Wetterprognose: Jetzt kommt das stärkste Hoch seit Wochen nach Deutschland
Das Hoch über Deutschland bläht sich weiter auf und kann zum Wochenende mancherorts mit bis +22 Grad für frühsommerliche Temperaturen sorgen. Das Hoch erfüllt nahezu alle Kriterien einer Omegablase, welche nicht nur Tage, sondern über Wochen das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz dominieren kann. Das Hoch ist ungewöhnlich stark und kann mit einer entsprechenden Erhaltungsneigung das Wetter ohne Weiteres bis in den April hinein dominieren. Doch wie wahrscheinlich ist so eine Entwicklung, zumal die Frontalzone auf dem Atlantik ordentlich tobt und der Kaltluftzustrom zwischen Kanada und Grönland erhalten bleibt.

Insbesondere in Gewässernähe kann sich in den kommenden Tagen immer wieder Nebel ausbilden, welcher sich regional auch tagsüber erhalten und so den Sonnenschein eintrüben kann. Verbreitet aber stellt sich bei Temperaturen von +14 bis +18 Grad und örtlich mit bis +20 Grad trockenes und sonniges Frühlingswetter ein. Frischer bleibt es mit Werten um die +10-Grad-Marke schwankend über dem Nordosten und über den Regionen, wo sich der Nebel für längere Zeit halten kann.
Saharastaub und hohe Wolkenfelder trüben den Sonnenschein
Das Hoch erhält sich auch über das Wochenende hinaus, doch rückt ein Ausläufer der Frontalzone näher an Mitteleuropa heran. Über Deutschland hat das eine Zunahme von hohen Schleierwolken zur Folge, welche zunächst über dem Westen, dann aber auch über dem Osten den Sonnenschein etwas eintrüben kann Der Wind dreht auf südliche Richtungen und führt Luftmassen aus Afrika kommend nach Deutschland, sodass Saharastaub den Sonnenschein diffus werden lässt. Mit Niederschlag ist jedoch nicht zu rechnen, dafür mit Temperaturen, welche mit +15 bis +20 Grad nicht nur frühlingshaft, sondern mancherorts mit bis +22 Grad auch frühsommerlich ausfallen können. Wer es genauer wissen möchte: Wetter März.

Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Markante Erhaltungsneigung des Frühlings
Die Wetterprognose des europäischen Wettermodells verfolgt heute einen interessanten Ansatz, bei dem sich das Hochdruckbollwerk über Mitteleuropa zwischen dem 12. und 15. März deutlich abschwächt und weit nach Osten zurückzieht. Schaut man sich die Hochdruckstruktur genauer an, so bildet sich zum 14. März über Skandinavien ein autarker Hochdruckkern aus.
Regen und zurückgehende Temperaturen verpassen dem Frühling einen Dämpfer
Die Schwäche des Hochdrucksystems nutzt die Frontalzone jedoch nur bedingt aus. Mehr als ein Trog, der über Frankreich nach Süden rauscht, kommt nicht zustande. Dennoch - dieser Trog ist richtungsweisend für die Wetterentwicklung - möglicherweise bis April.
Warum? Weil der Trog die Frontalzone und damit auch die Polarfront triggert. Das Strömungsmuster meridionalisiert vor Mitteleuropa und wird unter Umständen dazu beitragen, dass sich das Hoch über Europa erhält und sogar noch weiter intensiviert.
Hochdruckblase und Frühlingswetter
Und genau ein solches Szenario berechnet die Vorhersage des europäischen Wettermodells. Das Hoch zieht sich nur bis zum 14. März nach Osten zurück und dehnt sich darüber hinaus bis zum 19. März wieder nach Skandinavien aus - auch dieses Mal lässt sich eine autarke Struktur des Hochdrucksystem erkennen.
Einerlei - das Hoch drängt die Frontalzone weit auf den Atlantik zurück und lässt den Trog zwischen Island und den Azoren nach Süden abgleiten. Deutschland, die Schweiz und Österreich liegen voll in einer Südanströmung der Luftmassen, was die frühlingshaften Temperaturen von +14 bis +18 Grad über Deutschland erhält. In der Schwächephase ist mit etwas Niederschlag zu rechnen, sonst bleibt es trocken.

Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Autarkes Hoch über Skandinavien
Die Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells berechnet eine ganz ähnliche Wetterentwicklung wie die Europäer, jedoch mit strukturellen Unterschieden, welche sich auf die Großwetterlage bis in den April hinein auswirken können.
Blockadehoch über den nördlichen Breiten
Die Frontalzone rückt zum 13. März sehr nah an Deutschland heran und zwingt das Hoch über das westliche Russland zum Rückzug. Das Hoch bleibt in seinem Umfang jedoch für das Wetter über Deutschland dominierend. Zwar bringen Ausläufer der Frontalzone ein paar Regentropfen, doch ist nicht mit einem markanten Wetterwechsel zu rechnen.
Eher das Gegenteil ist der Fall. Das Azorenhoch greift in das Wettergeschehen ein und geht - über Skandinavien - vom 15. bis 18. März eine Querverbindung zum Kontinentalhoch über Russland ein. Infolge daraus bildet sich bis zum 19. März über Skandinavien ein autark agierender Hochdruckkern aus. Deutschland, die Schweiz und Österreich liegen am südlichen Gradienten und somit in einer östlichen Anströmung der Luftmassen.
Temperaturrückgang nicht ausgeschlossen
Im Detail kommt es noch darauf an, wie stark die Ostströmung ausfallen wird - zum aktuellen Stand ist diese nicht sonderlich stark. Zudem fehlt ein Kaltlufttropfen (Höhentief), sodass nach dieser Prognose nicht mit einem markanten Temperaturrückgang zu rechnen ist. Es ist jedoch ein starkes Signal für eine länger anhaltende gestörte Zirkulation.

Auf den Punkt gebracht: Trockenes Hochdruckwetter bis April?
Die Hochdruckblase ist außergewöhnlich und wer bei uns schon länger zu Gast ist, der weiß, dass Omegawetterlagen nicht nur ein paar Tage, sondern über Wochen hinweg das Wetter dominieren können. Interessant aber ist heute festzustellen, dass sich die Vorhersage-Modelle wieder unserer These der vergangenen Tage eines autark agierenden Hochdrucksystems über Skandinavien annähern, bei der die Grundströmung auf östliche Richtungen kippen kann.
Nein, es wird von den Vorhersage-Modellen aktuell kein Durchbruch polarer Luftmassen simuliert, was den Frühling jäh beenden könnte, doch werden mit einem autarken Hoch über Skandinavien die Grundlagen hierfür geschaffen. Abwarten.
Welches Wetter wahrscheinlich ist
Die Kontrollläufe wollen von unserer These eines autarken Skandinavienhochs nichts wissen - die Temperaturanomalie beträgt aktuell bis +10 Grad und sinkt ab dem 11. März auf eine Anomalie von +2 bis +5 Grad ab. Kalte - spätwinterliche Varianten - werden zwar berechnet, doch liegt deren Eintreffwahrscheinlichkeit gerade einmal bei 12 Prozent. Mit anderen Worten formuliert ist der Wettertrend weiterhin auf Frühling ausgerichtet.
Niederschlagssignale sind bis zum 8. März nicht vorhanden. Darüber hinaus steigt die Niederschlagstätigkeit in den schwach erhöhten Bereich an. Das lässt nicht den Rückschluss auf ein allumfassend dominantes Hochdrucksystem über Europa zu. Das zeigt sich auch im untenstehenden Mittelwert aller Kontrollläufe - Deutschland liegt vielmehr zwischen den Fronten in einer südwestlichen Anströmung der Luftmassen, was eben frühlingshafte Temperaturen wahrscheinlicher als spätwinterliche macht. Schaun mer mal.

| Datum | Temperaturspektrum | Temperaturmittelwert |
|---|---|---|
| 10. März 2026 | +3 bis +17 Grad | +13 bis +15 Grad |
| 14. März 2026 | +2 bis +17 Grad | +11 bis +13 Grad |
| 19. März 2026 | +2 bis +20 Grad | +10 bis +12 Grad |

Wetterdaten August 2026
Top-10 Extremwerte August 2026
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Wert Datum Station Bundesland 39,4 04.08.2026 Regensburg Bayern 39,0 14.08.2026 Rheinfelden Baden-Württemberg 38,9 04.08.2026 Kitzingen Bayern 38,9 15.08.2026 Michelstadt Hessen 38,8 14.08.2026 Müllheim Baden-Württemberg 38,8 14.08.2026 Neunkirchen-Wellesweiler Saarland 38,7 03.08.2026 Saarbrücken-Burbach Saarland 38,7 15.08.2026 Nauheim, Bad Hessen 38,6 15.08.2026 Frankfurt - Main-Westend Hessen 21,0 15.08.2026 20098 -
Wert Datum Station Bundesland 2,7 12.08.2026 Quickborn Schleswig-Holstein 3,3 12.08.2026 Deutschneudorf-Brüderwiese Sachsen 3,5 12.08.2026 Hasenkrug-Hardebek Schleswig-Holstein 3,8 12.08.2026 Oberharz am Brocken-Stiege Sachsen-Anhalt 3,9 01.08.2026 Zugspitze Bayern 4,0 12.08.2026 Bremervörde Niedersachsen 4,0 12.08.2026 Muskau, Bad Sachsen 4,0 12.08.2026 Sohland - Spree Sachsen 4,1 12.08.2026 Friesoythe-Altenoythe Niedersachsen 4,2 12.08.2026 Worpswede-Hüttenbusch Niedersachsen -
Wert Datum Station Bundesland 56,8 06.08.2026 Anger-Stoißberg Bayern 56,7 06.08.2026 Teisendorf-Babing Bayern 55,6 02.08.2026 Anger-Stoißberg Bayern 46,4 06.08.2026 Teisendorf Bayern 45,4 06.08.2026 Piding Bayern 45,1 05.08.2026 Erdweg Bayern 44,9 06.08.2026 Teisendorf-Neukirchen (Wildberg) Bayern 43,7 05.08.2026 Garmisch-Partenkirchen Bayern 42,0 05.08.2026 Starnberg Bayern 40,2 03.08.2026 Breckerfeld-Wengeberg Nordrhein-Westfalen -
Wert Station Bundesland 114,2 Anger-Stoißberg Bayern 86,4 Teisendorf-Babing Bayern 75,3 Starnberg Bayern 67,5 Teisendorf-Neukirchen (Wildberg) Bayern 67,2 Garmisch-Partenkirchen Bayern 65,7 Lenggries (Sylvenstein) Bayern 63,0 Piding Bayern 62,0 Marktschellenberg Bayern 60,9 Teisendorf Bayern 60,6 Freilassing Bayern -
Wert Station Bundesland 0,0 Achern-Fautenbach Baden-Württemberg 0,0 Arnstein-Müdesheim Bayern 0,0 Bruchsal-Heidelsheim Baden-Württemberg 0,0 Burgebrach-Oberharnsbach Bayern 0,0 Bärnau-Naab Bayern 0,0 Ellwangen-Rindelbach Baden-Württemberg 0,0 Elzach-Fisnacht Baden-Württemberg 0,0 Frankenthal-Studernheim Rheinland-Pfalz 0,0 Neu Madlitz Brandenburg 0,0 Oberzent-Beerfelden Hessen -
Wert Datum Station Bundesland 108,4 04.08.2026 Brocken Sachsen-Anhalt 101,5 01.08.2026 Kaufbeuren-Oberbeuren Bayern 85,3 05.08.2026 85,0 05.08.2026 Lindau (SWN) Bayern 83,5 03.08.2026 Trier-Petrisberg Rheinland-Pfalz 82,4 05.08.2026 Garmisch-Partenkirchen Bayern 81,4 04.08.2026 Weinbiet Rheinland-Pfalz 81,0 04.08.2026 Runkel-Ennerich Hessen 78,5 05.08.2026 Angermünde Brandenburg 76,3 04.08.2026 Lichtenhain-Mittelndorf Sachsen -
Wert Station Bundesland 185,9 Saarbrücken-Ensheim Saarland 182,6 Amberg-Unterammersricht Bayern 181,6 Kümmersbruck Bayern 181,0 Ober-Olm - Bellem Rheinland-Pfalz 180,8 Mainz-Lerchenberg (ZDF) Rheinland-Pfalz 180,7 Königshofen, Bad Bayern 180,6 Gießen - Wettenberg Hessen 180,5 Waghäusel-Kirrlach Baden-Württemberg 180,5 Dresden-Klotzsche Sachsen 180,2 Neu-Ulrichstein Hessen -
Wert Station Bundesland 107,2 Mittenwald - Obb. Bayern 109,1 Mühldorf Bayern 117,4 Weiden Bayern 121,9 Garmisch-Partenkirchen Bayern 125,2 Oberstdorf Bayern 128,5 Diepholz Niedersachsen 129,9 Schleswig Schleswig-Holstein 133,3 Soltau Niedersachsen 134,9 Lenzkirch-Ruhbühl Baden-Württemberg 135,2 Mittenwald-Buckelwiesen Bayern
Die aktuelle Durchschnittstemperatur im August 2026 beträgt 21,8 °C. Die Temperaturanomalie beträgt im Vergleich zum vieljährigen Klimamittelwert von 1961/90 aktuell 5,4 °C (91/20 3,8 °C). Am 04.08.2026 konnte mit 39,4 °C über Regensburg (Bayern) die höchste und am 12.08.2026 mit 2,7 °C über Quickborn (Schleswig-Holstein) die tiefste Temperatur registriert werden. Das wärmste Bundesland ist mit einer durchschnittlichen Temperatur von 24,1 °C Saarland. Frischer ist der August 2026 mit einem Durchschnittswert von 18,6 °C bisweilen über Schleswig-Holstein.
Im August 2026 konnte bis zum heutigen Tag eine Niederschlagssumme von 10,0 l/m² registriert werden. Der Sollwert zum Klimamittelwert von 1961/90 wurde zu 13 % erfüllt. Regentage mit mehr als 1 l/m² Regen gab es an 2 Tagen.
Die Sonnenscheindauer konnte mit rund 162,5 Stunden ihren Sollwert von 199,1 Stunden zu 82 % erfüllen. Den meisten Sonnenschein gab es mit 185,9 Stunden über der Saarbrücken-Ensheim (Saarland). Vergleichsweise wenig Sonnenschein gab es mit 107,2 Stunden über der Mittenwald - Obb. (Bayern).









