Wetter Sommer 2021 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2021 Wetterprognose vom 14.04.2021 - Kaltlufttropfen oder Frühlingswetter?

Gelingt der Durchbruch des Frühling?
Gelingt der Durchbruch des Frühling?

Das Wetter wandelt sich in den kommenden Tagen und mit einem Hoch über Skandinavien kommt es zu einer Großwetterlage, die zwar den Frühling nach Deutschland bringen, aber auch für Überraschungen sorgen kann.

Schneeregen- oder Graupelschauer sind heute noch möglich, doch wird es im weiteren Verlauf der Woche etwas wärmer und zum Start in die neue Woche können Temperaturen von +8 bis +12 Grad und örtlich bis +15 Grad erreicht werden. Schauer werden also zunehmend in Regen übergehen können.

Nachtfrost bleibt ein Thema

Der Wind kommt aus nordöstlichen bis nördlichen Richtungen und führt labil geschichtete Luftmassen nach Deutschland. Die größten Chancen auf etwas Sonnenschein sind über Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, sowie über Baden-Württemberg und Bayern gegeben. In den Nächten ist weiterhin mit Frost zu rechnen (Temperaturprognose). Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter April 2021.

Ein sich über Skandinavien aufbauendes Hochdrucksystem führt an seinem südlichen Gradienten gemäßigt kühle Luftmassen nach Deutschland
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Ein sich über Skandinavien aufbauendes Hochdrucksystem führt an seinem südlichen Gradienten gemäßigt kühle Luftmassen nach Deutschland
© www.meteociel.fr

Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Kaltlufttropfen im Hochdruckkomplex

Die Wetterprognose des europäischen Wettermodells hat heute einen ganz besonderen meteorologischen Leckerbissen berechnet. Unangenehm in seiner Art und extrem schwer im Verlauf vorherzusagen - der Kaltlufttropfen.

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Die Hochdruckzone teilt sich auf

Gleich vorweg - das was die Wettervorhersage des europäischen Wettermodells heute präsentiert, kann in den kommenden Stunden bereits wieder Makulatur sein, es unterstreicht aber vor allem eines, dass die Grundströmung vollständig gestört und zu einem meridional verlaufenden Muster neigt (Nord-Süd; Süd-Nord). Eine Westwetterlage ist vorerst nicht möglich. Und damit wankt auch der Frühling - dazu aber später mehr.

Jedenfalls verlagert sich der Hochdruckkern vom 19. bis 21. April von Skandinavien über das westliche Russland und löst die Hochdruckverbindung über Mitteleuropa auf. Ein zweites Hoch etabliert sich mit seinem Kerngebiet über England, während ein Tiefdrucksystem das Wetter über der Mittelmeerregion dominiert.

Der Kaltlufttropfen

Vom 21. bis 23. April versucht nun ein Tiefdrucksystem vom europäischen Nordmeer über Skandinavien nach Süden auszutrogen. Das gelingt nur bedingt. Der Grund ist, dass beide Hochdrucksysteme über das Nordmeer und der Barentssee einen erneuten Zusammenschluss suchen und den Trog regelrecht abschnüren. Was bleibt ist der Kaltlufttropfen, der vom 23. bis 25. April zwischen Deutschland, Skandinavien und der Ostsee umherirrt.

Nachtfrost und Graupelschauer über dem Norden, Frühling über dem Süden

Vorausgesetzt der Kaltlufttropfen positioniert sich exakt so wie berechnet, dann wäre über der Nordhälfte von Deutschland bis zum 24. April mit Tageswerten von +2 bis +6 Grad und örtlich bis +8 Grad zu rechnen. Schauer können bis auf tiefere Lagen als Schneeregen- oder Graupelschauer niedergehen und in den Nächten wäre mit leichtem Frost zu rechnen.

Die kalten und feuchten Luftmassen aber erreichen nicht den Süden von Deutschland und so ist dort bei einem Mix aus Sonne und Wolken mit einem trockenen Wettercharakter zu rechnen. Die Temperaturen pendeln sich auf +10 bis +14 Grad ein und mit einer längeren Sonnenscheindauer können bis +16 Grad in Aussicht gestellt werden.

Ein Trog wird abgeschnürt und irrt zum Beginn der letzten Aprildekade als Kaltlufttropfen umher
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Ein Trog wird abgeschnürt und irrt zum Beginn der letzten Aprildekade als Kaltlufttropfen umher
© www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Skandinavienhoch mit Frühlingswetter

Konservativ und weniger progressiv ist die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells. Der Trog kommt nicht zustande und damit ist die Ausbildung des Kaltlufttropfens nicht möglich.

Hochdruckzone

Die Hochdruckzone stabilisiert sich im Zeitraum vom 19. bis 28. April im Bereich zwischen dem Atlantik, Island, europäisches Nordmeer Skandinavien bis über das westliche Russland. Wie bereits im Wettertrend Mai 2021 erläutert, gelingt dem Hoch es nicht, eine Achse nach Süden auszubilden und wird von Tiefdrucksystemen unterwandert.

Infolge daraus werden insbesondere über der Südhälfte, sowie über der Schweiz und Österreich Wolkenfelder hinweggeführt, die zu zeitweiligen Niederschlägen führen können. Über den Alpen sind so nennenswerte Niederschlagsmengen möglich. Nördlich der Mittelgebirge bleibt es weitgehend trocken.

Jeden Tag ein Schritt in Richtung Frühling

Die Temperaturen bewegen sich vom 19. bis 21. April zwischen +8 bis +12 Grad und mit einer längeren Sonnenscheindauer sind bis +15 Grad möglich. Im Zeitraum vom 22. bis 24. April steigt das Temperaturniveau auf +12 bis +16 Grad und örtlich bis +19 Grad an. Vom 25. bis 29. April erreichen die Temperaturen mit +17 bis +23 Grad dann frühsommerlich warme Werte.

Die Hochdruckzone über Skandinavien bliebt erhalten. Stück für Stück in Richtung Frühling
Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Die Hochdruckzone über Skandinavien bleibt erhalten. Stück für Stück in Richtung Frühling
© www.meteociel.fr

Auf den Punkt gebracht: Kaltlufttropfen oder Durchbruch des Frühlings?

Das Wetter über Deutschland neigt selten zu Extremen und insofern ist der Kaltlufttropfen zwar ein meteorologisches Schmankerl, doch zum aktuellen Stand weniger wahrscheinlich. Dennoch - ganz unmöglich ist dieser nicht, vielmehr unterstreicht er aber, dass ein Kaltluftausbruch aus nördlichen Richtungen in der letzten Aprildekade generell - egal in welcher Form - möglich und in Betracht zu ziehen ist.

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Typisches Aprilwetter

Betrachtet man die Kontrollläufe, so stellt die Wetterprognose des europäischen Wettermodells einen klar zu kalten Lauf dar. Die Mehrheit der Kontrollläufe stützt einen bis zum 22. April stets wärmer werdenden Temperaturtrend, der nachfolgend über dem Süden und Westen in ein leicht zu warmes Niveau übergeht. Eine wirkliche Hitzewelle berechnen die Kontrollläufe nicht und da diese fehlt ist es sehr wahrscheinlich, dass der April im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert von 1961 und 1990 um rund -1,0 bis 1,5 Grad zu kalt ausfallen kann (aktuelle Abweichung: -2,5 Grad)

Die Temperaturprognose der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
20. April +8 bis
+19 Grad
+12 bis
+15 Grad
24. April +9 bis
+23 Grad
+15 bis
+17 Grad
29. April +9 bis
+25 Grad
+15 bis
+17 Grad
Diagramm Temperaturen April 2021
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe April 2021 von zu kalt, normal, zu warm im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert (1961 bis 1990)

Der nachhaltige Frühling?

Der Wettertrend geht klar in Richtung Frühling, doch Vorsicht und Skepsis ist in Sachen Nachhaltigkeit angebracht. Die Großwetterlage verändert sich mit dem Skandinavienhoch komplett. Doch was bleibt, ist die latent erhöhte Gefahr, dass sich das Hoch mit seinem Kern über England verlagert und aus nördlichen Richtungen den Zustrom kühlerer Luftmassen ermöglicht. Deutlicher zeigt sich das im Mittelwert aller Kontrollläufe. Frühlingswetter ist wahrscheinlich, aber noch nicht gesichert.

Das vollständig gestörte Zirkulationsmuster, bei der ein Kaltluftdurchbruch immer in Erwägung zu ziehen ist
Wetterprognose nach dem Mittelwert aller Kontrollläufe: Das vollständig gestörte Zirkulationsmuster, bei der ein Kaltluftdurchbruch immer in Erwägung zu ziehen ist
© www.meteociel.fr

Wie viel Regen ist zu erwarten?

Die Hochdruckdominanz ist nicht allumfassend und ermöglicht über Deutschland, Österreich und der Schweiz immer wieder Schauer. Dennoch ist bis zum 24. April nicht mit viel Niederschlag zu rechnen und so fällt der zweite Baustein, was den April am Ende mit einer hohen Wahrscheinlichkeit zu trocken ausfallen lässt, da das Niederschlagssoll bislang erst zu 40 Prozent erfüllt werden konnte.

Die Niederschlagsneigung bleibt bis zum 24. April schwach bewertet
Regenprognose des europäischen (li.) und amerikanischen (re.) Wettermodells: Die Niederschlagsneigung bleibt bis zum 24. April schwach bewertet
© windy.com

Gegen 17:00 Uhr schauen wir einmal, was vom Wetter im Juli 2021 zu erwarten ist.

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Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2021 +6,1 -1,3 -2,9 33 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,2 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +0,4 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,7 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,0 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,0 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +0,8 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,1 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +3,3 +0,6 -0,7 207,7 l/m² - zu trocken
Temperaturabweichung Deutschland 24 Monate - Klimadiagramm

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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