Wetter Sommer 2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2020 aktuelle Wetterprognose vom 12.04.2020 - Die Hochdruckposition entscheidet über kühles oder warmes Wetter

Ein kräftiger Vorstoß kalter Luftmassen arktischen Ursprungs erreichen zum Ostermontag Deutschland, doch von langer Dauer wird die kühle Phase nicht sein. Trockenheit und für die Jahreszeit viel zu warme Temperaturen beherrschen die Wetterentwicklung.

Warmes und trockenes Wetter
Warmes und trockenes Wetter

Der Schwall arktischen Kaltluftmassen, der zum Ostermontag Deutschland erreicht, ist ebenso markant wie vorübergehend. Mit Frost ist in den Nächten von Montag bis Mittwoch zu rechnen und die tiefsten Tageswerte werden am Dienstag mit +7 bis +12 Grad erreicht werden können.

Doch die kalten Luftmassen gelangen schnell unter den Einflussbereich eines Hochdrucksystems. Der Wind dreht in diesem Prozess auf südliche Richtungen und führt ab der Wochenmitte warme Luftmassen nach Deutschland, was die Werte bis zum Beginn des kommenden Wochenendes auf +18 bis +24 Grad und örtlich bis +26 Grad ansteigen lassen kann. Lediglich über dem Norden - und dort insbesondere über den Küstenregionen - sind mit +14 bis +18 Grad kühlere Werte möglich. Was Mangelware bleibt, ist Niederschlag, der vorwiegend am Ostermontag über den südlichen Landesteilen niedergehen kann. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter April 2020.

Im Verlauf der Woche wird es rasch wärmer
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Im Verlauf der Woche kehren die frühsommerlich warmen Temperaturen nach Deutschland zurück
© www.meteociel.fr

Wettertrend: Frühlingshaft

Die gestrige Wetterprognose der Europäer hatte für den Beginn der letzten April-Dekade Werte von bis +30 Grad berechnet. Das wäre außergewöhnlich, kam im April aber schon einmal vor. Die Bedingungen hierfür müssten aber optimal sein. Die Grundströmung meridional, das Hoch östlich von Mitteleuropa mit einer gut strukturierten Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik. Nur so ist es möglich die warmen Luftmassen aus Afrika nach Deutschland, Österreich und der Schweiz zu pumpen. Verlagert sich das Hoch aber nur geringfügig, so sieht die Grundlage wieder völlig anders aus.

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Skandinavienhoch

Nach den aktuellen Wettervorhersage beider Vorhersage-Modelle positioniert sich das Hoch im Zeitraum vom 15. bis 20. April über Skandinavien und nicht über dem östlichen Europa. Somit sind die hochsommerlich heißen Werte der Europäer vorerst einmal vom Tisch, was so auch zu erwarten war. Nichtsdestotrotz kommt es bei der weiteren Wetterentwicklung weiterhin stark darauf an, wie sich das Hochdrucksystem wird positionieren können.

Frühlingshaft warm

Das Hoch über Skandinavien ist prädestiniert dafür, aus östlichen Richtungen kühlere Luftmassen nach Deutschland, Österreich und der Schweiz zu führen, bleibt die Hochdruckachse nach Süden jedoch intakt, so bleibt es warm. Beide Vorhersage-Modelle schwanken derzeit, wenngleich sich bis zum 21. April mit +15 bis +20 Grad und örtlich bis +23 Grad größtenteils die frühlingshaft warmen Werte durchsetzen.

Die Position des Hochdrucksystems ist für den Temperaturtrend von entscheidender Bedeutung
Wetterprognose des europäischen Wettermodells (li.) und der Amerikaner (re.): Die Position des Hochdrucksystems ist für den Temperaturtrend von entscheidender Bedeutung © www.meteociel.fr

Der Niederschlagstrend ist zu trocken

Da das Wetter bis in die letzte April-Dekade hinein von einem Hochdrucksystem dominiert wird, ist auch nur mit einer geringen Niederschlagsleistung zu rechnen. Simuliert werden bis zum 21. April nördlich der Linie von Köln und Dresden Niederschlagssummen von 0 bis 5 l/m². Weiter nach Süden sind es immerhin 5 bis 10 l/m² und entlang der Alpen bis 40 l/m². Doch im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert ist das viel zu wenig. Erst recht vor dem Hintergrund, dass seit der zweiten März-Dekade kein nennenswerter Niederschlag mehr gefallen ist.

Wann kommt Regen?

Die Niederschlagsleistung ist nach den Kontrollläufen über dem Norden, Osten und Westen bis zum 28. April als schwach zu bewerten. Viel wird da also nicht vom Himmel fallen. Lediglich über dem Süden erreichen die Niederschlagssignale ein schwaches Niveau. Anders formuliert bleibt das Wetter nach den Kontrollläufen bis weit in die letzte April-Dekade hinein von hohem Luftdruck dominiert.

Hochdruckdominanz

Dass das Wetter bis Ende April von hohem Luftdruck dominiert werden kann, zeigt auch die Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells. Der Hochdruckkern bleibt aber nördlich orientiert und verlagert sich vom 23. bis 28. April nach Westen in Richtung Island. Somit begünstigt das Hoch die potentielle Zufuhr kühlerer Luftmassen, was die Tageswerte zeitweilig auf +10 bis +15 Grad absinken lassen kann. Die meridionale Großwetterlage kennt eben nur warm oder kalt - selten ist diese normal ausgeprägt. Was die meridionale Großwetterlage aber häufiger mit sich bringt, ist eine trockene Witterung.

Großartige Hitzewellen sind mit dieser Hochdruckposition nicht machbar
Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells: Großartige Hitzewellen sind mit dieser Hochdruckposition nicht machbar © www.meteociel.fr

Auf den Punkt gebracht: Es kommt Bewegung ins Spiel

Dass das Hoch noch weit in die letzte April-Dekade hinein wirken wird, hat sich im Wettertrend der letzten Tage schon gezeigt und wird zunehmend wahrscheinlicher. Was unsicher ist, ist die Temperaturentwicklung nach dem 23. April. Zwar gehört die Wetterprognose der Amerikaner zu den kältesten Varianten der Kontrollläufe, doch sind diese bei einer meridionalen Großwetterlage eine plausible Wetterentwicklung.

Normalisierendes Temperaturniveau

Wahrscheinlicher aber ist eine bis zum 22. April deutlich zu warme Temperaturentwicklung, die im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert um 5 bis 12 Grad zu warm ist. Ab dem 23. April sinkt das Temperaturniveau bis zum 28. April auf ein normales Niveau ab, was einem Temperaturspektrum von +12 bis +17 Grad entspricht.

Die Temperaturprognose der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
18. April +9 bis
+23 Grad
+15 bis
+17 Grad
22. April +9 bis
+23 Grad
+14 bis
+16 Grad
27. April +8 bis
+20 Grad
+14 bis
+16 Grad
Diagramm Temperaturen April 2020
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe April 2020 von zu kalt, normal, zu warm

Langfristprognose für den Sommer 2020

April 2020

Das Langfristmodell hat in den letzten Tagen klar und deutlich auf die zu warme Temperaturentwicklung reagiert und berechnet den April nun wieder mit einer Abweichung gegenüber dem vieljährigen Mittelwert von +2 bis +3 Grad deutlich zu warm. Der Niederschlagstrend aber bleibt - wen wundert es - deutlich zu trocken.

Mai 2020

Die leicht erhöhte Niederschlagsprognose der letzten Wochen wird für den Mai 2020 erneut bestätigt. Das Temperaturniveau aber bleibt auch im letzten Frühlingsmonat mit einer Differenz von +0,5 bis +1,5 Grad und im Trend von bis +2 Grad im zu warmen Bereich.

Juni 2020

Der Juni ist zugleich der erste Sommer-Monat und kann für den Verlauf des Sommers von entscheidender Bedeutung sein. Zum aktuellen Stand wird der Juni mit einer Abweichung von +0,5 bis +1,5 Grad zu warm simuliert. In der Niederschlagsberechnung zeichnet sich eine etwas zu trockene Tendenz ab. Im Vergleich aber zu den letzten Wochen wird der Juni etwas kühler berechnet.

Juli 2020

Der Juli 2020 wurde in der Vergangenheit vom Langfristmodell häufiger als durchwachsen berechnet, was den Rückschluss auf eine höhere Gewitteraktivität zuließ. Dieser Wettertrend wird heute erneut bestätigt und der Juli kann regional auch etwas zu nass ausfallen. Am Ende aber soll der zweite Sommer-Monat mit einer Abweichung von +0,5 bis +1,5 Grad zu warm ausfallen können.

August 2020

Der August wird mit einer Abweichung von -0,5 bis +1 Grad als normal und im Trend etwas zu warm berechnet. Im Niederschlagstrend wird ein normaler bis etwas zu trockener Verlauf des August favorisiert.

Abweichungen der Temperaturen im Frühling und Sommer gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
März 2020 +1,8 Grad Etwas zu trocken
April 2020 +2 bis +3 Grad Trend: deutlich zu trocken
Mai 2020 +0,5 bis +2 Grad Trend: normal bis leicht zu nass
Juni 2020 +0,5 bis +1,5 Grad Trend: etwas zu trocken
Juli 2020 +0,5 bis +1,5 Grad Trend: normal bis etwas zu nass
August 2020 -0,5 bis +1 Grad Trend: normal bis etwas zu trocken
Diagramm der Temperaturentwicklung Frühling und Sommer 2020
Diagramm der Temperaturentwicklung Frühling und Sommer 2020

Zusammenfassung: Ein zu warmer Sommer 2020

Die Veränderungen sind marginal und am Ende kommt ein stets zu warmer Verlauf des Sommer 2020 heraus. Die Phasen selbst aber sind alternierend - sprich abwechselnd. Kühle und heiße Phasen werden sich abwechseln können, was wiederum für eine anhaltend meridionale Großwetterlage spricht.

Frohe Ostern!

Wir wünschen Ihnen ein wunderbares Osterfest - bleiben Sie gesund!

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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