Wetter Sommer 2021 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2021 Wetterprognose vom 23.04.2021 - Der Frühling auf dem Vormarsch?

Wie stehen die Chancen für den Frühling im Mai?
Wie stehen die Chancen für den Frühling im Mai?

Beginnt der Mai, wie der April endet oder setzt sich der Frühling durch? Entscheidend ist und bleibt das Verhalten eines Hochdrucksystems, was unter bestimmten Voraussetzungen den Frühsommer nach Deutschland bringen kann.

Hochdruckkeil. Zwischen Neufundland, Island über Mitteleuropa bis über die östliche Mittelmeerregion erstreckt sich ein Hochdruckkeil, der über Deutschland warme Luftmassen über dem Süden von kühlen über dem Norden trennt. Bei einem Wechselspiel aus Sonne und Wolken bleibt es bis einschließlich des Wochenendes trocken. Die Temperaturen erreichen über dem Norden +10 bis +15 Grad und über dem Süden zwischen +14 bis +18 Grad und örtlich bis +20 Grad.

Schauer und Gewitter

Zum Start in die neue Woche setzt sich über Deutschland ein Tiefdrucksystem durch. Von Süden ziehen Wolken und Schauer auf, die sich zum Dienstag über ganz Deutschland ausdehnen können. Örtliche Gewitter sind nicht auszuschließen. Mit den Schauern wird es kühler und die Werte pendeln sich auf +10 bis +14 Grad ein. Mit etwas Sonnenschein können bis +18 Grad erreicht werden. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter April 2021.

Milder Süden, kühler Norden - das meridionale Strömungsmuster
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: milder Süden, kühler Norden - das meridionale Strömungsmuster
© www.meteociel.fr

Wetterprognose des europäischen Wettermodells: der Frühling mit angezogener Handbremse

Ging es nach den Wetterprognosen der letzten Tage, so waren die Aussichten für den Frühling nach dem europäischen Wettermodell schwach bis mäßig ausgeprägt. Daran hat sich heute nichts geändert.

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Trog Europa

Die Ausgangslage ist für den Frühling schon alles andere als günstig. Schaut man sich die oben stehende Wetterkarte an, so ist das Strömungsmuster meridional ausgeprägt. Das Hoch liegt aus dem Atlantik und das Tiefdruckzentrum zwischen der Kara- und der Barentssee. Im Verbund der beiden Wettersysteme werden kalte Luftmassen aus nördlichen Richtungen nach Süden geführt.

Kühler Norden, milder Süden

An dieser Großwetterlage ändert sich bis zum 2. Mai nichts. Das Hoch verlagert sich nach der aktuellen Wettervorhersage in den Bereich zwischen den Azoren, Island, Grönland und erstreckt sich weit in den Polarwirbel hinein. Zeitgleich stabilisiert sich das Tiefdruckzentrum zwischen der Kara- und der Barentssee.

Und so erhält sich die meridionale Grundströmung bis in den Mai hinein. Über Norddeutschland sind kaum mehr als +8 bis +14 Grad zu erwarten, während es über dem Süden mit +12 bis +16 Grad milder sein kann. Über dem südlichen Baden-Württemberg und Bayern können bis +18 Grad erreicht werden.

Schwache Niederschlagsneigung

Meridional verlaufende Großwetterlagen sind nicht für großartige Niederschlagsmengen bekannt. So sind zwar nach dem Wettertrend des europäischen Wettermodells immer wieder Schauer möglich, doch großartige Niederschlagssummen sind bis zum 2. Mai nicht zu erwarten.

Nachtfrost?

Die Gefahr von Nachtfrost bleibt im Zeitraum vom 25. bis 28. April erhalten. Bei Aufklaren können die Tiefstwerte auf -3 bis +0 Grad absinken. Ist die Nacht bewölkt, bewegen sich die Werte zwischen +2 bis +8 Grad.

An dem meridional verlaufenden Strömungsmuster ändert sich bis zum 2. Mai nichts
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: An dem meridional verlaufenden Strömungsmuster ändert sich bis zum 2. Mai nichts
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Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Das Kippmuster

Die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells ist ähnlich strukturiert, am Ende jedoch mit einer völlig anderen Wetterentwicklung.

Der Trog schwenkt über Deutschland hinweg

Der Trog - ausgehend vom Tiefdruckzentrum zwischen der Kara- und Barentssee - erhält sich bis zu 2. Mai und schwenkt zwischen dem 30. April und 1. Mai über Deutschland hinweg. Bei einem Wechselspiel aus Sonne und Wolken kommt es zu einer erhöhten Schauerneigung, die örtlich kräftiger ausfallen können. Der Wind dreht auf nördliche Richtungen und führt mit +9 bis +14 Grad spürbar kühlere Luftmassen nach Deutschland.

Das Skandinavienhoch

Ab dem 2. Mai dehnt sich das Hoch auf dem Atlantik nach Europa aus und drückt den Trog nach Osten weg. Bereits zum 4. Mai positioniert sich das Hoch über England. Ab dem 5. Mai dehnt sich das Hoch weiter in Richtung Skandinavien aus und so entsteht zum 6. Mai ein autarkes Hochdrucksystem über Skandinavien.

Frühlingswetter?

Grundsätzlich hat ein Hoch über Skandinavien einen längeren Bestand und wird - wenn es denn so kommt - weite Teile vom Maiwetter beeinflussen können. Wenn das Hoch aber in autarker Position verweilt, stellt sich im Verbund mit einem Tief über der Mittelmeerregion eine Ostwetterlage ein. Über Deutschland, Österreich und der Schweiz dreht der Wind ab dem 4. Mai auf östliche Richtungen und bei starker bis wechselnder Bewölkung kommt es immer wieder zu Schauern, die über dem Süden häufiger als über dem Norden in Erscheinung treten können. Die Temperaturen sind mit +8 bis +14 Grad eher unterkühlt und in den Nächten kann bei Aufklaren Frost auftreten. Mit Frühling hat das zunächst einmal wenig gemeinsam.

Das Hoch dehnt sich zum 2. Mai in Richtung England aus und formiert sich bis zum 5. Mai über Skandinavien. Über Deutschland entsteht eine gemäßigt milde Ostwetterlage
Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Das Hoch dehnt sich zum 2. Mai in Richtung England aus und formiert sich bis zum 5. Mai über Skandinavien. Über Deutschland entsteht eine gemäßigt milde Ostwetterlage
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Auf den Punkt gebracht: Wie steht es um den Frühling im Mai?

Macht das Wetter im Mai geradewegs so weiter, wie der unterkühlte April endet? So kühl die Wetterprognosen der beiden Vorhersage-Modelle auch sind, so zeigen sich in der jeweiligen Entwicklung auch Chancen für den Frühling, der - unter bestimmten Voraussetzungen - auch in den Frühsommer übergehen kann.

Eine der warmen Varianten ist, wenn sich der Trog etwas weiter nach Westen verlagert und Europa in auf warme Vorderseitenanströmung (Südwestwetterlage) bringt. Die andere Variante geht aus dem Skandinavienhoch hervor. In diesem Fall gelingt der Aufbau einer Achse in Richtung der Mittelmeerregion und rasch wird aus einer Ostwetterlage ein Hochdruckzentrum direkt über Europa. Der Sommer ist dann nicht mehr weit entfernt.

Der Sommer kann sich mit einem Hoch über Europa durchsetzen (li.), während die Südwestwetterlage den Vollfrühling nach Deutschland bringen kann (re.)
Wetterprognose nach einzelnen Kontrollläufen: Der Sommer kann sich mit einem Hoch über Europa durchsetzen (li.), während die Südwestwetterlage den Vollfrühling nach Deutschland bringen kann (re.)
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Die Kontrollläufe stützen im Zeitraum vom 1. bis 6. Mai mehrheitlich die milden und damit frühlingshaften Varianten, die über Norddeutschland immer wieder einmal einen Dämpfer verpasst bekommen. Die Hauptläufe des amerikanischen und europäischen Wettermodells gehören zu den mit Abstand kältesten Varianten und sind als sog. kalte Ausreißer zu bewerten. Möglich ja, wahrscheinlich eher nicht. Extrem zu warme Temperaturentwicklungen sind aber auch in der Minderheit! Wenn man so will, bildet eine leicht zu milde und unbeständige erste Mai-Dekade zum aktuellen Stand die wahrscheinlichste Variante ab.

Die Temperaturprognose der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
29. April +6 bis
+17 Grad
+11 bis
+13 Grad
3. Mai +4 bis
+23 Grad
+13 bis
+15 Grad
8. Mai +7 bis
+26 Grad
+16 bis
+18 Grad
Diagramm Temperaturen April 2021
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe April 2021 von zu kalt, normal, zu warm im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert (1961 bis 1990)

Südwestwetterlage oder Hoch Mitteleuropa?

Betrachtet man ausschließlich den Mittelwert der Kontrollläufe, so erkennt man den Wettertrend, der sich zum 1. Mai in Form einer Südwestwetterlage entwickelt und bis zum 7. Mai in einer hochdruckdominierten Wetterlage über Mitteleuropa endet. Der Frühling ist also nicht gänzlich chancenlos und die Option der Südwestwetterlage hält sich seit ein paar Tagen recht hartnäckig. Mal sehen, was in den kommenden Tagen daraus wird.

Die Südwestwetterlage hat gute Chancen
Wetterprognose nach dem Mittelwert aller Kontrollläufe: Die Südwestwetterlage hat gute Chancen
© www.meteociel.fr

Wie viel Regen ist zu erwarten?

Die Niederschlagsprognose bleibt bis zum 3. Mai als schwach zu bewerten. Nennenswerter Niederschlag ist mit 10 bis 15 l/² lediglich über Baden-Württemberg und Bayern möglich, sonst kommt mit 0 bis 5l/m² nicht viel an Regen zustande.

Eine bis zum 4. Mai schwache Niederschlagsentwicklung
Regenprognose des europäischen (li.) und amerikanischen (re.) Wettermodells: Eine bis zum 4. Mai schwache und über dem Süden mäßige Niederschlagsentwicklung
© windy.com

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Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2021 +6,1 -1,3 -2,9 33 l/m² - zu trocken
Mai 2021 +10,4 -1,4 -2,4 96 l/m² - zu nass
Juni 2021 +18,6 +3,6 +2,6 94 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,7 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,0 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,0 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +0,8 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,1 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +7,2 +0,8 -0,4 399 l/m² - normal
Temperaturabweichung Deutschland 24 Monate - Klimadiagramm

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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