Wetterprognose zwischen Spätwinter oder Frühsommer - Polarluft rauscht nach Süden
Schauer und Gewitter machen sich heute über dem Nordwesten bemerkbar und ziehen zum Nachmittag und Abend weiter in Richtung der Mittelgebirge. Die Schauer gehören zu einem Tief, welches zunächst Deutschland überquert und zum Start in die neue Woche von Osten wieder nach Deutschland zurückgeführt wird. Der Grund ist eine vollständig gestörte Zirkulation mit einem Blockadehoch auf dem Atlantik, welches das Wetter bis weit in den Mai hinein dominieren kann. Ob der Durchbruch des Frühsommers gelingt oder ob Polarluft Deutschland mit Schnee- und Graupelschauern beglückt, hängt davon ab, wo sich das Blockadehoch positionieren wird.

Die Bewölkung verdichtet sich heute von Nordwesten und trübt den Sonnenschein etwa nördlich einer Linie zwischen Köln und Dresden mehr und mehr ein. Nachfolgend setzen über dem Westen Schauer ein, welche sich im Tagesverlauf intensivieren und noch in der ersten Nachthälfte die Mittelgebirge erreichen. Die Schauer können regional von Gewittern (Gewitterradar) begleitet werden. Südlich der Mittelgebirge bleibt es bei wechselnder Bewölkung verbreitet sonnig und trocken. Die Temperaturen erreichen bei schwachen Winden aus unterschiedlichen Richtungen +18 bis +24 Grad, während in Schauernähe die Temperaturen auf bis +12 Grad zurückgehen können.
Nordwind lässt die Temperaturen zurückgehen
Das Tief überquert Deutschland in der Nacht auf Sonntag und bringt auch über dem Süden und Osten Schauer und Gewitter, welche zum Nachmittag nach Osten abziehen. Gleichzeitig dehnt sich ein Hoch über dem Atlantik weiter nach Norden in Richtung Grönland aus und zieht durch seine Drehbewegung im Uhrzeigersinn das Tief über Osteuropa wieder zurück nach Deutschland, sodass zum Start in die neue Woche nördlich einer Linie zwischen Münster und Dresden mit unbeständigem Wetter gerechnet werden kann. Im weiteren Verlauf der Woche dominiert das Hochdrucksystem das Wetter über Deutschland, Österreich und die Schweiz, was bei aufgelockerter Bewölkung verbreitet trockenes und sonniges Wetter zur Folge hat. Der Wind dreht auf nördliche Richtungen und lässt die Temperaturen bis Montag auf +6 bis +12 Grad zurückgehen. Mit Sonnenschein können bis +14 Grad erreicht werden. Mit zunehmender Sonnenscheindauer steigen die Temperaturen im Wochenverlauf an und erreichen bis Donnerstag mit +17 bis +23 Grad frühsommerliche Werte. Wer es genauer wissen möchte: Wetter April 2026.

Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Polarluft über Deutschland
Auf den obenstehenden Wetterkarten erkennt man sehr gut das Schema, welches die Vorhersage-Modelle in den vergangenen Tagen bereits simuliert und heute bestätigt haben. Das Hoch verlagert sich nach Westen, sodass Deutschland, Österreich und die Schweiz in den Einflussbereich einer meridionalen Nord-Süd-Strömung gelangen. Das ist für den Frühsommer eine suboptimale Entwicklung - doch bleibt dieser nicht ganz chancenlos. Geht es nach der Wetterprognose des europäischen Wettermodells, so dehnt sich das Hoch immer weiter nach Westen aus und strebt dabei weit nach Norden in einen Bereich vor, wo normalerweise der Polarwirbel seine Runden dreht. Der Cluster des Polarwirbels verlagert sich in Richtung Skandinavien und beginnt zum 25. April damit, nach Süden - in Richtung Deutschland - auszutrogen.
Temperatursturz und absinkende Schneefallgrenze
Mit dem Trog gelangen in der Höhe kalte Luftmassen polaren Ursprungs nach Mitteleuropa und lassen die Temperaturen über Deutschland, die Schweiz und Österreich bis zum 26. April auf +4 bis +8 Grad absinken. In den sonnigen Momenten sind bis +12 Grad und in Schauernähe bis +2 Grad möglich. Die Schauer können bis auf tiefere Lagen herab als Graupelschauer und ab den mittleren Lagen als Schneeschauer niedergehen. Ab den höheren mittleren Lagen können winterliche Wetterbedingungen nicht ausgeschlossen werden.
Vollständig gestörte Zirkulation - Trogstruktur bleibt erhalten
Bis Anfang Mai ändert sich an der vollständig gestörten Zirkulation mit einem Blockadehoch auf dem Atlantik und einem Trog über Europa zunächst einmal wenig. Der Trog allerdings, der zieht sich etwas nach Westen zurück, sodass Deutschland, Österreich und die Schweiz nicht mehr vollständig im Einflussbereich, sondern in der gemäßigteren Vorderseitenanströmung des Troges liegen.
Das lässt mit +16 bis +22 Grad Anfang Mai die Temperaturen in den frühsommerlichen Bereich ansteigen. Entscheidend für Frühsommer im Mai ist die Position des Hochdrucksystems und der damit zusammenhängende Niedergang des Troges.

Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells: Vom Spätwinter in den Sommer
Im Grunde genommen hat die Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells einen ähnlichen Aufbau. Das Hoch verlagert sich nach Westen, keilt weit nach Norden auf, blockiert die Frontalzone und lässt die Polarluft nach Süden rauschen, jedoch mit einem kleinen aber feinen Unterschied.
Winterwetter ab den höheren Lagen
Die Temperaturen gehen vom 26. bis 29. April auf +4 bis +8 Grad zurück und können mit entsprechender Schaueraktivität auch darunter liegen. Die Schneefallgrenze schwankt - je nach Schauerintensität - großzügig zwischen 500 und 1.200 Meter. Im Stau der Alpen kann der Niederschlag länger andauernd und nennenswert ausfallen, was oberhalb etwa 800 Meter zu winterlichen Wetterverhältnissen führen kann.
Plötzlich Sommerwetter
Im Zeitraum vom 29. April bis 3. Mai passiert das, was die Europäer nur andeuten. Das Blockadehoch verlagert sich noch etwas weiter nach Westen, was den Polarluftvorstoß zwischen dem europäischen Nordmeer, Island und England in Richtung Spanien und Portugal nach Süden niedergehen lässt.
Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen voll in den Einflussbereich der vergleichsweise warmen Vorderseitenanströmung, was die Temperaturen vom 1. Mai mit +15 bis +20 Grad bis zum 3. Mai mit +20 bis +25 Grad und örtlich mit bis +26 Grad nicht nur frühsommerliche, sondern sommerliche Temperaturen zur Folge haben kann.

Die Wettervorhersage auf den Punkt gebracht: Spätwinter oder Frühsommer
Die kommende Wetterentwicklung hat es in sich. Das Zirkulationsmuster stellt sich komplett um. Aus einem Blockadehoch über den nördlichen Breiten wird ein Blockadehoch auf dem Atlantik. Infolgedessen meridionalisiert das Strömungsmuster und ob der Spätwinter oder der Frühsommer im Mai Einzug halten wird, hängt von der Positionierung des Trog- und des Hochdrucksystems ab.
Welches Wetter wahrscheinlich ist
Der Vorstoß kühlerer Luftmassen zum Start in die neue Woche ist nahezu gesichert. Anders sieht es mit dem Polarluftvorstoß aus - dieser wird in den Kontrollläufen nur bedingt gestützt und beide Vorhersage-Modelle bilden im Vergleich zu den Kontrollläufen die mit Abstand kältesten Varianten ab. Möglich ja, wahrscheinlicher aber ist ein Szenario, bei dem die Polarluft westlich von Deutschland niedergeht und eine gemäßigte Temperaturentwicklung zur Folge hat. Gemäßigt bedeutet in diesem Fall ein zwischen +12 und +14 Grad schwankendes Temperaturspektrum.
Anfang Mai favorisiert die Temperaturprognose der Kontrollläufe einen weiteren Anstieg der Temperaturen auf einen Mittelwert zwischen +16 und +18 Grad.
Die Niederschlagsprognose ist vom 19. bis 20. April leicht bis mäßig, vom 21. bis 25. April schwach und darüber hinaus leicht erhöht. Deutschland liegt mit einer höheren Wahrscheinlichkeit zwischen den Fronten mit gemäßigten Einflüssen. Schaun mer mal.

| Datum | Temperaturspektrum | Temperaturmittelwert |
|---|---|---|
| 24. April | +4 bis +21 Grad | +11 bis +13 Grad |
| 28. April 2026 | +0 bis +27 Grad | +12 bis +14 Grad |
| 3. Mai 2026 | +10 bis +28 Grad | +16 bis +18 Grad |

Wetterdaten Oktober 2026
Top-10 Extremwerte Oktober 2026
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Wert Datum Station Bundesland 27,5 01.10.2026 Aschersleben-Mehringen Sachsen-Anhalt 27,0 01.10.2026 Coschen Brandenburg 26,5 01.10.2026 Bernburg - Saale (Nord) Sachsen-Anhalt 26,5 01.10.2026 Jena (Sternwarte) Thüringen 26,2 01.10.2026 Harzgerode Sachsen-Anhalt 26,2 01.10.2026 Langenlipsdorf Brandenburg 26,1 01.10.2026 Schwarzburg Thüringen 25,9 01.10.2026 Berlin-Tempelhof Berlin 25,9 01.10.2026 Manschnow Brandenburg 8,7 14.10.2026 20098 -
Wert Datum Station Bundesland -8,8 12.10.2026 Zugspitze Bayern -2,8 13.10.2026 Deutschneudorf-Brüderwiese Sachsen -2,7 13.10.2026 München-Flughafen Bayern -2,6 13.10.2026 Coschen Brandenburg -2,4 13.10.2026 Nürnberg-Netzstall Bayern -2,3 13.10.2026 Neustadt am Kulm-Filchendorf Bayern -2,2 13.10.2026 Eichstätt-Landershofen Bayern -2,2 13.10.2026 Tirschenreuth-Lodermühl Bayern -2,2 13.10.2026 Zwiesel Bayern -2,1 13.10.2026 Baruth Brandenburg -
Wert Datum Station Bundesland 72,6 04.10.2026 Meßstetten-Appental Baden-Württemberg 59,7 10.10.2026 Wesselburen Schleswig-Holstein 56,2 01.10.2026 Lennestadt-Theten Nordrhein-Westfalen 55,9 10.10.2026 Schafstedt Schleswig-Holstein 53,5 10.10.2026 Wrohm Schleswig-Holstein 51,3 10.10.2026 Krempel Schleswig-Holstein 49,3 08.10.2026 Seebach (Nationalpark Schwarzwald) Baden-Württemberg 46,5 10.10.2026 Sankt Peter-Ording Schleswig-Holstein 45,3 10.10.2026 Haale Schleswig-Holstein 42,4 10.10.2026 Elpersbüttel Schleswig-Holstein -
Wert Station Bundesland 124,6 Wrohm Schleswig-Holstein 122,2 Wesselburen Schleswig-Holstein 115,2 Schafstedt Schleswig-Holstein 102,8 Seebach (Nationalpark Schwarzwald) Baden-Württemberg 102,8 Krempel Schleswig-Holstein 102,7 Elpersbüttel Schleswig-Holstein 101,8 Erfde Schleswig-Holstein 101,4 Haale Schleswig-Holstein 100,6 Oberstdorf Bayern 97,2 Balderschwang Bayern -
Wert Station Bundesland 0,0 Calw-Hirsau Baden-Württemberg 0,0 Forst-Klein Bademeusel Brandenburg 0,1 Selfkant-Havert Nordrhein-Westfalen 0,7 Pfofeld-Langlau Bayern 1,7 Seligenstadt-Waldhof Hessen 1,7 Trippstadt-Neuhof Rheinland-Pfalz 2,4 Weißenburg-Emetzheim Bayern 3,1 Petkus Brandenburg 3,2 Neutrebbin Brandenburg 3,9 Coschen Brandenburg -
Wert Datum Station Bundesland 115,2 09.10.2026 Brocken Sachsen-Anhalt 89,6 08.10.2026 Leuchtturm Alte Weser Niedersachsen 88,9 09.10.2026 Fichtelberg Sachsen 86,0 08.10.2026 Spiekeroog (SWN) Niedersachsen 86,0 09.10.2026 Weinbiet Rheinland-Pfalz 86,0 10.10.2026 Strucklahnungshörn Schleswig-Holstein 85,3 10.10.2026 Büsum Schleswig-Holstein 82,8 09.10.2026 Schmücke Thüringen 82,4 08.10.2026 Rostock-Warnemünde Mecklenburg-Vorpommern 82,1 09.10.2026 Arkona Mecklenburg-Vorpommern -
Wert Station Bundesland 94,9 Fürstenzell Bayern 93,3 Grainet-Rehberg Bayern 91,7 Heinsberg-Schleiden Nordrhein-Westfalen 90,9 Mönchengladbach-Hilderath Nordrhein-Westfalen 89,8 Weilerswist-Lommersum Nordrhein-Westfalen 89,6 Geilenkirchen-Neutevern Nordrhein-Westfalen 89,5 Tönisvorst Nordrhein-Westfalen 87,8 Köln-Stammheim Nordrhein-Westfalen 87,8 Ahaus Nordrhein-Westfalen 87,7 Xanten (Wasserwerk) Nordrhein-Westfalen -
Wert Station Bundesland 32,3 Wolfach Baden-Württemberg 33,2 Bremerhaven Bremen 36,4 Werl Nordrhein-Westfalen 46,9 Braunlage Niedersachsen 47,5 Brocken Sachsen-Anhalt 48,5 Wernigerode-Schierke Sachsen-Anhalt 50,7 Schwarzburg Thüringen 50,9 Schmücke Thüringen 51,3 Greifswalder Oie Mecklenburg-Vorpommern 51,9 Stötten Baden-Württemberg
Die aktuelle Durchschnittstemperatur im Oktober 2026 beträgt 12,4 °C. Die Temperaturanomalie beträgt im Vergleich zum vieljährigen Klimamittelwert von 1961/90 aktuell 3,5 °C (91/20 3,0 °C). Am 01.10.2026 konnte mit 27,5 °C über Aschersleben-Mehringen (Sachsen-Anhalt) die höchste und am 12.10.2026 mit -8,8 °C über Zugspitze (Bayern) die tiefste Temperatur registriert werden. Das wärmste Bundesland ist mit einer durchschnittlichen Temperatur von 13,3 °C Saarland. Frischer ist der Oktober 2026 mit einem Durchschnittswert von 11,5 °C bisweilen über Thüringen.
Im Oktober 2026 konnte bis zum heutigen Tag eine Niederschlagssumme von 30,6 l/m² registriert werden. Der Sollwert zum Klimamittelwert von 1961/90 wurde zu 54 % erfüllt. Regentage mit mehr als 1 l/m² Regen gab es an 5 Tagen.
Die Sonnenscheindauer konnte mit rund 69,1 Stunden ihren Sollwert von 109,3 Stunden zu 63 % erfüllen. Den meisten Sonnenschein gab es mit 94,9 Stunden über der Fürstenzell (Bayern). Vergleichsweise wenig Sonnenschein gab es mit 32,3 Stunden über der Wolfach (Baden-Württemberg).









