Wetter Sommer 2021 Wetterprognose vom 2. August - Der Hochsommer klopft an die Türe

Der Sommer wagt sich nach Deutschland vor
Der Sommer wagt sich nach Deutschland vor

Der Sommer klopft mit einem Hochdrucksystem zum Beginn der zweiten Augustdekade an. Ob, wie lange und mit welcher Intensität er sich über Deutschland, Österreich und der Schweiz behaupten kann, hängt aber noch von weiteren Faktoren ab.

Schauerwetter. Beständiges und sonniges Sommerwetter ist in dieser Augustwoche nicht zu erwarten. Zwar zeigt sich hin und wieder die Sonne, doch meist werden es Wolken zu verhindern wissen, dass der Sonnenschein Deutschland auch erreicht. Die Wolken werden zudem dafür verantwortlich sein, dass es immer wieder einen Schauer zu bestaunen geben wird. Kurzum - eine abwechslungsreiche Wetterwoche steht bevor.

Viele Wolken. Gemäßigte Temperaturen

Wenig sommerlich sind auch die Temperaturen. Da fehlt noch etwas, wobei über Brandenburg, Berlin, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt die Werte an, bzw. über die +25 Grad-Marke ansteigen können. Weiter nach Westen pendeln sich die Werte auf +18 bis +24 Grad ein und regnet es länger andauernd, ist bei +15 Grad Schluss. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage zum Wetter August 2021.

Wechselhaftes und nur mäßig warmes Sommerwetter
Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Wechselhaftes und nur mäßig warmes Sommerwetter
© www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Sommerliche Wetteraussichten

Es dauert noch etwas, doch der Wettertrend des europäischen Wettermodells ist seit Tagen beständig, was den Wetterumschwung zum Beginn der zweiten Augustdekade zunehmend wahrscheinlicher macht.

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Gigantische Hochdruckzone

Die Tiefdruckgebiete dominieren das Wetter über Deutschland bis zum 9. August, bevor sich von den Azoren aus ein Hochdruckkeil in Richtung Mitteleuropa auf den Weg macht und zum 10. August bereits eine Verbindung mit einem Hoch über der Barentssee und Karasee eingeht. Diese Hochdruckzone erstreckt sich in ihrem Maximum von den Azoren und dem Mittelmeerraum bis nach Sibirien und geht kurzzeitig eine Querverbindung zu einem Hoch über Alaska ein.

Sommerlich warm, aber unbeständig

Das Problem der Hochdruckzone ist ihre schiere Größe. Damit wird diese angreifbar und die Tiefdrucksysteme werden alles daran setzen, um diese Hochdruckzone - bzw. deren Stabilisierung - zu verhindern. Würde sich das Hoch zentrieren, hätten die Tiefdruckgebiete es bedeutend schwerer sich durchzusetzen. In der aktuellen Wetterprognose kommt es zu einer Pattsituation.

Gradientenschwache Wetterlage mit feucht-warmen und labil geschichteten Luftmassen werden immer wieder für kräftige Schauer und örtlich unwetterartige Gewitter sorgen können. Die Temperaturen erreichen bis zum 10. August +17 bis +23 Grad und können am 12. August +22 bis +26 Grad erreichen, was für die Jahreszeit typisch ist.

Es baut sich eine gigantische Hochdruckzone auf (li.), die sich aber nicht zentralisieren kann und damit den Tiefdrucksystemen eine breite Angriffsfläche bietet
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Es baut sich eine gigantische Hochdruckzone auf (li.), die sich aber nicht zentralisieren kann und damit den Tiefdrucksystemen eine breite Angriffsfläche bietet
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Wettervorhersage nach dem amerikanischen Wettermodell: das unbeständige Sommerwetter

Seit einigen Tagen berechnet die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells einen Keil des Azorenhoch, der sich zum Beginn der zweiten Augustdekade nach Deutschland ausweiten und die Großwetterlage dominieren kann.

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Ein Sommerhoch mit hochsommerlichem Ansatz

Das Hochdrucksystem verstärkt sich im Zeitraum vom 10. bis 15. August und versucht sich über Mitteleuropa in autarker Art und Weise zu positionieren. Das aber gelingt nur im Ansatz. Die Temperaturen erreichen bis zum 10. August +18 bis +24 Grad und örtlich bis +26 Grad. Am 14. August sind +25 bis +30 Grad und örtlich bis +32 Grad möglich. Der Hochsommer klopft an die Türe.

Unwetterartige Schauer und Gewitter

Doch auch diesem Hoch fehlt es nach der aktuellen Wettervorhersage an Stabilität und wird von einem Tiefdruckkomplex über dem europäischen Nordmeer nach Osten abgedrängt. Damit verliert das Hoch seinen Kontakt zum Azorenhoch und die Tiefdrucksysteme beginnen mit Schauer und Gewittern das Wetter über Deutschland erneut zu dominieren - in der Übergangsphase wieder mit schweren Unwettern.

Vom 16. bis 18. August wird es mit +17 bis +23 Grad wieder kühler. Ob das aber so kommt, bleibt vorerst abzuwarten. Erst einmal muss sich das Hoch über Mitteleuropa aufbauen - dann sieht man weiter.

Auch der nächste hochsommerliche Ansatz (li.) kann in seiner Stabilität wenig überzeugen (re.)
Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Auch der nächste hochsommerliche Ansatz (li.) kann in seiner Stabilität wenig überzeugen (re.)
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Regenprognose: Wie viel Regen ist zu erwarten?

Bis sich das Hoch in dominierender Art und Weise wird durchsetzen können, überwiegt der tiefe Luftdruck und sorgt für zeitweilige Niederschläge. Mal und Form von Schauern und mal in Form von länger andauernden Niederschlagsereignissen. In Summe kommen 10 bis 20 l/m² und örtlich bis 30 l/m² zusammen. Etwas mehr können mit bis 60 l/m² über den Gebieten südlich der Donau und dem Westen und Nordwesten erwartet werden. Tendenziell lässt die Niederschlagstätigkeit und Intensität des Regens nach Osten nach.

Mit trockenem Sommerwetter ist vorerst nicht zu rechnen
Regenprognose nach dem europäischen (li.) und amerikanischen (re.) Vorhersage-Modell: Mit trockenem Sommerwetter ist vorerst nicht zu rechnen
© www.windy.com

Auf den Punkt gebracht: Der Sommer klopft an

Der sommerliche Temperaturtrend bestätigt sich auch heute wieder. Wir sprechen mit Absicht von Temperatur- und nicht vom Wettertrend. Denn das Hoch wird mehr oder minder die Temperaturen ansteigen lassen, daran gibt es kaum mehr Zweifel, doch die Position und die letztliche Stabilität des Hochdrucksystems wird ausschlaggebend sein, wie lange und wie ausgeprägt diese sommerliche Phase sein wird.

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Für die Jahreszeit zu warm

Die Kontrollläufe stützen ein bis zum 6. August gemäßigtes Temperaturniveau, das im Schwerpunkt über dem Norden und Westen auch leicht zu kühl ausfallen kann. Darüber hinaus steigen die Temperaturen an und können über dem Süden und Osten im Vergleich zu 1961 und 1990 um +1 bis +2 Grad und im Trend um bis +3 Grad zu warm ausfallen. Über dem Westen und Norden pendelt sich die Abweichung auf +0 bis +1 Grad und im Trend auf bis +2 Grad ein.

Nachlassender Regen

Die Niederschlagsprognose ist nach den Kontrollläufen bis zum 9. August als mäßig hoch zu bewerten und über dem Süden und Westen stärker ausgeprägt, als über dem Norden und Osten. Darüber hinaus lässt die Niederschlagstätigkeit nach und bewegt sich im leicht erhöhten Bereich. Ein klares Indiz für die - nicht allumfassende - Hochdruckdominanz.

Warm ja, stabiles Sommerwetter nein
Wetterprognose nach dem Mittelwert aller Kontrollläufe: warm ja, stabiles Sommerwetter nein
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Die Temperaturprognose der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
8. August +15 bis
+32 Grad
+21 bis
+23 Grad
12. August +17 bis
+31 Grad
+22 bis
+24 Grad
17. August +13 bis
+33 Grad
+21 bis
+23 Grad
Diagramm Temperaturen August 2021
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe August 2021 von zu kalt, normal, zu warm im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert (1961 bis 1990)

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Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2021 +6,1 -1,3 -2,9 33 l/m² - zu trocken
Mai 2021 +10,4 -1,4 -2,4 96 l/m² - zu nass
Juni 2021 +18,6 +3,6 +2,6 94 l/m² - etwas zu nass
Juli 2021 +18,4 +1,4 +0,0 103 l/m² - zu nass
August 2021 +16,5 -0,06 -1,4 102 l/m² - zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,0 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +0,8 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,1 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +9,79 +0,75 -0,48 610 l/m² - zu nass
Temperaturabweichung Deutschland 24 Monate - Klimadiagramm

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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