Wetter Sommer 2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2020 aktuelle Wetterprognose vom 06.04.2020 - Kippt der April nach Ostern nochmals in die kalte Richtung?

Zu Ostern zeichnet sich eine grundlegende Veränderung der Zirkulation ab, was in der zweiten April-Dekade zu sehr warmen, aber auch kalten Temperaturentwicklungen führen kann.

Kippt der April nach Ostern nochmals in die kalte Richtung?
Kippt der April nach Ostern nochmals in die kalte Richtung?

Die warmen Temperaturen halten sich mit Werten von +17 bis +23 Grad noch bis Karsamstag, doch nimmt die Neigung zu Schauern und örtlichen Gewittern ab der Wochenmitte zu - viel an Niederschlag ist aber nicht zu erwarten und die sonnigen Anteile überwiegen - noch.

Über Ostern vollzieht sich dann mit einer hohen Wahrscheinlichkeit ein Wetterwechsel. Atlantische Frontensysteme dominieren zunehmend das Wettergeschehen und führen mit einem kräftigen Wind aus nordwestlichen Richtungen am Ostersonntag und Ostermontag kühlere Luftmassen nach Deutschland, was die Tageswerte - je nach Sonnenscheindauer - auf +8 bis +13 Grad, bzw. +13 bis +17 Grad zurückgehen lassen kann. Begleitet wird der markante Temperaturrückgang von vielen Wolken und kräftigen Schauer, sowie örtlich auftretenden Gewittern. In der Nacht auf Ostermontag können die Schauer über der Südhälfte auch länger andauernd ausfallen. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Ostern.

An Ostern steht ein Wetterwechsel bevor
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: An Ostern steht ein Wetterwechsel bevor
© www.meteociel.fr

Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Der Kaltluftzustrom wird blockiert

Der Wetterwechsel zu Ostern wird weitgehend von der Wetterprognose des europäischen Wettermodells gestützt. Doch fraglich ist zum derzeitigen Stand, ob und für wie lange der Kaltluftzustrom Bestand haben wird.

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Ein Hoch blockiert die Kälte

Während die Entwicklung der Großwetterlage über Ostern mit der meridionalen Grundströmung eine klare Linie verfolgt, bleibt die detaillierte Osterprognose weiterhin eine komplexe Angelegenheit. Warum?

Das Hoch keilt zum Karfreitag westlich von Europa nach Norden auf, während sich bei England ein Tiefdrucksystem festsetzen und nachfolgend nach Süden - in Richtung Spanien abtropft und auf seiner Vorderseite warme - aber auch feuchte - Luftmassen nach Norden pumpt. Tropft das Tief hingegen etwas östlicher ab, so gelangen Deutschland, Österreich und der Schweiz in den kühlen Zustrom der Luftmassen. Das Tempertaturspektrum bewegt sich über Ostern noch zwischen +8 bis +19 Grad.

Die gestörte Zirkulation

Das eigentlich interessante aber ist die Berechnung der Zugbahn des Hochdrucksystems. Vom 13. bis 15. April kippt das Hoch über Island nach Skandinavien ab, und verlagert sich zum 16. April über das östliche Europa.

So werden die Tiefdrucksysteme blockiert, aber auch der Kaltluftzustrom wird über das östliche Europa abgeleitet, während Deutschland, Österreich und die Schweiz weitgehend in der warmen Anströmung der Luftmassen verbleiben.

Die gestörte Zirkulation - entweder der Kältebringer oder Verhinderer
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Die gestörte Zirkulation - Kältebringer oder Verhinderer? © www.meteociel.fr

Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells: Die gestörte Zirkulation als Kältebringer

Die exakt gegenteilige Wettervorhersage liefert heute das amerikanische Wettermodell. Der Kaltluftzustrom beginnt bereits über Ostern und könnte unter bestimmten Voraussetzungen die gesamte zweite April-Dekade beeinflussen.

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Hoch westlich von Europa

Das Hoch verlagert sich nicht - wie nach dem Europäern - über Mitteleuropa oder Skandinavien, sondern bezieht zwischen England und Island Stellung und verharrt in dieser Position bis zum 20. April. Das sind die nahezu perfekten Bedingungen für den Zustrom kühlerer Luftmassen aus nördlichen Richtungen, was die Temperaturentwicklung vom 15. bis 20. April über Deutschland, Österreich und der Schweiz prägen kann.

Kühles Aprilwetter

Neben den zahlreichen Schauer gehen mit einer nördlichen Grundströmung pendeln sich die Werte auf +8 bis +13 Grad ein und können mit einer längeren Sonnenscheindauer auf bis +17 Grad ansteigen.

Die gestörte Zirkulation als Kältebringer
Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells: Die gestörte Zirkulation als Kältebringer © www.meteociel.fr

Auf den Punkt gebracht: Meridionale Wetterlage

Die meridionale Entwicklung der Großwetterlage ist um und nach Ostern weitgehend gesetzt und eine Zonalisierung (Westwetterlage) wenig wahrscheinlich. Knifflig ist die Hochdruckposition, denn diese entscheidet darüber, ob Deutschland, Österreich und die Schweiz im warmen, oder kalten Zustrom der Luftmassen liegen.

Der Trend bleibt für die Jahreszeit zu warm

Wer hier regelmäßig mit liest, der kennt unsere Aussage bei komplexen Wetterentwicklungen - und die lautet in Zeiten des Klimawandels schlichtweg: Warm gewinnt zunehmend häufiger. Anders formuliert ist die Wetterprognose der Europäer zwar außergewöhnlich, doch zum derzeitigen Stand plausibler, was sich auch im Wettertrend der Kontrollläufen zeigt. Zwar bestätigen die Kontrollläufe ein im Zeitraum nach Ostern breites Entwicklungsspektrum der Temperaturen, doch liegt der Mittelwert im Vergleich zum vieljährigen Durchschnittswert im stets zu warmen Bereich.

Mehr Schauer

Was aber auch gestützt wird, ist eine ab Ostern leicht ansteigende Niederschlagsaktivität, die über dem Süden und Westen etwas stärker ausgeprägt ist, als über dem Osten und Norden.

Die Temperaturprognose der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
12. April +6 bis
+18 Grad
+12 bis
+15 Grad
16. April +8 bis
+23 Grad
+14 bis
+16 Grad
21. April +8 bis
+22 Grad
+12 bis
+14 Grad
Diagramm Temperaturen April 2020
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe April 2020 von zu kalt, normal, zu warm

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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