Wetterprognose: Omegahoch blockiert Frontalzone - Frühling hält bis Mitte März
Die Wetterlage hat sich in den vergangenen 24 Stunden auf markante Art und Weise umgestellt. Frühlingshaft warme Luftmassen strömen aus Nordafrika nach Deutschland, Österreich und die Schweiz und lassen die Temperaturen auf bis +20 Grad und mehr ansteigen. Verantwortlich hierfür ist ein Hochdruckblock über Mitteleuropa, welcher die atlantische Frontalzone vollständig auflaufen lässt und so zu diesem bemerkenswerten Temperatursprung führt. Ist das der Durchbruch des Frühlings oder kippt die Großwetterlage doch noch in den Spätwinter?
Das Hochdruckgebiet hält sich noch bis zum 3. März über Deutschland, Österreich und die Schweiz. Zwar zieht am Freitag und Samstag ein schwacher Ausläufer der Frontalzone über Deutschland hinweg und bringt neben starker bis wechselnder Bewölkung auch ein paar vereinzelte Regentropfen, doch ist nicht mit viel Regen zu rechnen. Die Temperaturen aber erreichen mit +12 bis +18 Grad und örtlich bis +22 Grad ungewöhnlich hohe Werte.
Frühlingswetter im März
Das Hoch bläht sich Anfang März weiter auf und blockiert die Frontalzone auf dem Atlantik nahezu vollständig. Dennoch ist es nicht auszuschließen, dass der äußerste Westen von Tiefdruckausläufern mit starker Bewölkung und geringfügigem Niederschlag gestreift wird. Über dem Rest von Deutschland bleibt es bei schwachen Windbewegungen und nach örtlicher Nebelauflösung verbreitet sonnig und trocken. Die Temperaturen verweilen mit +12 bis +16 Grad und örtlich bis +20 Grad in einem frühlingshaften Bereich. Wer es genauer wissen möchte: Wetter März.

Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Der Frühling im März
Schaut man sich die obenstehenden Wetterkarten noch einmal genauer an, so wird das Schema einer Omegawetterlage (Ω) heute bestätigt. Omegawetterlagen sind bekannt dafür, über einen längeren Zeitraum hinweg das Wetter zu dominieren. Die Wetterprognose des europäischen Wettermodells bestätigt heute einen Erhalt der Hochdruckblase über Mitteleuropa bis zum 10. März.
Die erste März-Dekade mit Frühlingswetter
Und mithilfe der Hochdruckblase ändert sich das Wetter im Zeitraum vom 3. bis 10. März nur geringfügig. Mit nennenswertem Niederschlag ist nicht zu rechnen und vielerorts ist die maximal mögliche Sonnenscheindauer zu erwarten. Regional lassen sich in einem gradientenschwachen Wetterumfeld zähe Nebelfelder jedoch nicht ausschließen. Die Temperaturen erreichen mit +12 bis +16 Grad und örtlich mit bis zu +20 Grad, frühlingshafte Werte. In den klaren Nächten kühlt es auf +2 bis +8 Grad ab und in Richtung der Alpen kann leichter Boden- und Luftfrost nicht ausgeschlossen werden.
Das Hoch zieht sich zurück - Frontalzone rückt vor
Über den gesamten Zeitraum hinweg bleibt eine kompakte Struktur des Polarwirbels erhalten. Ein Split ist zwar nicht auszuschließen, doch im Moment ist eine solche Entwicklung weniger wahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist ein Displacement, also eine Verschiebung des Polarwirbels, die mit Beginn der zweiten März-Dekade allmählich aufgelöst wird. Der Grund ist der Zustrom kalter Luftmassen zwischen Kanada und Grönland in Richtung Atlantik, was dort kräftige Tiefdruckcluster entstehen lässt.
Für das Wetter in der zweiten März-Dekade gibt es zwei Optionen. Entweder hält das Blockadehoch dagegen, dann bleibt der Frühling erhalten, oder aber das Hoch kippt nach Osten ab, dann setzt sich bei einem Temperaturrückgang mit windigem und wechselhaftem Wetter die Frontalzone durch.

Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Omegablase bringt trockenes und warmes Frühlingswetter
Die Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells berechnet eine klassische Erhaltungsneigung des Hochdrucksystems, was auch den Frühling bis auf Weiteres erhalten kann.
Das Hochdrucksystem bläht sich bis zum 6. März weiter auf und etabliert sich mit einer Omegaformation im Schwerpunkt über Osteuropa. Dieser Schwerpunkt verlagert sich bis zum 14. März weiter in Richtung Mitteleuropa und lässt die atlantische Frontalzone weiterhin voll auf das Blockadehoch über Mitteleuropa auflaufen.
Ungewöhnlich warmes Wetter über Deutschland
Die atlantische Frontalzone tobt regelrecht, findet jedoch keinen Weg nach Mitteleuropa. Infolge daraus stellt sich in Kombination mit dem Hoch eine stramme Südwestanströmung der Luftmassen ein, was die Temperaturen am 6. März auf +14 bis +18 Grad und örtlich auf bis zu +20 Grad ansteigen lassen kann. Bis zum 13. März erhält sich mit +14 bis +18 Grad und örtlich bis zu +21 Grad das frühlingshafte Temperaturspektrum. Mit nennenswertem Niederschlag ist bis Mitte März nicht zu rechnen.

Auf den Punkt gebracht: Der Durchbruch des Frühlings
Beide Vorhersage-Modelle stützen ein gigantisches Hochdrucksystem über Mitteleuropa und somit den Durchbruch des Frühlings im März. Bei Temperaturen von +12 bis +16 Grad und phasenweise bis +20 Grad und mehr ist nicht mit nennenswertem Niederschlag zu rechnen.
Welches Wetter wahrscheinlich ist
Die Kontrollläufe haben in den vergangenen 24 Stunden eine weitere Korrektur nach oben erfahren. Liegt die Temperaturanomalie aktuell zwischen +9 und +12 Grad, so geht diese bis zum 4. März auf eine Anomalie von +4 bis +6 Grad zurück und pendelt sich vom 10. bis 15. März im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert auf eine Differenz von +2 bis +4 Grad ein. Also ja, die erste März-Hälfte wird nicht nur deutlich zu warm, sondern über weite Strecken frühlingshaft ausfallen können. Spätwinterliche Signale bleiben in den Kontrollläufen zwar erhalten, doch spielen diese mit einer Wahrscheinlichkeit von 19 Prozent eine untergeordnete Rolle.
Die Niederschlagssignale sind im Zeitraum vom 1. bis 15. März schwacher Ausprägung. Etwas Niederschlag ist somit zu erwarten, was mit dem Auflaufen der Frontalzone zu begründen ist. Phasenweise kann es einem Ausläufer - wie am Wochenende - gelingen, mit seinen Wolken- und Niederschlagsfeldern das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz zu beeinflussen. Viel an Niederschlag wird jedoch nicht zusammenkommen. Schaun mer mal.

| Datum | Temperaturspektrum | Temperaturmittelwert |
|---|---|---|
| 4. März 2026 | +5 bis +17 Grad | +10 bis +13 Grad |
| 8. März 2026 | +0 bis +18 Grad | +9 bis +11 Grad |
| 13. März 2026 | -0 bis +18 Grad | +9 bis +11 Grad |

Wetterdaten März 2026
Top-10 Extremwerte März 2026
-
Wert Datum Station Bundesland 19,9 07.03.2026 Michelstadt Hessen 19,7 07.03.2026 Weiskirchen - Saar Saarland 19,6 05.03.2026 Waltrop-Abdinghof Nordrhein-Westfalen 19,6 06.03.2026 Bochum Nordrhein-Westfalen 19,6 06.03.2026 Wuppertal-Buchenhofen Nordrhein-Westfalen 19,5 07.03.2026 Eschwege Hessen 19,5 07.03.2026 Trier-Zewen Rheinland-Pfalz 19,4 05.03.2026 Bochum Nordrhein-Westfalen 19,4 07.03.2026 Andernach Rheinland-Pfalz 6,8 07.03.2026 20098 -
Wert Datum Station Bundesland -10,3 04.03.2026 Zugspitze Bayern -6,7 05.03.2026 Barth Mecklenburg-Vorpommern -6,4 05.03.2026 Muskau, Bad Sachsen -6,4 05.03.2026 Sohland - Spree Sachsen -5,8 05.03.2026 Coschen Brandenburg -5,7 05.03.2026 Genthin Sachsen-Anhalt -5,6 05.03.2026 Schipkau-Klettwitz Brandenburg -5,4 05.03.2026 Steinhagen-Negast Mecklenburg-Vorpommern -5,2 05.03.2026 Karlshagen Mecklenburg-Vorpommern -5,1 05.03.2026 Baruth Brandenburg -
Wert Datum Station Bundesland 29,2 06.03.2026 Plößberg-Liebenstein (Speicher) Bayern 10,9 07.03.2026 Norden-Leybuchtpolder Niedersachsen 9,6 07.03.2026 Cuxhaven Niedersachsen 9,5 07.03.2026 Dornum Niedersachsen 7,1 07.03.2026 List auf Sylt Schleswig-Holstein 6,5 07.03.2026 Elpersbüttel Schleswig-Holstein 6,4 07.03.2026 Wittmund-Carolinensiel Niedersachsen 5,8 07.03.2026 Bordesholm Schleswig-Holstein 4,9 07.03.2026 Itzehoe Schleswig-Holstein 4,0 01.03.2026 Haidmühle-Bischofsreut Bayern -
Wert Station Bundesland 29,2 Plößberg-Liebenstein (Speicher) Bayern 10,9 Norden-Leybuchtpolder Niedersachsen 9,6 Cuxhaven Niedersachsen 9,5 Dornum Niedersachsen 7,3 List auf Sylt Schleswig-Holstein 6,5 Elpersbüttel Schleswig-Holstein 6,5 Wittmund-Carolinensiel Niedersachsen 5,9 Bordesholm Schleswig-Holstein 4,9 Itzehoe Schleswig-Holstein 4,0 Haidmühle-Bischofsreut Bayern -
Wert Station Bundesland 0,0 Abtsgmünd-Neubronn Baden-Württemberg 0,0 Abtsgmünd-Untergröningen Baden-Württemberg 0,0 Achern-Fautenbach Baden-Württemberg 0,0 Achim-Embsen Niedersachsen 0,0 Adelsdorf (Kläranlage) Bayern 0,0 Ahlden-Grethem Niedersachsen 0,0 Ahrensfelde Brandenburg 0,0 Aitrang Bayern 0,0 Großenkneten Niedersachsen 0,0 Hollenbach - Bayern-Schönbach Bayern -
Wert Datum Station Bundesland 81,4 01.03.2026 Leuchtturm Kiel Schleswig-Holstein 77,8 01.03.2026 Arkona Mecklenburg-Vorpommern 76,0 01.03.2026 Brocken Sachsen-Anhalt 75,6 02.03.2026 UFS Deutsche Bucht Hamburg 73,1 01.03.2026 Schwerin Mecklenburg-Vorpommern 70,9 01.03.2026 Boltenhagen Mecklenburg-Vorpommern 70,9 01.03.2026 Gülzow-Prüzen Mecklenburg-Vorpommern 68,0 01.03.2026 Barth Mecklenburg-Vorpommern 66,6 01.03.2026 Sukow-Levitzow Mecklenburg-Vorpommern 65,2 01.03.2026 Leuchtturm Alte Weser Niedersachsen -
Wert Station Bundesland 71,3 Leipzig - Halle Sachsen 70,9 Weimar-Schöndorf Thüringen 70,9 Neuhaus am Rennweg Thüringen 70,5 Königshofen, Bad Bayern 70,4 Erfurt-Weimar Thüringen 70,4 Aubstadt Bayern 70,3 Langenlipsdorf Brandenburg 70,1 Lauchstädt, Bad Sachsen-Anhalt 70,1 Wasserkuppe Hessen 70,1 Wittenberg Sachsen-Anhalt -
Wert Station Bundesland 15,8 Großenkneten Niedersachsen 26,5 Chemnitz Sachsen 27,1 Wolfach Baden-Württemberg 27,3 Würzburg Bayern 30,3 Gießen - Wettenberg Hessen 33,5 Konstanz Baden-Württemberg 34,1 Neuburg - Kammel-Langenhaslach Bayern 34,7 Günzburg Bayern 35,3 Altomünster-Maisbrunn Bayern 35,3 Mittenwald - Obb. Bayern
Die aktuelle Durchschnittstemperatur im März 2026 beträgt 6,9 °C. Die Temperaturanomalie beträgt im Vergleich zum vieljährigen Klimamittelwert von 1961/90 aktuell 3,5 °C (91/20 2,2 °C). Am 07.03.2026 konnte mit 19,9 °C über Michelstadt (Hessen) die höchste und am 04.03.2026 mit -10,3 °C über Zugspitze (Bayern) die tiefste Temperatur registriert werden. Das wärmste Bundesland ist mit einer durchschnittlichen Temperatur von 9,3 °C Nordrhein-Westfalen. Frischer ist der März 2026 mit einem Durchschnittswert von 5,6 °C bisweilen über Bayern.
Im März 2026 konnte bis zum heutigen Tag eine Niederschlagssumme von 0,2 l/m² registriert werden. Der Sollwert zum Klimamittelwert von 1961/90 wurde zu 0 % erfüllt. Regentage mit mehr als 1 l/m² Regen gab es an 0 Tagen.
Die Sonnenscheindauer konnte mit rund 61,1 Stunden ihren Sollwert von 111,3 Stunden zu 55 % erfüllen. Den meisten Sonnenschein gab es mit 71,3 Stunden über der Leipzig - Halle (Sachsen). Vergleichsweise wenig Sonnenschein gab es mit 15,8 Stunden über der Großenkneten (Niedersachsen).

