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Wetter Frühling und Sommer 2026 - Das ist vom Frühling- und Sommerwetter zu erwarten

| M. Hoffmann

Die Wetterlage im Winter war überwiegend gestört. Die Hintergrundmodulation des QBO-Ost schwächte den Polarwirbel von Anfang an und die typischen Westwetterlagen blieben aus. Zudem ist im Februar ein Major-Warming in Stratosphärenhöhe zu erwarten. Solche Rahmenbedingungen können sich weit bis in den Frühling hineinziehen und so auch die Grundlagen für den Sommer schaffen. Und da der meteorologische Frühling mit dem März beginnt, wird es Zeit für die Frage: Wie wird der Frühling und wie das Wetter im Sommer 2026? Spätwinter, Märzwinter und kühler Sommer oder neue Hitze und Dürre?

Wie wird das Wetter im Frühling und wie im Sommer 2026?
Wie wird das Wetter im Frühling und wie im Sommer 2026?

Der Winter war bislang im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert von 1961 bis 1990 mit einer Anomalie von +0,8 Grad zu warm. Verglichen mit dem neueren, wärmeren Mittelwert von 1991 bis 2020 war der Winter bislang mit einer Differenz von rund -0,48 Grad normal. Der Winter sucht im Februar im Moment noch nach seiner Richtung und schwankt zwischen einer hochwinterlichen Nordwetterlage und einer ungewöhnlich warmen Südanströmung der Luftmassen.

Auffällig war in den vergangenen Monaten zudem das Ausbleiben zonaler Wetterlagen, die den Winter nicht wesentlich prägen konnten. Stattdessen dominierten hochdruckgeprägte Großwetterlagen das Wetter über Deutschland. Auffällig war jedoch die Position der Hochdruckgebiete, welche von November bis Februar über den nördlichen Breiten die Frontalzone blockierten.

Anomalie Großwetterlage November 2025 bis Februar 2026
Anomalie Großwetterlage November 2025 bis Februar 2026 © www.noaa.gov

Die Anzahl der Schneetage liegt derzeit bei 21,2 Tagen - normal wären in einem durchschnittlichen Winter 34,9 Tage. Blockadehochs, welche die Tiefdrucksysteme blockieren, haben über Deutschland nur wenig Niederschlag gebracht und so wurde das vieljährige Niederschlagssoll im Winter erst zu 41,6 Prozent erfüllt. Insgesamt hat der Winter im Februar etwas aufzuholen, doch blickt man auf die aktuellen Winterprognosen, so steht der Winter im Moment auf der Kippe.

Doch hat dies auch Auswirkungen auf den Sommer? Und überhaupt, warum sprechen wir jetzt schon über das Wetter im Sommer 2026? Nach vielfachem Wunsch unserer Leser lassen wir auch in diesem Jahr den Frühling ausfallen und packen ihn direkt mit in die Rubrik Sommer. Dies wird über die Frühlingsmonate hinweg entsprechend gekennzeichnet (ähnlich wie im Herbst und Winter). Da der meteorologische Frühling am 1. März beginnt, ist es höchste Zeit, einen ersten Blick auf das Wetter im Frühling und Sommer zu riskieren.

Auffällig waren im Frühling, Sommer und Herbst 2025 die hochdruckdominierten Wetterlagen, die von Störimpulsen durchsetzt waren. Der Frühling war dadurch extrem, der Sommer leicht zu trocken und der Herbst etwas zu nass.

Ein Blick auf den Dürremonitor spiegelt die aktuelle Situation gut wider. Das pflanzenverfügbare Wasser ist als gut zu bewerten, da die Pflanzen im Moment nur wenig Wasser benötigen. Anders die Situation im Ober- und Gesamtboden, hier herrscht ein deutliches bis extremes Defizit vor. Das Niederschlagsverhalten im Februar wird somit richtungsweisend dafür sein, ob der Vegetationsstart im Frühling für die Natur entspannt oder angespannt verlaufen wird.

Aktueller Dürremonitor Deutschland - Stand Februar 2026
Aktueller Dürremonitor Deutschland - Stand Februar 2026 © Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - www.ufz.de

Wie wird das Sommerwetter?

Eigentlich wäre es mal wieder an der Zeit für einen normalen oder vielleicht auch zu kalten Sommer. Doch seit über 29 Jahren wartet man vergeblich darauf. Die Wahrscheinlichkeiten und auch die Statistiken sprechen eine klare Sprache - im Vergleich zum Klimamittelwert von 1961 und 1990 wird das Wetter im Sommer 2026 mit hoher Wahrscheinlichkeit zu warm ausfallen.

Noch gravierender wird es, wenn man nur die letzten 20 Jahre betrachtet. Im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert von 1961 bis 1990 waren in 100 Prozent der Fälle diese Sommer zu warm. Zwar hält sich das Wetter nicht immer an die Statistik, aber das Ergebnis ist signifikant und überwältigend! Betrachtet man den - wärmeren - Klimamittelwert von 1991 bis 2020, so war in 5 Prozent der Fälle das Wetter im Sommer zu kalt, in 40 Prozent zu warm und in 55 Prozent normal.

Im Trend zu warm

Blickt man noch weiter in die Vergangenheit, so waren die letzten 29 Sommer gegenüber dem langjährigen Mittelwert (1961–1990) durchweg zu warm (Abweichung ≥ 0 Grad). Mit anderen Worten formuliert gibt es heute eine Generation der unter 30 Jährigen, die einen normalen Sommer noch nicht erlebt hat.

Anders sieht es in der Betrachtung der Frühlingsmonate aus, wo es auch schon zu kaltes oder normales Frühjahreswetter wie 2013 oder 2021 (-0,98 Grad; -0,46 Grad) gegeben hat. Unter dem Strich aber sind auch die Frühlingsmonate in den vergangenen Jahren zu warm ausgefallen. Insofern ist eine Wetterprognose für den Sommer 2026 - aus statistischer Sicht - mit einer grundsätzlich positiven Temperaturanomalie zu begründen. Da braucht man kein Wetterexperte zu sein.

Was spricht für ein normales Wetter?

Interessant war im Sommer 2023, 2024 und 2025 das Strömungsmuster, welches 2023 noch mit einer dauerhaft gestörten Zirkulation oder einem meridionalen Strömungsmuster phasenweise zu ausgeprägten Hitze- und Dürreperioden führte. Im Sommer 2024 und 2025 waren es die Störimpulse innerhalb des Hochdruckkonstruktes, die für kühle und regnerische Phasen sorgen konnten. Letztlich haben die warmen Anteile überwogen.

Die Top 10 Sommer
Position Sommer Temperatur Abweichung (61/90)
1200319,65 Grad+3,45 Grad
2201819,29 Grad+3,00 Grad
3201919,24 Grad+2,94 Grad
4202219,22 Grad+2,92 Grad
5202318,51 Grad+2,23 Grad
5202418,48 Grad+2,20 Grad
7194718,48 Grad+2,18 Grad
8199418,38 Grad+2,08 Grad
9199218,36 Grad+2,06 Grad
10201518,35 Grad+2,05 Grad

Hohe Sonnenaktivität - Auswirkungen auf das Wetter über Deutschland

Nun ist es aber in diesem Jahr so, dass die Sonnenaktivität 2025 ihr Maximum erreicht hat und bis 2031 ihrem nächsten Tiefpunkt entgegenstrebt. Im Sommer 2026 ist mit einer ähnlich hohen Sonnenaktivität wie 2025 zu rechnen.

Der rund 11-jährige Sonnenzyklus beschreibt den regelmäßigen Wechsel zwischen Phasen geringer und hoher Sonnenaktivität, messbar an der Anzahl der Sonnenflecken. Sein Einfluss auf die Großwetterlagen wirkt dabei nicht direkt, sondern über mehrere atmosphärische Zwischenschritte - insbesondere über die Stratosphäre.

Während Phasen erhöhter Sonnenaktivität - also in der Annäherung an ein Sonnenmaximum - nimmt die UV-Strahlung zu. Diese wird vor allem in der Stratosphäre absorbiert und führt dort zu einer Erwärmung, insbesondere über den Tropen. In der Folge verstärken sich Temperaturgegensätze in der oberen Atmosphäre, was den subtropischen Jetstream stabilisieren kann. Über mehrere Monate hinweg begünstigt dies eher zonale Wetterlagen, bei denen Tiefdruckgebiete zügig vom Atlantik nach Europa ziehen und so einen durchwachsenen Sommer wahrscheinlicher machen.

Anmerkung: Der solare Einfluss wirkt stets indirekt und entfaltet sich nur im Zusammenspiel mit anderen Faktoren wie ENSO, QBO, dem Zustand des Polarwirbels und dem Zeitpunkt des Final-Warmings. Ein Sonnenmaximum erhöht somit Wahrscheinlichkeiten, ist aber kein Garant für bestimmte Wetterlagen.

Aktuelle Sonnenaktivität - Stand Februar 2026
Aktuelle Sonnenaktivität - Stand Februar 2026 © www.spaceweatherlive.com

Die Aktivität der Sonne hat nur wenig Einfluss auf die Temperaturen im Sommer

Betrachtet man die Temperaturen in einem Sommer zum jeweiligen Sonnenfleckenminimum, fällt zunächst auf, dass die Temperaturabweichungen keiner klaren Systematik folgen. Sowohl leicht unterdurchschnittliche als auch deutlich überdurchschnittliche Sommer treten in unmittelbarer Nähe eines Minimums auf. Eine statistisch belastbare Signifikanz lässt sich daraus nicht ableiten.

Besonders auffällig ist, dass sich die Streuung der Werte mit der Zeit vergrößert. Während ältere Minima noch nahe am Referenzzeitraum 1961-1990 liegen, stechen die Sommer 2008 und vor allem 2020 deutlich nach oben heraus. Das spricht weniger für einen solaren Einfluss als vielmehr für den überlagernden Trend der globalen Erwärmung, der das Signal des Sonnenzyklus zunehmend überdeckt.

Temperaturabweichungen Sommer zum Sonnenfleckenminimum in Abhängigkeit zum vieljährigen Mittelwert von 1961 bis 1990
Sommer Temperatur Abweichung
1964 +16,95 Grad +0,65 Grad
1976 +17,62 Grad +1,36 Grad
1986 +16,4 Grad +0,14 Grad
1996 +16,26 Grad -0,01 Grad
2008 +17,43 Grad +1,16 Grad
2020 +18,18 Grad +1,9 Grad

Ein zu kaltes Wetter?

Nun gibt es aber auch die Jahre nach dem Minimum einer Sonnenaktivität und da lässt sich eine Singularität feststellen. Nimmt die Sonnenaktivität wieder zu, war der Sommer nach dem Durchschreiten des Minimums häufig kühler aufgestellt (Westwetterlagen). Rechnet man die Klimaerhitzung dazu, wurde dieser Effekt in den letzten drei Zyklen jedoch komplett aufgehoben. Zu stark wirkt sich das Phänomen der Klimaerhitzung aus.

Temperaturabweichungen Sommer nach Durchschreiten des Sonnenfleckenminimums in Abhängigkeit zum vieljährigen Mittelwert von 1961 bis 1990
Sommer Temperatur Abweichung
1965 +15,14 Grad -1,6 Grad
1977 +15,95 Grad -0,31 Grad
1987 +15,44 Grad -0,81 Grad
1997 +17,62 Grad +1,35 Grad
2009 +17,15 Grad +0,89 Grad
2023 +18,52 Grad +2,2 Grad

Sommer zu kalt? Das geht nur mit Tiefdrucksystemen!

Nur wenn die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik entsprechend hoch ist und immer wieder von Neuem Regengebiete über Mitteleuropa hinwegführt oder sich ein zentrales Tiefdruckgebiet über Skandinavien positioniert und Tendenzen zum Austrogen aufweist, hat das Sommerwetter eine höhere Wahrscheinlichkeit, normal bis kalt auszufallen.

Da im Winter bislang keine zonal ausgerichtete Großwetterlage zu beobachten war, stehen die Chancen nicht sonderlich gut, dass sich das im Frühling und Sommer ändern wird. Anders formuliert ist ein zu kalter oder normaler Sommer im Vergleich zu 1961 und 1990 fast schon ein Ding der Unmöglichkeit.

Doch Vorsicht - das bedeutet nicht, dass der Frühling und Sommer auch zu trocken ausfallen werden. Denn auch 2026 ist mit einer erhöhten Aktivität von Störimpulsen zu rechnen. Was Störimpulse sind? Eingelagerte Tiefdrucksysteme, welche den Aufbau einer stabilen Wetterlage verhindern, verzögern oder beeinträchtigen können.

Der Durchschnitts-Sommer in Deutschland

Der langjährige Temperaturwert von 1961 und 1990 beträgt im Sommer +16,3 Grad und ist in den letzten 30 Jahren um +1,3 Grad wärmer geworden. Im Schnitt hat der Sommer eine Niederschlagssumme von 239 l/m² vorzuweisen. Die Sommer der aktuellen Dekade waren um +1,5 Grad und die der letzten Dekade um +1,3 Grad zu warm.

Temperatur (ohne Nachtwerte), Regen, Regentage, Sonne, Sommer- und Hitzetage gegenüber dem Mittelwert 1961 und 1990. In Klammer der Mittelwert von 1991 und 2020
Region Temperatur
(Grad)
Regen
(l/m²)
Regentage
(>1 l/m²)
Sonne
(Stunden)
Sommertage
(Tage)
Hitzetage
(Tage)
Deutschland +24,2
(+25,5)
237
(240)
31,8
(31,5)
613,7
(653,6)
22,8
(32,3)
4,0
(8,3)

Die normalen Temperaturen im Sommer

Da alle unter 30-Jährigen noch keinen normalen Sommer erlebt haben - welche Tageswerte wären bei einem normalen Sommerwetter zu erwarten? Häufiger erreichen die Temperaturen +20 bis +25 Grad, seltener mal bis +30 Grad und an wenigen Tagen auch darüber. Wüstentage mit mehr als +35 Grad gab es so gut wie gar nicht und sind eine Ausnahme.

Aufgrund dieser Daten kann man sich gut vorstellen, dass viele Menschen einen normalen Sommer als deutlich zu kalt empfinden würden. Weitere Daten und Fakten zum Sommer.

Zusammenhang zwischen Winter, Frühling und Sommer?

Einen belastbaren, linearen Zusammenhang gibt es nicht - zumindest nicht in dem Sinne, dass ein kalter Winter automatisch einen warmen oder kühlen Sommer nach sich zieht. Auf meteorologischer und klimatologischer Ebene sind Winter und Sommer in Mitteleuropa weitgehend entkoppelt.

Die großräumigen Zirkulationsmuster unterscheiden sich grundlegend: Im Winter dominiert die Dynamik der Frontalzone, des Polarwirbels und der atlantischen Westdrift, während im Sommer bodennahe Prozesse, die Lage der subtropischen Hochdruckzone sowie thermische Gegensätze eine deutlich größere Rolle spielen.

Es existieren zwar schwache statistische Tendenzen, etwa dass schneereiche Winter in Osteuropa im darauffolgenden Frühjahr die Bodenfeuchte erhöhen und dadurch frühsommerliche Hitze etwas dämpfen können. Dieser Effekt ist jedoch regional begrenzt, zeitlich kurzlebig, beliebig und wird häufig durch andere Faktoren - etwa Meeresoberflächentemperaturen im Atlantik, die NAO oder blockierende Hochdrucklagen - vollständig überlagert.

Auch das oft zitierte Argument der Energiebilanz hält einer genaueren Betrachtung nicht stand: Die Atmosphäre merkt sich den Winter nicht. Spätestens im späten Frühjahr ist der Einfluss des vorangegangenen Winters weitgehend verschwunden.

Mit anderen Worten formuliert: Kalte, normale oder warme Winter sagen nichts Verlässliches über den folgenden Sommer aus - und umgekehrt. Jede Jahreszeit folgt ihren eigenen dynamischen Regeln.

Wetterprognose Frühling und Sommer 2026 der Langfristmodelle

Langfristprognosen sind mit einem hohen Maß an Skepsis zu bewerten, doch zeigen diese das Potenzial des Wettertrends auf. Wird bspw. ein Monat in Zeiten der Klimaerhitzung zu kalt simuliert, so lohnt es sich, das einmal genauer anzuschauen, warum die Berechnungen zu einem solchen Ergebnis kommen.

Der Frühling nach dem Deutschen Wetterdienst

Das Langzeitmodell des Deutschen Wetterdienstes berechnet das Wetter im Frühling 2026 mit einer Wahrscheinlichkeit von 74 Prozent zu warm, 20 Prozent normal und 6 Prozent zu kalt.

In der Niederschlagsprognose zeigt sich eine Wahrscheinlichkeit von 43 Prozent für zu trocknes, für 34 Prozent normales und 23 Prozent zu nasses Wetter.

Wettertrend der NASA zum Frühling und Sommer

Der Frühling soll nach der Langfristprognose der NASA im Vergleich zum Mittelwert von 1961 bis 1990 um +1,0 bis +2,0 Grad zu warm ausfallen können. Nach dem neuen - wärmeren - Mittelwert liegt die Abweichung zwischen -0,2 und +0,8 Grad. Die Niederschlagsprognose ist gegenüber dem Sollwert als leicht zu nass zu bewerten.

Für das Wetter im Sommer 2026 berechnet die NASA eine Abweichung der Temperaturen im Vergleich zu 1961 bis 1990 von +1,5 bis +3,0 Grad im normalen bis zu warmen Bereich. Im Vergleich zu 1991 bis 2020 liegt die Abweichung zwischen +0,2 und +1,7 Grad im normalen bis zu warmen Spektrum. Die Niederschlagsprognose zeigt sich durchwachsen und am Ende leicht zu nass.

Wetterprognose Frühling und Sommer des europäischen Vorhersagemodells

Nach der Langfristprognose des europäischen Wettermodells zeichnet sich ein mit +0,5 bis +1,5 Grad normaler bis zu warmer Verlauf des Frühlings ab. Im Vergleich zu 1991 bis 2020 liegt die Abweichung mit -0,7 und +0,3 Grad im normalen bis leicht zu kühlen Bereich. Die Niederschlagsprognose ist durchwachsen und am Ende als normal gegenüber dem vieljährigen Sollwert zu bewerten.

Ein ähnliches Bild zeichnet sich für das Wetter im Sommer ab. Im Vergleich zu 1961 bis 1990 um +0,5 bis +1,5 Grad zu warm und im Vergleich zu 1991 bis 2020 mit einer Differenz von -0,8 und +0,2 Grad tendenziell normal bis etwas zu kalt. In der Niederschlagbetrachtung wird der Sommer neutral simuliert.

Wettervorhersage nach dem CFSv2-Modell

Der Frühling soll nach diesen Berechnungen im Vergleich zu 1961 bis 1990 um +0,5 bis +1,5 Grad normal bis etwas zu warm ausfallen können. Im Vergleich zur wärmeren Periode von 1991 bis 2020 soll die Abweichung -0,7 und +0,3 Grad betragen. Die Niederschlagsentwicklung weist keine sonderlichen Auffälligkeiten auf.

Das Sommerwetter wird mit einer Abweichung von +1,5 bis +2,5 Grad im Vergleich zu 1961 bis 1990 zu warm simuliert. Im Vergleich zu 1991 bis 2020 können die Werte mit einer Differenz von +0,2 bis +1,2 Grad zu warm ausfallen. In der Niederschlagsbetrachtung gibt es gegenüber dem vieljährigen Mittelwert keine Auffälligkeiten.

Diagramm der Temperaturentwicklung Frühling und Sommer 2026
Diagramm der Temperaturentwicklung Frühling und Sommer 2026 © www.spaceweatherlive.com

Das Spektrum ist noch breit gestreut und ein Hitze- oder Dürresommer ist in der Fläche nicht zu erkennen. Sehr wohl aber ein zu warmer Frühling und Sommer. Wie wir das Sommerwetter einschätzen? Sollte sich das meridionale oder gradientenschwache Muster im Frühling erneut durchsetzen, werden sich gemäßigt kühle (nicht kalte) und heiße Wetterphasen abwechseln, wobei die zu warmen Phasen überwiegen. Die Übergänge von warm auf heiß und zurück auf normal können mit Unwettern einhergehen. Am Ende ist ein erneut zu warmer Sommer zu erwarten.

In den kommenden Tagen werden weitere Tabellen, Berechnungen und Hintergründe hinzugefügt. Anschließend werden in regelmäßigen Abständen diese Witterungstrends für das Wetter im Frühling und Sommer 2026 erneuert und ergänzt - zunächst unregelmäßig und ab dem 20. Februar erfolgt eine tägliche Aktualisierung in Form von Wetterprognosen und Wettervorhersagen.

Wetterdaten Juli 2026

Wetter- und Klimabilanz für Deutschland im Juli 2026.
Abweichung/Sollerfüllung zum vieljährigen Klimamittel:
1961/1990 1991/2020

Ø Temp. 20,0 °C +3,1 °C +1,7 °C
Sonne (Ø) 160,2 h 76 % 71 %
Niederschlag (Ø) 28,67 mm 36 % 32 %
Wind (Ø) 12,8 km/h
Max. Temp. 36,6 °C Rheinfelden
Min. Temp. -1,5 °C Zugspitze
Max. Böe 130,3 km/h Nürnberg
Max. 24h Niederschlag 80,7 mm Blumberg-Randen
Sommertage 11.04 123 % 87 %
Hitzetage 2.76 141 % 77 %
Tropennächte 0.09
Wüstentage 0.02

Top-10 Extremwerte Juli 2026

  • Wert Datum Station Bundesland
    36,6 11.07.2026 Rheinfelden Baden-Württemberg
    36,1 14.07.2026 Rheinfelden Baden-Württemberg
    35,9 13.07.2026 Waghäusel-Kirrlach Baden-Württemberg
    35,8 13.07.2026 Ohlsbach Baden-Württemberg
    35,5 11.07.2026 Müllheim Baden-Württemberg
    35,4 10.07.2026 Rheinfelden Baden-Württemberg
    35,4 13.07.2026 Rheinau-Memprechtshofen Baden-Württemberg
    35,4 13.07.2026 Wolfach Baden-Württemberg
    35,3 13.07.2026 Rheinfelden Baden-Württemberg
    13,1 18.07.2026 20098
  • Wert Datum Station Bundesland
    -1,5 02.07.2026 Zugspitze Bayern
    4,5 04.07.2026 Meßstetten-Appental Baden-Württemberg
    5,5 04.07.2026 Brocken Sachsen-Anhalt
    6,1 04.07.2026 Gilserberg-Moischeid Hessen
    6,4 04.07.2026 Carlsfeld Sachsen
    6,6 04.07.2026 Lobenstein, Bad Thüringen
    6,6 04.07.2026 Wernigerode-Schierke Sachsen-Anhalt
    6,6 11.07.2026 Deutschneudorf-Brüderwiese Sachsen
    6,7 04.07.2026 Königshofen, Bad Bayern
    6,8 04.07.2026 Elster, Bad-Sohl Sachsen
  • Wert Datum Station Bundesland
    80,7 15.07.2026 Blumberg-Randen Baden-Württemberg
    69,7 17.07.2026 Bleckede-Walmsburg Niedersachsen
    69,4 13.07.2026 Wittendörp-Dodow Mecklenburg-Vorpommern
    66,3 14.07.2026 Untrasried-Maneberg Bayern
    65,6 17.07.2026 Aschersleben-Mehringen Sachsen-Anhalt
    59,0 14.07.2026 Schwarzatal-Lichtenhain - Bergbahn Thüringen
    58,8 17.07.2026 Weisendorf-Oberlindach Bayern
    56,9 17.07.2026 Kalchreuth Bayern
    56,2 14.07.2026 Sonthofen (Flussmeisterstelle) Bayern
    54,8 01.07.2026 Attenkam Bayern
  • Wert Station Bundesland
    140,1 Jachenau-Tannern Bayern
    136,7 Ettal-Linderhof Bayern
    132,0 Sonthofen (Flussmeisterstelle) Bayern
    130,7 Oy-Mittelberg-Petersthal Bayern
    130,6 Marienberg Sachsen
    123,4 Oy-Mittelberg - Grüntensee Bayern
    123,2 Unterjoch Bayern
    121,9 Obere Firstalm - Schlierseer Berge Bayern
    120,9 Untrasried-Maneberg Bayern
    119,2 Ottobeuren Bayern
  • Wert Station Bundesland
    0,0 Alfter-Volmershoven Nordrhein-Westfalen
    0,0 Eppenrod Rheinland-Pfalz
    0,0 Hellenthal-Udenbreth Nordrhein-Westfalen
    0,0 Idstein Hessen
    0,0 Kreuztal-Eichen Nordrhein-Westfalen
    0,0 Marktheidenfeld Bayern
    0,0 Neuss (Kläranlage Ost) Nordrhein-Westfalen
    0,0 Ranstadt-Ober-Mockstadt Hessen
    0,0 Thüngersheim Bayern
    0,0 Winden Baden-Württemberg
  • Wert Datum Station Bundesland
    130,3 14.07.2026 Nürnberg Bayern
    126,7 16.07.2026 Mühlacker Baden-Württemberg
    125,3 15.07.2026 Friedrichshafen Baden-Württemberg
    105,1 13.07.2026 Hannover Niedersachsen
    104,4 16.07.2026 Kandern-Gupf Baden-Württemberg
    101,9 07.07.2026 Brocken Sachsen-Anhalt
    99,7 17.07.2026 Altmühlsee Bayern
    95,8 03.07.2026 Greifswalder Oie Mecklenburg-Vorpommern
    95,4 16.07.2026 Lindau (SWN) Bayern
    95,0 16.07.2026 Feldberg - Schwarzwald Baden-Württemberg
  • Wert Station Bundesland
    213,0 Tholey Saarland
    212,3 Perl-Sinz-Renglischberg Saarland
    209,7 Kandern-Gupf Baden-Württemberg
    208,2 Weiskirchen - Saar Saarland
    207,1 Perl-Nennig Saarland
    205,6 Müllheim Baden-Württemberg
    205,2 Rheinfelden Baden-Württemberg
    204,2 Saarbrücken-Burbach Saarland
    203,7 Hornisgrinde Baden-Württemberg
    203,6 Neunkirchen-Wellesweiler Saarland
  • Wert Station Bundesland
    72,5 Friesoythe-Altenoythe Niedersachsen
    113,6 Zugspitze Bayern
    114,8 Helgoland Schleswig-Holstein
    116,0 Wangerland-Hooksiel Niedersachsen
    116,2 Spiekeroog (SWN) Niedersachsen
    119,6 Hamburg-Fuhlsbüttel Hamburg
    120,1 Leuchtturm Alte Weser Niedersachsen
    120,5 Dörpen Niedersachsen
    120,5 UFS TW Ems Hamburg
    121,1 Gardelegen Sachsen-Anhalt

Die aktuelle Durchschnittstemperatur im Juli 2026 beträgt 20,0 °C. Die Temperaturanomalie beträgt im Vergleich zum vieljährigen Klimamittelwert von 1961/90 aktuell 3,1 °C (91/20 1,7 °C). Am 11.07.2026 konnte mit 36,6 °C über Rheinfelden (Baden-Württemberg) die höchste und am 02.07.2026 mit -1,5 °C über Zugspitze (Bayern) die tiefste Temperatur registriert werden. Das wärmste Bundesland ist mit einer durchschnittlichen Temperatur von 22,8 °C Saarland. Frischer ist der Juli 2026 mit einem Durchschnittswert von 18,0 °C bisweilen über Schleswig-Holstein.

Im Juli 2026 konnte bis zum heutigen Tag eine Niederschlagssumme von 28,7 l/m² registriert werden. Der Sollwert zum Klimamittelwert von 1961/90 wurde zu 36 % erfüllt. Regentage mit mehr als 1 l/m² Regen gab es an 4 Tagen.

Die Sonnenscheindauer konnte mit rund 160,2 Stunden ihren Sollwert von 211,9 Stunden zu 76 % erfüllen. Den meisten Sonnenschein gab es mit 213,0 Stunden über der Tholey (Saarland). Vergleichsweise wenig Sonnenschein gab es mit 72,5 Stunden über der Friesoythe-Altenoythe (Niedersachsen).

Stand inkl.: 18.07.2026 || Aktualisiert: 19.07.2026 09:00 Uhr
Daten: Deutscher Wetterdienst

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