Wetter Frühling und Sommer 2021 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2021 Wetterprognose vom 08.04.2021 - Der Durchbruch des Frühlings?

Frühling?
Frühling?

Der Frühling konnte sich im April bislang nur in kurzen Phasen profilieren. Wirklich nachhaltig waren die Vorstöße nicht und auch der nächste Versuch hat zum kommenden Wochenende nichts Nachhaltiges. Doch über Kanada wird etwas in Bewegung gesetzt, was den Frühling über Deutschland zum Durchbruch verhelfen kann.

Luftmassengrenze. Über Deutschland baut sich in den kommenden Stunden eine Grenzwetterlage auf, die warme Luftmassen über dem Süden von kühlen über dem Norden trennt. Die Temperaturen können über dem Süden +14 bis +18 Grad erreichen, während es über dem Norden mit +1 bis +7 Grad vergleichsweise kühl bleibt. Am Sonntag verschiebt sich die Luftmassengrenze nach Norden und führt die warmen Luftmassen auch über Teile von Norddeutschland. Die Küstenregionen werden nicht erreicht.

Spürbar kühler

Begleitet wird die Luftmassengrenze von zeitweiligen Niederschlägen, die am Wochenende überwiegend nördlich der Linie vom Saarland und Sachsen niedergehen. Zum Start in die neue Woche wird die Luftmassengrenze nach Süden geführt. Es wird mit +4 bis +8 Grad spürbar kühler und der Niederschlag verlagert sich südlich der Linie vom Schwarzwald und Sachsen. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter April.

Zum Start in die neue Woche wird es wieder kühler
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Zum Start in die neue Woche wird es wieder kühler
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Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Polarhoch, Kontinentalhoch und ein Hoch über Kanada

Die Wetterprognose des europäischen Wettermodells der letzten 24 Stunden bestätigt sich. Zwischen Kanada und Sibirien kann sich im Zeitraum vom 12. bis 17. April eine imposante Ansammlung von Hochdrucksystemen ausbilden, die das Wetter in der zweiten Aprilhälfte stärker beeinflussen können.

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Die kalte Polarluft wird nach Süden geführt

Der Taktgeber für das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz ist das Hoch auf dem Atlantik, dass nach der Wettervorhersage der Europäer nach und nach in das Hoch über Kanada übergeht. Damit löst sich die Hochdruckblockade auf dem Atlantik auf und das Strömungsmuster innerhalb des Polarwirbels verändert sich. Die Ausströmung kalter Luftmassen polaren Ursprungs geschieht nicht mehr über die Achse Skandinavien - Europa, sondern über das europäische Nordmeer - Island.

Die Tiefdruckproduktion wird angeregt

Da die kalten Luftmassen westlich von Europa auf den warmen Atlantik treffen, werden zwischen Neufundland und England Tiefdrucksysteme initialisiert, die über kurz oder lang auf Deutschland treffen werden, doch in der Zwischenzeit auf ihrer Vorderseite milde Luftmassen aus südlichen Richtungen nach Europa führen.

Frühlingshaft mild

Die Temperaturen liegen am 14. April mit +5 bis +10 Grad noch im leicht unterkühlten Bereich, steigen nachfolgend rasch auf +12 bis +16 Grad und örtlich bis +18 Grad in den frühlingshaft milden Bereich an.

Die kalten Luftmassen strömen westlich von Europa auf den Atlantik - der sich daraus bildende Tiefdruckkomplex führt auf seiner Vorderseite warme Luftmassen nach Deutschland
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Die kalten Luftmassen strömen westlich von Europa auf den Atlantik - der sich daraus bildende Tiefdruckkomplex führt auf seiner Vorderseite warme Luftmassen nach Deutschland
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Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: ein warmes Frühlingshoch

Die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells berechnet heute eine völlig neue Variante. Wer hier regelmäßig mitliest, der wird vielleicht noch die Schlüsselszene im Kopf haben, bei der sich das Blockadehoch auf dem Atlantik nach Osten verlagert und sich mit dem Kontinentalhoch zusammenschließen will. Es wurde allerdings nur angedeutet. Wirklich funktioniert hat der Brückenschlag nicht.

Hoch Europa

Heute wird eine Variante simuliert, die einen ähnlichen Ansatz verfolgt. Der Auslöser ist das Hoch über Kanada, das zum 13. April über dem östlichen Kanada beginnt, sehr kalte Luftmassen nach Süden in Richtung Neufundland ausströmen zu lassen. Das regt die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik an und drückt das Blockadehoch auf dem Atlantik nach Osten.

Bis zum 16. April kippt das vormalige Blockadehoch nach Süden ab und erreicht Europa. Bis zum 19. April positioniert sich das Hoch in autarker Formation über Europa und festigt seine Position über Deutschland.

Frühsommerlich warm

Das Hoch blockt ab dem 16. April sämtliche Bemühungen der Tiefdrucksysteme Deutschland zu erreichen ab und mit viel Sonnenschein erreichen die Temperaturen bis zum 19. April auf +15 bis +20 Grad und bis zu 22. April sind mit +17 bis +23 Grad frühsommerliche Werte möglich.

Kalte Luftmassen strömen über dem östlichen Kanada nach Süden aus (li.) und drücken das Blockadehoch über dem Atlantik nach Mitteleuropa (re.)
Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Kalte Luftmassen strömen über dem östlichen Kanada nach Süden aus (li.) und drücken das Blockadehoch über dem Atlantik nach Mitteleuropa (re.)
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Auf den Punkt gebracht: Vorsicht mit dem Frühling

Ab Mitte April setzt sich nach der Statistik häufig der Frühling über Deutschland durch und geht im Mai in den Vollfrühling, bzw. Frühsommer über. Insofern überrascht die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells nicht wirklich. Was aber stutzig macht, ist die Grundströmung. Zu schnell kippt das eingefahrene Muster. Ein gewisses Maß an Skepsis ist also angebracht.

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Langsam, aber stetig wärmer

Betrachtet man den Wettertrend der Kontrollläufe, so ist die Skepsis berechtigt. Die Vorhersage der Amerikaner gehört mit Abstand zu den wärmsten Varianten. Möglich ja, wahrscheinlich nein. Nach dem Höhenflug der Temperaturen zum Wochenende folgt zum 12. April der nächste Temperatursturz und sorgt bis zum 14. April für eine unterkühlte Witterung, die mancherorts noch einmal für Schneeregen- oder Graupelschauer sorgen kann.

Vom 15. bis 22. April steigt das Temperaturniveau über dem Süden, Osten und Westen auf ein im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert von 1961 und 1990 um +2 bis +4 Grad zu warmes Niveau an, während sich die Werte über dem Norden in einen normalen Bereich einpendeln. Der Mittelwert steigt vom 14. April mit +5 bis +10 Grad bis zum 17. April auf +12 bis +15 Grad an. Der Frühling lässt grüßen.

Noch etwas deutlicher werden die frühlingshaften Ambitionen im Mittelwert aller Kontrollläufe dargestellt. Das veränderte Strömungsmuster innerhalb des Polarwirbels ist dabei der ausschlaggebende Punkt.

Die Zonalisierung ist in der letzten Aprildekade optional
Wetterprognose nach dem Mittelwert aller Kontrollläufe: Die Zonalisierung ist in der letzten Aprildekade optional
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Die Temperaturprognose der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
14. April +1 bis
+13 Grad
+7 bis
+10 Grad
18. April +6 bis
+20 Grad
+11 bis
+14 Grad
23. April +7 bis
+24 Grad
+13 bis
+15 Grad
Diagramm Temperaturen April 2021
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe April 2021 von zu kalt, normal, zu warm im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert (1961 bis 1990)

Gegen 17:00 Uhr schauen wir einmal, was die unterschiedlichen Langfristprognosen über den weiteren Verlauf des Frühlings und über das Wetter im Sommer 2021 verraten.

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Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,0 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,2 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +0,4 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,7 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,0 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,0 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +0,8 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,1 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +2,4 +1,3 +0,0 172 l/m² - normal

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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