Wetterprognose: Tobende Frontalzone und gigantische Hochdruckblase stehen sich gegenüber
Der Frühling macht sich in den kommenden Tagen über Deutschland verbreitet mit einer maximal möglichen Sonnenscheindauer bemerkbar. Nennenswerter Niederschlag ist nicht zu erwarten. Verantwortlich für Temperaturen - wie sie eigentlich erst Mitte April zu erwarten sind - ist ein Hochdruckgebiet, welches sich in einer Omegaformation über Europa ausdehnt und sämtliche Wetteraktivitäten blockiert. Für die weitere Wetterentwicklung ergeben sich zwei Optionen. Zum einen eine Erhaltungsneigung, was den Frühling bis in die letzte März-Dekade hinein verlängert, oder der Übergriff der Frontalzone, was zu einem markanten Temperaturrückgang und spätwinterlichen Wettererscheinungen führen kann. Welche der Entwicklungen wahrscheinlicher ist, schauen wir uns heute einmal genauer an.

Ein Hoch stabilisiert sich im Wochenverlauf über Deutschland. Bis zum 8. März (Sonntag) erstreckt sich die Hochdruckzone über ganz Europa, wird jedoch punktuell von Störimpulsen durchsetzt. Ob ein Störimpuls das Wetter über Deutschland wird beeinflussen können, bleibt abzuwarten. Einerlei - durch die Hochdruckzone stellt sich über Deutschland, Österreich und der Schweiz eine gradientenschwache Wetterlage ein.
Der Frühling im März
Gradientenschwaches Wetter bedeutet, dass es kaum Windbewegungen geben wird. Die Luftmassen ruhen und können in den klaren Nächten auf -1 bis +7 Grad absinken (tiefere Werte über dem Osten, die höheren über dem Westen). Zudem bildet sich in den Nächten - insbesondere in Gewässernähe - Nebel aus, der sich vielerorts bis zum Nachmittag auflöst. Verbreitet ist mit einer maximal möglichen Sonnenscheindauer zu rechnen, was die Temperaturen auf frühlingshafte +14 bis +18 Grad ansteigen lassen kann. Lokal können auch bis +20 Grad erreicht werden. Bei Dauernebel (südlich der Donau) bleibt es mit Werten um die +10 Grad-Marke schwankend frischer. Wer es genauer wissen möchte: Wetter März.

Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Die Erhaltungsneigung erhält das Frühlingswetter
Wir hatten es in den vergangenen Tagen bereits mehrfach erwähnt, dass eine Omegawetterlage (Ω), wie sie in den obenstehenden Wetterkarten zu erkennen ist, mit zu den stabilsten Wetterlagen gehört und das Wetter nicht nur über Tage, sondern über Wochen hinweg dominieren kann. Die Besonderheit des Omegahochs liegt darin, dass es innerhalb des Polarwirbels zu einem Displacement (Verschiebung) kommt.
Die Erhaltungsneigung
Das Omegahoch blockiert nach dem Wettertrend des europäischen Wettermodells die Frontalzone auf dem Atlantik vollständig. Das hat zur Folge, dass der Abfluss polarer Luftmassen permanent zwischen Kanada und Grönland in Richtung Neufundland erfolgt. Der Frontalzone mangelt es somit nicht an Nachschub und drängt in Richtung Europa.
Dieses Anrennen der Frontensysteme hat eine Abschwächung der Hochdruckzone zum 12. März zur Folge. Doch gelingt es der Frontalzone nicht, einen Tiefdruckkern über Skandinavien zu platzieren. Das Hoch erholt sich rasch und dehnt sich bis zum 16. März über Mitteleuropa erneut weit bis über Nordeuropa aus. Das System erhält und erneuert sich.
Kaum Regen, Temperaturen wie im April
Bis auf ein paar wenige Regentropfen um den 12. März herum wird sich beim Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht viel ändern. Die Temperaturen gehen zwischen dem 12. und 13. März kurzzeitig auf +8 bis +14 Grad zurück, steigen darüber hinaus auf +14 bis +18 Grad und örtlich auf bis zu +20 Grad in den frühlingshaften Bereich an.
Natur treibt zu früh aus
Normalerweise ist der Vegetationsbeginn um den 2. April. Sollte es zu einer Erhaltungsneigung kommen, treibt die Natur viel früher aus und könnte den Vegetationsbeginn auf den 12. bis 20. März vorverlegen. Spätwinterliche Kaltluftdurchbrüche sind jedoch bis zum 10. April keine Seltenheit. Frost oder mäßiger Frost hätte entsprechende Folgen für die Vegetation.

Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Frühlingswetter endet
Das Prinzip der Omegablase berechnet auch die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells und erhält somit das Frühlingswetter mit Temperaturen von +14 bis +18 Grad und örtlich mit bis +20 Grad bis zum 15. März. Auch nach dieser Prognose ist von einem verfrühten Vegetationsbeginn auszugehen. Doch anders als die Europäer es berechnen, gelingt es dem Hoch nicht, eine Erhaltungsneigung aufrechtzuerhalten.
Frontalzone rückt näher an Deutschland heran
Der Kaltluftzustrom über Kanada und Grönland erhält sich auch in der Vorhersage des amerikanischen Prognosemodells. Infolge daraus wird der Druck der Frontalzone auf die Hochdruckzone stärker und das Hoch zieht sich - wenn auch nur zögerlich - bis zum 18. März über Osteuropa und dem westlichen Russland zurück.
Erste Ausläufer der Frontalzone erreichen Deutschland, Österreich und die Schweiz zum 17. März. Die Wind- und Niederschlagsaktivität nimmt zu und bei überwiegend starker Bewölkung sinken die Temperaturen auf +6 bis +10 Grad und örtlich mit bis +4 Grad in einem für die Jahreszeit typischen Bereich ab.

Auf den Punkt gebracht: Der Durchbruch des Frühlings
Die Wettervorhersage beider Vorhersage-Modelle berechnet den Erhalt des Frühlings bis Mitte März. Mit nennenswertem Niederschlag ist vorerst nicht zu rechnen. Darüber hinaus ist das Verhältnis zwischen tobender Frontalzone und der gigantischen Hochdruckblase entscheidend, ob es zu einer Erhaltungsneigung oder zu einem markanten Wetterwechsel kommt.
Welches Wetter wahrscheinlich ist
Die Kontrollläufe bestätigen bis zum 9. März eine Anomalie der Temperaturen von +6 bis +10 Grad. Nachfolgend geht die Anomalie auf +2 bis +5 Grad zurück. Spätwinterliche Wetterentwicklungen werden nicht gestützt. Die Wahrscheinlichkeit für eine nasskalte Witterung (+4 bis +8 Grad) liegt am 15. März bei rund 18 Prozent.
Niederschlagssignale sind bis zum 10. März nicht vorhanden. Darüber hinaus steigt die Niederschlagstätigkeit in den schwach erhöhten Bereich an. Die Kontrollläufe stützen somit keineswegs eine Erhaltungsneigung der Hochdruckzone, doch auch ein Durchrauschen der Frontalzone wird nicht gestützt. Vielmehr werden nach dem Mittelwert aller Kontrollläufe Deutschland, Österreich und die Schweiz ab den 15. März zwischen den Fronten liegen.
Nicht unterstützt wird unsere These der vergangenen Tage, dass sich das Hoch über Skandinavien und Island weiter nach Norden ausdehnt, eine autarke Formation annimmt und aus östlichen Richtungen nochmals kalte Luftmassen nach Deutschland führen kann. Das bleibt abzuwarten und wir werden die These in den kommenden Tagen weiter verifizieren. Aber ja - ein Erhalt des Frühlingswetters ist bis zum 15. März eine sehr wahrscheinliche Wetterentwicklung. Schaun mer mal.

| Datum | Temperaturspektrum | Temperaturmittelwert |
|---|---|---|
| 8. März 2026 | +7 bis +18 Grad | +12 bis +14 Grad |
| 12. März 2026 | -4 bis +16 Grad | +11 bis +13 Grad |
| 17. März 2026 | +0 bis +20 Grad | +8 bis +10 Grad |

Wetterdaten Juni 2026
Top-10 Extremwerte Juni 2026
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Wert Datum Station Bundesland 28,5 02.06.2026 Langenlipsdorf Brandenburg 28,0 02.06.2026 Möhrendorf-Kleinseebach Bayern 28,0 02.06.2026 Notzingen Baden-Württemberg 27,8 02.06.2026 Kitzingen Bayern 27,7 02.06.2026 Potsdam Brandenburg 27,6 02.06.2026 Metzingen Baden-Württemberg 27,5 02.06.2026 Wusterwitz Brandenburg 27,4 02.06.2026 Ellwangen-Rindelbach Baden-Württemberg 27,4 02.06.2026 Genthin Sachsen-Anhalt 6,8 05.06.2026 20098 -
Wert Datum Station Bundesland -5,5 03.06.2026 Zugspitze Bayern 3,3 05.06.2026 Feldberg - Schwarzwald Baden-Württemberg 4,2 04.06.2026 Mittenwald-Buckelwiesen Bayern 4,2 04.06.2026 Oberstdorf Bayern 4,5 05.06.2026 Großer Arber Bayern 5,1 04.06.2026 Garmisch-Partenkirchen Bayern 5,1 05.06.2026 Deutschneudorf-Brüderwiese Sachsen 5,2 05.06.2026 Meßstetten-Appental Baden-Württemberg 5,3 05.06.2026 Carlsfeld Sachsen 5,4 04.06.2026 Brocken Sachsen-Anhalt -
Wert Datum Station Bundesland 59,9 04.06.2026 Redefin Mecklenburg-Vorpommern 43,1 02.06.2026 Hötensleben-Barneberg Sachsen-Anhalt 42,7 02.06.2026 Wittmund-Carolinensiel Niedersachsen 39,9 02.06.2026 Balderschwang Bayern 39,6 04.06.2026 Lübtheen Mecklenburg-Vorpommern 37,8 02.06.2026 Colmberg-Binzwangen Bayern 36,0 02.06.2026 Gelbelsee Bayern 35,0 02.06.2026 Eging am See-Rohrbachholz Bayern 34,5 02.06.2026 Oberstdorf-Rohrmoos Bayern 34,4 02.06.2026 Oberdachstetten Bayern -
Wert Station Bundesland 83,9 Oberstdorf-Birgsau Bayern 74,5 Redefin Mecklenburg-Vorpommern 74,2 Wittmund-Carolinensiel Niedersachsen 69,5 Obere Firstalm - Schlierseer Berge Bayern 63,7 Aschau-Stein Bayern 63,5 Ahaus Nordrhein-Westfalen 62,3 Balderschwang Bayern 61,5 Emstek Niedersachsen 60,8 Oberstdorf-Rohrmoos Bayern 59,6 Bassum Niedersachsen -
Wert Station Bundesland 0,0 Mehring, Kr. Altötting-Niederholz Bayern 0,0 Oberreichenbach Baden-Württemberg 0,0 Schwaan-Bandow Mecklenburg-Vorpommern 0,0 Stuttgart-Weilimdorf Baden-Württemberg 0,0 Tambach-Dietharz - Apfelstädt Thüringen 0,0 Waldenburg-Obersteinbach Baden-Württemberg 0,2 Neutrebbin Brandenburg 0,4 Lunow Brandenburg 0,5 Egling - Isar-Attenham Bayern 0,6 Schönsee-Dietersdorf Bayern -
Wert Datum Station Bundesland 102,2 02.06.2026 Lindau (SWN) Bayern 99,4 04.06.2026 Brocken Sachsen-Anhalt 97,2 04.06.2026 Weinbiet Rheinland-Pfalz 88,2 04.06.2026 Feldberg - Schwarzwald Baden-Württemberg 85,3 02.06.2026 Gailingen Baden-Württemberg 80,3 04.06.2026 Gülzow-Prüzen Mecklenburg-Vorpommern 79,6 04.06.2026 Sembach Rheinland-Pfalz 78,8 04.06.2026 Wasserkuppe Hessen 78,5 02.06.2026 Weilheim-Bierbronnen Baden-Württemberg 78,1 02.06.2026 Stötten Baden-Württemberg -
Wert Station Bundesland 41,1 Helgoland Schleswig-Holstein 40,5 Leipzig - Halle Sachsen 37,9 Leuchtturm Kiel Schleswig-Holstein 37,4 Görlitz Sachsen 37,3 Weihenstephan-Dürnast Bayern 37,2 Konstanz Baden-Württemberg 37,2 Norderney Niedersachsen 36,4 Arkona Mecklenburg-Vorpommern 36,1 Braunschweig Niedersachsen 35,7 Seehausen Sachsen-Anhalt -
Wert Station Bundesland 4,2 Mittenwald - Obb. Bayern 5,3 Schneefernerhaus Bayern 6,1 Mittenwald-Buckelwiesen Bayern 7,4 Reit im Winkl Bayern 8,6 Kohlgrub, Bad (Rosshof) Bayern 9,0 Rosenheim Bayern 9,4 Halblech-Bayerniederhofen Bayern 9,8 Frasdorf-Greimelberg Bayern 9,9 Kiefersfelden-Gach Bayern 10,0 Roth bei Prüm Rheinland-Pfalz
Die aktuelle Durchschnittstemperatur im Juni 2026 beträgt 15,8 °C. Die Temperaturanomalie beträgt im Vergleich zum vieljährigen Klimamittelwert von 1961/90 aktuell 0,6 °C (91/20 -0,5 °C). Am 02.06.2026 konnte mit 28,5 °C über Langenlipsdorf (Brandenburg) die höchste und am 03.06.2026 mit -5,5 °C über Zugspitze (Bayern) die tiefste Temperatur registriert werden. Das wärmste Bundesland ist mit einer durchschnittlichen Temperatur von 18,1 °C Berlin. Frischer ist der Juni 2026 mit einem Durchschnittswert von 15,1 °C bisweilen über Rheinland-Pfalz.
Im Juni 2026 konnte bis zum heutigen Tag eine Niederschlagssumme von 16,5 l/m² registriert werden. Der Sollwert zum Klimamittelwert von 1961/90 wurde zu 19 % erfüllt. Regentage mit mehr als 1 l/m² Regen gab es an 3 Tagen.
Die Sonnenscheindauer konnte mit rund 20,1 Stunden ihren Sollwert von 201,1 Stunden zu 10 % erfüllen. Den meisten Sonnenschein gab es mit 41,1 Stunden über der Helgoland (Schleswig-Holstein). Vergleichsweise wenig Sonnenschein gab es mit 4,2 Stunden über der Mittenwald - Obb. (Bayern).










