Wetter Sommer 2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Sommer 2020 aktuelle Wetterprognose vom 16.05.2020 - Zwischen Frühling und Sommer

Ein sommerlicher Wettercharakter - doch ist dieser auch nachhaltig?
Ein sommerlicher Wettercharakter - doch ist dieser auch nachhaltig?

Ein frühsommerlicher und in Teilen schon sommerlicher Temperaturtrend ist nicht von der Hand zu weisen. Doch auf dem Atlantik kommen die Tiefdrucksysteme so langsam in Bewegung und formieren sich.

Die Temperaturwerte steigen in den kommenden Stunden und Tagen weiter an und erreichen bereits am Montag verbreitet frühsommerliche und örtlich schon sommerlich warme Werte. Die Eisheiligen sind vorüber und in den Nächten ist die Gefahr von Nachtfrost weitgehend gebannt.

Bei wechselnder Bewölkung kommt es immer wieder zu lokalen Schauern, die über den Küstenregionen und direkt am Alpenrand auch nennenswert ausfallen können - sonst bleibt es bis einschließlich dem Vatertag (Christi Himmelfahrt) weitgehend trocken. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage zum Wetter Mai 2020.

Frühsommerlich warmes Mai-Wetter
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Frühsommerlich warmes Mai-Wetter
© www.meteociel.fr

Das Wetter am Vatertag / Christi Himmelfahrt

In der gestrigen Wetterprognose zum Wetter an Pfingsten gab es noch Unsicherheiten bzgl. der Hochdruckposition zum Vatertag, was zwischen relativ kühlen und frühsommerlich warmen Temperaturwerten hätte entscheidend sein können.

Heute nun stimmen die Berechnungen der Prognose-Modelle überein. Zu erwarten sind mit Werten von +20 bis +25 Grad und örtlich bis +27 Grad z.T. schon sommerlich warme Werte. Mit Niederschlag ist nicht zu rechnen. Die Kontrollläufe bestätigen diesen Trend weitgehend für den Süden, Osten und Westen. Für den Norden gibt es noch ein paar Fragezeichen zu setzen. Die Würfel aber scheinen in Richtung der warmen Variante gefallen zu sein.

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Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Das Anrennen und die Gegenwehr

Die aktuelle und die kommende Wetterlage ist zu den gestörten Zirkulationsmustern mit einer meridionalen Grundströmung zu zählen. Die Aufgabe der atlantische Frontalzone aber ist es, eine über Mitteleuropa für zonale Ausrichtung der Grundstruktur zu sorgen - bekannt auch als eine unbeständige, windige und nasse Westwetterlage. Doch solange das Hoch dazwischen grätscht, wird dieses Vorhaben scheitern und die Trockenheit in weiten Teilen von Deutschland wird sich bis Ende Mai behaupten können. Mehr dazu in der Halbzeitbilanz für den Mai 2020.

Die Wetterprognose des europäischen Wettermodells zeigt heute interessante Ansätze, wie es der atlantische Frontalzone gelingen kann, bis nach Europa, bzw. Skandinavien durchzudringen und mit dem hohen Luftdruck kurzen Prozess zu machen. Doch muss man berücksichtigen, dass die Hochdruckwetterlage nun seit Mitte März schon anhält und eine außergewöhnlich Erhaltungsneigung aufweist. Das auszuräumen und in eine zonale Großwetterlage zu ändern, wird wohl noch eine längere Zeitspanne in Anspruch nehmen.

Etwas Regen

Die Tiefdrucksysteme fördern auf ihrer Vorderseite zunächst sehr warme Luftmassen nach Deutschland, deren Höhepunkt zum Vatertag erwartet werden kann, doch vom 22. bis 24. Mai gelingt den Tiefdrucksystemen den Einfluss auf das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz zu erhöhen und bis zum 26. Mai mit 5 bis 15 l/m² über dem Norden, Osten und über dem südlichen Baden-Württemberg und Bayern für etwas Niederschlag zu sorgen. Verbreitet aber werden nicht mehr als 0 bis 8 l/m² an Regensummen in Aussicht gestellt.

Markanter Temperaturrückgang - Rückfall in das gestörte Zirkulationsmuster

Der atlantische Frontalzone gelingt es nach der Wetterprognose des europäischen Wettermodells nicht eine halbwegs vernünftige Tiefdruckrinne auf die Beine zu stellen. Stattdessen strebt das Hoch zum 25. Mai nach Norden auf und positioniert sich zwischen England und Spanien über dem westlichen Europa. Dadurch gelangen Deutschland, Österreich und die Schweiz kurzzeitig in eine kühlere Rückseitenströmung der nach Osten abziehenden Tiefdruckgebiete. Aus sommerlich warmen Werten werden die Temperaturen mit +12 bis +17 Grad ordentlich zurechtgestutzt und das meridionale Strömungsmuster festigt sich erneut über Mitteleuropa. Doch von langer Dauer wird die Abkühlung nicht sein, denn die nächste - warme - Vorderseitenanströmung zeichnet sich schon ab.

Das Zirkulationsmuster bleibt gestört und lässt auch kurzeitig kühlere Varianten zu
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Das Zirkulationsmuster bleibt gestört und lässt auch kurzeitig kühlere Varianten zu
© www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem amerikanischen Wettermodell: Zwischen Sommer und Frühling

Die Tiefdrucksysteme bemühen sich nach der Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells redlich, eine halbwegs zonale Grundströmung herzustellen. Doch scheitert das Vorhaben immer wieder durch ein sich über Mitteleuropa aufwölbendes Hochdrucksystem.

Im Teilen ein sommerlicher Wettercharakter

Das Hoch wölbt sich zum 21. Mai nach Norden bis nach Skandinavien auf, wird aber von der atlantischen Tiefdruckaktivität an der Ausbildung eines autarken Hochdrucksystems über Skandinavien gehindert. Was daraus entsteht ist die seit einigen Tagen häufiger erwähnte Südwestwetterlage.

Die Temperaturen pendeln sich bis zum 24. Mai auf +22 bis +27 Grad ein und können über Baden-Württemberg und Bayern in Richtung der hochsommerlichen +30 Grad Marke streben.

Die Zonalisierung versucht den Durchbruch

Bis zum 25. Mai hat sich die atlantische Frontalzone weit bis über das westliche Russland durchgesetzt und eine auf dem Atlantik halbwegs vernünftige Tiefdruckrinne aufbauen können. Das Hoch gerät mehr und mehr in die Defensive, was über Deutschland, Österreich und der Schweiz eine erhöhte Neigung zu kräftigen Schauern und Gewittern zur Folge haben kann. Das für Ende Mai erhöhte Potential für Starkniederschläge passt ganz gut zur Statistik, die wir in der Wettervorhersage für Pfingsten einmal näher erläutert haben.

Sommerlicher Wettertrend zu Pfingsten

Doch geht der Zonalisierung nach der Prognose des amerikanischen Wettermodells zu Pfingsten regelrecht die Puste aus. Zum einen wagt sich die atlantische Frontalzone zu weit nach Osten vor, was den Nachschub an Tiefdrucksystemen unterbindet und die Tiefdruckrinne schwächt. Zum anderen nutzt das Hoch diesen Umstand aus und keilt - zum meteorologischen Sommeranfang - nach Norden hoch und sorgt über Deutschland, Österreich und der Schweiz für einen trockenen und sommerlich warmen Temperaturcharakter. Simuliert werden am Pfingstsonntag Werte von +22 bis +27 Grad.

Das erste Sommerhoch gleich zum Auftakt der Saison?
Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Das erste Sommer-Hoch gleich zum Auftakt der Saison?
© www.meteociel.fr

Auf den Punkt gebracht: Deutlich wärmer

Ein deutlicher wärmerer Wettertrend ist das Resümee vom heutigen Tage, was auch in den Kontrollläufen gestützt wird. Zwar sind - kurze - Kaltluftphasen nicht auszuschließen, doch setzt sich im Verlauf der letzten Mai-Dekade ein im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert insgesamt normaler bis zu warmer Temperaturtrend durch, der so auch von den Kontrollläufen gestützt wird (über dem Süden, Osten und Westen mehr, als über dem Norden).

Die Temperaturprognose der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
22. Mai +10 bis
+24 Grad
+17 bis
+19 Grad
26. Mai +13 bis
+28 Grad
+18 bis
+20 Grad
1. Juni +12 bis
+28 Grad
+18 bis
+20 Grad
Diagramm Temperaturen Mai 2020
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Mai 2020 von zu kalt, normal, zu warm

Mehr Niederschlag - auch über dem Norden

Wie viel es an Niederschlag bis zum Start in den meteorlogischen Sommer geben wird, lässt sich zum derzeitigen Stand nicht sagen. Was sich aber sagen lässt, ist, dass der seit Tagen ansteigende Niederschlagstrend vom 24. Mai bis 1. Juni heute von den Kontrollläufen erneut gestützt wird, was die Eintreffwahrscheinlichkeit von Regen - auch über dem Norden - erhöht, wenngleich die Niederschlagssignale über dem Süden höher als über dem Norden, Osten und Westen ausgeprägt sind. Anders formuliert wird der Versuch der atlantische Frontalzone sich bis über Mitteleuropa durchzusetzen weitgehend gestützt. Ob das von einem nachhaltigen Erfolg gekrönt ist - oder jäh beendet wird - wird sich zeigen müssen.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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