Wetter Sommer 2021 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2021 Wetterprognose vom 10.04.2021 - Zwischen Aprilfrische und Frühlingsluft

Der Durchbruch des Frühlings hängt von einer Hochdruckposition ab
Der Durchbruch des Frühlings hängt von einer Hochdruckposition ab

Eine Grenzwetterlage sorgt über Deutschland für eine imposante und bemerkenswerte Luftmassengrenze, die zum Start in die neue Woche in sich zusammenbricht und für kühles Aprilwetter sorgen wird. In der zweiten Aprilhälfte wird die Position eines Hochdrucksystems darüber entscheiden, ob der Frühling seine Chance bekommt.

Tiefer Luftdruck trogt in den kommenden Stunden über England in Richtung Frankreich nach Süden aus und führt auf seiner Vorderseite warme Luftmassen nach Deutschland, die am Sonntag verbreitet für Temperaturen von +15 bis +20 Grad sorgen können. Örtlich sind über dem Süden bis +22 Grad möglich. Anders die Situation etwa nördlich der Linie von Köln und Rostock. Dort halten sich mit +0 bis +5 Grad die kalten Luftmassen. Entlang der imposanten Luftmassengrenze kommt es zu zeitweiligen Niederschlägen, die regional ergiebiger ausfallen können. Weitgehend trocken bleibt es über dem Süden und dem Osten.

Markanter Temperaturrückgang

Bereits in der Nacht auf Montag schwenkt der Trog nach Osten über Deutschland hinweg und die kalten Luftmassen erreichen den Süden. Was folgt, ist mit Schauer, Graupel und kurzen Gewittern typisches Aprilwetter. Zudem können die Niederschläge am Montag südlich der Linie vom Schwarzwald und Dresden länger andauernd ausfallen. In den Nächten kann wieder mit Frost gerechnet werden. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter April 2021.

Der Luftmassengrenze vom Wochenende folg kühles Schauerwetter nach
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Der Luftmassengrenze vom Wochenende folgt kühles Schauerwetter nach
© www.meteociel.fr

Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Hochdruckaufbau

Das Hoch auf der oben gezeigten Wetterkarte dehnt sich nach der Wetterprognose des europäischen Wettermodells im Zeitraum vom 16. bis 18. April in Richtung Skandinavien und versucht sogar eine Verbindung zum Kontinentalhoch aufzubauen. Was man aber auch erkennt, ist der Kaltluftzustrom über dem östlichen Kanada in Richtung Neufundland, was die Tiefdruckdynamik auf dem Atlantik ansteigen lässt.

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Hoch gegen Tief

In der Theorie wäre es nun für die atlantische Frontalzone ein Leichtes, das Hoch weiter nach Osten zu drücken, sodass sich daraus ein autarkes Hoch über Europa oder Skandinavien herausbilden kann. Der Ansatz hierfür ist auch zu erkennen. Zudem wird das Hoch ab dem 17. April südlich von einem Mittelmeertief gestützt.

Zu zaghaft

Doch das Hoch kann sich nicht entscheiden, ob die Positionierung über dem Atlantik oder über Skandinavien erfolgen soll und so kommt es zu einer Lösung, die weder Fisch noch Fleisch bedeutet. Über Deutschland, Österreich und der Schweiz stellt sich nach der Wetterprognose des europäischen Wettermodells eine Großwetterlage ein, die im Zeitraum vom 16. bis 20. April für einen Mix aus Sonne, Wolken und gelegentlichen Schauern sorgen kann. Der Wind kommt aus überwiegend östlichen Richtungen und führt in der Höhe kühle Luftmassen nach Deutschland. Die Temperaturen pendeln sich mit +4 bis +8 Grad und örtlich bis +12 Grad in einen Bereich ein, der für die Jahreszeit zu kühl ist und mit dem Frühling nicht allzu viel gemeinsam hat.

Kein Frühling? Das sah gestern noch anders aus!

So ist es - das Hoch positioniert sich ein paar hundert Kilometer weiter nach Westen und die Hochdruckzone über Skandinavien und dem Kontinentalhoch ist nur schwach ausgeprägt. Es reicht aber aus, um den südöstlichen Hochdruckgradienten über Deutschland, Österreich und die Schweiz zu drücken, sodass sich eine kühle Nordost- bis Ostströmung einstellen kann. Das aber ist keineswegs in Stein gemeißelt und kann sich in den kommenden Stunden noch mehrfach ändern, ist der Hauptlauf gegenüber seinen Kontrollläufen doch zu kalt und somit als Ausreißer zu bewerten.

Die Hochdruckzone ist schwach ausgebildet, doch reicht es aus, um über Mitteleuropa für eine nordöstliche- bis östliche Grundströmung zu etablieren
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Die Hochdruckzone ist schwach ausgebildet, doch reicht es aus, um über Mitteleuropa für eine nordöstliche bis östliche Grundströmung zu etablieren
© www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Frühlingshoch oder Aprilfrische?

Es kommt also auf die Position des Hochdrucksystems an. Wie knapp das ist, unterstreicht die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells. Das Hoch wabert im Zeitraum zwischen dem 16. und 20. April zwischen England und Skandinavien und führt zunehmend warme Luftmassen nach Deutschland.

Frühling? Nur im Ansatz!

Mit einer über dem Westen und Norden zunehmenden Sonnenscheindauer steigen die Temperaturen vom 16. April mit +8 bis +14 Grad bis zum 20. April auf +10 bis +15 Grad nur zögerlich in den frühlingshaft milden Bereich an. Im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert von 1961 und 1990 entsprechen die Werte dem, was für die Jahreszeit normal ist. Weiter nach Osten und Süden führt der böige Nordostwind Wolken und Niederschlagsfelder nach Deutschland, die für zeitweiligen Niederschlag sorgen können. Das fühlt sich nicht wie Frühling an!

Frühlingswetter

Vom 19. bis 25. April rückt das Hochdruckzentrum etwas weiter nach Osten voran und sorgt für vermehrten Sonnenschein, der von vorüberziehenden Wolken- und Schauerfelder eingetrübt werden kann. Die Temperaturen aber steigen mit +14 bis +18 Grad und örtlich bis +20 Grad in den frühlingshaft milden Bereich an.

Zwischen Aprilfrische (li.) und Frühlingswetter (re.)
Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: zwischen Aprilfrische (li.) und Frühlingswetter (re.)
© www.meteociel.fr

Auf den Punkt gebracht: Die Zeichen stehen weiterhin auf Frühling

Das Hochdrucksystem wird kommen. Das bestätigen sowohl die Wetterprognosen der beiden Vorhersage-Modelle, als auch die Kontrollläufe. Entscheidend, ob warm oder kalt aber wird die Position des Hochdrucksystems sein. Und da herrscht für den Moment noch keine große Übereinstimmung.

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Langsam, aber stetig wärmer

Die Kontrollläufe bleiben ihrem Temperaturtrend der letzten Tage treu. Das Temperaturspektrum ist vom 12. bis 16. April für die Jahreszeit mit Werten von +5 bis +10 Grad zu kühl. Vom 16. bis 18. April nähern sich die Werte dem Bereich an, der für die Jahreszeit normal ist und darüber hinaus pendelt sich der Mittelwert mit +14 Grad in den frühlingshaft milden Bereich ein.

Zeitgleich schwächt sich die Niederschlagsneigung nach dem 12. April deutlich ab. Im Schwerpunkt über dem Norden, Westen und Osten werden bis zum 26. April nur schwache Niederschlagssignale berechnet.

Die Temperaturprognose der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
16. April +3 bis
+14 Grad
+8 bis
+12 Grad
20. April +4 bis
+22 Grad
+12 bis
+14 Grad
25. April +9 bis
+23 Grad
+13 bis
+15 Grad
Diagramm Temperaturen April 2021
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe April 2021 von zu kalt, normal, zu warm im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert (1961 bis 1990)

Unsicherheiten

Schaut man sich den Mittelwert aller Kontrollläufe an, so erkennt man bis zum 26. April den anhaltenden Zustrom kalter Luftmassen über dem östlichen Kanada in Richtung Neufundland. Das wird die Tiefdruckdynamik aufrechterhalten und dafür sorgen, dass das Blockadehoch zwischen den Azoren und Grönland abflacht, bzw. in Richtung Mitteleuropa gedrückt wird. Daraus folgt eine Wetterlage, bei der noch vieles möglich ist. Da ist wenig Struktur vorhanden.

Wenig Struktur: Für die letzte Aprildekade gibt es noch einige Unsicherheiten
Wetterprognose nach dem Mittelwert aller Kontrollläufe: Wenig Struktur: Für die letzte Aprildekade gibt es noch einige Unsicherheiten
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Wie viel Regen ist zu erwarten?

Der meiste Niederschlag wird bis einschließlich Dienstag kommender Woche berechnet. Darüber hinaus sind es nur noch gelegentliche Schauer, die für etwas Abwechslung sorgen können. Simuliert werden bis zum 20. April Niederschlagssummen, die sich im Bereich von 5 bis 15 l/m² und örtlich bis 20 l/m² bewegen können. Über den Staulagen der Alpen, sowie über einem Streifen zwischen Köln und Rostock können bis 25 l/m² zusammenkommen.

Eine bis zum 20. April mäßige Niederschlagsentwicklung
Regenprognose des europäischen (li.) und amerikanischen (re.) Wettermodells: Eine bis zum 20. April mäßige Niederschlagsentwicklung
© windy.com

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Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2021 +6,1 -1,3 -2,9 33 l/m² - zu trocken
Mai 2021 +10,4 -1,4 -2,4 96 l/m² - zu nass
Juni 2021 +18,6 +3,6 +2,6 94 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,7 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,0 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,0 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +0,8 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,1 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +7,2 +0,8 -0,4 399 l/m² - normal
Temperaturabweichung Deutschland 24 Monate - Klimadiagramm

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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