Wetter Sommer 2021 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Sommer 2021 Wetterprognose vom 30.04.2021 - Zu den Eisheiligen warmes Frühlingswetter?

Warmes Frühlingswetter zu den Eisheiligen?
Warmes Frühlingswetter zu den Eisheiligen?

In raschen Abständen ziehen Tiefdrucksysteme über Deutschland hinweg und bringen den lang ersehnten Niederschlag. Doch kippt die Wetterlage im Verlauf der ersten Maidekade und könnte zu den Eisheiligen für überraschend hohe Temperaturen sorgen.

Tiefdruckdominanz. Nach wochenlanger Trockenheit setzen sich nun Tiefdrucksysteme durch und sorgen in den ersten Maitagen für nennenswerten Niederschlag. Insbesondere der Sonntag, der Dienstag und der Mittwoch können regional für länger andauernden Regen sorgen.

Verhaltene Temperaturen

Bei verbreitet starker Bewölkung ist bis einschließlich Mittwoch kommender Woche nur mit kurzen sonnigen Momenten zu rechnen. Der Wind dreht auf westliche bis nördliche Richtungen und kann am Dienstag stürmisch in Erscheinung treten. An den Küsten sind schwere Sturmböen möglich. Der Wind treibt mal milde, mal kühlere Luftmassen nach Deutschland, was die Temperaturen auf +10 bis +15 Grad einpendeln lässt. Insbesondere über dem Süden von Baden-Württemberg und Bayern sind bis +18 Grad möglich. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Mai 2021.

Ein Tiefdrucksystem dominiert Anfang Mai das Wetter über Deutschland
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Ein Tiefdrucksystem dominiert Anfang Mai das Wetter über Deutschland
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Wetterprognose des europäischen Wettermodells: warmes Wetter zu den Eisheiligen

Wenn man so will, kommen die Eisheiligen in diesem Jahr früher. Nach der Wetterprognose des europäischen Wettermodells etabliert sich vom 5. bis 7. Mai ein Tiefdrucksystem über Skandinavien und führt gemäßigt kühle Luftmassen nach Deutschland.

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Kühles und nasses Maiwetter

Mehr wie +8 bis +14 Grad sind in diesem Zeitraum nicht zu erwarten. Zudem kommt es immer wieder zu Niederschlägen unterschiedlichster Intensität und Dauer. Der unbeständige Wettercharakter wird durch einen böigen Westwind komplettiert.

Die Tiefdruckachse kippt

Vom 8. bis 10. Mai zieht auf dem Atlantik ein weiteres Tiefdrucksystem in Richtung England. Doch anstatt über Mitteleuropa hinwegrauschen dehnt sich ein Hoch zwischen Grönland und Kanada nach Süden aus und etabliert - erneut - eine Hochdruckblockade auf dem Atlantik.

Die Tiefdruckdynamik reißt schlagartig ab und wird mithilfe des Hochdrucksystems nach Süden in Richtung der Azoren gezogen. Im gleichen Zeitraum dehnt sich von der Mittelmeerregion ein Hochdruckgebiet über das östliche Europa aus und in Kombination der Wettersysteme zueinander entsteht über Deutschland, Österreich und der Schweiz ein südwestlich orientiertes Strömungsmuster.

Die Temperaturen können bis zum 10. Mai Werte von +15 bis +20 Grad und örtlich bis +23 Grad erreichen. Dazu gibt es immer wieder Schauer, die mancherorts kräftiger und mit Gewitter einhergehen können.

Die Tiefdruckachse kippt im Zeitraum vom 8. bis 10 Mai
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Die Tiefdruckachse kippt im Zeitraum vom 8. bis 10. Mai
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Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Der Vollfrühling

Als Vollfrühling bewerten wir Wetterlagen die an manchen Tagen einen sommerlichen Temperaturcharakter zulassen. Doch bis es so weit ist, ist es noch ein weiter Weg, der zwischendurch von einer Westwindphase beeinflusst werden kann.

Die Zonalisierung im Ansatz

Auch heute wird das Bild der Zonalisierung in der Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells widergespiegelt. Ein Tiefdruckzentrum über Skandinavien spielt zunächst die Hauptrolle. Dessen Achse kippt bis zum 7. Mai nach und nach über England nach Südwesten ab und initialisiert auf dem Atlantik ein weiteres - kräftiges - Tiefdrucksystem.

Würde das Tiefdruckgebiet auf dem Atlantik einfach aufschließen, so könnte das Vorhaben - eine Westwetterlage zu etablieren - von Erfolg gekrönt sein. Doch wie in den letzten Tagen bereits simuliert, strebt von der Mittelmeerregion aus hoher Luftdruck nach Norden auf und dehnt sich bis zum 10. Mai über dem östlichen Europa aus.

Südwestwetterlage

Das Tief über Skandinavien spielt zu diesem Zeitpunkt bereits keine Rolle mehr und das Tief über dem Atlantik wird durch das aufstrebende Hoch vollständig blockiert und trogt zum Beginn der zweiten Maidekade nach Süden - in Richtung der Azoren - aus. In Kombination der beiden Wettersysteme werden aus südlichen Richtungen sehr warme Luftmassen aus südlichen Richtungen nach Mitteleuropa geführt.

Die Temperaturen sind mit +10 bis +15 Grad am 8. Mai noch verhalten. Zum 9. Mai können bereits +17 bis +23 Grad und am 11. Mai +20 bis +25 Grad erwartet werden. Im Zeitraum bis zum 16. Mai pendeln sich die Temperaturen mit +14 bis +18 Grad und örtlich bis +20 Grad in einen Jahreszeit-typischen Bereich ein.

Wachstumswetter: immer wieder Regen

Das Tief auf dem Atlantik zieht sich bis zum 14. Mai nach Norden in Richtung Island zurück und ermöglicht dem Azorenhoch einen größeren Entwicklungsspielraum. Nach und nach etabliert sich zwischen Neufundland und Island eine Tiefdruckrinne, die in raschen Abständen feucht-milde und labil geschichtete Luftmassen aus südwestlichen Richtungen nach Deutschland führt, was immer wieder für Schauer und Gewitter sorgen kann. So richtiges Wachstumswetter.

Die Großwetterlage stellt sich auf dem Atlantik komplett um
Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Die Großwetterlage stellt sich auf dem Atlantik komplett um
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Auf den Punkt gebracht: Kalt und warm liegen eng beieinander

Auch wenn die Vorhersage-Modelle das Tiefdruckzentrum in den letzten 72 Stunden immer wieder westlich von Europa niedergehen lassen und somit einen Warmluftschub in Richtung Mitteleuropa provozieren, so muss an dieser Stelle einmal die kühle Variante angesprochen werden.

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Die ist dann möglich, wenn das zentrale Tief über Skandinavien weiter an Schwung und Dynamik gewinnt und das Hoch zwischen Grönland und Kanada seine Achse - über den Atlantik - erneut nach Süden aufbauen kann. In diesem - speziellen - Fall kann das Tiefdruckzentrum über Skandinavien nach Süden austrogen und kühle Luftmassen nach Süden - und damit in Richtung Deutschland, Österreich und der Schweiz - führen. Das wäre dann zum 11. Mai - passend zu den Eisheiligen.

Vom Sommer bis zu den Eisheiligen

Und so ändert sich auch heute wenig. Die Großwetterlage ist in der ersten Maidekade im Umbruch und es stehen große Umwälzungen bevor. Allein schon das Signal des amerikanischen Wettermodells von einem Islandtief und Azorenhoch lässt aufhorchen. Wäre in diesem Fall das meridionale und gestörte Zirkulationsmuster mit einem positiven NAO-Index als beendet zu erklären.

Doch noch neigt das Muster immer wieder zum Kippen. Kaltluftausbrüche und die Rückkehr zu einem meridionalen Verlaufsmuster sind noch lange nicht vom Tisch.

Was wahrscheinlich ist

Betrachtet man die Druckanomalien bis zum 10. Mai, so erkennt man die schwache Ausbildung einer Tiefdruckrinne, die sich von Neufundland bis über Sibirien erstreckt. Nördlich davon das allumfassende Hochdrucksystem innerhalb des Polarwirbels, der so nicht mehr wirklich existent ist. Das sind umgekehrte Verhältnisse und die sind bekanntermaßen immer für Überraschungen gut. In diesem Fall aber steht eine durchwachsene erste Maidekade bevor.

Große Umwälzungen stehen der Großwetterlage bevor
Große Umwälzungen stehen der Großwetterlage bevor
© www.climatereanalyzer.org

Ein zu warmer Temperaturtrend

Die Kontrollläufe sind seit einigen Tagen klar strukturiert. Vom 2. bis 4. Mai zeigt sich eine unterkühlte Temperaturentwicklung, die sich bis zum 7. Mai allmählich normalisiert und über dem Süden und Osten leicht zu warm ausfallen kann. Vom 8. bis 15. Mai wird ein gegenüber dem Mittelwert von 1961 und 1990 um +2 bis +4 Grad zu warmer Temperaturtrend favorisiert.

Betrachtet man die dazugehörige Wetterlage, so verwundert der zu warme Temperaturtrend nicht. Der Mittelwert aller Kontrollläufe favorisiert die Südwestwetterlage.

Die Südwestwetterlage wird favorisiert
Wetterprognose nach dem Mittelwert aller Kontrollläufe: Die Südwestwetterlage wird favorisiert
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Die Temperaturprognose der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
6. Mai +4 bis
+23 Grad
+10 bis
+13 Grad
10. Mai +7 bis
+28 Grad
+17 bis
+19 Grad
15. Mai +5 bis
+28 Grad
+15 bis
+18 Grad
Diagramm Temperaturen Mai 2021
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Mai 2021 von zu kalt, normal, zu warm im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert (1961 bis 1990)

Regenprognose: Wie viel Regen ist zu erwarten?

Die Regenprognose ist mit einer hohen Skepsis zu bewerten. Zu stark hängt diese von der Zugbahn der Tiefdrucksysteme ab. Deutlicher zeigt sich das in den Berechnungen der Vorhersage-Modelle. Zudem sind die Niederschlagsprognosen zu optimistisch. 30 Prozent abziehen und es passt in der Regel. Anders formuliert sind bis zum 10. Mai Niederschlagssummen zwischen 10 und 20 l/m²und örtlich bis 30 l/m² möglich. Über dem Süden und über Staulagen können bis 50 l/m² zusammenkommen.

Eine bis zum 9. Mai mäßig bis erhöhte  Niederschlagsentwicklung
Regenprognose des europäischen (li.) und amerikanischen (re.) Wettermodells: Eine bis zum 10. Mai erhöhte Niederschlagsentwicklung
© windy.com

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Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2021 +6,1 -1,3 -2,9 33 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,2 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +0,4 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,7 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,0 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,0 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +0,8 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,1 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +3,3 +0,6 -0,7 207,7 l/m² - zu trocken
Temperaturabweichung Deutschland 24 Monate - Klimadiagramm

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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