Wetter Frühling und Sommer 2021 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2021 Wetterprognose vom 07.04.2021 - Aprilwetter mit Übergang zu einer Westwetterlage?

Das Wetter bleibt vorerst turbulent
Das Wetter bleibt vorerst turbulent

Schneeregen-, Graupelschauer und kurze Gewitter mit nachfolgend frühsommerlich warmen Temperaturwerten zum Wochenende. Turbulentes Wetter ist in den kommenden Tagen garantiert, doch was setzt sich am Ende durch - der kühle Trog oder doch der Frühling?

Grenzwetterlage. Der Hauch von Winter endet über Deutschland ab Donnerstag - aber nicht überall. Der Grund ist die Zufuhr warmer Luftmassen, was die Temperaturen zum Wochenende über weite Teile von Deutschland auf +15 bis +20 Grad ansteigen lassen kann. Doch halten mit +0 bis +5 Grad kalte Luftmassen über dem Norden dagegen, sodass über Deutschland eine Luftmassengrenze entsteht. Wo genau die Grenze verlaufen wird, lässt sich voraussichtlich erst im sog. Nowcast-Bereich sagen.

Viel Niederschlag

Sind es aktuell noch Schneeregen- und Graupelschauer mit örtlichen Gewittern (Schneeprognose | Gewitterradar), die für Abwechslung sorgen, so beruhigt sich die Niederschlagstätigkeit am Donnerstag und Freitag, bevor zum Wochenende es entlang der Luftmassengrenze zu ergiebigen und länger andauerndem Niederschlag kommen kann. Teils als Schnee, verbreitet als Regen. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter April 2021.

Grenzwetterlage zum Wochenende
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Grenzwetterlage zum Wochenende
© www.meteociel.fr

Wetterprognose des europäischen Wettermodells: ein Hoch über Kanada

Die Trogwetterlage weicht nach dem Wochenende einer Mischform aus einem Hochdrucksystem über dem Atlantik, einem Tief zwischen dem europäischen Nordmeer und Island, sowie dem Kontinentalhoch über dem westlichen Russland.

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Gestörtes Zirkulationsmuster mit einer schwachgradientigen Wetterlage

Die Wetteraktivität ist nach der Wetterprognose des europäischen Wettermodells im Zeitraum vom 13. bis 17. April als schwach zu bewerten. Gleichermaßen versucht das Tief über dem europäischen Nordmeer, als auch das Hoch über dem Atlantik das Wetter über Europa zu dominieren, doch keines der Wettersysteme kann sich nachhaltig durchsetzen.

Das Hoch über Kanada

Ein weiterer Aspekt ist das Hoch über Kanada, dass ab dem 13. April zunehmend kräftiger berechnet wird und - durch den Polarwirbel - Kontakt zum Kontinentalhoch über Sibirien aufnimmt. Über kurz oder lang wird das auf eine Zonalisierung hinauslaufen, doch so weit ist es noch nicht. Diese Entwicklung aber gilt es im Auge zu behalten und in den kommenden Tagen nochmals zu verifizieren.

Aprilwetter

Infolge der Unschlüssigkeit der Wettersysteme wird das unbeständige und etwas zu kalte Aprilwetter bis zum 13. April anhalten können. Die Tageswerte pendeln sich auf +5 bis +10 Grad ein und gelegentlich ist mit Schauern zu rechnen.

Spürbar wärmer

Doch durch das Hoch über Kanada und dem Quertreiber in Richtung Sibirien verliert der Trog seine Grundlage und wird zunehmend geschwächt. Der Kaltluftzustrom in Richtung Mitteleuropa reißt ab und die Temperaturen pendeln sich bis zum 15. April auf +12 bis +18 Grad in den frühlingshaft milden Bereich ein.

Mit dem Hoch über Kanada und der Hochdruckbrücke zum Kontinentalhoch erfolgt über Kurz oder Lang die Zonalisierung der Großwetterlage über Deutschland, Österreich und der Schweiz
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Mit dem Hoch über Kanada und der Hochdruckbrücke zum Kontinentalhoch erfolgt über kurz oder lang die Zonalisierung der Großwetterlage über Deutschland, Österreich und der Schweiz
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Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Der Trog bleibt ein Bestandteil der zweiten Aprildekade

Das Hochdrucksystem auf dem Atlantik bewegt sich im Zeitraum vom 12. bis 20. April nach der Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells kaum von der Stelle. Gleichzeitig gelingt es dem Hoch über Kanada nicht in dem Maße eine Hochdruckbrücke zu initialisieren, wie es bspw. nach dem europäischen Wettermodell der Fall ist. Und so bleibt das Blockadehoch auf dem Atlantik mit seinem meridional verlaufenden Strömungsmuster bis zum 20. April dominierend.

Kühle Luft aus Nordwest

Mit dem Hoch westlich von Europa bleibt dem Strömungsmuster gar nichts anderes übrig, als aus nordwestlichen bis nördlichen Richtungen über Deutschland hinweg zu rauschen. Das Temperaturspektrum bewegt sich vom 12. bis 20. April meist im Bereich von +5 bis +10 Grad und mit etwas Sonnenschein sind bis +13 Grad möglich. Frühlingshaft mild sieht aber definitiv anders aus. Zudem queren immer wieder Niederschlagsfelder Deutschland von Nordwest nach Südost. Trocken bleibt es nach der Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells nicht. Aprilwetter trifft es besser.

Die Hochdruckzone durch den Polarwirbel - zu schwach, doch über Kurz oder Lang wird auch das zu einer Zonalisierung führen
Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Die Hochdruckzone durch den Polarwirbel - zu schwach, doch über kurz oder lang wird auch das zu einer Zonalisierung führen
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Auf den Punkt gebracht: Aprilwetter mit Übergang zu einer Westwetterlage?

Die Zonalisierung ist ein wesentlicher Bestandteil unserer These eines durchwachsenen Wettercharakters im Frühling und Sommer, der am Ende im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert von 1961 und 1990 zu warm ausfallen wird. Eine Bedingung dieser These ist, dass sich im April das meridionale Strömungsmuster allmählich in eine Westwetterlage wandelt.

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In den letzten 48 Stunden mehrten sich die Anzeichen einer Zonalisierung - vor allem das gewaltige Hoch über Kanada ist ein entscheidender Baustein, transportiert dieses Hoch doch die kalten Luftmassen über dem östlichen Kanada nach Süden in Richtung Neufundland und beginnt damit das Zirkulationsmuster zu verändern und die atlantische Frontalzone wird wieder in Gang gesetzt. Ob es so kommt, bleibt abzuwarten.

Schaut man sich den Mittelwert aller Kontrollläufe an, so ist das Verhältnis als ausgeglichen zu bewerten. Anders formuliert bleibt die Zonalisierung zum derzeitigen Stand ein Ansatz, mehr nicht. Doch einmal angenommen, die Zonalisierung setzt sich durch, was für ein Wetter wäre zu erwarten? Zwischen kühl Nordwest, windig West (mit warmer Vorder- und kühler Rückseite) und warm Südwest ist alles möglich.

Die Zonalisierung ist in der letzten Aprildekade optional
Wetterprognose nach dem Mittelwert aller Kontrollläufe: Die Zonalisierung ist in der letzten Aprildekade optional
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Ein sich normalisierender Temperaturtrend

Abseits des spekulativen Teils, folgt der spätwinterlichen Polarluft zum Wochenende ein Hitzeschub aus südlichen Richtungen nach, der zum 12. April beendet wird. Über dem Norden pendeln sich die Werte vom 12. bis 22. April auf ein Niveau ein, dass im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert von 1961 und 1990 um -0 bis -2 Grad etwas zu kühl ist. Über dem Osten, Westen und Süden liegt das Spektrum mit einer Abweichung von 0 bis +2 Grad im normalen bis etwas zu warmen Bereich. Eine Hitzewelle zeichnet sich nicht ab und der April hat am Ende gute Chancen normal auszufallen.

Die Temperaturprognose der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
13. April +1 bis
+12 Grad
+4 bis
+9 Grad
17. April +4 bis
+17 Grad
+9 bis
+11 Grad
22. April +5 bis
+24 Grad
+10 bis
+13 Grad
Diagramm Temperaturen April 2021
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe April 2021 von zu kalt, normal, zu warm im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert (1961 bis 1990)

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Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,0 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,2 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +0,4 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,7 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,0 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,0 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +0,8 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,1 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +2,4 +1,3 +0,0 172 l/m² - normal

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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