Wetter Sommer 2022 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wettertrend: Dem Frühling ist noch nicht zu trauen

Ein nachhaltiger Durchbruch des Frühlings?

Die stürmisch und turbulente Wetterphase endet in den kommenden Tagen und ein Hochdrucksystem dehnt sich in Richtung Europa aus. Gleichzeitig findet innerhalb des Polarwirbels eine Umstrukturierung statt, was einem frühlingshaften Ansatz einen ordentlichen Dämpfer verpassen kann.

Turbulentes Wetter. Am Donnerstag überquert eine markante Kaltfront Deutschland von Nordwest nach Südost und sorgt neben kräftigen Schauer auf für kurze Graupelgewitter. Am Freitag sind mithilfe der Höhenkälte weitere Schauer zu erwarten, die bis auf tiefere Lagen herab als Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer niedergehen können.

Frühlingsluft

Ab dem Wochenende setzt sich über Deutschland ein Hochdrucksystem durch und sorgt bis zum Start in den März für reichlich Sonnenschein und einen trockenen Wettercharakter. Die Temperaturen sinken in den klaren Nächten auf -4 bis +2 Grad ab und steigen am Tage auf +8 bis +12 Grad an. Mancherorts können bis +14 Grad erwartet werden. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter März 2022.

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Wettertrend: Was ist nach einem stürmischen Februar zu erwarten?

Ein rascher Durchbruch des Frühlings?

Eine frühlingshaft milde, oder spätwinterliche Wetterentwicklung - was folgt dem stürmischen Februar nach?

Der Wind pfeift zum Beginn der Woche über Deutschland recht kräftig und kann über den Küstenregionen und den exponierten Lagen zu teils orkanartigen Winden führen. Der Höhepunkt der Windaktivität wird mit dem Durchgang einer Kaltfront in der Nacht auf Montag zu erwarten sein. Auch über tieferen Lagen sind in Schauer- und Gewitternähe schwere Sturmböen und kurzzeitig orkanartige Winde nicht auszuschließen. Es ist weiterhin sinnvoll, die entsprechenden Warnungen zu lesen und zu beachten: Warnlagenbericht | Windprognose | Unwetterwarnungen | Animation Sturmereignis. Der Wind führt kühlere Luftmassen nach Deutschland, was in der Nacht auf Montag und im Tagesverlauf den Spielraum für kurze Graupelgewitter eröffnet.

Im weiteren Wochenverlauf beruhigt sich der Wettercharakter. Der Wind kommt zwar weiterhin ruppig aus überwiegend westlichen Richtungen, doch spielt er nicht mehr die Hauptrolle. Die Temperaturen können zur Wochenmitte mit bis +14 Grad in den frühlingshaft milden Bereich ansteigen, sinken aber zum kommenden Wochenende bereits wieder ab. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Februar 2022.

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Wettertrend Sommer 2022: Deutlich zu warm und durchwachsen?

Ein Sommer mit Höhen und Tiefen

Die aktuelle Sturmwetterlage ist ein klares Indiz der wiedererstarkten Zonalisierung, die mit dem Januar eine 22-monatige Abstinenz gefeiert hat, jetzt aber so richtig loslegen kann. Lässt sich daraus etwas für den Frühling und den Sommer ableiten? Wir haben uns einmal die Langfristprognosen der unterschiedlichen Prognosemodelle näher angeschaut.

Bemerkenswert ist die aktuelle Wetterlage. Man hat das Gefühl, dass die atlantische Frontalzone jetzt alles nachholen will, was ihr mit einer meridionalen Großwetterlage in den letzten Monaten verwehrt wurde. Bis einschließlich Montag ist über Deutschland mit schweren Sturmböen und über den exponierten Lagen und den Küsten von Nord- und Ostsee mit orkanartigen Winden zu rechnen. Mancherorts werden Winde in voller Orkanstärke möglich sein. Es ist sinnvoll, die entsprechenden Warnungen zu lesen und zu beachten: Warnlagenbericht Windprognose | Unwetterwarnungen.

Endet der Winter, bevor er überhaupt begonnen hat?

Auch wenn die aktuelle Witterung im Moment deutlich zu warm ist und über manchen Regionen die +15 Grad-Marke anpeilt, sollte man mit dem Ausruf des Frühlings warten, denn allzu oft halten sich mit einem instabiler werdenden Polarwirbel die Kaltluftausstöße aus nördlichen Richtungen bis Mitte März. Ende März kann es dann nochmals zu Kaltluftausbrüchen kommen, bei denen die Schneefallgrenze bis auf die tieferen Lagen absinken kann.

Ob aber eine spätwinterliche - und damit nasskalte - Wetterphase Einzug halten kann, müsste sich auf dem Atlantik und erst recht im Polarwirbel etwas verändern. Zumindest das Hoch müsste sich nach Norden aufstellen, doch diese Versuche sind - für den Moment - allenfalls als zaghaft zu bewerten. Wahrscheinlicher ist mit Wind, Regen und Werten von +6 bis +12 Grad ein für die Jahreszeit zu milder Start in den meteorologischen Frühling. Wir hatten das heute Nachmittag in der Wetterprognose für das Wetter im März einmal näher erläutert.

Und tatsächlich ist es so, dass die Wetterprognose der Amerikaner heute Abend eine instabile Verfassung des Polarwirbels Anfang März erneut bestätigt. Das dafür verantwortliche Hoch aber, das keilt über Europa und dem westlichen Russland nach Norden auf und lässt die atlantische Frontalzone vollständig auflaufen. Sollte das so eintreten, kann man tatsächlich von einem verfrühten Frühlingsbeginn sprechen, bei der die Temperaturen mit einer kräftigen Südströmung auf +15 bis +20 Grad und örtlich bis +22 Grad ansteigen können. Mit dem Überschreiten der +20 Grad-Marke befindet sich das Temperaturspektrum dann auch schon im frühsommerlichen Bereich.

Mit anderen Worten: da ist noch vieles möglich und das Entwicklungsspektrum schwankt Anfang März zwischen dem Spätwinter und dem Frühsommer. Wahrscheinlicher aber ist und bleibt ein leicht durchwachsener Wettercharakter, bei dem die Temperaturen mit einem Mittelwert von +8 bis +12 Grad und örtlich bis +14 Grad dem Frühling entgegenstreben und dem Spätwinter einen Einzug nach Deutschland nahezu unmöglich machen. Übrigens befindet sich die Wetterprognose der Amerikaner im Vergleich zu den Kontrollläufen - mit Abstand - im deutlich zu warmen Bereich. Möglich ja, wahrscheinlich nein!

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Wie wird der Sommer 2022: Warmer Winter, heißer Sommer?

Wetter Sommer 2022: heiß und trocken oder abwechslungsreich? © Martin Bloch

Der aktuelle Winter ist viel zu warm und die Frage stellt sich, ob es in der Vergangenheit ähnliche Winter gab und lässt sich daraus einen Rückschluss auf das Wetter im Sommer 2022 ableiten? Wir haben die Daten der letzten 100 Jahre einmal ausgewertet.

Warm. Das Wetter war im Dezember um +1,8 Grad zu warm (91/20: +0,8 Grad), der Januar 2022 um +3,3 Grad (91/20: +1,9 Grad) und der Februar ist kurz vor seiner Halbzeit um +3,6 Grad zu warm (91/20: +2,5 Grad). Und in den kommenden Tagen ist nicht mit einem großartigen Wintereinbruch zu rechnen, der in irgendeiner Art und Weise noch zu einer Korrektur beitragen kann. Eher das Gegenteil ist mit unwetterartigen Starkwindereignissen zu erwarten. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose für den Winter 2021/2022.

Der Winter ist erheblich zu warm

Zieht man eine Zwischenbilanz, so war der Winter im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert bislang um +2,7 Grad erheblich zu warm (91/20: +1,5 Grad). Immerhin konnte der Winter sein Niederschlagssoll weitgehend erfüllen und wird im Bereich des vieljährigen Sollwertes landen können. Details blieben aber mit der Starkwindphase noch abzuwarten.

Wir wurden in den letzten Tagen gefragt, welche Auswirkungen ein zu warmer Winter auf den Sommer haben kann - gibt es da überhaupt irgendwelche Zusammenhänge?

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Das Wetter-Jahr 2022 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2022 +2,8 +3,3 +1,9 55,3 l/m² - etwas zu trocken
Februar 2022 +4,5 +4,1 +3,0 84 l/m² - zu nass
März 2022 +5,1 +1,6 +0,5 14,4 l/m² - extrem zu trocken
April 2022 +7,8 +0,4 -1,2 55 l/m² - leicht zu trocken
Mai 2021 +10,4 -1,4 -2,4 96 l/m² - zu nass
Juni 2021 +18,6 +3,6 +2,6 94 l/m² - etwas zu nass
Juli 2021 +18,4 +1,4 +0,0 103 l/m² - zu nass
August 2021 +16,5 -0,06 -1,4 102 l/m² - zu nass
September 2021 +15,2 +1,8 +1,3 36 l/m² - zu trocken
Oktober 2021 +9,65 +0,6 +0,2 46 l/m² - zu trocken
November 2021 +4,9 +0,9 +0,1 48,9 l/m² - zu trocken
Dezember 2021 +2,6 +1,8 +0,8 62 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2022 +5,0 +2,4 +1,1 208,7 l/m² - zu trocken
Temperaturabweichung Deutschland 24 Monate - Klimadiagramm

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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