Wetter Frühling und Sommer 2021 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2021 Wetterprognose vom 24.02.2021 - Nasskalt, Spätwinter und die Hochdruckdominanz

Wie lange bleibt es trocken?
Wie lange bleibt es trocken?

Der Februar brachte und bringt noch immer zahlreiche neue Stationsrekorde zustande. Für den März zeichnet sich eine strukturelle Veränderung an, bei der am 5. März weitreichende Weichen gestellt werden können.

Ungewöhnlich warm war es auch heute Nacht mit einem Tiefstwert von +15,4 Grad über Bad Harzburg (Niedersachsen) und bis zum Donnerstag wird sich die ungewöhnliche Wärme zusammen mit dem Saharastaub behaupten können, bevor es zum Wochenende kühler wird.

Für die Jahreszeit zu warm und zu trocken

Niederschläge sind ganz vereinzelt in der Nacht auf und am Tage vom Freitag möglich, doch allzu viel ist nicht zu erwarten. Verbreitet bleibt es trocken. Und mit einem Wechselspiel aus Sonne, Wolken und regionalen Nebelfeldern startet das Wetter in den März. Die Temperaturen pendeln sich auf +8 bis +12 Grad ein und können zum 3. März mit bis +15 Grad in den frühlingshaft milden Bereich ansteigen. Mit Niederschlag ist nicht zu rechnen. Mehr dazu in der Wetterprognose zum Wetter März 2021.

Das Hoch keilt Anfang März nach Norden auf und führt etwas kühlere Luftmassen nach Deutschland
Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell von heute Nachmittag bestätigt es: Das Hoch keilt Anfang März nach Norden auf und führt etwas kühlere Luftmassen nach Deutschland
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Zwei Wetterentwicklungen sind möglich

Folgt man der Wetterprognose der Europäer, so wird das Hoch vom 5. bis 6. März seine Position zwischen Deutschland und Skandinavien behaupten können. Zudem wird noch eine Verbindung zum Azorenhoch in Aussicht gestellt.

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Kein Regen

Sollte sich die Wettervorhersage des europäischen Wettermodells durchsetzen können, so wird die erste März-Dekade vom hohen Luftdruck dominiert werden können. Mit Regen ist demnach nicht zu rechnen.

Warm oder kalt?

Beides sind relative Empfindungen. Bildet das Hoch aber eine Achse in Richtung Mittelmeerregion aus, so bleibt es im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert für die Jahreszeit zu warm. Nimmt das Hoch stattdessen über Skandinavien eine autarke Position ein, so können am südlichen Gradienten kalte Luftmassen nach Deutschland geführt werden. Beide Varianten sind nach der aktuellen Vorhersage möglich, das mittlere Temperaturspektrum aber bewegt sich zwischen +6 bis +12 Grad. Das ist weder frühlingshaft mild, noch spätwinterlich kalt und in Summe für die Jahreszeit doch zu warm. Damit bestätigt sich der grundlegende Wettertrend der letzten Tage.

Die Position des Hochdrucksystems ist für die Temperaturentwicklung von maßgeblicher Bedeutung - für den Niederschlag dafür weniger
Wetterprognose des europäischen Wettermodells zum 6. März: Die Position des Hochdrucksystems ist für die Temperaturentwicklung von maßgeblicher Bedeutung - für den Niederschlag dafür weniger
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Die Zonalisierung

Eine Möglichkeit - die sich in den letzten Tagen immer wieder präsentierte, aber letztlich eine nur geringe Eintreffwahrscheinlichkeit hatte - war die Westwetterlage. Dass diese nicht außer Acht zu lassen ist, zeigt die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells.

Anstatt sich das Hoch bis zum 6. März nach Norden ausdehnen kann, wird es von der atlantische Frontalzone regelrecht plattgebügelt.

Wind, Sturm und Regen

Was folgt, ist eine im Zeitraum vom 6. bis 8. März ungemütliche Wetterlage. Die atlantische Frontalzone setzt sich nach Skandinavien durch und verdrängt die Hochdrucksysteme aus Mitteleuropa. Stürmische Winde fegen über Deutschland hinweg und sorgen für einen unbeständigen und mit Werten von +6 bis +12 Grad für die Jahreszeit zu milden Wettercharakter. Optional ist auch die Ausbildung von sog. Schnellläufersystemen, was zu Starkwindereignissen führen könnte - das bleibt im Detail aber abzuwarten.

Das Strömungsmuster kippt, keine nachhaltige Westwetterlage

Im Zeitraum vom 8. bis 12. März wird die atlantische Frontalzone über Skandinavien blockiert und beginnt nachfolgend über Mitteleuropa nach Süden auszutrogen. Dieser Prozess hat über Deutschland eine meridionale Strömungskomponente (Nord-Süd; Süd-Nord) zur Folge.

Nasskalt mit Schnee- und Graupelschauer

Und so gelangen aus nördlichen Richtungen kühlere Luftmassen nach Deutschland, was die Tageswerte bis zum 10. März auf +0 bis +5 Grad in den nasskalten Bereich absinken lassen kann. Da die Luftmassen in der Höhe noch etwas kälter sind, können die zahlreichen Schauer bis auf tiefere Lagen als Schnee-, Schneeregen- oder Graupelschauer niedergehen. Winterliche Optionen ergeben sich ab den mittleren Lagen oberhalb etwa 500 bis 700 Meter.

Zunächst setzt sich die atlantische Frontalzone mit viel Wind und Regen durch, nachfolgend trogt der Tiefdruckkomplex über Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Süden aus und sorgt für einen nasskalten Witterungsabschnitt
Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells 6. und 11. März: Zunächst setzt sich die atlantische Frontalzone mit viel Wind und Regen durch (li.), nachfolgend trogt der Tiefdruckkomplex über Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Süden aus und sorgt für einen nasskalten Witterungsabschnitt (re.)
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Auf den Punkt gebracht: Spätwinter oder Hochdruckwetter?

Der 5. März kristallisiert sich zunehmend als Schlüsselzeitraum heraus, der einen strukturellen Wandel der Großwetterlage einläuten kann. Betrachtet man die Kontrollläufe, so lassen diese sich von ihrem Wettertrend der letzten Tage nicht abbringen.

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Im Vergleich zu den Kontrollläufen bildet die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells weiterhin die deutlich zu kalte Wetterentwicklung ab. Hinter einer nasskalten Weiterentwicklung gilt es also eine Menge Fragezeichen zu setzen. Vielmehr favorisieren die Kontrollläufe vom 1. bis 12. März einen Mittelwert, der im Vergleich zum vieljährigen Durchschnittswert um 1 bis 3 Grad zu warm ist. Nicht Frühling und auch kein Spätwinter - Übergangswetter.

Wie stehen die Chancen für eine Westwetterlage?

Allenfalls mäßig. Ableiten lässt sich das aus den Niederschlagssignalen der Kontrollläufe, die bis zum 5. März als schwach und nachfolgend leicht ansteigend zu bewerten sind. Für eine Westwetterlage aber sind die Niederschlagssignale zu schwach. Deutlicher zeigt sich das im Mittelwert aller Kontrollläufe von heute Nachmittag, die mehrheitlich den Rückschluss auf eine Abwandlung der Westwetterlage - die Südwestwetterlage zulassen. Anders formuliert: zu trocken, zu mild.

Die Hochdruckdominanz bleibt erhalten und das Strömungsmuster weist zum Ende der ersten März-Dekade eine verstärkte Südwestkomponente auf
Wetterprognose nach Mittelwert aller Kontrollläufe: Die Hochdruckdominanz bleibt erhalten und das Strömungsmuster weist zum Ende der ersten März-Dekade eine verstärkte Südwestkomponente auf
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Die Temperaturprognose der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
2. März +6 bis
+14 Grad
+10 Grad bis
+12 Grad
6. März +0 bis
+14 Grad
+8 bis
+10 Grad
11. März +4 bis
+15 Grad
+8 bis
+10 Grad
Diagramm Temperaturen März 2021
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe März 2021 von zu kalt, normal, zu warm im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert (1961 bis 1990)

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Das Wetter-Jahr 2021 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1991-2020 in Grad Nieder­schlag
Januar 2021 +0,6 +1,1 -0,3 78 l/m² - zu nass
Februar 2021 +1,8 +1,4 +0,3 48 l/m² - leicht zu trocken
März 2021 +4,8 +1,3 +0,2 46 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,0 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,2 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +0,4 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,7 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,0 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,0 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +0,8 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,1 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2020 +3,0 +2,2 +1,2 57 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2021 +2,4 +1,3 +0,0 172 l/m² - normal

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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