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Wetter Sommer 2026 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Hochsommer vor dem Wendepunkt - Modelle berechnen zwei völlig verschiedene Szenarien

| M. Hoffmann

Deutschland gelangt in den kommenden Tagen in den Einflussbereich zweier Wettersysteme. Das eine ist ein Tiefdruckgebiet, welches im Bereich zwischen Island, England und Skandinavien seine Runden dreht und sich bis zum 3. August weiter in Richtung Skandinavien verlagert. Gleichzeitig kann sich über Mitteleuropa eine Hochdruckzone ausbilden, die über Osteuropa bis weit über das westliche Russland reicht. Zwischen diesen beiden Wettersystemen stellt sich eine Südwestwetterlage ein und führt zunächst heiße, später dann schwülwarme bis heiße Luftmassen nach Deutschland. Die Luftmasse destabilisiert, wodurch teils kräftige und lokal auch unwetterartige Gewitter entstehen können. Der weitere Verlauf des Hochsommers wird jedoch maßgeblich davon abhängen, wie sich das Tief über Skandinavien entwickelt und wie sich die Hochdruckzone über Mitteleuropa dazu verhält. Die Vorhersagemodelle liefern hierzu sehr unterschiedliche Berechnungen: Sie reichen von einer Verlängerung des trockenen und warmen bis heißen Sommerwetters bis hin zu einem markanten und nachhaltigen Wetterumschwung mit viel Regen und gemäßigten Temperaturen. Welche dieser Varianten wahrscheinlicher ist, schauen wir uns heute einmal genauer an.

Unwetter ziehen auf und können den weiteren Verlauf  des Hochsommers prägen © Uli Brüderlin
Unwetter ziehen auf und können den weiteren Verlauf des Hochsommers prägen © Uli Brüderlin

Die Hitze macht sich in den kommenden 48 Stunden auf den Weg nach Deutschland und lässt die Temperaturen heute Nachmittag verbreitet auf +30 bis +35 Grad ansteigen, wobei über dem Westen und Südwesten örtlich sogar bis +38 Grad erreicht werden können. Ganz über dem Nordosten bleibt es mit bis +27 Grad hingegen noch etwas frischer.

Am Donnerstag folgt nach einer über dem Süden und Westen verbreitet tropischen Nacht - also einer Nacht, in der die Temperatur nicht unter +20 Grad fällt - tagsüber ein weiterer Hitzeschub mit Werten zwischen +34 und +38 Grad, örtlich sind Temperaturen von bis +39 Grad möglich. Ab den Nachmittagsstunden ziehen von Westen Wolken auf, die nördlich einer Linie zwischen dem Saarland und Hamburg teils kräftige Gewitter auslösen. Diese Gewitter verlagern sich bis Donnerstagabend weiter nach Nordosten. Weiter südlich bleibt die Gewitteraktivität dagegen nur gering ausgeprägt, hier dominiert weiterhin verbreitet der Sonnenschein.

Mit der heranziehenden Gewitterfront frischt der Wind böig und lokal auch stürmisch auf, ansonsten weht er nur schwach und aus unterschiedlichen Richtungen kommend. Im Zuge der Gewitter gehen die Temperaturen deutlich zurück und sinken auf +20 bis +25 Grad.

Nach der Hitze steigt das Unwetterrisiko an

Am Freitag und Samstag verlagert sich das Tiefdrucksystem zwischen Island, England und Skandinavien etwas weiter nach Osten und drängt die Hochdruckzone über Mitteleuropa weiter nach Süden zurück. Die Südwestanströmung bleibt erhalten, wird jedoch zunehmend feuchter, was die Schwüle und die damit einhergehende Gewitteraktivität ansteigen lässt. Bemerkbar macht sich das bereits am Freitag, wenn von Westen starke Bewölkung aufzieht und ab den Nachmittagsstunden über Teilen des Saarlands, von Rheinland-Pfalz und Hessen kräftige Gewitter entstehen. Diese ziehen in der Nacht auf Samstag entlang eines sehr breiten Streifens zwischen dem Saarland und Brandenburg nach Nordosten ab. Neben unwetterartigen Gewittern sind auch schwere Unwetter mit einem hohen Schadenspotenzial möglich. In der instabilen und energiegeladenen Luftmasse lassen sich tornadoähnliche Winde nicht ausschließen. Bis Samstagmittag zieht die Gewitterfront nach Nordosten ab.

Die Temperaturen erreichen am Freitag nördlich einer Linie zwischen Köln und Berlin +20 bis +27 Grad, weiter nach Süden sind +28 bis +35 Grad möglich. Am Samstag gehen die Werte über dem Nordosten mit den abziehenden Gewittern auf bis +17 Grad zurück. Sonst sind +22 bis +26 Grad und südlich einer Linie zwischen dem Saarland und Nürnberg bis +30 Grad zu erwarten.

Im weiteren Verlauf stellt sich zwischen dem Tief über Skandinavien und dem Hochdruckrücken über Mitteleuropa eine Pattsituation ein. Die Südwestwetterlage bleibt erhalten und lässt bei Temperaturen von +27 Grad über dem Norden und bis +36 Grad über dem Süden das schwülwarme bis heiße Sommerwetter weiter andauern. Wer es genauer wissen möchte: Wetter August 2026.

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