Wetter Sommer 2021 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2021 Wetterprognose vom 15.04.2021 - Frühlingsduft oder Arktikluft?

Frühlingshoch oder doch die Kaltluft?
Frühlingshoch oder doch die Kaltluft?

Kommt das Frühlingshoch oder setzt sich in der letzten Aprildekade doch noch ein Kaltlufttropfen durch. Der April weiß zu überraschen.

Nordostwind. Über dem Süden und Norden kann sich in den kommenden Tagen immer wieder einmal die Sonne blicken lassen, sonst herrscht starke bis wechselnde Bewölkung vor. Ist die Schauerneigung zunächst als gering und im Schwerpunkt über den östlichen Landesteilen anzutreffen, so werden die Schauer ab Sonntag zahlreicher und breiten sich zum Start in die neue Woche über das ganze Land aus.

Es wird wärmer

Die Nordostströmung reißt zum Wochenende ab und der Wind verliert an Intensität. Die Luftmassen kommen zur Ruhe, bleiben aber labil geschichtet, was zu den vermehrten Schauern führen wird. Die Temperaturen steigen jeden Tag etwas an und erreichen bis zum Start in die neue Woche mit +10 bis +15 Grad und örtlich bis +17 Grad frühlingshaft milde Werte. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter April 2021.

Hoher Luftdruck über Skandinavien führt an seinem südlichen Gradienten gemäßigt milde Luftmassen nach Deutschland
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Hoher Luftdruck über Skandinavien führt an seinem südlichen Gradienten gemäßigt milde Luftmassen nach Deutschland
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Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Kaltlufttropfen bleibt ein Thema

Die Hochdruckzone zwischen dem Atlantik, England, Skandinavien und dem westlichen Russland wird nach der Wetterprognose des europäischen Wettermodells zum 21. April durch ein Tiefdrucksystem zwischen der Barentssee und Karasee gestört und kurzzeitig unterbunden.

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Abgeschnürter Trogvorstoß

Das Tief über der Barentssee startet den Versuch nach Süden auszutrogen und teilt die Hochdruckzone in zwei Teile. Doch bereits zum 23. April schließt sich die Hochdruckzone über das europäische Nordmeer und der Barentssee oberhalb des Troges und schürt diesen kurzerhand ab.

Was entsteht ist ein abgekoppelter Kaltlufttropfen, der bereits gestern berechnet wurde. Die Position aber wird etwas weiter östlich - mehr über der Ostsee und dem westlichen Russland - simuliert. Der Kaltluftzustrom wird nach Osten abgeleitet und streift unter Umständen Deutschland nur.

Frühlingshaft

Der Kaltlufttropfen bleibt eine Option, die in den kommenden Stunden weiter beobachtet und verifiziert werden muss. Durch die östliche Verlagerung aber werden über Deutschland, Österreich und der Schweiz milde Luftmassen zugeführt, was die Temperaturen zum 20. April auf +12 bis +16 Grad ansteigen lassen kann. Zum 23. April gelangt der Nordosten in den erweiterten Einflussbereich des Kaltlufttropfens, was die Werte auf +8 bis +12 Grad zurückgehen lassen kann, während es über dem Südwesten bis +18 Grad warm werden kann.

Der Kaltlufttropfen über dem östlichen Europa bleibt ein Thema, doch das Hoch wird zunehmend stärker
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Der Kaltlufttropfen über dem östlichen Europa bleibt ein Thema, doch das Hoch wird zunehmend stärker
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Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: vollständig gestörte Zirkulation

Das Hochdrucksystem setzt sich nach der Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells über Skandinavien durch und kann seine Position in Form einer Hochdruckbrücke bis Ende April behaupten.

Ostwetterlage

Doch gelingt es dem Hoch nach wie vor nicht, eine Achse nach Süden auszubilden und so wird der Hochdruckkomplex an seinem südlichen Gradienten von Tiefdrucksystemen unterwandert. Im Verbund der beiden Wettersysteme entsteht über Deutschland eine östliche Grundströmung.

Frühling mit Frischeeffekt

Die Temperaturen pendeln sich bis zum 22. April auf +8 bis +12 Grad und über dem Westen und Südwesten auf bis +15 Grad ein. Nach und nach steigen die Temperaturen an und erreichen bis zum 24. April Werte zwischen +12 bis +16 Grad und örtlich bis +18 Grad.

Bedingt durch Tiefdrucksysteme am südlichen Gradienten werden zahlreiche Wolken nach Deutschland geführt, aus denen zeitweilige Schauer hervorgehen können. Klart es zudem in den Nächten auf, ist örtlicher Nachtfrost nicht auszuschließen.

Das Hoch zieht an seinem südlichen Gradienten Tiefdrucksysteme und gemäßigt milde Luftmassen nach Westen
Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Das Hoch zieht an seinem südlichen Gradienten Tiefdrucksysteme und gemäßigt milde Luftmassen nach Westen
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Auf den Punkt gebracht: Kühle Varianten nehmen zu

Seit Tagen berechnen die Vorhersage-Modelle eine Hochdruckdominanz zwischen dem Atlantik, Island über Skandinavien bis über das westliche Russland reichend. Da sich das Hoch nicht zu einem autarken Skandinavienhoch ausbilden kann, entsteht über Skandinavien eine sog. Sollbruchstelle, in welche die Tiefdrucksysteme immer wieder einmal vorstoßen und noch für Überraschungen sorgen können.

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Kaltluftausbruch möglich

Die Kontrollläufe bestätigen heute die Sollbruchstelle in der Form, als dass die kühleren Varianten in den letzten 24 Stunden zugenommen haben. Im Gegenzug gibt es aber auch Berechnungen, die einen deutlich zu warmen Temperaturcharakter zur Folge haben kann.

Gemäßigtes Frühlingswetter

Ein wesentlicher Aspekt aber ist die Ausrichtung der Hochdruckachse, die von Ost nach West verläuft und kein Standbein in Richtung der Mittelmeerregion aufbauen kann. So können am südlichen Hochdruckgradienten immer wieder Tiefdrucksysteme auf sich aufmerksam machen, was über Deutschland, Österreich und der Schweiz in Form von gelegentlichen Schauern und Wolkenfeldern der Fall sein kann. Die Niederschlagsneigung ist als gering einzustufen.

Die Kontrollläufe stützen den gemäßigt milden Temperaturverlauf mehrheitlich, was im Zeitraum vom 19. bis 30. April verbreitet zu Jahreszeit-typischen Werten führen wird.

Die Temperaturprognose der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
21. April +7 bis
+18 Grad
+12 bis
+14 Grad
25. April +7 bis
+23 Grad
+13 bis
+15 Grad
30. April +8 bis
+23 Grad
+13 bis
+15 Grad
Diagramm Temperaturen April 2021
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe April 2021 von zu kalt, normal, zu warm im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert (1961 bis 1990)

Der nachhaltige Frühling?

Die Überschrift stammt von gestern und hat mit der Fragestellung auch heute seine Gültigkeit. Zwar verliert die Kälte ab dem Wochenende an Zuspruch, doch bleibt im weiteren Verlauf dennoch ein Thema. Deutlicher zeigt sich das im Mittelwert aller Kontrollläufe. Das Hoch dominiert bis zum 28. April das Wetter über Deutschland doch zeigt sich auch eine westliche Verlagerung des Hochdruckkerns, was aus nördlichen bis nordöstlichen Richtungen kühlere (nicht kalte) Luftmassen nach Deutschland führen kann. Der Wettertrend in Richtung Frühling aber ist unverkennbar.

Die Hochdruckposition lässt Kaltluftvorstöße aus nördlichen Richtungen zu
Wetterprognose nach dem Mittelwert aller Kontrollläufe: Die Hochdruckposition lässt Kaltluftvorstöße aus nördlichen Richtungen zu
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Wie viel Regen ist zu erwarten?

Wie bei einer Hochdruckdominanz üblich, ist in den jeweiligen Konstellationen zwar mit Schauern zu rechnen, doch sind diese meist unergiebig und nicht flächendeckend. Entsprechend schwach fällt die Niederschlagsprognose aus.

Eine bis zum 25. April schwache Niederschlagsentwicklung
Regenprognose des europäischen (li.) und amerikanischen (re.) Wettermodells: Eine bis zum 25. April schwache Niederschlagsentwicklung
© windy.com

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Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2021 +6,1 -1,3 -2,9 33 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,2 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +0,4 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,7 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,0 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,0 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +0,8 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,1 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +3,3 +0,6 -0,7 207,7 l/m² - zu trocken
Temperaturabweichung Deutschland 24 Monate - Klimadiagramm

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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