Wetter Christi Himmelfahrt 2026: Nur 8% Chance auf Sommerwetter
Christi Himmelfahrt droht ins Wasser zu fallen - doch es gibt noch Möglichkeiten für eine überraschende Wendung. Uns erreichen aktuell sehr viele Anfragen, ob das turbulente und zu Unwettern neigende Wetter der kommenden Tage über das verlängerte Wochenende um Christi Himmelfahrt anhalten wird - wie steht es um die ganzen Feste und Ausflüge - fallen diese bei kaltem und nassem Wetter ins Wasser, oder kippt das Wetter doch noch in Richtung Frühsommer? Wir bewerten das Wetter rund um den Vatertag und das verlängerte Wochenende heute einmal genauer.

Weitere Schauer und Gewitter ziehen heute von Südwesten auf und dehnen sich bis Donnerstag weiter nach Nordosten aus, bevor diese morgen Abend abklingen und Deutschland verlassen. Der Schwerpunkt der Gewitteraktivität wird voraussichtlich über weiten Teilen von Niedersachsen, dem nördlichen Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg und Berlin liegen. Regional ist mit einer erhöhten Unwettergefahr zu rechnen (Warnlagenbericht || Gewitterradar). Aber auch über dem Süden ziehen teils kräftige Gewittercluster hinweg und können mit Hagel, Platzregen, Blitzschlag, Sturzfluten oder Überflutungen lokal unwetterartige Wetterereignisse auslösen. Trocken bleibt es voraussichtlich über dem nördlichen Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Die Temperaturen pendeln sich auf +12 bis +16 Grad ein und gehen in Schauernähe auf bis +7 Grad zurück.
Erst Gewitter, dann Sommer? Das Wetter kippt am Wochenende
Das Tief löst sich am Freitag über Deutschland auf und mit einer zunehmenden Sonnenscheindauer steigen die Temperaturen auf +15 bis +20 Grad an. Zum Wochenende und dem Start in die neue Woche liegen Deutschland, Österreich und der Schweiz im Einflussbereich instabiler Luftmassen, was insbesondere am Sonntag und Montag die Gewitteraktivität wieder ansteigen lässt - regional kräftiger, lokal unwetterartig. Die Temperaturen steigen mit +18 bis +24 Grad auf frühsommerliche und örtlich mit bis +27 Grad auf sommerliche Werte an. Wer es genauer wissen möchte: Wetter Mai 2026.

Christi Himmelfahrt: So entwickelt sich das Wetter
Die obenstehenden Wetterkarten bringen die kommende Großwetterlage gut auf den Punkt. Ein nach Süden abkippendes Blockadehoch auf dem Atlantik, eine Störung über den Azoren und ein Cluster des Polarwirbels, welcher sich zwischen Island und dem europäischen Nordmeer weiter in Richtung Skandinavien verlagert. Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen zwischen den Fronten und einer labil geschichteten und zudem noch gradientenschwachen Luftmasse - ideale Voraussetzungen für unwetterartige Wetterereignisse-
Temperatursturz zum Feiertag: Darum kippt die Großwetterlage in eine völlig andere Richtung
Viele unserer Leser wünschen sich zu Christi Himmelfahrt (Vatertag) warmes und trockenes Ausflugswetter, doch spielen die Wetterprognosen der Vorhersage-Modelle ganz und gar nicht mit. Der Trigger, welcher das Feiertagswetter regelrecht ins Wasser fallen lässt, ist das kleine Tief vor Mitteleuropa, welches verhindert, dass das Blockadehoch auf dem Atlantik über Mitteleuropa nach Osten abkippen kann. Zeitgleich triggert das Tief den Cluster über Skandinavien nach Süden auszutragen.
Die Folgen für das verlängerte Wochenende sind verheerend
Die Folgen sind nach den Prognosen der Vorhersage-Modelle im Hinblick auf Frühsommer zum verlängerten Wochenende verheerend. Die kalte Luftmasse trog bereits zum 13. Mai nach Süden aus und dreht sich bis zum 15. Mai über Mitteleuropa ein. Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen voll im Einflussbereich des Troges und die Prognose-Modelle berechnen Temperaturen von +10 bis +15 Grad. In den kurzen sonnigen Momenten können bis +17 Grad und bei Dauerregen bis +6 Grad möglich sein.
Apropos Regen, der wird von allen drei Vorhersage-Modellen reichlich berechnet, sodass das Wetter an Christi Himmelfahrt nicht nur ins Wasser fallen kann, sondern regional Hochwasser nicht auszuschließen ist.

Gibt es noch Hoffnung auf Sonne an Christi Himmelfahrt?
Möglich ist beim Wetter grundsätzlich alles, auch wenn nicht immer wahrscheinlich; und es wäre nicht das erste Mal, dass regnerische und vergleichsweise kalte Wetterprognosen in Richtung trockenes und warmes Wetter korrigiert werden mussten.
Diese Möglichkeiten gibt es also und sie sind nur dann möglich, wenn sich die Akteure auf dem Atlantik verstärken. Einmal in Form eines wetteraktiven Hochdrucksystems über Grönland, welches zum einen den Cluster des Polarwirbels in Richtung Skandinavien blockiert und zum anderen das Tief vor Mitteleuropa an Ort und Stelle drehen lässt. Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen so dauerhaft in den Einflussbereich einer Südwest- bis Südanströmung, was sommerliche Temperaturen zum Feiertag möglich machen kann.
Die zweite Variante besteht darin, dass die Akteure selbst zu schwach ausgebildet sind und einen entscheidenden Impuls abzugeben, was über Deutschland gradientenschwache und hochdruckdominierte Wetterlage möglich machen kann.
Wir haben diese beiden Varianten zum besseren Verständnis mit ausgesuchten Kontrollläufen einmal gegenübergestellt.

Die Wettervorhersage auf den Punkt gebracht: Fällt Christi Himmelfahrt komplett ins Wasser?
Wie wahrscheinlich ist kaltes und regnerisches Wetter zu Christi Himmelfahrt? Unsere Einschätzung dazu: Der Downimpuls des Troges ist stark, da das kleinräumige Tief vor Mitteleuropa das Azorenhoch blockiert und seinerseits die Lücke über Mitteleuropa aufreißt. Dass dem so ist, macht sich bereits zum kommenden Wochenende mit den ansteigenden Temperaturen bemerkbar, was auf die Vorderseitenanströmung zurückzuführen ist. Die Temperaturanomalie beträgt am 11. Mai von Nord nach Süd von +2 bis +6 Grad.
Nachfolgend kommt es zu einem Temperatursturz, der die Anomalie bis Christi Himmelfahrt, 14. Mai, von Nord nach Süd auf -3 bis -1 Grad zurückgehen lässt. Temperaturen im Mittel von +12 bis +15 Grad sind bei einer leichten bis mäßigen Niederschlagsaktivität über das verlängerte Wochenende das Erwartbare.
Die sommerlichen bis frühsommerlichen Varianten sind zwar möglich, doch in ihrer Eintreffwahrscheinlichkeit nur gering. Bewertet man den Mittelwert aller Kontrollläufe, so liegt die Wahrscheinlichkeit an Christi Himmelfahrt für Temperaturen um die +20 Grad-Marke schwankend bei mageren 8 Prozent. Für Temperaturen, die sich an der +15 Grad-Marke orientieren, liegt die Wahrscheinlichkeit bei 50 Prozent. Der Rest von 42 Prozent liegt unter +13 Grad.
Das sind sehr starke Signale. Hinzu kommt, dass die Niederschlagsprognose der Kontrollläufe im Zeitraum vom 11. bis 14. Mai mäßig und nachfolgend leicht bis mäßig erhöht ist. Das stützt die Wetterprognose eines Troges über Mitteleuropa, wie es der Mittelwert aller Kontrollläufe nachfolgend nochmals eindrücklich bestätigt. Aber ja, es gilt die kommenden Unwetter und die Ausbildung des Tiefdrucksystems westlich von Mitteleuropa noch abzuwarten. Schaun mer mal, was daraus in den kommenden Stunden wird.

| Datum | Temperaturspektrum | Temperaturmittelwert |
|---|---|---|
| 11. Mai 2026 | +8 bis +23 Grad | +15 bis +17 Grad |
| 14. Mai 2026 | +4 bis +18 Grad | +12 bis +15 Grad |
| 17. Mai 2026 | +6 bis +22 Grad | +14 bis +16 Grad |
Wetterdaten Oktober 2026
Top-10 Extremwerte Oktober 2026
-
Wert Datum Station Bundesland 27,5 01.10.2026 Aschersleben-Mehringen Sachsen-Anhalt 27,0 01.10.2026 Coschen Brandenburg 26,5 01.10.2026 Bernburg - Saale (Nord) Sachsen-Anhalt 26,5 01.10.2026 Jena (Sternwarte) Thüringen 26,2 01.10.2026 Harzgerode Sachsen-Anhalt 26,2 01.10.2026 Langenlipsdorf Brandenburg 26,1 01.10.2026 Schwarzburg Thüringen 25,9 01.10.2026 Berlin-Tempelhof Berlin 25,9 01.10.2026 Manschnow Brandenburg 6,3 13.10.2026 20098 -
Wert Datum Station Bundesland -8,8 12.10.2026 Zugspitze Bayern -2,8 13.10.2026 Deutschneudorf-Brüderwiese Sachsen -2,7 13.10.2026 München-Flughafen Bayern -2,6 13.10.2026 Coschen Brandenburg -2,4 13.10.2026 Nürnberg-Netzstall Bayern -2,3 13.10.2026 Neustadt am Kulm-Filchendorf Bayern -2,2 13.10.2026 Eichstätt-Landershofen Bayern -2,2 13.10.2026 Tirschenreuth-Lodermühl Bayern -2,2 13.10.2026 Zwiesel Bayern -2,1 13.10.2026 Baruth Brandenburg -
Wert Datum Station Bundesland 72,6 04.10.2026 Meßstetten-Appental Baden-Württemberg 59,7 10.10.2026 Wesselburen Schleswig-Holstein 56,2 01.10.2026 Lennestadt-Theten Nordrhein-Westfalen 55,9 10.10.2026 Schafstedt Schleswig-Holstein 53,5 10.10.2026 Wrohm Schleswig-Holstein 51,3 10.10.2026 Krempel Schleswig-Holstein 49,3 08.10.2026 Seebach (Nationalpark Schwarzwald) Baden-Württemberg 46,5 10.10.2026 Sankt Peter-Ording Schleswig-Holstein 45,3 10.10.2026 Haale Schleswig-Holstein 42,4 10.10.2026 Elpersbüttel Schleswig-Holstein -
Wert Station Bundesland 122,2 Wesselburen Schleswig-Holstein 120,0 Wrohm Schleswig-Holstein 115,2 Schafstedt Schleswig-Holstein 102,8 Krempel Schleswig-Holstein 102,7 Elpersbüttel Schleswig-Holstein 102,6 Seebach (Nationalpark Schwarzwald) Baden-Württemberg 101,8 Erfde Schleswig-Holstein 101,2 Haale Schleswig-Holstein 99,8 Oberstdorf Bayern 99,3 Königsfeld - Schwarzwald Baden-Württemberg -
Wert Station Bundesland 0,0 Calw-Hirsau Baden-Württemberg 0,0 Forst-Klein Bademeusel Brandenburg 0,1 Selfkant-Havert Nordrhein-Westfalen 0,7 Pfofeld-Langlau Bayern 1,0 Barßel-Loher Ostmark Niedersachsen 1,7 Seligenstadt-Waldhof Hessen 1,7 Trippstadt-Neuhof Rheinland-Pfalz 2,4 Weißenburg-Emetzheim Bayern 3,0 Grasellenbach-Hammelbach Hessen 3,2 Neutrebbin Brandenburg -
Wert Datum Station Bundesland 115,2 09.10.2026 Brocken Sachsen-Anhalt 89,6 08.10.2026 Leuchtturm Alte Weser Niedersachsen 88,9 09.10.2026 Fichtelberg Sachsen 86,0 08.10.2026 Spiekeroog (SWN) Niedersachsen 86,0 09.10.2026 Weinbiet Rheinland-Pfalz 86,0 10.10.2026 Strucklahnungshörn Schleswig-Holstein 85,3 10.10.2026 Büsum Schleswig-Holstein 82,8 09.10.2026 Schmücke Thüringen 82,4 08.10.2026 Rostock-Warnemünde Mecklenburg-Vorpommern 82,1 09.10.2026 Arkona Mecklenburg-Vorpommern -
Wert Station Bundesland 90,6 Fürstenzell Bayern 88,6 Grainet-Rehberg Bayern 83,3 Zwiesel Bayern 83,0 Saldenburg-Entschenreuth Bayern 82,8 Großer Arber Bayern 82,3 Heinsberg-Schleiden Nordrhein-Westfalen 82,2 Waldmünchen Bayern 81,8 Zugspitze Bayern 81,6 Aldersbach-Kramersepp Bayern 81,3 Rotthalmünster (Landwirtschaftsamt)_DUE Bayern -
Wert Station Bundesland 25,6 Bremerhaven Bremen 29,0 Wolfach Baden-Württemberg 36,4 Werl Nordrhein-Westfalen 42,8 Wernigerode-Schierke Sachsen-Anhalt 43,5 Greifswalder Oie Mecklenburg-Vorpommern 43,6 Braunlage Niedersachsen 43,7 Brocken Sachsen-Anhalt 44,8 Glücksburg-Meierwik Schleswig-Holstein 45,9 Flensburg (Schäferhaus) Schleswig-Holstein 46,0 Karlshagen Mecklenburg-Vorpommern
Die aktuelle Durchschnittstemperatur im Oktober 2026 beträgt 12,4 °C. Die Temperaturanomalie beträgt im Vergleich zum vieljährigen Klimamittelwert von 1961/90 aktuell 3,5 °C (91/20 3,1 °C). Am 01.10.2026 konnte mit 27,5 °C über Aschersleben-Mehringen (Sachsen-Anhalt) die höchste und am 12.10.2026 mit -8,8 °C über Zugspitze (Bayern) die tiefste Temperatur registriert werden. Das wärmste Bundesland ist mit einer durchschnittlichen Temperatur von 13,5 °C Saarland. Frischer ist der Oktober 2026 mit einem Durchschnittswert von 11,6 °C bisweilen über Thüringen.
Im Oktober 2026 konnte bis zum heutigen Tag eine Niederschlagssumme von 30,1 l/m² registriert werden. Der Sollwert zum Klimamittelwert von 1961/90 wurde zu 53 % erfüllt. Regentage mit mehr als 1 l/m² Regen gab es an 5 Tagen.
Die Sonnenscheindauer konnte mit rund 63,2 Stunden ihren Sollwert von 109,3 Stunden zu 58 % erfüllen. Den meisten Sonnenschein gab es mit 90,6 Stunden über der Fürstenzell (Bayern). Vergleichsweise wenig Sonnenschein gab es mit 25,6 Stunden über der Bremerhaven (Bremen).









