis +25 Grad
Diagramm Temperaturen August 2026
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe August 2026 von zu kalt, normal, zu warm im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert (1961 bis 1990)

August-Prognose der Langfristmodelle: Was die Wettertrends zeigen

Konkrete Wettervorhersagen für Temperatur, Niederschlag oder genaue Großwetterlagen sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht im Detail möglich. Langfristmodelle liefern jedoch Hinweise auf mögliche Tendenzen. Dabei stehen vor allem Abweichungen von der Norm im Fokus, also ob ein Monat insgesamt eher zu warm oder zu kalt sowie zu trocken oder zu nass ausfallen könnte.

CFSv2-Modell erwartet einen deutlich zu warmen August

Das CESV-2-Modell berechnet den August über Deutschland mit einer Anomalie von +1,5 bis +2,5 Grad und im Trend von bis +3,0 Grad deutlich bis erheblich zu warm. In der Niederschlagsprognose zeichnet sich eine zu trockene Südhälfte und eine durchwachsene Nordhälfte ab.

Mit Blick auf Europa zeigt sich, dass lediglich über Teilen von England, Portugal und Spanien für die dort jahreszeittypischen Temperaturen und auch Niederschlagsverhältnisse zu erwarten sind. Der Rest von Europa wird mit einer Anomalie von +1 bis +2 Grad und teils bis +3 Grad deutlich zu warm simuliert.

In der Niederschlagsprognose werden der Norden von Spanien sowie Frankreich, sowie Italien und die östliche Mittelmeerregion etwas zu nass simuliert. Aber auch der auch der Norden von Skandinavien wird etwas zu nass berechnet, während weite Teile Osteuropas deutlich zu trocken simuliert werden.

Europäisches Langfristmodell sieht einen deutlich zu warmen und trockenen August

Das Langfristmodell der Europäer berechnet den August mit einer Anomalie von +1,5 bis +3 Grad gegenüber dem vieljährigen Mittelwert von 1961 bis 1990 deutlich bis erheblich zu warm. Im Gegensatz zur Niederschlagsprognose des CFSv2-Modells berechnen die Europäer jedoch eine deutlich zu trockene Wetterentwicklung.

Blickt man auf Europa, so wird ganz Europa mit einer Temperaturanomalie von +1 bis +3 Grad deutlich zu warm bis erheblich zu warm berechnet. Die Niederschlagsprognose zeigt sich über Teilen von Spanien, Frankreich, Italien und der östlichen Mittelmeerregion sowie über dem nördlichen Skandinavien zu nass, sonst entlang eines breiten Streifens von England, dem südlichen Skandinavien, Mittel- und Osteuropa auch zu trocken.

Wetterdaten August 2026

Wetter- und Klimabilanz für Deutschland im August 2026.
Abweichung/Sollerfüllung zum vieljährigen Klimamittel:
1961/1990 1991/2020

Ø Temp. 21,4 °C +5,0 °C +3,5 °C
Sonne (Ø) 125,9 h 63 % 59 %
Niederschlag (Ø) 9,32 mm 12 % 12 %
Wind (Ø) 10,7 km/h
Max. Temp. 39,4 °C Regensburg
Min. Temp. 2,7 °C Quickborn
Max. Böe 108,4 km/h Brocken
Max. 24h Niederschlag 56,8 mm Anger-Stoißberg
Bodenfrosttage 0.01 33 % 100 %
Sommertage 8.95 110 % 76 %
Hitzetage 4.79 342 % 152 %
Tropennächte 0.44
Wüstentage 0.74

Top-10 Extremwerte August 2026

  • Wert Datum Station Bundesland
    39,4 04.08.2026 Regensburg Bayern
    38,9 04.08.2026 Kitzingen Bayern
    38,7 03.08.2026 Saarbrücken-Burbach Saarland
    38,5 03.08.2026 Trier-Petrisberg Rheinland-Pfalz
    38,4 04.08.2026 Schwandorf Bayern
    38,3 03.08.2026 Andernach Rheinland-Pfalz
    38,3 03.08.2026 Waghäusel-Kirrlach Baden-Württemberg
    38,2 03.08.2026 Ohlsbach Baden-Württemberg
    38,2 04.08.2026 Bertsdorf-Hörnitz Sachsen
    16,0 12.08.2026 20098
  • Wert Datum Station Bundesland
    2,7 12.08.2026 Quickborn Schleswig-Holstein
    3,3 12.08.2026 Deutschneudorf-Brüderwiese Sachsen
    3,5 12.08.2026 Hasenkrug-Hardebek Schleswig-Holstein
    3,8 12.08.2026 Oberharz am Brocken-Stiege Sachsen-Anhalt
    3,9 01.08.2026 Zugspitze Bayern
    4,0 12.08.2026 Bremervörde Niedersachsen
    4,0 12.08.2026 Muskau, Bad Sachsen
    4,0 12.08.2026 Sohland - Spree Sachsen
    4,1 12.08.2026 Friesoythe-Altenoythe Niedersachsen
    4,2 12.08.2026 Worpswede-Hüttenbusch Niedersachsen
  • Wert Datum Station Bundesland
    56,8 06.08.2026 Anger-Stoißberg Bayern
    56,7 06.08.2026 Teisendorf-Babing Bayern
    55,6 02.08.2026 Anger-Stoißberg Bayern
    46,4 06.08.2026 Teisendorf Bayern
    45,4 06.08.2026 Piding Bayern
    45,1 05.08.2026 Erdweg Bayern
    44,9 06.08.2026 Teisendorf-Neukirchen (Wildberg) Bayern
    43,7 05.08.2026 Garmisch-Partenkirchen Bayern
    42,0 05.08.2026 Starnberg Bayern
    40,2 03.08.2026 Breckerfeld-Wengeberg Nordrhein-Westfalen
  • Wert Station Bundesland
    114,2 Anger-Stoißberg Bayern
    86,4 Teisendorf-Babing Bayern
    75,3 Starnberg Bayern
    67,5 Teisendorf-Neukirchen (Wildberg) Bayern
    67,2 Garmisch-Partenkirchen Bayern
    65,7 Lenggries (Sylvenstein) Bayern
    63,0 Piding Bayern
    62,0 Marktschellenberg Bayern
    60,9 Teisendorf Bayern
    60,6 Freilassing Bayern
  • Wert Station Bundesland
    0,0 Achern-Fautenbach Baden-Württemberg
    0,0 Arnstein-Müdesheim Bayern
    0,0 Bischbrunn-Oberndorf Bayern
    0,0 Bruchsal-Heidelsheim Baden-Württemberg
    0,0 Buchen, Kr. Neckar-Odenwald Baden-Württemberg
    0,0 Burgebrach-Oberharnsbach Bayern
    0,0 Bärnau-Naab Bayern
    0,0 Ellwangen-Rindelbach Baden-Württemberg
    0,0 Neu Madlitz Brandenburg
    0,0 Oberzent-Beerfelden Hessen
  • Wert Datum Station Bundesland
    108,4 04.08.2026 Brocken Sachsen-Anhalt
    101,5 01.08.2026 Kaufbeuren-Oberbeuren Bayern
    85,3 05.08.2026
    85,0 05.08.2026 Lindau (SWN) Bayern
    83,5 03.08.2026 Trier-Petrisberg Rheinland-Pfalz
    82,4 05.08.2026 Garmisch-Partenkirchen Bayern
    81,4 04.08.2026 Weinbiet Rheinland-Pfalz
    81,0 04.08.2026 Runkel-Ennerich Hessen
    78,5 05.08.2026 Angermünde Brandenburg
    76,3 04.08.2026 Lichtenhain-Mittelndorf Sachsen
  • Wert Station Bundesland
    146,2 Saarbrücken-Ensheim Saarland
    143,3 Ober-Olm - Bellem Rheinland-Pfalz
    143,1 Mainz-Lerchenberg (ZDF) Rheinland-Pfalz
    142,7 Gießen - Wettenberg Hessen
    142,6 Amberg-Unterammersricht Bayern
    142,4 Waghäusel-Kirrlach Baden-Württemberg
    141,9 Neu-Ulrichstein Hessen
    141,5 Saarbrücken-Burbach Saarland
    141,4 Perl-Sinz-Renglischberg Saarland
    141,2 Kümmersbruck Bayern
  • Wert Station Bundesland
    66,8 Weiden Bayern
    78,9 Mittenwald - Obb. Bayern
    85,6 Garmisch-Partenkirchen Bayern
    92,7 Oberstdorf Bayern
    96,7 Zugspitze Bayern
    99,0 Mittenwald-Buckelwiesen Bayern
    99,3 Soltau Niedersachsen
    99,4 Karlshagen Mecklenburg-Vorpommern
    100,4 Greifswald Mecklenburg-Vorpommern
    100,4 Anklam Mecklenburg-Vorpommern

Die aktuelle Durchschnittstemperatur im August 2026 beträgt 21,4 °C. Die Temperaturanomalie beträgt im Vergleich zum vieljährigen Klimamittelwert von 1961/90 aktuell 5,0 °C (91/20 3,5 °C). Am 04.08.2026 konnte mit 39,4 °C über Regensburg (Bayern) die höchste und am 12.08.2026 mit 2,7 °C über Quickborn (Schleswig-Holstein) die tiefste Temperatur registriert werden. Das wärmste Bundesland ist mit einer durchschnittlichen Temperatur von 23,7 °C Baden-Württemberg. Frischer ist der August 2026 mit einem Durchschnittswert von 18,1 °C bisweilen über Schleswig-Holstein.

Im August 2026 konnte bis zum heutigen Tag eine Niederschlagssumme von 9,3 l/m² registriert werden. Der Sollwert zum Klimamittelwert von 1961/90 wurde zu 12 % erfüllt. Regentage mit mehr als 1 l/m² Regen gab es an 2 Tagen.

Die Sonnenscheindauer konnte mit rund 125,9 Stunden ihren Sollwert von 199,1 Stunden zu 63 % erfüllen. Den meisten Sonnenschein gab es mit 146,2 Stunden über der Saarbrücken-Ensheim (Saarland). Vergleichsweise wenig Sonnenschein gab es mit 66,8 Stunden über der Weiden (Bayern).

Stand inkl.: 12.08.2026 || Aktualisiert: 13.08.2026 09:00 Uhr
Daten: Deutscher Wetterdienst

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