Sommerwetter im Mai vor Showdown: Frühsommer gegen Eisheilige
Sommerwetter im Mai, dann der große Knall? Ein Hochdrucksystem dominiert weiterhin das Wetter über Mitteleuropa und wird sich Anfang Mai mit einer Omegawetterlage direkt über Deutschland positionieren. Bei ungehemmtem Sonnenschein steigen die Temperaturen regional in den sommerlichen Bereich an. Doch kippt das Hoch im weiteren Verlauf nach Osten ab und ermöglicht so den Vorstoß polarer Luftmassen nach Süden. Ob das über Deutschland, Österreich und die Schweiz jedoch die Eisheiligen oder Sommerwetter zur Folge haben wird, hängt stark von der Struktur der Polarfront ab. Der Wettertrend der Vorhersage-Modelle jedenfalls lässt eine klare Schlussfolgerung zu.

Das Hoch befindet sich im Moment noch westlich von Deutschland und lässt einen Tiefdruckausläufer passieren, welcher sich mit Wolkenfeldern über Deutschland bemerkbar macht. Die Wolken dehnen sich heute über Deutschland aus und tummeln sich am Dienstag mehr über Baden-Württemberg und Bayern, während weiter nach Norden bereits der Sonnenschein wieder das Himmelsbild dominiert. Ein paar Regentropfen lassen sich heute über dem Nordwesten nicht ausschließen, sonst setzt sich das trockene Wetter fort. Die Temperaturen erreichen über dem Norden +10 bis +15 Grad und nach Süden sind +17 bis +23 Grad möglich.
Sommerwetter im Mai
Im weiteren Verlauf der Woche stabilisiert sich das Hoch und positioniert sich mit seinem Zentrum am 1. Mai direkt über Deutschland. Bis zum 3. Mai kippt das Hoch mit seiner Achse weiter nach Osten ab und lässt die Grundströmung über Deutschland auf Südwest kippen. In einem gradientenschwachen Wetterumfeld kommt die Luftmasse zur Ruhe und füllt sich von oben herab mit warmen Luftmassen auf. Und so steigen die Temperaturen vom 1. Mai mit +18 bis +23 Grad an und machen bis zum 3. Mai mit +20 bis +25 Grad und örtlich bis +27 Grad sommerliche Temperaturen möglich. Herrscht zunächst noch eine maximal mögliche Sonnenscheindauer vor, so drängen zum 3. Mai von Westen Schauer und Gewitter nach Deutschland. Wer es genauer wissen möchte: Wetter Mai 2026.

Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Der Frühsommer erhält sich
Die mancherorts sommerlichen Temperaturen lösen über Deutschland eine Temperaturanomalie von +5 bis +8 Grad aus. Doch triggert das weit nach Norden aufstrebende Hoch die Polarfront ordentlich, sodass sich ein meridional verlaufendes Strömungsmuster einstellen wird. Und schaut man sich die obenstehenden Wetterkarten an, so etabliert sich zum 3. Mai auf dem Atlantik bereits das nächste Blockadehoch, was wiederum vergleichsweise kalte Luftmassen polaren Ursprungs in Richtung England führt.
Kräftige Schauer und Gewitter bringen Regen
Im Zeitraum vom 4. bis 8. Mai versucht die Polarluft auch das Wetter über Mitteleuropa zu dominieren, doch schließt sich die Hochdrucklücke auf dem Atlantik, was über Deutschland, Österreich und der Schweiz weiterhin gradientenschwaches Hochdruckwetter zur Folge hat. Dennoch - der Impuls der Polarluft reicht aus, um die Luftmassen zu destabilisieren und im Zeitraum vom 4. bis 5. Mai kräftige Schauer und Gewitter von West nach Ost ziehen zu lassen. Die Temperaturen gehen bis zum 6. Mai auf +14 bis +18 Grad zurück und können in Schauernähe um die +10 Grad-Marke schwanken.
Hochdruckzone schließt sich
Vom 6. bis 8. Mai steht eine Schlüsselszene bevor - die Hochdruckzone über Mitteleuropa schließt sich und verlängert so die gradientenschwache Wetterentwicklung. Die Schauer und Gewitter klingen ab und mit einer zunehmenden Sonnenscheindauer ist zu rechnen. Deutschland liegt jedoch am östlichen Hochdruckgradienten, was mit einen schwachen Nordwind die Temperaturen auf gemäßigte +12 bis +16 Grad und örtlich auf bis +20 Grad einpendeln lässt.
Die absolut gestörte Zirkulation
Schlüsselszene deshalb, da im Moment noch nicht ganz klar ist, wie sich das Hoch verhalten wird. Verweilt es über Mitteleuropa, ist mit sommerlich warmen Eisheilgen zu rechnen. Dehnt sich das Hoch - wie es die Wettervorhersage des europäischen Wettermodells aktuell berechnet - weiter in Richtung Grönland aus, so hat das für die atlantische Frontalzone massive Folgen - und zwar in der Form, dass diese zum Beginn der zweiten Mai-Dekade nicht mehr existiert. Stattdessen dominiert eine Blockadehoch über den nördlichen Breiten das Wettergeschehen.
Da der Hochdruckkern westlich von Mitteleuropa liegt und Hochdrucksysteme sich im Uhrzeigersinn drehen, folgt einer meridional verlaufende Grundströmung nach, was kalte Luftmassen aus Skandinavien nach Deutschland führen kann. Wenn man so will, sind die Eisheilgen mit Temperaturen von +8 bis +12 Grad und mit Sonnenschein von bis +14 Grad pünktlich.

Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells: Der Sommer setzt sich durch
Die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells hat einen ganz ähnlichen Aufbau. Das Hoch über Deutschland zieht zwischen dem 4. und 5. Mai nach Osten ab und hinterlässt eine Lücke, in welche instabil geschichtete Luftmassen vorrücken und über Deutschland für kräftige Schauer und Gewitter sorgen können. Die Temperaturen gehen bis zum 5. Mai auf +12 bis +16 Grad zurück.
Der Sommer und die Störimpulse
Im Zeitraum vom 5. bis 10. Mai wird die Lücke geschlossen und hoher Luftdruck dominiert das Wetter über Deutschland, der Schweiz und Österreich. Mit Regen wird demnach nicht zu rechnen sein und in der stehenden Luftmasse steigen die Werte bei einer verbreitet maximal möglichen Sonnenscheindauer auf +20 bis +25 Grad an. Regional sind mit bis +27 Grad sommerliche Temperaturen möglich.
Im Zeitraum vom 10. bis 13. Mai bleibt das Hoch zwar dominierend, jedoch integrieren sich Störimpulse in das Hoch, was die Niederschlagsaktivität ansteigen lässt. Die Temperaturen gehen auf +16 bis +22 Grad zurück und können bei entsprechender Niederschlagsaktivität auch darunter liegen.

Die Wettervorhersage auf den Punkt gebracht: Der Frühsommer und die Eisheiligen stehen sich gegenüber
So ist es - und daran hat sich auch in der aktuellen Wettervorhersage nichts geändert. Beide Prognose-Modelle bestätigen sowohl das Potential für Sommerwetter als auch für die Eisheiligen, welches dem Vollfrühling noch einen Dämpfer verpassen kann. Entscheidend ist das Verhalten des Hochdrucksystems und die Schlüsselszene ist um den 5. Mai herum zu erwarten.
Welches Wetter wahrscheinlich ist
Gleich vorweg - die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells bildet mit seiner sommerlichen Wetterentwicklung im Vergleich zu den Kontrollläufen die mit Abstand wärmste Variante ab. Möglich ja, wahrscheinlich nein. Dennoch - die Kontrollläufe haben im Vergleich zu den vergangenen 48 Stunden eine Korrektur nach oben erfahren.
So liegt die Temperaturanomalie vom 4. bis 10. Mai über dem Norden zwischen +2 und +3 Grad und über dem Süden zwischen +2,5 und +4 Grad. Mit anderen Worten formuliert ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass die erste Mai-Dekade deutlich zu warm ausfallen kann. Was sich aber auch feststellen lässt: Zwischen dem 9. und 13. Mai (Zeitraum der Eisheiligen) ist das Temperaturniveau rückläufig und passt sich dem vieljährigen Mittelwert an, was ein Temperaturspektrum von +16 bis +20 Grad zur Folge haben kann. Zwar bestätigt sich heute zu den Eisheiligen ein Temperaturrückgang, jedoch ist das weit weg von dem, was Eisheiligen definiert.
Die Regenprognose - Wann kommt Regen?
Die Frage nach Wann kommt Regen?
füllt unser Postfach. Die anhaltende Trockenheit und die sich mittlerweile ausbreitende Dürre sowie die hohe Waldbrandgefahr, welche über dem Süden und Südwesten mit 4 bis 5 den höchsten Wert erreicht, treiben vielen unserer Leser die Sorgenfalten auf die Stirn.
Bis zum 3. Mai ist nicht mit nennenswertem Niederschlag zu rechnen und verbreitet bleibt es trocken. Nachfolgend berechnen die Kontrollläufe mit schwach bis leicht erhöhten Signalen eine zunehmende Niederschlagsaktivität. Mit anderen Worten formuliert bleibt das Hoch in der Nähe, schwächelt jedoch und lässt immer wieder Störungen passieren. Das passt gut in das Schema der Südwestwetterlage, welche der Mittelwert der Kontrollläufe bereits seit einigen Tagen favorisiert. Schaun mer mal.

| Datum | Temperaturspektrum | Temperaturmittelwert |
|---|---|---|
| 3. Mai 2026 | +8 bis +28 Grad | +15 bis +19 Grad |
| 7. Mai 2026 | +10 bis +29 Grad | +17 bis +19 Grad |
| 12. Mai 2026 | +9 bis +27 Grad | +16 bis +18 Grad |

Wetterdaten September 2026
Top-10 Extremwerte September 2026
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Wert Datum Station Bundesland 34,5 08.09.2026 Ohlsbach Baden-Württemberg 34,4 08.09.2026 Rheinfelden Baden-Württemberg 34,2 08.09.2026 Lahr Baden-Württemberg 34,0 08.09.2026 Emmendingen-Mundingen Baden-Württemberg 34,0 08.09.2026 Rheinau-Memprechtshofen Baden-Württemberg 33,7 07.09.2026 Ohlsbach Baden-Württemberg 33,7 08.09.2026 Metzingen Baden-Württemberg 33,7 08.09.2026 Notzingen Baden-Württemberg 33,5 08.09.2026 Müllheim Baden-Württemberg 11,6 14.09.2026 20098 -
Wert Datum Station Bundesland -4,6 11.09.2026 Zugspitze Bayern 2,4 11.09.2026 Wernigerode-Schierke Sachsen-Anhalt 2,4 12.09.2026 Meßstetten-Appental Baden-Württemberg 2,6 11.09.2026 Harzgerode Sachsen-Anhalt 2,6 11.09.2026 Oberharz am Brocken-Stiege Sachsen-Anhalt 3,0 11.09.2026 Gilserberg-Moischeid Hessen 3,1 11.09.2026 Pfullendorf Baden-Württemberg 3,2 11.09.2026 Königshofen, Bad Bayern 3,2 12.09.2026 Oberstdorf Bayern 3,3 11.09.2026 Fulda-Horas Hessen -
Wert Datum Station Bundesland 57,0 04.09.2026 Drochtersen Niedersachsen 56,5 04.09.2026 Steinau, Kr. Cuxhaven Niedersachsen 52,8 04.09.2026 Quickborn Schleswig-Holstein 50,6 04.09.2026 Cadenberge Niedersachsen 49,3 04.09.2026 Bargteheide Schleswig-Holstein 49,1 04.09.2026 Teterow Mecklenburg-Vorpommern 47,0 04.09.2026 Wittmund-Carolinensiel Niedersachsen 46,5 04.09.2026 Freiburg - Elbe Niedersachsen 44,6 04.09.2026 Baumgarten Mecklenburg-Vorpommern 44,4 04.09.2026 Lamstedt Niedersachsen -
Wert Station Bundesland 109,3 Wangerland-Minsen Niedersachsen 102,7 Cadenberge Niedersachsen 101,2 Steinau, Kr. Cuxhaven Niedersachsen 99,3 Wesselburen Schleswig-Holstein 98,4 Lamstedt Niedersachsen 96,1 Drochtersen Niedersachsen 95,4 Helgoland Schleswig-Holstein 95,4 Groß Wittensee Schleswig-Holstein 93,9 Sankt Peter-Ording Schleswig-Holstein 93,8 Wittmund-Carolinensiel Niedersachsen -
Wert Station Bundesland 0,0 Baumholder (Kläranlage) Rheinland-Pfalz 0,0 Betzweiler-Wälde Baden-Württemberg 0,0 Calw-Hirsau Baden-Württemberg 0,0 Donaueschingen-Wolterdingen Baden-Württemberg 0,0 Königsfeld - Schwarzwald Baden-Württemberg 0,0 Nesselwang Bayern 0,0 Oppenau Oberes Renchtal Baden-Württemberg 0,0 Perl-Nennig Saarland 0,0 Vogt Baden-Württemberg 0,0 Werra-Suhl-Tal-Wünschensuhl Thüringen -
Wert Datum Station Bundesland 127,4 04.09.2026 Brocken Sachsen-Anhalt 117,4 08.09.2026 Feldberg - Schwarzwald Baden-Württemberg 105,8 08.09.2026 Kandern-Gupf Baden-Württemberg 104,8 04.09.2026 Strucklahnungshörn Schleswig-Holstein 100,8 05.09.2026 Leuchtturm Alte Weser Niedersachsen 99,0 04.09.2026 Wiesenburg Brandenburg 97,9 08.09.2026 Stötten Baden-Württemberg 95,0 05.09.2026 Greifswalder Oie Mecklenburg-Vorpommern 94,3 04.09.2026 Spiekeroog (SWN) Niedersachsen 94,3 05.09.2026 Fehmarn Schleswig-Holstein -
Wert Station Bundesland 143,4 Buchenbach Baden-Württemberg 140,4 Weilheim-Bierbronnen Baden-Württemberg 139,3 Müllheim Baden-Württemberg 139,1 Emmendingen-Mundingen Baden-Württemberg 139,0 Kandern-Gupf Baden-Württemberg 138,9 Rheinfelden Baden-Württemberg 138,8 Dogern Baden-Württemberg 136,8 Lahr Baden-Württemberg 136,6 Rottweil Baden-Württemberg 135,8 Gailingen Baden-Württemberg -
Wert Station Bundesland 45,2 Glücksburg-Meierwik Schleswig-Holstein 45,2 Flensburg (Schäferhaus) Schleswig-Holstein 46,6 Hohn Schleswig-Holstein 48,4 Leck Schleswig-Holstein 48,4 Erfde Schleswig-Holstein 48,9 Schleswig-Jagel Schleswig-Holstein 50,6 Ostenfeld (Rendsburg) Schleswig-Holstein 51,4 Schleswig Schleswig-Holstein 51,9 Kiel-Holtenau Schleswig-Holstein 52,0 Braunlage Niedersachsen
Die aktuelle Durchschnittstemperatur im September 2026 beträgt 16,8 °C. Die Temperaturanomalie beträgt im Vergleich zum vieljährigen Klimamittelwert von 1961/90 aktuell 3,6 °C (91/20 3,0 °C). Am 08.09.2026 konnte mit 34,5 °C über Ohlsbach (Baden-Württemberg) die höchste und am 11.09.2026 mit -4,6 °C über Zugspitze (Bayern) die tiefste Temperatur registriert werden. Das wärmste Bundesland ist mit einer durchschnittlichen Temperatur von 18,3 °C Saarland. Frischer ist der September 2026 mit einem Durchschnittswert von 15,9 °C bisweilen über Sachsen.
Im September 2026 konnte bis zum heutigen Tag eine Niederschlagssumme von 22,9 l/m² registriert werden. Der Sollwert zum Klimamittelwert von 1961/90 wurde zu 37 % erfüllt. Regentage mit mehr als 1 l/m² Regen gab es an 4 Tagen.
Die Sonnenscheindauer konnte mit rund 90,3 Stunden ihren Sollwert von 151,0 Stunden zu 60 % erfüllen. Den meisten Sonnenschein gab es mit 143,4 Stunden über der Buchenbach (Baden-Württemberg). Vergleichsweise wenig Sonnenschein gab es mit 45,2 Stunden über der Glücksburg-Meierwik (Schleswig-Holstein).










