Wetter Sommer 2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Sommer 2020 aktuelle Wetterprognose vom 29.04.2020 - Kühle Frühlingsfrische oder sommerlicher Temperaturtrend?

 Wachstumswetter mit sommerlichen Temperaturen?
Wachstumswetter mit sommerlichen Temperaturen?

Abwechslungsreich gestaltet sich das Wetter in den kommenden Tagen. Anfang Mai aber zeichnet sich eine Wetterentwicklung ab, die ein hohes Überraschungspotential hat.

Der Regen fällt über dem Süden derzeit in ausreichender Menge - besonders viel kommt dabei entlang des Alpenrandes runter (Regenradar). Weiter nach Norden ist weniger an Niederschlag zu erwarten. Doch überall wird es in den kommenden Tagen über Deutschland nass werden. Dazu bläst ein böiger Wind, der in Schauernähe böig auffrischen und kurzzeitig über den Küstenregionen stürmisch auftreten kann.

Die Temperaturen gehen Tag für Tag etwas zurück und pendeln sich zum 1. Mai auf +14 bis +18 Grad ein. Mit länger andauernden Regenfällen orientieren sich die Werte mehr in Richtung der +10 Grad Marke. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Mai 2020.

Zeitweilige Schauer - keine stabilen Wetterverhältnisse
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Zeitweilige Schauer - keine stabilen Wetterverhältnisse
© www.meteociel.fr

Eine sommerliche Temperaturentwicklung

In der gestrigen Wetterprognose zeichneten sich schon Verschiebungen hinsichtlich einer sommerlichen Temperaturentwicklung vom 4. bis 7. Mai in den Prognose-Modellen ab, die heute nochmals unterstrichen und deutlicher hervorgehoben wird.

Geht es nach dem amerikanischen Wettermodell, so sorgt ein Tief zwischen England und Spanien im Verbund mit einem aufstrebenden Hochdruckkeil für die Zufuhr sommerlich warmer Luftmassen nach Mitteleuropa - sozusagen ein Direktimport aus Afrika. Und so können die Tageswerte bis zum 6. Mai auf sommerliche +22 bis +27 Grad anstiegen. Über dem Südwesten wären hochsommerliche Werte von bis +30 Grad nicht auszuschließen.

Kein Sommerwetter

Was aber passiert, wenn sich das Hoch nur wenige hundert Kilometer weiter nach Westen verlagert, zeigt sehr eindrücklich die Wetterprognose des europäischen Wettermodells. Anstatt auf die warme Anströmung der meridionalen Großwetterlage, gelangen Deutschland, Österreich und der Schweiz auf die Ostseite des Hochs und damit in eine kühlere Nordströmung. Und so pendeln sich die Werte bis zum 6. Mai eben auch nur auf +12 bis +17 Grad ein - vielleicht wären am Rheingraben auch bis +20 Grad möglich. Die Werte sind aber keineswegs sommerlich.

Zwischen sommerlicher Hitze und gemäßigt kühlen Mai-Wetter - die Hochdruckposition ist von entscheidender Bedeutung
Wetterprognose des europäischen (li.) und amerikanischen (re.) Wettermodells: Zwischen sommerlicher Hitze und gemäßigt kühlen Mai-Wetter - die Hochdruckposition ist von entscheidender Bedeutung
© www.meteociel.fr

Wachstumswetter: Immer wieder Regen und Gewitter

Was bleibt, ist die anhaltend gemäßigte Niederschlagsentwicklung, die nach dem europäischen Vorhersage-Modell etwas geringer als nach dem amerikanischen Prognose-Modell ausfällt. Dazu aber später mehr.

Das meridionale Strömungsmuster

Die Herausforderung der Meteorologen ist also erkannt und nennt sich meridionale Großwetterlage. An für sich keine große Sache - entweder es wird sehr warm, oder eben kühl. Die Würfel fallen in der Regel recht schnell. Das aktuelle Problem aber liegt darin begründet, dass sich die Kippwelle - also der Bereich zwischen den Nord-Süd und Süd-Nord-Strömung - direkt über Mitteleuropa befindet. Da kann es in den kommenden Stunden - gerade für den Zeitraum vom 4. bis 7. Mai - noch zu größeren Veränderungen kommen.

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Was ist wahrscheinlicher?

Im Grunde ist der Wettertrend bis zu den Eisheiligen schon abzusehen. Beide Vorhersage-Modelle tendieren zur Ausbildung, bzw. zu der Verlagerung des Hochs nach Westen - raus auf den Atlantik. Das hat selten sommerliche Auswirkungen auf das Wetter über Mitteleuropa. Selbst wenn die sommerliche Episode kommen sollte, so wäre sie nur von kurzer Dauer. Das wird auch vom amerikanischen Wettermodell so gestützt.

Der langsame Umbau in Richtung Normalität?

Das meridionale Strömungsmuster gehört zu den gestörten Zirkulationsmustern. Normal ist eine über Mitteleuropa westlich ausgerichtete Grundströmung, die mal aus nordwestlichen und mal aus südwestlichen Richtungen kommt. Schaut man sich die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells bis zum 13. Mai an, so etabliert sich auf dem Atlantik - von Neufundland aus - eine gesunde Struktur der atlantischen Tiefdruckrinne und das Hoch zieht sich immer weiter in Richtung der Azoren nach Süden zurück. Im gewissen Sinne lässt das den Rückschluss auf eine Normalisierung zu. Doch ist das zunächst eine These, die es in den kommenden Tagen genauer zu verifizieren gilt.

Verhaltene Temperaturaussichten und reichlich Niederschlag

Sollte die atlantische Frontalzone nach langer Abstinenz wieder in Fahrt kommen, so würde das über Deutschland, Österreich und der Schweiz zu einer nassen Angelegenheit werden. Die Temperaturen pendeln sich auf +14 bis +18 Grad ein und können mit etwas Sonnenschein darüber und mit länger andauerndem Regen darunter liegen.

Keine stabile Wetterentwicklung in Sicht
Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells: Keine stabile Wetterentwicklung in Sicht
© www.meteociel.fr

Auf den Punkt gebracht: So oder so - Abwechslungsreiches Wetter

Daran ändert sich nichts. Das meridionale Strömungsverhalten lässt zwar ein gemäßigtes bis warmes Temperaturniveau zu, doch hinsichtlich der Niederschlagsentwicklung liegt Deutschland in einem Bereich, der die Zufuhr von Tiefdruckgebieten begünstigt und nicht - wie im April - blockiert.

Gemäßigt - warm - gemäßigt

Das Auf und Ab der Temperaturen wird von den Kontrollläufen weiterhin gestützt. Die Warmphase beginnt zum 4. Mai und hält bis zum 6./7. Mai. Nachfolgend sinkt der Mittelwert der Kontrollläufe auf ein Jahreszeit-typisches Niveau ab. Doch das Interessante dabei ist die breite Streuung, die am 12. Mai (Eisheilige) in der Höhe von rund 1.500 Meter zwischen +0 und +26 Grad liegen kann. Um es anders zu formulieren ergibt sich nach dem 7. Mai ein mögliches Temperaturspektrum von +7 bis +29 Grad.

Die Temperaturprognose der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
5. Mai +10 bis
+28 Grad
+17 bis
+22 Grad
9. Mai +5 bis
+23 Grad
+13 bis
+15 Grad
14. Mai +6 bis
+25 Grad
+16 bis
+18 Grad
Diagramm Temperaturen Mai 2020
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Mai 2020 von zu kalt, normal, zu warm

Tiefdruckdominanz

Deutlicher geht die kommende Wetterentwicklung aus den Druckanomalien hervor. Das Hoch über Mitteleuropa wird/ist abgebaut und von Neufundland bis weit über das östliche Europa kommt es zu einer überwiegenden Tiefdruckdominanz. Nicht stark oder gut strukturell ausgeprägt, aber ausreichend um für Regen zu sorgen. Wie viel Regen aber bis zur Monatsmitte zu erwarten ist, erläutern wir im Laufe des Tages in einem gesonderten Wetterbericht.

Tiefer Luftdruck dominiert bis weit in den Mai hinein
Die Druckanomalien bis 9. Mai: Tiefer Luftdruck dominiert bis weit in den Mai hinein © climatereanalyzer.org

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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