Wetterprognose: Der Frühling zu Ostern, Abkühlung folgt
Etwas Schneefall ist heute noch über dem Süden von Deutschland möglich, während sich über dem Rest mit einer zunehmenden Sonnenscheindauer ein Zwischenhoch durchsetzt. Unmittelbar vor Ostern überquert eine Störung Deutschland und bringt das wechselhafte Wetter zurück, bevor die Grundströmung an Ostern auf Südwest dreht und frühlingshaft warme Luftmassen nach Norden führt. Der Frühling kommt pünktlich zu Ostern zurück, doch wie nachhaltig ist der Vorstoß warmer Luftmassen und wie steht es um den ersten Sommertag des Jahres?

In der höhenkalten Luftmasse kommt es über Teilen von Baden-Württemberg und Bayern noch zu leichtem Schneefall oder Schneeregen, der über tieferen Lagen in Regen übergeht und zum Nachmittag abklingt. Über dem Rest von Deutschland stellt sich bei wechselnder Bewölkung verbreitet Sonnenschein ein. Die Temperaturen erreichen über dem Süden +5 bis +10 Grad, sonst sind +8 bis +12 Grad und örtlich bis +14 Grad möglich. Ähnlich auch das Wetter am Gründonnerstag, wobei sich die Bewölkung von Nordwesten verdichtet und nördlich einer Linie zwischen dem Saarland und Berlin bis zum Abend mit leichtem Niederschlag gerechnet werden kann. Weiter nach Süden bleibt es verbreitet trocken und bei aufgelockerter Bewölkung sonnig.
Wetter an Ostern 2026 - Der nicht ganz ungestörte Frühling
Am Karfreitag und Karsamstag zieht eine weitere schwache Störung über Deutschland hinweg, welche insbesondere in der Nacht auf Karsamstag für zeitweiligen Regen sorgen kann. Ist das Regenband durch, lockert die Bewölkung auf und häufiger kommt die Sonne zum Vorschein. Der Wind dreht von West auf Südwest und kann die Temperaturen von Karfreitag mit +8 bis +12 Grad und örtlich mit bis +14 Grad bis Karsamstag auf +10 bis +15 Grad und örtlich auf bis +17 Grad ansteigen lassen.
An den Osterfeiertagen setzt sich über Deutschland ein Hochdruckkeil durch, welcher durch ein von England nach Skandinavien ziehendes Tiefdrucksystem unter Druck gesetzt wird. So intensiviert sich die Südwestanströmung der Luftmassen, was am Ostersonntag über Teilen von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern einen stark böigen und über den Küsten auch stürmischen Wind zur Folge haben kann. Der Wind treibt nördlich einer Linie vom Schwarzwald und Dresden starke Bewölkung vor sich her, aus der zeitweiliger - meist leichter - Niederschlag hervorgehen kann. Weiter nach Süden bleibt es verbreitet sonnig und trocken. Die Temperaturen steigen auf +14 bis +18 Grad und örtlich auf bis +20 Grad an und können über den Küsten mit +10 bis +14 Grad frischer ausfallen. Am Ostermontag setzt sich bei Temperaturen von +14 bis +18 Grad und über dem Südwesten mit bis +20 Grad verbreitet sonniges und trockenes Frühlingswetter durch. Wer es genauer wissen möchte: Wetter Ostern 2026.

Der erste Sommertag des Jahres?
Das Hoch drückt mächtig gegen das Tief über Skandinavien und so intensiviert sich am 7. und 8. April die Südwestanströmung, was die Temperaturen insbesondere über dem Westen und Südwesten auf +18 bis +22 Grad und örtlich auf bis +24 Grad ansteigen lassen kann. Unter bestimmten Voraussetzungen ist das Erreichen oder Überschreiten der sommerlichen +25 Grad-Marke nicht auszuschließen, was den ersten Sommertag des Jahres zur Folge hätte. Im Vergleich zu den vergangenen Tagen aber hat die Wahrscheinlichkeit für einen Sommertag abgenommen - nichtsdestotrotz sind nach Ostern frühsommerliche Temperaturen möglich.
Wetter in den Osterferien - kein stabiles Frühlingswetter
Das Frühlingshoch dominiert nach der Wetterprognose beider Vorhersage-Modelle das Wetter in den Osterferien bis zum 9. April. Das Hoch dehnt sich weiter nach Norden aus und erstreckt sich von der Mittelmeerregion bis nach Skandinavien und blockiert die Frontalzone vollständig.
So stellt sich über Deutschland, Österreich in den Osterferien bis zum 9. April eine weitgehend trockene und mit Temperaturen von +12 bis +16 Grad und örtlich mit bis +18 bis +20 Grad eine frühlingshafte Wetterlage ein.
Der Frühling und seine Schwächen
Ab dem 10. April dehnt sich das Hoch zu weit nach Norden aus und wird an seinen südlichen Gradienten anfälliger für Störimpulse. Da sind sich die Vorhersage-Modelle in den Details noch nicht ganz einig, ob sich die Hochdruckzone erhalten oder zusammenbrechen wird. Ein Durchrauschen der Frontalzone aber ist mit einem Erhalt der gradientenschwachen Wetterlage nicht zu erwarten. Dennoch - die Wetterprognose des amerikanischen und europäischen Vorhersage-Modells berechnet bis zum 12. April einen Rückgang der Temperaturen auf +10 bis +15 Grad und örtlich auf bis +7 Grad. Gleichzeitig steigt die Niederschlagstätigkeit an.

Blockadehoch schwächt den Polarwirbel
Die obenstehenden Wetterkarten haben eine Gemeinsamkeit - das Hoch dehnt sich weit in den Polarwirbel hinein aus und drückt den aktiven Rest des Polarwirbels weit in Richtung der Aleuten und des östlichen Sibiriens. Über Mittel- und Nordeuropa dominiert hoher Luftdruck, welcher nach der Vorhersage des europäischen Wettermodells auch von Frontensystemen unterwandert werden kann. Doch ist das Hoch innerhalb des Polarwirbels ein Trigger für das Azorenhoch.
Die Zeit der Störimpulse
Wer bei uns schon längere Zeit zu Gast ist, der weiß, dass sich die atlantische Frontalzone mitsamt einer Westwetterlage und nachhaltigen Tiefdruckrinne seit 2012 seltener und seit 2018 so gut wie gar nicht mehr in Erscheinung tritt. Häufiger kommt es zu meridional verlaufenden Wetterentwicklungen (Nord-Süd; Süd-Nord), oder zu Blockadehochs auf dem Atlantik oder den nördlichen Breiten.
Und immer wenn das der Fall ist, versucht das Azorenhoch eine Querverbindung zu den blockierenden Systemen aufzubauen, was in vielen Fällen eine ungewöhnlich warme, trockene und stabile Wetterentwicklung zur Folge hat. Seit 2023 stören jedoch Störimpulse den Aufbau einer solch stabilen Wetterlage, welche sich in das Hoch einnisten und als quasistationär agierendes Höhentief umherwabert. Schaut man sich die nachfolgenden Wetterkarten der beiden Vorhersage-Modelle genauer an, so erkennt man das Muster, welches eine nachhaltig frühlingshafte Wetterentwicklung stören kann.

Die Wettervorhersage auf den Punkt gebracht: Durchbruch des Frühlings?
Der nachhaltige Durchbruch des Frühlings bleibt mit einem zusammenbrechenden Polarwirbel infrage zu stellen. Deutschland, die Schweiz und Österreich werden zwar im Zeitraum vom 5. bis 9. April von einer frühlingshaften Wetterperiode dominiert, doch strebt das Hoch zu schnell und zu weit in den Polarwirbel hinein vor, was das Hoch am südlichen Gradienten anfällig für Störungen macht.
Welches Wetter wahrscheinlich ist
Geht es nach den Kontrollläufen, so stützen diese frühlingshafte Temperaturen im Zeitraum vom 5. bis 9./10. April. Die Temperaturanomalie erreicht mit bis +10 Grad am 8. April ihren vorläufigen Höhepunkt und sinkt im Zeitraum vom 10. bis 17. April mit einer Anomalie gegenüber dem vieljährigen Mittelwert auf +1 bis +2 Grad ab.
Ansteigende Niederschlagsaktivität
Die Niederschlagssignale sind vom 2. bis 7. April nur schwach erhöht. Über dem Süden und Osten kann es auch komplett trocken bleiben. Darüber hinaus steigt die Niederschlagsaktivität bis zum 12. April in den mäßig und bis zum 17. April in den leicht erhöhten Bereich an. Kein stabil-frühlingshafter Wettertrend und mit anderen Worten formuliert, normalisiert sich das Wetter mit einer hohen Wahrscheinlichkeit zum Beginn der zweiten April-Dekade. Schaun mer mal.

| Datum | Temperaturspektrum | Temperaturmittelwert |
|---|---|---|
| Ostern 2026 | +9 bis +23 Grad | +14 bis +18 Grad |
| 11. April 2026 | +4 bis +26 Grad | +10 bis +12 Grad |
| 16. April 2026 | +4 bis +22 Grad | +12 bis +14 Grad |

Wetterdaten April 2026
Top-10 Extremwerte April 2026
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Wert Datum Station Bundesland 25,2 05.04.2026 Regensburg Bayern 24,9 11.04.2026 Wolfach Baden-Württemberg 24,6 05.04.2026 Kiefersfelden-Gach Bayern 24,6 05.04.2026 Simbach - Inn Bayern 24,3 17.04.2026 Waghäusel-Kirrlach Baden-Württemberg 24,2 05.04.2026 Emmendingen-Mundingen Baden-Württemberg 24,2 05.04.2026 Rheinfelden Baden-Württemberg 24,2 05.04.2026 Trostberg Bayern 24,2 08.04.2026 Rheinfelden Baden-Württemberg 10,4 18.04.2026 20098 -
Wert Datum Station Bundesland -16,3 01.04.2026 Zugspitze Bayern -8,2 01.04.2026 Oberstdorf Bayern -6,6 01.04.2026 Oy-Mittelberg-Petersthal Bayern -6,4 08.04.2026 Deutschneudorf-Brüderwiese Sachsen -6,3 08.04.2026 Baruth Brandenburg -6,3 10.04.2026 Sohland - Spree Sachsen -5,8 02.04.2026 Königshofen, Bad Bayern -5,7 03.04.2026 Meßstetten-Appental Baden-Württemberg -5,7 09.04.2026 Muskau, Bad Sachsen -5,4 08.04.2026 Barth Mecklenburg-Vorpommern -
Wert Datum Station Bundesland 27,9 18.04.2026 Liebenau-Haueda Hessen 26,5 18.04.2026 Driburg, Bad-Pömbsen Nordrhein-Westfalen 26,1 18.04.2026 Borgentreich Nordrhein-Westfalen 25,2 18.04.2026 Newel Rheinland-Pfalz 22,2 18.04.2026 Driedorf Hessen 21,9 18.04.2026 Riol Rheinland-Pfalz 21,7 11.04.2026 Baden-Baden-Geroldsau Baden-Württemberg 21,6 18.04.2026 Königswinter-Heiderhof Nordrhein-Westfalen 21,1 18.04.2026 Arolsen-Landau, Bad Hessen 21,0 18.04.2026 Warburg Nordrhein-Westfalen -
Wert Station Bundesland 50,2 Oppenau Oberes Renchtal Baden-Württemberg 48,0 Seebach (Nationalpark Schwarzwald) Baden-Württemberg 45,5 Königswinter-Heiderhof Nordrhein-Westfalen 40,3 Baden-Baden-Geroldsau Baden-Württemberg 39,9 Driedorf Hessen 39,2 Driburg, Bad-Pömbsen Nordrhein-Westfalen 38,4 Rüthen Nordrhein-Westfalen 38,3 Malsburg-Marzell Baden-Württemberg 37,4 Reichshof-Eckenhagen Nordrhein-Westfalen 37,4 Willingen - Hochsauerland Hessen -
Wert Station Bundesland 0,0 Neckartailfingen Baden-Württemberg 0,0 Winden Baden-Württemberg 0,1 Berlin-Schmöckwitz - Dahme Berlin 0,2 Berlin-Schmöckwitz Berlin 0,2 Neutrebbin Brandenburg 0,5 Forst-Klein Bademeusel Brandenburg 0,6 Brunn-Roggenhagen Mecklenburg-Vorpommern 0,6 Berlin Brandenburg Brandenburg 0,8 Stralsund Mecklenburg-Vorpommern 0,9 Cottbus Brandenburg -
Wert Datum Station Bundesland 117,0 05.04.2026 Brocken Sachsen-Anhalt 111,6 05.04.2026 Leuchtturm Kiel Schleswig-Holstein 106,6 05.04.2026 Leuchtturm Alte Weser Niedersachsen 103,0 05.04.2026 Spiekeroog (SWN) Niedersachsen 101,2 05.04.2026 Fichtelberg Sachsen 101,2 05.04.2026 Großer Arber Bayern 95,4 05.04.2026 Strucklahnungshörn Schleswig-Holstein 94,7 05.04.2026 Weinbiet Rheinland-Pfalz 92,9 05.04.2026 List auf Sylt Schleswig-Holstein 91,8 05.04.2026 Hallig Hooge Schleswig-Holstein -
Wert Station Bundesland 149,9 Leuchtturm Alte Weser Niedersachsen 149,1 Manschnow Brandenburg 148,6 Büsum Schleswig-Holstein 148,1 Hamburg-Sankt Pauli Hamburg 147,5 Alzey Rheinland-Pfalz 147,5 Hallig Hooge Schleswig-Holstein 147,4 Sankt Peter-Ording Schleswig-Holstein 146,8 Strucklahnungshörn Schleswig-Holstein 146,6 Perl-Sinz-Renglischberg Saarland 145,5 Angermünde Brandenburg -
Wert Station Bundesland 57,5 Meiningen Thüringen 84,1 Schwarzburg Thüringen 86,3 Mittenwald - Obb. Bayern 89,6 Elster, Bad-Sohl Sachsen 89,8 Kohlgrub, Bad (Rosshof) Bayern 90,1 Reit im Winkl Bayern 90,2 Piding Bayern 91,2 Carlsfeld Sachsen 91,9 Zwiesel Bayern 93,0 Regensburg Bayern
Die aktuelle Durchschnittstemperatur im April 2026 beträgt 9,1 °C. Die Temperaturanomalie beträgt im Vergleich zum vieljährigen Klimamittelwert von 1961/90 aktuell 1,8 °C (91/20 0,1 °C). Am 05.04.2026 konnte mit 25,2 °C über Regensburg (Bayern) die höchste und am 01.04.2026 mit -16,3 °C über Zugspitze (Bayern) die tiefste Temperatur registriert werden. Das wärmste Bundesland ist mit einer durchschnittlichen Temperatur von 10,5 °C Saarland. Frischer ist der April 2026 mit einem Durchschnittswert von 7,6 °C bisweilen über Mecklenburg-Vorpommern.
Im April 2026 konnte bis zum heutigen Tag eine Niederschlagssumme von 14,3 l/m² registriert werden. Der Sollwert zum Klimamittelwert von 1961/90 wurde zu 24 % erfüllt. Regentage mit mehr als 1 l/m² Regen gab es an 4 Tagen.
Die Sonnenscheindauer konnte mit rund 122,0 Stunden ihren Sollwert von 152,7 Stunden zu 80 % erfüllen. Den meisten Sonnenschein gab es mit 149,9 Stunden über der Leuchtturm Alte Weser (Niedersachsen). Vergleichsweise wenig Sonnenschein gab es mit 57,5 Stunden über der Meiningen (Thüringen).












