Wetterprognose: Gigantische Hochdruckblase - doch Vorsicht mit dem Frühling
Vom Spätwinter ist Ende Februar keine Spur zu erkennen. Ein gescheiterter Polarwirbelsplit hinterlässt über Mitteleuropa eine Hochdruckblase, welche sich von der Mittelmeerregion bis über Skandinavien aufbläht und die Frontalzone auf dem Atlantik nahezu vollständig blockieren kann. So erhält sich das frühlingshafte, sonnige und weitgehend wetterbestimmende Wetter über Deutschland bis in den März hinein. Und während sich der Frühling mehr und mehr bemerkbar macht, nimmt das Hoch eine Omegaformation an, was das Wetter über Deutschland noch bis weit über Mitte März hinaus dominieren kann - doch wie wahrscheinlich ist das und wie steht es um spätwinterliche Wettererscheinungen?

Das Hoch zeigt im Moment eine kurze Schwächephase und lässt einen kleinräumigen Tiefdruckausläufer von England über Norddeutschland hinwegziehen, was über dem Nordwesten für einen auflebenden und an den Küsten zum späten Nachmittag und Abend für einen stürmischen Wind sorgen kann (Windprognose). Über dem Rest von Deutschland zeigt sich der Himmel meist aufgelockert, teils aber auch wechselnd bis stark bewölkt und nördlich einer Linie zwischen Köln und Rostock ist mit etwas Regen zu rechnen, der sich in der Nacht auf Sonntag und tagsüber auch südlich einer Linie zwischen Stuttgart und Nürnberg bemerkbar machen kann. Viel an Niederschlag ist nicht zu erwarten. Die Temperaturen erreichen heute +12 bis +16 Grad und über Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin und Sachsen örtlich bis +20 Grad. Am Sonntag pendeln sich die Temperaturen auf +10 bis +15 Grad ein.
Frühlingswetter
Anfang März dominiert das Hochdruckgebiet nahezu uneingeschränkt über Deutschland, Österreich und der Schweiz. Nach Auflösung nächtlicher Nebelfelder ist bis zum 4. März verbreitet mit einer maximal möglichen Sonnenscheindauer zu rechnen. Der Wind kommt schwach aus südlichen Richtungen und die Temperaturen erreichen +12 bis +16 und örtlich bis +18 Grad. In den klaren Nächten kühlt es auf -2 bis +7 Grad ab, wobei die höheren Werte über dem Westen und die tieferen über den östlichen Landesteilen zu erwarten sind. Wer es genauer wissen möchte: Wetter März.

Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Ostwetterlage lässt die Temperaturen zurückgehen
Schaut man sich die obenstehenden Wetterkarten genauer an, so erkennt man den Ansatz eines Polarwirbelsplits, doch scheitert dieser. Die Hochdruckblase verweilt zwischen Deutschland und Skandinavien und wird von Tiefdrucksystemen flankiert. Das Ergebnis ist eine Omegawetterlage (Ω), welche mit zu den stabilsten Wetterlagen gehört. Entscheidend aber, ob das über Deutschland, Österreich und der Schweiz zu einem nachhaltigen Durchbruch des Frühlings führt, hängt letztlich von der Hochdruckposition ab.
Vollständig gestörte Zirkulation - Frontalzone blockiert
Vor ein paar Tagen hatten wir eine These aufgestellt, welche die Vorhersage-Modelle so nicht berechneten. Der Erfahrung nach kommt es gerade im Frühling häufiger zu ausgeprägten Hochdruckwetterlagen, welche sich gerne mit einem autark agierenden Hochdruckkern entweder über Skandinavien oder zwischen Island und Skandinavien positionieren können. In beiden Fällen liegen Deutschland, Österreich und der Schweiz zwar im Einflussbereich des Hochdrucksystems, doch dreht die Grundströmung, was Folgen für die Temperaturentwicklung hat.
Vorsicht mit dem Frühlingswetter
Geht es nach der Wetterprognose des europäischen Wettermodells, so bläht sich das Hoch über Europa bis zum 8. März weiter auf und blockiert sämtliche Wetteraktivitäten. Bei einer gradientenschwachen Wetterlage ist nicht mit Niederschlag zu rechnen und die Temperaturen pendeln sich auf Werte von +8 bis +12 Grad und über dem Westen auf bis +15 Grad ein. In den klaren Nächten sinken die Temperaturen über dem Westen auf +2 bis +6 Grad, sonst auf -4 bis +1 Grad ab. Verbreitet ist mit Nachtfrost zu rechnen.
Im Zeitraum vom 8. bis 14. März bläht sich das Hoch weiter auf und erstreckt sich von Grönland über Island bis nach Skandinavien und reicht mit seinen Ausläufern bis nach Afrika. Mitteleuropa - und damit auch Deutschland, Österreich und die Schweiz - verweilen im Einflussbereich des Hochdrucksystems, doch nimmt der Hochdruckkern im Bereich zwischen Island und Skandinavien eine autarke Formation an, was die Grundströmung bei einem weiterhin trockenen und sonnigen Wetter auf östliche Richtungen drehen lässt. Trotz der vielerorts maximal möglichen Sonnenscheindauer erreichen die Temperaturen Werte zwischen +7 und +12 Grad und über den westlich gelegenen Ballungsgebieten sowie entlang des Rheingrabens sind bis +14 Grad möglich. In den Nächten ist mit leichtem Boden- und Luftfrost zu rechnen.

Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Omegablase erhält sich - Frühling über Deutschland
Im Prinzip ist die Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells ähnlich der des europäischen Prognose-Modells. Der Unterschied zeigt sich jedoch in der Positionierung der Hochdruckblase.
Das Omegahoch schwächt sich für einen Moment zum 10. März ab und lässt einen Teil der Frontalzone passieren, was mit einer südwestlichen Anströmung der Luftmassen unbeständiges Wetter zum Wechsel in die zweite März-Dekade möglich machen kann. Doch dank der Südwestanströmung erhält sich mit +12 bis +16 Grad ein annähernd frühlingshaftes Temperaturspektrum.
Die Erhaltungsneigung - Frühlingswetter über Deutschland
Doch in dem Moment, wo sich die Frontalzone auf dem Atlantik verstärkt und die Omegablase über Mitteleuropa in arge Bedrängnis bringt, bläht sich das Hoch wieder auf und etabliert bis zum 15. März zwischen Skandinavien und Osteuropa einen autark agierenden Hochdruckkern. Deutschland liegt somit zwischen den Fronten der Frontalzone und des Hochdruckblocks in einer Südanströmung der Luftmassen, was mit +14 bis +18 Grad und örtlich mit bis +22 Grad frühlingshafte Temperaturen zur Folge hat.
Doch ob das Wetter komplett trocken und sonnig bleibt, darf mit einer nach Mitteleuropa heranrückenden Frontalzone infrage gestellt werden.

Auf den Punkt gebracht: Der Durchbruch des Frühlings
Beide Vorhersage-Modelle berechnen eine Omegawetterlage, welche den Frühling in der ersten März-Dekade erhalten kann. Doch gibt es für Freunde des Frühlings
den erhobenen Zeigefinger
. Es ist gut möglich, dass die Vorhersage-Modelle unserer These von vor ein paar Tagen weiter folgen und zwischen Island und Skandinavien ein autark agierendes Hochdrucksystem etablieren. Zwar bleibt das Wetter über Deutschland weiterhin hochdruckdominiert, doch kann mit einer vollständig gestörten Zirkulation kühlere Festlandsluft aus östlichen Richtungen zugeführt werden, was das Temperaturspektrum normalisiert und mit Werten von +8 bis +12 Grad und örtlich bis +14 Grad nur bedingt frühlingshaft erscheinen lässt.
Welches Wetter wahrscheinlich ist
Die Kontrollläufe bestätigen in ihrer Temperaturprognose im Zeitraum vom 2. bis 7. März mit einer Anomalie von +6 bis +8 Grad frühlingshaftes Wetter. Nachfolgend gehen die Temperaturen zurück und pendeln sich auf eine Anomalie von +2 bis +4 Grad ein. Das ist zwar für die Jahreszeit zu warm, doch liegt das Temperaturspektrum um die +10 Grad-Marke schwankend nicht mehr in einem frühlingshaften Bereich.
Niederschlagssignale sind im Zeitraum vom 1. bis 9. März kaum vorhanden und auch darüber hinaus zeigt sich eine nur schwache Ausprägung der Signale. Also ja, das Wetter bleibt mit einer hohen Wahrscheinlichkeit bis Mitte März hochdruckdominiert und vielerorts trocken. Schaun mer mal.

| Datum | Temperaturspektrum | Temperaturmittelwert |
|---|---|---|
| 6. März 2026 | +5 bis +17 Grad | +10 bis +13 Grad |
| 10. März 2026 | +4 bis +16 Grad | +9 bis +11 Grad |
| 15. März 2026 | +2 bis +21 Grad | +9 bis +11 Grad |

Wetterdaten Juni 2026
Top-10 Extremwerte Juni 2026
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Wert Datum Station Bundesland 28,5 02.06.2026 Langenlipsdorf Brandenburg 28,0 02.06.2026 Möhrendorf-Kleinseebach Bayern 28,0 02.06.2026 Notzingen Baden-Württemberg 27,8 02.06.2026 Kitzingen Bayern 27,7 02.06.2026 Potsdam Brandenburg 27,6 02.06.2026 Metzingen Baden-Württemberg 27,5 02.06.2026 Wusterwitz Brandenburg 27,4 02.06.2026 Ellwangen-Rindelbach Baden-Württemberg 27,4 02.06.2026 Genthin Sachsen-Anhalt 8,4 06.06.2026 20098 -
Wert Datum Station Bundesland -5,5 03.06.2026 Zugspitze Bayern 2,9 06.06.2026 Deutschneudorf-Brüderwiese Sachsen 3,3 05.06.2026 Feldberg - Schwarzwald Baden-Württemberg 4,0 06.06.2026 Carlsfeld Sachsen 4,2 04.06.2026 Mittenwald-Buckelwiesen Bayern 4,2 04.06.2026 Oberstdorf Bayern 4,2 06.06.2026 Lobenstein, Bad Thüringen 4,3 06.06.2026 Oberharz am Brocken-Stiege Sachsen-Anhalt 4,5 05.06.2026 Großer Arber Bayern 4,5 06.06.2026 Rottweil Baden-Württemberg -
Wert Datum Station Bundesland 59,9 04.06.2026 Redefin Mecklenburg-Vorpommern 43,1 02.06.2026 Hötensleben-Barneberg Sachsen-Anhalt 42,7 02.06.2026 Wittmund-Carolinensiel Niedersachsen 39,9 02.06.2026 Balderschwang Bayern 39,6 04.06.2026 Lübtheen Mecklenburg-Vorpommern 37,8 02.06.2026 Colmberg-Binzwangen Bayern 36,0 02.06.2026 Gelbelsee Bayern 35,0 02.06.2026 Eging am See-Rohrbachholz Bayern 34,5 02.06.2026 Oberstdorf-Rohrmoos Bayern 34,4 02.06.2026 Oberdachstetten Bayern -
Wert Station Bundesland 84,5 Oberstdorf-Birgsau Bayern 75,9 Wittmund-Carolinensiel Niedersachsen 74,8 Redefin Mecklenburg-Vorpommern 74,5 Obere Firstalm - Schlierseer Berge Bayern 65,6 Ahaus Nordrhein-Westfalen 64,1 Aschau-Stein Bayern 63,8 Emstek Niedersachsen 62,3 Balderschwang Bayern 60,8 Oberstdorf-Rohrmoos Bayern 60,5 Bassum Niedersachsen -
Wert Station Bundesland 0,0 Oberreichenbach Baden-Württemberg 0,0 Schwaan-Bandow Mecklenburg-Vorpommern 0,0 Stuttgart-Weilimdorf Baden-Württemberg 0,2 Neutrebbin Brandenburg 0,4 Lunow Brandenburg 0,5 Mehring, Kr. Altötting-Niederholz Bayern 0,7 Heilbronn-Klingenberg Baden-Württemberg 0,8 Oberbarnim-Grunow Brandenburg 0,8 Rechenberg-Bienenmühle-Holzhau Sachsen 0,9 Schiffmühle-Neutornow Brandenburg -
Wert Datum Station Bundesland 102,2 02.06.2026 Lindau (SWN) Bayern 99,4 04.06.2026 Brocken Sachsen-Anhalt 97,2 04.06.2026 Weinbiet Rheinland-Pfalz 88,2 04.06.2026 Feldberg - Schwarzwald Baden-Württemberg 85,3 02.06.2026 Gailingen Baden-Württemberg 80,3 04.06.2026 Gülzow-Prüzen Mecklenburg-Vorpommern 79,6 04.06.2026 Sembach Rheinland-Pfalz 78,8 04.06.2026 Wasserkuppe Hessen 78,5 02.06.2026 Weilheim-Bierbronnen Baden-Württemberg 78,1 02.06.2026 Stötten Baden-Württemberg -
Wert Station Bundesland 53,2 Leipzig - Halle Sachsen 51,6 Arkona Mecklenburg-Vorpommern 49,7 Weihenstephan-Dürnast Bayern 48,9 Görlitz Sachsen 46,7 Konstanz Baden-Württemberg 46,5 Braunschweig Niedersachsen 45,8 Fürstenzell Bayern 45,2 Helgoland Schleswig-Holstein 44,3 Berlin-Dahlem (FU) Berlin 44,0 Rostock-Warnemünde Mecklenburg-Vorpommern -
Wert Station Bundesland 4,2 Mittenwald - Obb. Bayern 5,3 Schneefernerhaus Bayern 6,1 Mittenwald-Buckelwiesen Bayern 7,4 Reit im Winkl Bayern 8,6 Kohlgrub, Bad (Rosshof) Bayern 9,0 Rosenheim Bayern 9,4 Halblech-Bayerniederhofen Bayern 9,8 Frasdorf-Greimelberg Bayern 9,9 Kiefersfelden-Gach Bayern 10,0 Roth bei Prüm Rheinland-Pfalz
Die aktuelle Durchschnittstemperatur im Juni 2026 beträgt 15,9 °C. Die Temperaturanomalie beträgt im Vergleich zum vieljährigen Klimamittelwert von 1961/90 aktuell 0,6 °C (91/20 -0,5 °C). Am 02.06.2026 konnte mit 28,5 °C über Langenlipsdorf (Brandenburg) die höchste und am 03.06.2026 mit -5,5 °C über Zugspitze (Bayern) die tiefste Temperatur registriert werden. Das wärmste Bundesland ist mit einer durchschnittlichen Temperatur von 18,1 °C Berlin. Frischer ist der Juni 2026 mit einem Durchschnittswert von 15,2 °C bisweilen über Rheinland-Pfalz.
Im Juni 2026 konnte bis zum heutigen Tag eine Niederschlagssumme von 17,6 l/m² registriert werden. Der Sollwert zum Klimamittelwert von 1961/90 wurde zu 20 % erfüllt. Regentage mit mehr als 1 l/m² Regen gab es an 3 Tagen.
Die Sonnenscheindauer konnte mit rund 21,1 Stunden ihren Sollwert von 201,2 Stunden zu 10 % erfüllen. Den meisten Sonnenschein gab es mit 53,2 Stunden über der Leipzig - Halle (Sachsen). Vergleichsweise wenig Sonnenschein gab es mit 4,2 Stunden über der Mittenwald - Obb. (Bayern).










