Wetter Sommer 2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2020 aktuelle Wetterprognose vom 10.04.2020 - Sehr trockenes und warmes April-Wetter

Der frühsommerliche Wettercharakter endet am Ostermontag und nachfolgend gelangen spürbar kühlere Luftmassen nach Deutschland - doch von langer Dauer ist das nicht und so langsam stellt sich die Frage nach dem Regen!

Die rasche Rückkehr zu frühsommerlichen Temperaturverhältnissen?
Die rasche Rückkehr zu frühsommerlichen Temperaturverhältnissen?

Über dem Norden haben sich die heißen Temperaturen etwas abkühlen können, steigen aber zum Ostersonntag - wie bereits über dem Süden - erneut auf frühsommerlich bis sommerlich warme +17 bis +23 und örtlich bis +26 Grad an. Damit liegen die Werte im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert um 6 bis 12 Grad im zu warmen Bereich.

Ab Ostermontag dreht der Wind auf nördliche Richtungen und lässt die Werte mit einer zunehmenden Schauer- und Gewitterneigung spürbar zurückgehen. Doch bereits zum Dienstag gelangen die kühlen Luftmassen unter den Einflussbereich eines Hochdrucksystems, was die Tageswerte auf +12 bis +17 Grad einpendeln lässt und in den klaren Nächten ist örtlich mit Frost zu rechnen. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter April 2020.

Ab Ostermontag wird es kälter
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Ab Ostermontag wird es kälter
© www.meteociel.fr

Was fehlt, ist der Regen

Bis zum 10. März gab es ausreichend Niederschlag über Deutschland zu vermelden. Seitdem beherrscht die meridionale Großwetterlage das Wettergeschehen und Niederschläge gehen nicht mehr Flächendeckend und erst recht nicht in ausreichender Menge nieder. Die erste April-Dekade hat gerade einmal zu 0,9 Prozent ihr Niederschlagssoll erfüllen können. Selbst die Niederschläge vom Ostermontag werden an der Trockenheit so schnell nichts ändern - zu gering und regional begrenzt sind die Niederschlagsmengen.

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Eine neue Dürre?

Das wurden wir in den letzten Tagen häufiger gefragt. Die Antwort liegt gleichwohl in der gestörten Zirkulation - erst wenn diese beendet wird, wird auch wieder mit nennenswerten Niederschlägen zu rechnen sein. Nun ist es aber so, dass sich nach den letzten zu warmen Winter in markanter Art und Weise im Frühling und Sommer eine meridionale Großwetterlage durchsetzte. Gut möglich also, dass das im Frühling und Sommer 2020 erneut der Fall sein kann.

Wovon das abhängt? Mitunter vom Mai, denn dieser war in den letzten Jahren - ebenfalls auffällig - von kühleren Phasen und nassen Wetterentwicklungen geprägt. Wenn man so will, die kalte Seite der meridionalen Wetterentwicklung, bevor das Muster von Juni bis August - und nicht selten noch bis weit in den Herbst hinein - in die warme und trockene Richtung umschlug. Diese These gilt es in den kommenden Wochen immer wieder einmal zu berücksichtigen und zu überprüfen.

Die aktuelle Wetterprognose: Nur kurzzeitig kälter

Sowohl die Wettervorhersage des amerikanischen wie auch europäischen Wettermodells sind sich weitgehend einig darüber, dass die Zufuhr der Kaltluftmassen von Ostermontag bis zur Wochenmitte anhalten wird. Vom 16. bis 20. April werden in Kombination von einem Tief über Portugal und Spanien und hohem Luftdruck über dem östlichen und nördlichen Europa warme Luftmassen nach Deutschland, Österreich und der Schweiz geführt.

Frühsommerlich bis sommerlich warm

Die Wetterprognose der Amerikaner berechnet bis zum 18. April einen Temperaturanstieg auf +18 bis +24 Grad und örtlich bis +26 Grad. Einen Schritt weiter geht die Wettervorhersage der Europäer. Bis zum 19. April können die Werte auf +21 bis +26 Grad und örtlich bis +29 Grad ansteigen. Damit würden die Tageswerte etwa um bis zu 15 Grad über dem liegen, was für die Jahreszeit normal wäre. Anders formuliert hat der April bereits jetzt schon eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit deutlich zu warm auszufallen.

Kaum nennenswerter Niederschlag

Die außergewöhnlich warmen Temperaturen aber sind einer Großwetterlage zu verdanken, die weiterhin hochdruckdominiert ist. So fällt die Niederschlagsprognose der Europäer bis zum 20. April mit 0 bis 5 l/m² sehr spärlich aus. Aber nach dem Amerikanern sieht die Niederschlagsentwicklung mit 0 bis 10 l/m² nicht wirklich besser aus. Lediglich über dem südlichen Baden-Württemberg und Bayern werden mit 10 bis 20 l/m² nennenswerte (aber nicht ausreichende) Niederschlagsmengen berechnet.

Die Kaltluftdusche ist eine nur vorübergehende Erscheinung. Ein Hochdrucksystem dominiert das Wettergeschehen über Deutschland, Österreich und der Schweiz
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Die Kaltluftdusche ist eine nur vorübergehende Erscheinung. Ein Hochdrucksystem dominiert das Wettergeschehen über Deutschland, Österreich und der Schweiz © www.meteociel.fr

Macht der April noch, was er will?

Blickt man weiter in die letzte April-Dekade hinein, so bleibt mit einer höheren Wahrscheinlichkeit die gestörte Zirkulation erhalten. Nach der Wetterprognose der Amerikaner wird das in Form eines Hochdruckkeils des Kontinentalhochs der Fall sein. Da aber zeitgleich über dem östlichen Kanada kalte Luftmassen nach Neufundland gepumpt werden, gelangen Deutschland, Österreich und die Schweiz in eine südliche bis südwestliche Anströmung der Luftmassen. Die Temperaturen pendeln sich auf +12 bis +17 Grad und örtlich bis +23 Grad ein.

Das Hoch aber verlagert sich vom 22. bis 25. April vom westlichen Russland über Skandinavien bis nach Grönland, was zugleich als Höhepunkt der gestörten Zirkulation zu bewerten ist - mehr kann die Westwetterlage (zonal) nicht gestört werden.

Kaum Regen

Nur wenn es der atlantische Frontalzone gelingt, das Hoch am südlichen Gradienten zu unterwandern, sind Niederschläge zu erwarten. Doch die aktuelle Niederschlagsprognose zeigt nach Norden bis zum 26. April nur geringe Niederschlagssignale.

Die vollständig gestörte Zirkulation
Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells: Die vollständig gestörte Zirkulation © www.meteociel.fr

Auf den Punkt gebracht: Ein trockener und zu warmer Frühling

Der März war deutlich zu warm und etwas zu trocken, der April bisher deutlich zu trocken und zu warm. Vor diesem Hintergrund steigt die Wahrscheinlichkeit für einen deutlich zu warmen und trockenen Frühling 2020 an.

Der Wärme kaum Grenzen gesetzt

Schaut man sich die Kontrollläufe an, so wird der Wettertrend bestätigt. Die Temperaturen erreichen nach dem 15. April im Schnitt höhere Werte, als das aktuell der Fall ist und beginnen erst zum 23. April sich so langsam dem Jahreszeit-typischen Niveau zu nähern. Der Höhepunkt wird mit einer Differenz von bis zu 10 Grad gegenüber dem vieljährigen Mittelwert für den 18. und 19. April berechnet.

Trocken

Die Mehrheit der Kontrollläufe berechnet die südliche Unterwanderung des Hochdrucksystems, was über Baden-Württemberg und Bayern die Niederschlagsaktivität ab den 20. April in den leicht bis mäßig erhöhten Bereich ansteigen lässt, weiter nach Norden aber sind die Niederschlagssignale als gering und damit deutlich zu trocken zu bewerten.

Die Temperaturprognose der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
16. April +14 bis
+20 Grad
+15 bis
+17 Grad
20. April +10 bis
+22 Grad
+16 bis
+18 Grad
25. April +5 bis
+23 Grad
+14 bis
+16 Grad
Diagramm Temperaturen April 2020
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe April 2020 von zu kalt, normal, zu warm

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,56 +2,17 +1,48 633 l/m² - etwas zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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