Wetter Sommer 2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Sommer 2020 aktuelle Wetterprognose vom 06.05.2020 - Die Eisheiligen kommen, verweilen aber nur für kurze Zeit

Der Kaltlufteinbruch zu den Eisheiligen ist nur vorübergehend - Der Wettertrend aber ist ein anderer
Der Kaltlufteinbruch zu den Eisheiligen ist nur vorübergehend - Der Wettertrend aber ist ein anderer

Die Temperaturen befinden sich in einem Aufwärtstrend, der zum Wochenende über manchen Regionen zu sommerlich warmen Temperaturwerten führen kann. Doch zum Start in die neue Woche steht ein markanter Temperatursturz bevor, der auch die Schneefallgrenze wird absinken lassen können.

Eine sehr interessante Wetterentwicklung steht in den kommenden Tagen bevor. Zunächst werden bis zum Sonntag sehr warme Luftmassen aus südlichen Richtungen nach Norden geführt und lassen die Tageswerte über dem Süden auf +22 bis +26 Grad und örtlich bis +28 Grad in den sommerlich warmen Bereich ansteigen. Etwa nördlich der Linie von Münster und Berlin bleibt es mit +17 bis +23 Grad und örtlich bis +25 Grad etwas kühler.

Bereits zum Sonntag aber setzt aus nördlichen Richtungen ein markanter Wetterumschwung ein, der bis zum Montag kalte Luftmassen arktischen Ursprungs nach Deutschland führt. Ein Temperatursturz macht aus den frühsommerlichen bis sommerlichen Temperaturen zum Start in die neue Woche spätwinterliche Werte. Aus +28 Grad werden +5 bis +10 Grad und unter bestimmten Voraussetzungen sind Graupelschauer möglich und die Schneefallgrenze könnte (die Betonung liegt noch auf könnte) über Baden-Württemberg und Bayern auf 500 bis 700 Meter absinken. Mehr dazu in der aktuellen Wettervorhersage zum Wetter Mai 2020.

Erst sommerlich warm, doch dann kommen die Eisheiligen und sorgen für einem markanten Temperatursturz
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Erst sommerlich warm, doch dann kommen die Eisheiligen und sorgen für einem markanten Temperatursturz
© www.meteociel.fr

Wenig Niederschlag

Die Großwetterlage ist - wie man gut auf der oben gezeigten Wetterkarte erkennen kann - meridional ausgeprägt. Zunächst gelangt Deutschland auf die warme und ab der neuen Woche auf die kalte Seite des Troges. Das Problem aber von meridionalen Großwetterlagen ist, dass diese häufig nicht für nennenswerten Niederschlag sorgen. Lediglich über den Staulagen der Mittelgebirge, des Schwarzwaldes, aber hauptsächlich über den Alpen ist mit kräftigen Niederschlägen zu rechnen, die zum aktuellen Stand für den Montag mit einer schleifenden Front berechnet werden. In Summe also sind bis einschließlich dem 11. Mai Regensummen nördlich der Linie von Mannheim und Nürnberg 0 bis 4 l/m² und südlich davon 15 bis 30 l/m² und örtlich bis 40 l/m² zu erwarten.

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Die Eisheiligen sind nur vorübergehend

In ihren aktuellen Wetterprognosen berechnen die Vorhersage-Modelle den Kaltluftzustrom bis zum 13. Mai. Anschließend rückt das Hoch westlich von Europa weiter nach Osten und führt aus südwestlichen Richtungen wärmere Luftmassen nach Deutschland, was die Temperaturen bis zum 15. Mai (dem Ende der Eisheiligen) bei einer schwachen Niederschlagsleistung auf +17 bis +23 Grad und örtlich bis +25 Grad anstiegen lassen kann.

Die Eisheiligen sind ein nur vorübergehende Erscheinung - nachfolgend wird es zur Monatsmitte wieder rasch wärmer
Wetterprognose des europäischen (li.) und amerikanischen (re.) Wettermodells: Die Eisheiligen sind ein nur vorübergehende Erscheinung - nachfolgend wird es zur Monatsmitte wieder rasch wärme
© www.meteociel.fr

Wettertrend: In Teilen sommerlich

Beide Vorhersage-Modell berechnen das Hoch etwas östlicher, sodass der Kern zwischen Mitteleuropa und dem östlichen Europa liegt. Im gleichen Zeitraum wird die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik stärker berechnet und in Kombination aus beiden Wettersystemen werden warme Luftmassen aus südlichen Richtungen nach Mitteleuropa geführt. Über Deutschland, Österreich und der Schweiz können die Tageswerte vom 16. bis 20. Mai auf +17 bis +23 Grad und mit einer längeren Sonnenscheindauer auf bis +25 Grad ansteigen.

Niederschlag bleibt Mangelware

Zwar ist in der zweiten Mai-Dekade eine labile Luftschichtung vorhanden und ab dem 15. Mai werden zudem noch feuchte Luftmassen zugeführt, doch so richtig nennenswerte - und vor allem flächendeckende - Regenfälle sind nicht zu erwarten. Vielmehr werden Schauer und örtliche Gewitter zu erwarten sein, deren Schwerpunkt - erneut - über Baden-Württemberg und Bayern haben können.

Das schlägt sich auch in der Niederschlagsprognose des amerikanischen Wettermodells nieder, welches bis zum 22. Mai nördlich der Linie vom Saarland und Berlin Regensummen von 0 bis 10 l/m² und südlich davon 20 bis 35 l/m² und örtlich bis 50 l/m² berechnet. Aktuell ist das Niederschlagssoll vom Mai zu 13 Prozent erfüllt. Kumuliert man die simulierten Werte bis zum 20. Mai auf, so ist das Soll zu 30 bis 40 Prozent erfüllt. Insbesondere der Norden und Nordosten - wo es eh schon so trocken ist - wird sich die Trockenheit weiter verschärfen.

Hochdruckdominanz sorgt für einen warmen und trockenen Mai
Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells: Hochdruckdominanz sorgt für einen warmen und trockenen Mai
© www.meteociel.fr

Auf den Punkt gebracht: Ein vorübergehend markanter Kaltlufteinbruch

Die Prognosen der Vorhersage-Modelle der letzten Tage bestätigen sich heute erneut und werden von den Kontrollläufen gestützt, was den markanten Temperatursturz zwischen Sonntag und Montag sehr wahrscheinlich und den einen oder anderen Graupelschauer und Nachtfrost möglich macht.

Nachfolgend aber berappelt sich das Temperaturniveau zum 13./14. Mai und liegt zum 15. Mai im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert im leicht zu warmen Bereich und verweilt dort bis zum 21. Mai.

Die Temperaturprognose der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
12. Mai +1 bis
+13 Grad
+6 bis
+11 Grad
16. Mai +10 bis
+25 Grad
+16 bis
+18 Grad
21. Mai +13 bis
+27 Grad
+16 bis
+18 Grad
Diagramm Temperaturen Mai 2020
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Mai 2020 von zu kalt, normal, zu warm

Trockener Wettertrend

Über manchen Regionen setzt sich die Trockenheit aus dem März und April auch im Mai. Anders die Situation über dem Alpenrand und in einem breiten Streifen vom Saarland und Teile von Thüringen. Dort sind die Niederschlagssummen ausreichend, bzw. übererfüllt worden.

Geht es nach der Niederschlagsprognose der Kontrollläufe, so sind am 11. und 12. Mai über Baden-Württemberg und Bayern erneut nennenswerte Niederschläge zu erwarten, was die Prognosen der Vorhersage-Modelle stützt. Sonst ist nicht viel zu erwarten. Weitgehend trocken präsentiert sich der Rest von Deutschland. Mehrtätiger und flächendeckender Landregen ist beim besten Willen bis zum Beginn der letzten Mai-Dekade nicht zu erkennen.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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