Wetter Sommer 2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2020 aktuelle Wetterprognose vom 07.04.2020 - Ein deutlich zu warmer und viel zu trockener April?

Der Wettercharakter zu Ostern wird spürbar unbeständiger, doch von einem Temperatursturz, wie er in den letzten Tagen noch berechnet wurde, nehmen die Wettermodelle Abstand. Nach Ostern aber zeichnet sich eine Wetterentwicklung ab, die den April prägen kann.

Hoher Luftdruck dominiert das April-Wetter - wann kommt Regen?
Hoher Luftdruck dominiert das April-Wetter - wann kommt Regen?

Bis und auch über Ostern berechnen die Prognose-Modelle einen warmen Temperaturcharakter. Zwar gibt es noch ein paar Unsicherheiten, doch stieg die Wahrscheinlichkeit für einen Verbleib der frühsommerlich warmen Werte über das Osterfest in den letzten Stunden an, während deutlich zu kühle Varianten das nachsehen haben.

Nichtsdestotrotz nimmt der Tiefdruckeinfluss im Verlauf der Woche zu und trübt den Sonnenschein über das verlängerte Osterwochenende verbreitet ein und die Wolken sorgen - besonders zu den Nachmittagsstunden - für eine erhöhte Schauer- und Gewitterneigung. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Ostern 2020.

Die Neigung zu Schauern und Gewittern nimmt über Ostern zu
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Die Neigung zu Schauern und Gewittern nimmt über Ostern zu
© www.meteociel.fr

Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Kurz kälter

Die Europäer weichen kaum von ihrer gestrigen Wetterprognose ab. Hoher Luftdruck spielt weiterhin die Hauptrolle und bestimmt das Wettergeschehen bis zum 17. April.

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Die Position ist entscheidend

Das Hoch liegt aktuell über dem östlichen Europa und ermöglicht so den Zustrom der sehr warmen Luftmassen aus südlichen Richtungen. Über Ostern aber konzentriert sich der hohe Luftdruck in einem Keil, der zwischen den Azoren und Island verläuft und bereits zum Ostermontag nach Osten - über Skandinavien - abkippt.

Dieser Prozess ist die kritische Phase, bei der aus nördlichen Richtungen kühlere Luftmassen nach Deutschland, Österreich und der Schweiz geführt werden können. Doch das Hoch verhält sich ähnlich wie gestern und positioniert sich nachfolgend über dem östlichen Europa, was den Warmluftzustrom in Richtung Mitteleuropa erneut in Gang setzt. Das Hoch umwandert Deutschland sozusagen einmal von West nach Ost und bleibt stets in der Nähe.

Das Hoch bleibt für das Wetter über Deutschland dominierend
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Das Hoch bleibt für das Wetter über Deutschland dominierend © www.meteociel.fr

Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells: Der Zustrom kalter Luftmassen bleibt möglich

Die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells berechnete gestern und auch noch heute Nacht eine Variante, die zu Ostern Graupelschauer ermöglicht hätten. Doch im Vergleich zu den Kontrollläufen waren diese Berechnungen zu kalt und wurden heute verworfen. Das bedeutet nicht, dass der Kaltluftzustrom über Ostern vom Tisch ist, er ist aber deutlich weniger wahrscheinlich geworden! Im Zweifel gewinnt die warme Variante.

Warmes und sehr trockenes Aprilwetter

Bis zum 15. April hält die Hochdruckachse eine über Deutschland südwestlich ausgerichtete Großwetterlage aufrecht und so ist weiterhin mit jahreszeitlich viel zu warmen Temperaturwerten zu rechnen. Das zugrunde liegende Zirkulationsmuster bleibt bis Mitte April meridional ausgeprägt und so fehlen auch die flächendeckenden Niederschläge. Zwar ist hin und wieder mit Schauern und Gewittern zu rechnen, doch sorgen diese nicht überall für Niederschlag und so wird der April über manchen Regionen bis zur Monatsmitte eine knochentrockene Angelegenheit.

Ein Auf und Ab der Temperaturen

Im Zeitraum vom 15. bis 22. April bleibt die gestörte Zirkulation erhalten. Das Hoch verlagert sich aber abwechselnd von Mitteleuropa über Skandinavien raus auf den Atlantik und wieder zurück. So ergibt sich der Spielraum für - kurze - kältere Temperaturphasen, welche die Tageswerte auf +8 bis +12 Grad zurückgehen lassen können. Zumeist aber überwiegt in diesem Zeitraum ein mit +14 bis +18 Grad warmer Temperaturcharakter. Bedingt durch den Wechsel der Hochdruckposition ergeben sich auch vermehrte Niederschlagsereignisse, die die zu trockene Bilanz etwas abmildern können.

Über weite Strecken warmes Aprilwetter
Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells: Über weite Strecken warmes Aprilwetter © www.meteociel.fr

Kräftige Turbulenzen und Umwälzungen

Man erkennt es schon sehr gut auf der oben stehenden Wetterkarte, wie verschlungen das Strömungsmuster für den 20. April berechnet wird. Eine normale - zonal verlaufende - Strömungsstruktur ist nicht zu erkennen. Erweitert man den Kartenausschnitt auf den Polarwirbel, so erkennt man einen sich in Auflösung befindlichen Wirbel, der von Hochdruckgebieten geradezu durchsetzt ist.

Der Zustand des Polarwirbels und das meridionale Strömungsmuster sind klare Anzeichen dafür, dass die Wetterlage entweder deutlich zu warm bleibt, oder aber in einem raschen Umbruch deutlich zu kalt ausfallen wird. Solche Umwälzungen und Turbulenzen sind für den April etwas völlig normales und sollen an dieser Stelle als Hinweis dienen, dass eine zu warme Wetterentwicklung zwar wahrscheinlich ist, doch noch immer mit Fragezeichen zu versehen ist.

Vom winterlichen Polarwirbel ist nicht mehr viel übrig
Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells: Vom winterlichen Polarwirbel ist nicht mehr viel übrig © www.meteociel.fr

Auf den Punkt gebracht: Meridional und gestört

Die Großwetterlage wird auch in der zweiten April-Dekade nicht von einer westlichen Grundströmung beeinflusst werden, was grundsätzlich für einen trockenen Wettercharakter spricht. Ob die Temperaturwerte zu warm oder gar kühl ausfallen werden, hängt von der Hochdruckposition ab, die - für den Moment - aber für einen zu warmen April sprechen.

Der Trend bleibt für die Jahreszeit zu warm

Die Kontrollläufe bestätigen den zu warmen Temperaturcharakter mehrheitlich. Zwar zeigt sich über Ostern ein Knick, doch bleibt das Temperaturniveau über dem Norden im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert im leicht und über dem Süden im deutlich zu warmen Bereich. Darüber hinaus deutet sich eine langsame Normalisierung ab, die vom 18. bis 22. April für typisches und abwechslungsreiches April-Wetter sorgen kann.

Ansteigende Schauer- und Gewitterneigung

Schauer und Gewitter können für reichlich Niederschlag sorgen, aber bleiben diese Niederschläge örtlich begrenzt. Was fehlt, ist der flächendeckende Landregen und geht es nach den Kontrollläufen, so ist dieser vorerst nicht in Sicht. Erst zum Wechsel in die letzte April-Dekade zeichnen sich über dem Süden erhöhte Niederschlagssignale ab, die aber rasch wieder in den leicht erhöhten Bereich absinken. Über dem restlichen Land reichen die Niederschlagssignale nicht über die Schauer und Gewitter hinaus. Anders formuliert ist bis zum Ende der zweiten April-Dekade mit einem zu trockenen Wettercharakter zu rechnen.

Die Temperaturprognose der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
13. April +6 bis
+21 Grad
+12 bis
+15 Grad
17. April +4 bis
+23 Grad
+14 bis
+16 Grad
22. April +5 bis
+22 Grad
+11 bis
+13 Grad
Diagramm Temperaturen April 2020
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe April 2020 von zu kalt, normal, zu warm

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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