Wetter Sommer 2021 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetterprognose Sommer 2021 - Der Hitze folgt die Schwüle nach

Zwischen Wettersturz mit Unwettern und einer hochsommerlich heißen Wetterentwicklung
Zwischen Wettersturz mit Unwettern und einer hochsommerlich heißen Wetterentwicklung

Hitze dominiert das Sommerwetter der kommenden Tage. Doch wie lange hält die Hitzewelle an und welche Rolle spielen die zum Wochenende aufkommenden Schauer und Gewitter - ist mit erneuten Unwettern zu rechnen?

Hitze. Die kommenden Tage werden ein Vergnügen für alle, die hohe Temperaturen mögen. Für andere wiederum bedeutet die Hitze Stress und mit den ersten Tropennächten auch schlechten Schlaf. Und dann gibt es noch diejenigen, die mit voller Sorge auf die für die Jahreszeit viel zu hohen Temperaturen blicken. Sind diese doch ein klares Signal der Klimaerhitzung. Klar ist auch dieses Mal: Das Wetter kann niemals den Ansprüchen aller gerecht werden.

Hitze und Gewitter

Von Tag zu Tag wird es wärmer und wärmer. Liegen die Temperaturen heute noch zwischen +22 bis +26 Grad und örtlich bis +30 Grad, so sind es ab Mittwoch +26 bis +32 Grad und örtlich bis +35 Grad. Die Hitze hält sich unter Zunahme von Schauern und Gewittern bis zum Wochenende und unter bestimmten Voraussetzungen kann die +40 Grad-Marke angepeilt werden. Apropos Schauer und Gewitter. Möglich sind diese ab Donnerstagabend - meist in Form von Hitzegewittern, die regional heftig und mit einem erhöhten Unwetterpotential einhergehen können. Klar aber ist auch, dass in dieser Woche der erste Wüstentag des Jahres bevorsteht. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage zum Wetter Juni.

Hitze mit ansteigender Neigung zu kräftigen Schauern und Gewittern
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Hitze mit ansteigender Neigung zu kräftigen Schauern und Gewittern
© www.meteociel.fr

Die Wetterprognose des europäischen Wettermodells verspricht Abkühlung

Wie lange die Hitzewelle anhalten wird, hängt davon ab, wie sich ein Hoch über Mitteleuropa zu einem Tief über dem westlichen Europa verhalten wird. Und da gibt es noch eine Menge Spielraum zwischen einem Erhalt der Hitze bis in den Juli und der nach zügelnder Schafskälte.

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Die Verlagerung des Tiefdrucksystems

Die Wettervorhersage des europäischen Wettermodells hat im Vergleich zu den letzten 24 Stunden eine kleine, aber entscheidende Korrektur vorgenommen. Das Tiefdrucksystem - was auf der oben stehenden Wetterkarte westlich von Europa abgebildet wird - verlagert sich ab dem kommenden Wochenende nach Osten und bleibt nicht wie zuvor über dem westlichen Europa blockiert.

Unwetterlage

Mit jedem Kilometer, der sich das Tief den heißen Luftmassen nähert, steigt die Gewitterneigung an und entsprechend heftig knallt es. Schwere Unwetter werden für den Zeitraum vom 19. bis 21. Juni (Sa., So. und Mo.) simuliert. Von Hagel über Blitzschlag mit stürmischen Windböen und Platzregen kann alles an Wettererscheinungen erwartet werden und da besonders heiße Luftmassen im Spiel sind, kann das örtliche Auftreten von Tornados nicht ausgeschlossen werden.

Temperatursturz

Erreichen die Temperaturen am 19. Juni noch +22 bis +27 Grad und örtlich bis +35 Grad, so sinken die Werte zum 21. Juni mit +17 bis +23 Grad auf ein Jahreszeit-typisches Niveau ab und pendeln sich bis zum 23. Juni auf +20 bis +25 Grad und örtlich bis +27 Grad in den leicht zu warmen Bereich ein. Die Schafskälte bleibt zwar theoretisch möglich, doch wahrscheinlich ist sie im Jahre 2021 nicht.

Die Hitzewelle wird mit einer Unwetterlage beendet
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Die Hitzewelle wird mit einer Unwetterlage beendet
© www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem amerikanischen Wettermodell: Hitze ohne Ende

Dass das Tief der Knackpunkt der kommenden Wetterentwicklung sein wird, zeigt auch die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells. Anders als nach den Europäern bleibt das Tief an Ort und Stelle und pumpt aus südlichen Richtungen weiterhin warme bis heiße Luftmassen nach Norden.

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Hochsommerliche Hitze

Wer bei und regelmäßig zu Gast ist, dem wird nicht entgangen sein, dass die Vorhersage-Modelle den Zeitraum der Hitze immer weiter verlängert haben. Erst waren es nur ein paar Tage, jetzt erstreckt sich der Zeitraum auf rund eine Woche und so wird aus einer Hitzespitze eine Hitzewelle. Die Ursachen haben wir erläutert - ist das Hoch erst einmal über Europa, wird es sich nicht so einfach verdrängen lassen. Insofern ist die erfrischende Prognose des europäischen Wettermodells noch mit Skepsis zu bewerten.

Das Hoch stabilisiert sich nach der Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells vom 20. bis 26. Juni und hält das Tief westlich von Europa auf Distanz. Ganz so, wie es in der aktuellen Langfristprognose zum Sommer erläutert wurde.

Schauer und Gewitter

Das Tief vor Mitteleuropa wird regelrecht eingekesselt, schiebt aber auf seiner Vorderseite die heißen und zunehmend feuchten Luftmassen nach Norden, was über Deutschland, Österreich und der Schweiz die Neigung zu - örtlich kräftigen - Hitzegewittern ansteigen lassen kann.

Etwas zwischen Sommer, Hochsommer und Hitze

Die Temperaturentwicklung hängt stark davon ab, wie und wann sich die Gewitter entwickeln können und wie lange die Sonne Zeit hat, die Luftmassen zu einem explosiven Gemisch zu erwärmen. Simuliert wird vom 19. bis 27. Juni ein mögliches Temperaturspektrum, dass im Bereich von +23 bis +28 Grad und örtlich bis +33 Grad liegen kann. Unter bestimmten Voraussetzungen sind erneut Wüstentage möglich und mit einer entsprechenden Intensität der Schauer können die Werte auf bis +17 Grad absinken.

Der Sommer hat - trotz einer ansteigenden Schauer- und Gewitterneigung - Deutschland fest im Griff
Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Unwetterlage - das Tief mogelt sich durch und wird vom Hoch eingeschlossen
© www.meteociel.fr

Auf den Punkt gebracht: Abmilderung der Hitze in Sicht

Wie wahrscheinlich ist der Erhalt der Hitze bis in die letzte Junidekade oder gar bis in den Juli? Wie bereits weiter oben erwähnt hängt die Dauer der Hitzewelle davon ab, wie sich das Hoch verhalten wird.

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Von der Hitze in den Sommer

Die Hitzewelle hält nach der Wetterprognose der Kontrollläufe noch bis zum 22. Juni an. Ab dem 22. Juni wird mehrheitlich ein Temperatursturz simuliert, was die Temperaturen um bis zu 10 Grad auf ein Niveau von +22 bis +26 Grad drücken kann. Das entspricht im weitesten Sinne dem, was in der Wettervorhersage für den Juli angedeutet wurde. Das Temperaturniveau hat in der zweiten Junidekade einen normalisierenden Trend, der im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert um +1 bis +3 Grad und örtlich um bis +4 Grad zu warm bleibt.

Aufkommende Schauer und Gewitter

Was die Kontrollläufe aber auch favorisieren, ist eine ab dem 18. Juni ansteigende Neigung zu Schauern und Gewittern, die bis in den Juli hinein anhalten kann. Anders formuliert weicht die Hitze einer sommerlich schwül-warmen und zu Gewittern neigenden Wetterlage. Warum das so ist, zeigt sich im Mittelwert aller Kontrollläufe, die mit einer höheren Wahrscheinlichkeit eine feucht-warme Südwestwetterlage zum aktuellen Stand in der letzten Junidekade favorisieren.

Die schwül-warme Südwestwetterlage
Wetterprognose nach dem Mittelwert aller Kontrollläufe: die Wahrscheinlichkeit von sommerlichen (>+25 Grad) und hochsommerlichen (>+30 Grad) Temperaturen am 19. Juni
© www.meteociel.fr

Die Temperaturprognose der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
20. Juni +18 bis
+34 Grad
+24 bis
+26 Grad
24. Juni +14 bis
+34 Grad
+21 bis
+23 Grad
29. Juni +14 bis
+32 Grad
+21 bis
+23 Grad
Diagramm Temperaturen Juli 2021
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Juli 2021 von zu kalt, normal, zu warm im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert (1961 bis 1990)

Regenprognose: Wie viel Regen ist zu erwarten?

Wie weiter oben beschrieben steigt die Niederschlagsneigung ab dem 18. Juni in Form von Schauern und Gewittern an, die regional zwar für erhebliche, aber nicht flächendeckende Niederschläge sorgen können. Insofern sind Niederschlagsprognosen als Indiz für Schauer und Gewitter zu bewerten, in der Regensumme aber nicht als bare Münze zu nehmen.

Weitere Schauer und Gewitter unterschiedlicher Ausprägung
Regenprognose des europäischen (li.) und amerikanischen (re.) Wettermodells: Weitere Schauer und Gewitter unterschiedlicher Ausprägung
© windy.com

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Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2021 +6,1 -1,3 -2,9 33 l/m² - zu trocken
Mai 2021 +10,4 -1,4 -2,4 96 l/m² - zu nass
Juni 2021 +18,6 +3,6 +2,6 94 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,7 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,0 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,0 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +0,8 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,1 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +7,2 +0,8 -0,4 399 l/m² - normal
Temperaturabweichung Deutschland 24 Monate - Klimadiagramm

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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