Wetteraussichten: Blockadehoch stoppt Frontalzone - Der Frühling über Deutschland
Das Frühlingswetter im März hält an. Eine Hochdruckblase dehnt sich über Mitteleuropa weit nach Norden aus und dominiert das Wetter über Deutschland, Österreich und die Schweiz mit viel Sonnenschein, trockenem Wetter und frühlingshaften Temperaturen. Das Hoch nimmt dabei eine Omegaformation an, was das Wetter nicht nur über ein paar Tage, sondern mit einer Erhaltungsneigung auch über Wochen hinweg dominieren kann. Wie lange erhält sich diese frühlingshafte Hochdruckblase über Mitteleuropa und wie reagiert die Frontalzone darauf?

Das Hoch dehnt sich in den kommenden Tagen weiter über Deutschland aus. Infolge dessen stellt sich eine gradientenschwache Wetterentwicklung ein. So bilden sich in den klaren Nächten - insbesondere in Gewässernähe - dichte Nebelfelder, welche sich verbreitet noch am Vormittag auflösen, doch mancherorts (z.B. südlich der Donau) auch tagsüber den Sonnenschein eintrüben können. Ist das der Fall, schwanken die Temperaturen in den Nächten um den Gefrierpunkt und am Tage um die +10 Grad-Marke.
Viel Sonnenschein und frühlingshafte Temperaturen
Löst sich der Nebel auf, ist vielerorts mit einer maximal möglichen Sonnenscheindauer zu rechnen. Eintrübungen sind regional durch hohe Schichtwolken möglich und machen den Sonnenschein diffus (Wolkenradar). Die Temperaturen erreichen Höchstwerte von +12 bis +16 Grad und örtlich bis +18 Grad. Vereinzelt sind lokal bis +20 Grad möglich. Der Wind kommt schwach aus unterschiedlichen Richtungen. Wer es genauer wissen möchte: Wetter März.

Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Das Hoch schwächelt
Die Wetterprognose des europäischen Wettermodells bestätigt die Schwächephase des Hochdrucksystems um den 12. März. Das ist zugleich der Versuch des Hochdrucksystems, über Skandinavien einen autarken Hochdruckkern zu etablieren (unsere These), doch scheitert das Vorhaben an einer zu starken Frontalzone.
Schauerwetter
Mit dem Versuch, einen autarken Hochdruckkern über Skandinavien zu etablieren, dreht die Grundströmung kurz auf Ost und lässt die Temperaturen über den östlichen Landesteilen auf bis +10 Grad zurückgehen, während über dem Westen weiterhin frühlingshafte +18 Grad möglich sein können. Ein kleiner Störimpuls unterhalb des Hochdrucksystems sorgt für ein paar Schauer, doch ist bis zum 14. März nicht mit nennenswertem Niederschlag zu rechnen.
Tiefdrucksysteme rücken näher an Deutschland heran
Im Zeitraum vom 13. bis 17. März wird das Hoch nach Osten zurückgedrängt, jedoch bleibt die Blockadeformation über Osteuropa und dem westlichen Russland gegenüber der Frontalzone erhalten. Deutschland, Österreich und die Schweiz liegen zwischen den Fronten und so kann es sein, dass immer wieder Wolken- und Schauerfelder über Deutschland hinwegziehen und so etwas Niederschlag bringen können.
Der Wind kommt aus südwestlichen Richtungen und lässt die Temperaturen bis zum 16. März mit +14 bis +18 Grad und örtlich mit bis +20 Grad verbreitet in den frühlingshaften Bereich ansteigen.

Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Frühsommerliche Temperautren
Das oben beschriebene Erhaltungsprinzip einer Omegawetterlage zeigt sich bereits in der Wettervorhersage des europäischen Wettermodells - jedoch phasenverschoben. Die Vorhersage des amerikanischen Prognose-Modells geht in eine ähnliche Richtung, jedoch mit deutlich anderen Folgen für das Wetter über Deutschland.
Kurze Schwächephase
Auch die Amerikaner berechnen um den 12. März herum eine kurze Schwächephase des Hochdrucksystems. Auslöser aber ist nicht der Versuch, einen autarken Hochdruckkern über Skandinavien zu etablieren, sondern der Versuch der Frontalzone, sich weiter in Richtung Skandinavien zu entwickeln. Doch scheitert auch das und nachfolgend dehnt sich das Hoch bis zum 18. März weit in den Polarwirbel hinein aus und strebt eine Querverbindung zum Aleutenhoch an.
Trockenes Frühlingswetter mit Temperaturen wie im April
Deutschland, die Schweiz und Österreich verbleiben komplett im Einflussbereich des Hochdrucksystems. Niederschlag wird nur in Form von einzelnen Regentropfen temporär simuliert. Verbreitet bleibt es bis zum 18. März trocken. Nach Nebelauflösung ist vielerorts mit der maximal möglichen Sonnenscheindauer zu rechnen. Die Temperaturen erreichen +15 bis +20 Grad und örtlich bis +24 Grad. Bei Temperaturen zwischen +20 und +24,9 Grad spricht man von frühsommerlichen Werten. Ab +25 Grad von einem Sommertag.

Auf den Punkt gebracht: Der Durchbruch des Frühlings
Beide Vorhersage-Modelle berechnen in ihrem Wettertrend einen Erhalt der Omegablase über die zweite März-Dekade hinweg und so ist - mit ein paar wenigen Störungen - eine weitgehend trockene und frühlingshafte Witterung zu erwarten. Die frühsommerliche Temperaturprognose des amerikanischen Wettermodells ist ein Extrem - möglich ja, wahrscheinlich nein. Hängt aber ganz davon ab, wie sich das Hochdrucksystem letztlich positioniert.
Welches Wetter wahrscheinlich ist
Die Kontrollläufe bestätigen auch heute wieder einen Erhalt der frühlingshaften Temperaturen bis zum 13. März. Die Anomalie beträgt phasenweise bis +10 Grad. Darüber hinaus aber ist der Temperaturtrend rückläufig, was die Temperaturanomalie bis zum 18. März auf +1,5 bis +3,0 Grad zurückgehen lassen kann. Frühsommerliche Temperaturen werden nicht gestützt und die Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells bildet im Vergleich zu den Kontrollläufen die mit Abstand wärmste Wetterentwicklung ab.
Der Zeitraum bis zum 12. März wird verbreitet trocken ausfallen. Die Niederschlagssignale wurden von den Kontrollläufen in den vergangenen 24 Stunden nochmals nach unten korrigiert. Darüber hinaus steigen die Niederschlagssignale in den leicht erhöhten Bereich an. Der Rückschluss daraus ist, dass sich das Hoch mit einer höheren Wahrscheinlichkeit weiter nach Osten zurückzieht, erhält aber seinen Einflussbereich auf das Wetter über Mitteleuropa. Deutschland liegt sozusagen zwischen den Fronten. Schaun mer mal.
These: autarkes Hoch über Skandinavien
Was ist mit unserer These eines autarken Hochdrucksystems über Skandinavien? Die Europäer deuten so etwas an, wird jedoch nicht weiter unterstützt. Die Kontrollläufe springen darauf nur bedingt an. Was sich mit einem autarken Hochdruckgebiet über Skandinavien ändert? Die Grundströmung dreht auf Ost und lässt die Temperaturen absinken. Mischt sich noch ein Kaltlufttropfen mitunter, sind auch spätwinterliche Wettererscheinungen möglich. Warum wir diese These aufstellen? Erfahrungsgemäß ergeben sich aus dieser Konstellation heraus häufiger autarke Hochdruckgebiete über Skandinavien. Schaun mer mal.

| Datum | Temperaturspektrum | Temperaturmittelwert |
|---|---|---|
| 9. März 2026 | +6 bis +17 Grad | +13 bis +15 Grad |
| 13. März 2026 | +4 bis +16 Grad | +11 bis +13 Grad |
| 18. März 2026 | +4 bis +20 Grad | +10 bis +12 Grad |

Wetterdaten Oktober 2026
Top-10 Extremwerte Oktober 2026
-
Wert Datum Station Bundesland 27,5 01.10.2026 Aschersleben-Mehringen Sachsen-Anhalt 27,0 01.10.2026 Coschen Brandenburg 26,5 01.10.2026 Bernburg - Saale (Nord) Sachsen-Anhalt 26,5 01.10.2026 Jena (Sternwarte) Thüringen 26,2 01.10.2026 Harzgerode Sachsen-Anhalt 26,2 01.10.2026 Langenlipsdorf Brandenburg 26,1 01.10.2026 Schwarzburg Thüringen 25,9 01.10.2026 Berlin-Tempelhof Berlin 25,9 01.10.2026 Manschnow Brandenburg 4,4 11.10.2026 20098 -
Wert Datum Station Bundesland -6,0 11.10.2026 Zugspitze Bayern 0,0 09.10.2026 Großer Arber Bayern 0,1 09.10.2026 Nürnberg-Netzstall Bayern 0,2 09.10.2026 Hermaringen-Allewind Baden-Württemberg 0,6 11.10.2026 Markt Erlbach-Hagenhofen Bayern 0,8 09.10.2026 Brocken Sachsen-Anhalt 0,8 09.10.2026 Fichtelberg Sachsen 0,8 11.10.2026 Sohland - Spree Sachsen 0,9 09.10.2026 Kaisersbach-Cronhütte Baden-Württemberg 1,1 11.10.2026 Buchen, Kr. Neckar-Odenwald Baden-Württemberg -
Wert Datum Station Bundesland 72,6 04.10.2026 Meßstetten-Appental Baden-Württemberg 59,7 10.10.2026 Wesselburen Schleswig-Holstein 56,2 01.10.2026 Lennestadt-Theten Nordrhein-Westfalen 55,9 10.10.2026 Schafstedt Schleswig-Holstein 53,5 10.10.2026 Wrohm Schleswig-Holstein 51,3 10.10.2026 Krempel Schleswig-Holstein 49,3 08.10.2026 Seebach (Nationalpark Schwarzwald) Baden-Württemberg 46,5 10.10.2026 Sankt Peter-Ording Schleswig-Holstein 45,3 10.10.2026 Haale Schleswig-Holstein 42,4 10.10.2026 Elpersbüttel Schleswig-Holstein -
Wert Station Bundesland 118,8 Wesselburen Schleswig-Holstein 109,4 Schafstedt Schleswig-Holstein 100,0 Wrohm Schleswig-Holstein 98,7 Elpersbüttel Schleswig-Holstein 98,3 Erfde Schleswig-Holstein 96,8 Oberstdorf Bayern 96,7 Krempel Schleswig-Holstein 96,5 Haale Schleswig-Holstein 95,6 Meßstetten-Appental Baden-Württemberg 87,9 Seebach (Nationalpark Schwarzwald) Baden-Württemberg -
Wert Station Bundesland 0,0 Berlin-Kreuzberg Berlin 0,0 Calw-Hirsau Baden-Württemberg 0,0 Forst-Klein Bademeusel Brandenburg 0,0 Neutrebbin Brandenburg 0,1 Selfkant-Havert Nordrhein-Westfalen 0,2 Schönbeck Mecklenburg-Vorpommern 0,7 Pfofeld-Langlau Bayern 0,9 Höchst - Odenwald-Annelsbach Hessen 1,0 Barßel-Loher Ostmark Niedersachsen 1,3 Brunn-Roggenhagen Mecklenburg-Vorpommern -
Wert Datum Station Bundesland 115,2 09.10.2026 Brocken Sachsen-Anhalt 89,6 08.10.2026 Leuchtturm Alte Weser Niedersachsen 88,9 09.10.2026 Fichtelberg Sachsen 86,0 08.10.2026 Spiekeroog (SWN) Niedersachsen 86,0 09.10.2026 Weinbiet Rheinland-Pfalz 86,0 10.10.2026 Strucklahnungshörn Schleswig-Holstein 85,3 10.10.2026 Büsum Schleswig-Holstein 82,8 09.10.2026 Schmücke Thüringen 82,4 08.10.2026 Rostock-Warnemünde Mecklenburg-Vorpommern 82,1 09.10.2026 Arkona Mecklenburg-Vorpommern -
Wert Station Bundesland 73,3 Fürstenzell Bayern 72,6 Grainet-Rehberg Bayern 71,2 Köln-Stammheim Nordrhein-Westfalen 71,0 Tönisvorst Nordrhein-Westfalen 70,9 Weilerswist-Lommersum Nordrhein-Westfalen 70,9 Heinsberg-Schleiden Nordrhein-Westfalen 70,2 Mönchengladbach-Hilderath Nordrhein-Westfalen 70,1 Zwiesel Bayern 69,9 Saldenburg-Entschenreuth Bayern 69,9 Ahaus Nordrhein-Westfalen -
Wert Station Bundesland 13,8 Bremerhaven Bremen 23,0 Wolfach Baden-Württemberg 36,3 Flensburg (Schäferhaus) Schleswig-Holstein 36,3 Glücksburg-Meierwik Schleswig-Holstein 36,4 Werl Nordrhein-Westfalen 36,5 Weihenstephan-Dürnast Bayern 37,7 Schleswig Schleswig-Holstein 38,0 Elzach-Fisnacht Baden-Württemberg 38,1 Greifswalder Oie Mecklenburg-Vorpommern 38,5 Feldberg - Schwarzwald Baden-Württemberg
Die aktuelle Durchschnittstemperatur im Oktober 2026 beträgt 13,0 °C. Die Temperaturanomalie beträgt im Vergleich zum vieljährigen Klimamittelwert von 1961/90 aktuell 4,1 °C (91/20 3,7 °C). Am 01.10.2026 konnte mit 27,5 °C über Aschersleben-Mehringen (Sachsen-Anhalt) die höchste und am 11.10.2026 mit -6,0 °C über Zugspitze (Bayern) die tiefste Temperatur registriert werden. Das wärmste Bundesland ist mit einer durchschnittlichen Temperatur von 13,9 °C Saarland. Frischer ist der Oktober 2026 mit einem Durchschnittswert von 12,2 °C bisweilen über Thüringen.
Im Oktober 2026 konnte bis zum heutigen Tag eine Niederschlagssumme von 27,5 l/m² registriert werden. Der Sollwert zum Klimamittelwert von 1961/90 wurde zu 48 % erfüllt. Regentage mit mehr als 1 l/m² Regen gab es an 4 Tagen.
Die Sonnenscheindauer konnte mit rund 53,8 Stunden ihren Sollwert von 109,3 Stunden zu 49 % erfüllen. Den meisten Sonnenschein gab es mit 73,3 Stunden über der Fürstenzell (Bayern). Vergleichsweise wenig Sonnenschein gab es mit 13,8 Stunden über der Bremerhaven (Bremen).









