Wetterprognose: Dürre, Frühsommer und Eisheilige - Deutschlands Wetterlage im Mai
Wetterwechsel im Mai - wie steht es um den Frühsommer und wie um die Eisheiligen- und wann kommt Regen? Ein Hochdrucksystem dominiert im Moment das Wetter über weite Teile von Deutschland, was insbesondere über Süddeutschland zu frühsommerlichen Temperaturen führt. Doch liegt der Hochdruckkern westlich von Mitteleuropa, was mit einem - teils böigen Wind - kühlere Temperaturen aus Skandinavien über den Norden von Deutschland führt. Die meridional verlaufende Grundanströmung der Luftmassen verstärkt sich Anfang Mai sogar noch - ist das der Beginn der Eisheiligen, oder kippt das Wetter mit einer Omegawetterlage doch noch in den Frühsommer? Wir schauen uns das einmal genauer an.

Das Frühlingshoch erstreckt sich im Moment zwischen Afrika und Mitteleuropa und reicht über den Atlantik bis nach Grönland und ins östliche Kanada. Es handelt sich um ein umfangreiches Blockadehoch. Eine Aktivität der Frontalzone ist auf dem Atlantik nicht zu erkennen, jedenfalls keine, welche Einfluss auf das Wetter über Deutschland, Österreich und die Schweiz nehmen wird. So herrscht über weiten Teilen von Deutschland eine außergewöhnliche Trockenheit, welche in der Gesamtbodenstruktur in eine Dürre übergeht.
Temperatursturz - Der Regen kommt von Norden
Und so bleibt das Wetter über Deutschland bis einschließlich des Wochenendes ruhig und trocken. Über dem Süden ist mehr Sonnenschein als über dem Norden zu erwarten, wo immer wieder Wolkenfelder vorüberziehen können. Der phasenweise böige Nordwind lässt die Temperaturen über dem Norden um die +15 Grad-Marke einpendeln, während sich nach Süden die Werte an der +20 Grad-Marke orientieren können. Zum Start in die neue Woche kommt es über Osteuropa zu einem Trogabgang, welcher mit seinen Ausläufern auch Deutschland streifen kann und neben starker Bewölkung auch für etwas Niederschlag sorgen kann. Die Temperaturen gehen auf +10 bis +15 Grad zurück und können bei Regen mit +6 bis +10 Grad auch darunter liegen. Wer es genauer wissen möchte: Wetter April 2026.

Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Sommerhoch und die Eisheiligen
In den obenstehenden Wetterkarten erkennt man sehr gut, dass beide Vorhersage-Modelle heute Anfang Mai eine Omegawetterlage favorisieren und jetzt zu 100 Prozent mit unserer These eines Omegahochs vom 13. April übereinstimmen. Die Details sind jedoch entscheidend - wie nah kommt das Hoch tatsächlich an Mitteleuropa heran und werden Deutschland, Österreich und die Schweiz auch voll im Einflussbereich des Hochdruckkerns liegen? Da gibt es noch Unsicherheiten, doch sieht es in der aktuellen Wettervorhersage danach aus, dass sich das Hoch Anfang Mai etwas weiter nach Osten und damit nach Deutschland verlagern kann.
Frühsommerliche Temperaturen
Sollte sich das Hoch tatsächlich etwas weiter nach Osten verlagern, so hätte das über Deutschland bis zum 4. Mai ein gradientenschwaches, sonniges und trockenes Wetter zur Folge. Mit frühsommerlichen Temperaturen von +17 bis +22 Grad und örtlich bis +24 Grad kann gerechnet werden.
Das Wetter kippt - die Eisheiligen rauschen heran
Noch ist es nur eine Modellsimulation des europäischen Wettermodells, welche sich jedoch seit einigen Tagen festigt und auch heute wieder so berechnet wird. Nach dieser Wetterprognose verweilt das Omegahoch nicht über Deutschland, sondern zieht sich vom 4. bis 7. Mai über das westliche Russland zurück, während auf dem Atlantik das nächste Blockadehoch nach Norden aufsteigt. Die Frontalzone wird mit einer hohen Wahrscheinlichkeit bis Mitte Mai keine Rolle spielen. Das aber ist nichts Neues, nein, sogar etwas Erwartbares: Analyse Wetter Sommer 2026 - Fragmentiert, unberechenbar und deutliche Signale in den Extremen.
Das Blockadehoch auf dem Atlantik provoziert die Polarfront zu einer hohen Wellenbewegung, was kalte Luftmassen polaren Ursprungs nach Süden strömen lässt. Je weiter das Blockadehoch von Mitteleuropa entfernt ist, desto mehr wird der Kaltluftzustrom auf dem Atlantik stattfinden. Rückt das Hoch aber nur etwas näher an Mitteleuropa heran, so kann die Polarluft Mitteleuropa voll treffen und die Eisheiligen nach Deutschland führen.
Aber auch der Frühsommer hat in dieser Konstellation in Form einer Südwestwetterlage eine Chance. Nach der aktuellen Wettervorhersage des europäischen Wettermodells liegen Deutschland, die Schweiz und Österreich zwischen den Fronten - der Trog findet auf dem Atlantik statt und rückt näher an Deutschland heran. Die Ausläufer beeinflussen das Wetter mit mehr Wolken und zeitweiligem Niederschlag. Bei Regen schwanken die Temperaturen zwischen +6 und +12 Grad und in den sonnigen Momenten - insbesondere über Süddeutschland - sind bis +20 Grad möglich.
Kurzum - keine einfache Wetterentwicklung mit noch vielen Möglichkeiten.

Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells: Deutschland zwischen den Fronten
Der Wettertrend des amerikanischen Wettermodells ist von ähnlicher Struktur, jedoch mit teils deutlichen Unterschieden in den Details. Der erste Unterschied zeigt sich gleich in den ersten Tagen des Mai 2026 - das Omegahoch verlagert sich zum 1. Mai direkt über Mitteleuropa und entfleucht zum 3. Mai in Richtung Russland, während sich auf dem Atlantik das nächste Blockadehoch aufbaut. Doch reicht dieser kurze Moment aus, um die Temperaturen über Deutschland, Österreich und die Schweiz auf +16 bis +22 Grad und über dem Süden auf sommerliche +25 Grad ansteigen zu lassen.
Der Wettersturz im Mai
Das neuerliche Blockadehoch auf dem Atlantik zwingt einen Cluster des Polarwirbels nach Süden auszutrogen. Dieser dreht sich bis zum 4. Mai zwischen Island, Skandinavien, England, Frankreich und Deutschland ein. Die Polarluft rückt damit deutlich näher an Deutschland heran und lässt die Temperaturen bis zum 6. Mai auf +6 bis +12 Grad abstürzen. Hinzu kommt zeitweiliger Niederschlag, der seinen Schwerpunkt rund um die Alpen hat und teils zu unwetterartigen Regensummen führen kann. Die Betonung liegt auf kann
- Details bleiben auch in diesem Wettertrend noch abzuwarten.
Störimpuls mit quasistationärem Verhalten
Die Prognose des amerikanischen Prognosemodells geht aber noch einen Schritt weiter und lässt bis zum 9. Mai die beiden Hochdrucksysteme auf dem Atlantik und über Russland über Grönland und die Karasee eine Querverbindung aufbauen. Somit kommt es zu einem Blockadehoch auf dem Atlantik und den nördlichen Breiten und wer unsere Wetterprognose Mai näher verfolgt, der weiß jetzt, warum die Clusteranalyse nahezu zu 100 Prozent eine Blockadewetterlage simuliert.
Die Folge aber ist, dass sich der Cluster des Polarwirbels zwischen Island, Skandinavien, England und Deutschland kaum von der Stelle bewegt und mit einem quasistationären Verhalten an Ort und Stelle abregnet. Nach der aktuellen Vorhersage wird Deutschland lediglich gestreift, was bei wechselhaftem Wetter die Temperaturen mit einer Südwestanströmung auf +15 bis +20 Grad ansteigen lassen kann. Kommt es zu Regen, orientieren sich die Werte an der +10 Grad-Marke.

Die Wettervorhersage auf den Punkt gebracht: Der Frühsommer und die Eisheiligen stehen sich gegenüber
So ist es - auch wenn die Vorhersage-Modelle heute den Trend in Richtung der Eisheiligen festigen bzw. den Frühsommer in den Hintergrund drücken.
Doch ist im Moment im Hinblick auf die Eisheiligen noch ein gesundes Maß an Skepsis angebracht. Zu labil sind die Strukturen. Es handelt sich weiterhin um eine hochdruckdominierte Wetterlage, welche von Störimpulsen durchsetzt sein wird. Entscheidend ist, wo diese sich letztlich eindrehen werden.
Welches Wetter wahrscheinlich ist
Die Kontrollläufe sind einem Vorstoß polarer Luftmassen in der ersten Mai-Dekade über dem Atlantik nicht abgeneigt und zeigen die Diskrepanzen zwischen den Eisheiligen und dem Frühsommer sehr deutlich. Mehrheitlich kommt es zu einer Südwestanströmung der Luftmassen, was die klassischen Eisheiligen infrage stellen lässt.
Das spiegelt sich auch in der Temperaturprognose der Kontrollläufe wider. Die zu kühle Entwicklung Anfang Mai wurde heute vollständig korrigiert und wird nicht mehr gestützt, was an der Verlagerung des Omegahochs in Richtung Mitteleuropa geschuldet ist. Darüber hinaus ist die Temperaturentwicklung durchweg positiv besetzt, was die Temperaturanomalie bis zum 9. Mai auf +1,5 bis +2,5 Grad ansteigen lassen kann. Ein Temperaturspektrum im Mittel von +16 bis +19 Grad ist das Erwartbare. Weit weg von den Eisheiligen, nah dran am Frühsommer.
Die Regenprognose
Kommen wir zu dem Teil, der zunehmend Sorgenfalten bereitet – dem ausbleibenden Niederschlag, der mit einer hochdruckdominierten Wetterlage einhergehen kann. Die Kontrollläufe nahmen nicht nur eine Korrektur in der Temperaturprognose vor, sondern auch in der Niederschlagsvorhersage. Und zwar nach unten, nicht nach oben. Über dem Süden und Westen ist bis zum 9. Mai so gut wie kein Niederschlag in Aussicht. Über dem Osten ist vom 28. April bis 9. Mai und über dem Norden vom 6. bis 9. Mai mit einer schwachen bis leichten Niederschlagsentwicklung zu rechnen. Schaun mer mal.

| Datum | Temperaturspektrum | Temperaturmittelwert |
|---|---|---|
| 30. April 2026 | +6 bis +22 Grad | +15 bis +18 Grad |
| 4. Mai 2026 | +9 bis +29 Grad | +17 bis +19 Grad |
| 9. Mai 2026 | +6 bis +27 Grad | +17 bis +19 Grad |

Wetterdaten Mai 2026
Top-10 Extremwerte Mai 2026
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Wert Datum Station Bundesland 29,4 03.05.2026 Coschen Brandenburg 29,4 03.05.2026 Cottbus Brandenburg 29,3 03.05.2026 Berlin-Marzahn Berlin 29,3 03.05.2026 Potsdam Brandenburg 29,1 03.05.2026 Berlin-Buch Berlin 29,0 03.05.2026 Jena (Sternwarte) Thüringen 29,0 03.05.2026 Kiefersfelden-Gach Bayern 29,0 03.05.2026 Möckern-Drewitz Sachsen-Anhalt 28,9 03.05.2026 Langenlipsdorf Brandenburg 5,0 19.05.2026 20098 -
Wert Datum Station Bundesland -13,6 12.05.2026 Zugspitze Bayern -4,6 12.05.2026 Feldberg - Schwarzwald Baden-Württemberg -3,5 12.05.2026 Großer Arber Bayern -3,3 01.05.2026 Piding Bayern -3,2 12.05.2026 Brocken Sachsen-Anhalt -3,1 08.05.2026 Barth Mecklenburg-Vorpommern -3,0 01.05.2026 Oberstdorf Bayern -2,9 01.05.2026 Schorndorf-Knöbling Bayern -2,8 17.05.2026 Meßstetten-Appental Baden-Württemberg -2,7 01.05.2026 Oberhaching-Laufzorn Bayern -
Wert Datum Station Bundesland 70,4 04.05.2026 Ochtrup (West) Nordrhein-Westfalen 67,2 05.05.2026 Tonna-Gräfentonna Thüringen 66,6 06.05.2026 Seebach (Nationalpark Schwarzwald) Baden-Württemberg 64,7 10.05.2026 Höheischweiler Rheinland-Pfalz 63,1 05.05.2026 Possen Thüringen 63,0 05.05.2026 Hessisch Lichtenau-Velmeden Hessen 60,0 05.05.2026 Langensalza, Bad-Großwelsbach Thüringen 58,5 05.05.2026 Börde-Hakel-Hakeborn Sachsen-Anhalt 56,2 10.05.2026 Pirmasens Rheinland-Pfalz 55,1 05.05.2026 Sondershausen - Kyffhäuserkreis Thüringen -
Wert Station Bundesland 150,3 Seebach (Nationalpark Schwarzwald) Baden-Württemberg 134,5 Langensalza, Bad-Großwelsbach Thüringen 128,5 Willingen - Hochsauerland Hessen 118,5 Brilon-Thülen Nordrhein-Westfalen 117,2 Possen Thüringen 116,5 Lauterberg,Bad-Bartolfelde Niedersachsen 114,9 Ochtrup (West) Nordrhein-Westfalen 114,2 Wünnenberg-Eilern Nordrhein-Westfalen 111,7 Horn-Bad Meinberg - Leopoldstal Nordrhein-Westfalen 111,6 Oppenau Oberes Renchtal Baden-Württemberg -
Wert Station Bundesland 0,0 Berka Niedersachsen 0,0 Hahn Rheinland-Pfalz 0,0 Möckmühl - Jagst Baden-Württemberg 0,0 Oberstenfeld Baden-Württemberg 0,8 Langenneufnach-Unterrothan Bayern 2,7 Salzwedel-Tylsen Sachsen-Anhalt 5,3 Roding-Neubäu Bayern 6,9 Kelheim Bayern 7,9 Haidmühle-Bischofsreut Bayern 8,6 Deuerling-Heimberg Bayern -
Wert Datum Station Bundesland 100,1 13.05.2026 Weinbiet Rheinland-Pfalz 99,4 11.05.2026 Feldberg - Schwarzwald Baden-Württemberg 88,9 11.05.2026 Zugspitze Bayern 85,3 06.05.2026 Lindau (SWN) Bayern 85,3 11.05.2026 Friedrichshafen Baden-Württemberg 83,9 12.05.2026 Fichtelberg Sachsen 82,1 11.05.2026 Hohenpeißenberg Bayern 82,1 11.05.2026 Hornisgrinde Baden-Württemberg 81,4 13.05.2026 Brocken Sachsen-Anhalt 81,0 13.05.2026 Leinefelde Thüringen -
Wert Station Bundesland 181,3 Fehmarn Schleswig-Holstein 177,7 List auf Sylt Schleswig-Holstein 175,2 UFS Deutsche Bucht Hamburg 174,5 Arkona Mecklenburg-Vorpommern 173,3 Leuchtturm Kiel Schleswig-Holstein 172,8 Hallig Hooge Schleswig-Holstein 169,2 Darßer Ort (SWN) Mecklenburg-Vorpommern 169,1 Strucklahnungshörn Schleswig-Holstein 169,1 Fürstenzell Bayern 168,7 Aldersbach-Kramersepp Bayern -
Wert Station Bundesland 35,8 Marienberg, Bad Rheinland-Pfalz 43,6 Kempten Bayern 66,7 Roth bei Prüm Rheinland-Pfalz 67,9 Schneifelforsthaus Rheinland-Pfalz 73,9 Nürburg-Barweiler Rheinland-Pfalz 75,3 Nideggen-Schmidt Nordrhein-Westfalen 76,4 Manderscheid-Sonnenhof Rheinland-Pfalz 77,2 Kall-Sistig Nordrhein-Westfalen 77,6 Deuselbach Rheinland-Pfalz 78,9 Baden-Baden-Geroldsau Baden-Württemberg
Die aktuelle Durchschnittstemperatur im Mai 2026 beträgt 11,3 °C. Die Temperaturanomalie beträgt im Vergleich zum vieljährigen Klimamittelwert von 1961/90 aktuell -0,7 °C (91/20 -1,8 °C). Am 03.05.2026 konnte mit 29,4 °C über Cottbus (Brandenburg) die höchste und am 12.05.2026 mit -13,6 °C über Zugspitze (Bayern) die tiefste Temperatur registriert werden. Das wärmste Bundesland ist mit einer durchschnittlichen Temperatur von 12,8 °C Berlin. Frischer ist der Mai 2026 mit einem Durchschnittswert von 10,9 °C bisweilen über Thüringen.
Im Mai 2026 konnte bis zum heutigen Tag eine Niederschlagssumme von 50,6 l/m² registriert werden. Der Sollwert zum Klimamittelwert von 1961/90 wurde zu 69 % erfüllt. Regentage mit mehr als 1 l/m² Regen gab es an 8 Tagen.
Die Sonnenscheindauer konnte mit rund 121,0 Stunden ihren Sollwert von 198,3 Stunden zu 61 % erfüllen. Den meisten Sonnenschein gab es mit 181,3 Stunden über der Fehmarn (Schleswig-Holstein). Vergleichsweise wenig Sonnenschein gab es mit 35,8 Stunden über der Marienberg, Bad (Rheinland-Pfalz).












