Wetter Sommer 2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2020 aktuelle Wetterprognose vom 01.04.2020 - Vom Frühling direkt in den Frühsommer - und was ist mit dem Aprilwetter?

Aktuell ist es draußen recht frisch und in den Nächten ist mit Nachtfrost zu rechnen. Doch zum Wochenende stellt sich die Großwetterlage um und außergewöhnlich warme Luftmassen werden in Richtung Deutschland geführt.

Vom Frühling direkt in den Frühsommer - und was ist mit dem Aprilwetter?
Vom Frühling direkt in den Frühsommer - und was ist mit dem Aprilwetter?

Kalte Luftmassen strömen aktuell zwischen Grönland und Island nach Süden und initialisieren auf dem Atlantik ein kräftiges Tiefdrucksystem. Dieses Tiefdruckgebiet befördert zum Wochenende auf seiner Vorderseite sehr warme Luftmassen nach Deutschland, Österreich und der Schweiz, was die Tageswerte bis zum Sonntag auf +14 bis +18 Grad und örtlich bis +22 Grad ansteigen lassen kann.

Bis der Ausbruch des Frühlings sich aber bemerkbar macht, ist noch mit verhältnismäßig kühlen Temperaturen von +4 bis +8 Grad und über dem Süden von bis +12 Grad vorlieb zu nehmen. Scheint über dem Süden häufiger die Sonne, so ziehen über dem Norden Wolkenfelder mit einer leicht erhöhten Niederschlagsneigung vorüber. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter April.

Sehr warme Luftmassen werden ab dem Wochenende nach Deutschland geführt
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Sehr warme Luftmassen werden ab dem Wochenende nach Deutschland geführt
© www.meteociel.fr

Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Fast schon frühsommerlich

Die aktuelle Wetterprognose der Europäer unterscheidet sich kaum von den Vortagen, was den Warmluftschub zum Wochenende bestätigt. Aber nicht nur das - auch darüber hinaus zeigt sich eine anhaltend warme Südanströmung der Luftmassen bis zum 10. April - also bis kurz vor Ostern.

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Außergewöhnlich warm

Die Temperaturen erreichen zum Sonntag Werte von +12 bis +16 Grad und örtlich bis +19 Grad. Der Höhepunkt des Warmlufttransportes wird für den 8. und 9. April berechnet. An diesen Tagen können die Temperaturen auf frühsommerlich warme Werte von +17 bis +23 Grad anstiegen. Im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert wären diese Werte in etwa um 7 bis 10 Grad zu warm.

Labile Wetterlage

Auch wenn alles nach einer frühlingshaften, bzw. frühsommerlichen Wetterentwicklung aussieht, so einfach ist es dann doch nicht. Zumindest ist der Hinweis angebracht, dass diese Wetterentwicklung auf wackeligen Beinen steht und wenige hundert Kilometer Verschiebung des Hochs noch für einen Kaltluftzustrom aus nördlichen Richtungen verantwortlich sein kann.

Die Hochdruckposition entscheidet über frühsommerlich warme Temperaturwerte
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Die Hochdruckposition entscheidet über frühsommerlich warme Temperaturwerte © www.meteociel.fr

Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells: Der Frühling setzt sich durch

Zwar gibt es auch nach der Wettervorhersage der Amerikaner noch einige Unstimmigkeiten, doch in Anbetracht der sich aufbauenden Großwetterlage ist bis Ostern und auch darüber hinaus mit einem dem Frühling zugeneigten Wettercharakter zu rechnen.

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Südwestanströmung

Die Aussage zum Durchbruch des Frühlings liegt in der Hochdruckposition begründet. Das Azorenhoch verlagert sich nach Osten und lässt die Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik gewähren. Dadurch entsteht eine über Mitteleuropa von Südwest nach Nordost reichende Hochdruckachse, auf welche die atlantischen Frontensysteme auflaufen. Im Verbund der beiden Wettersysteme kommt die Südwestwetterlage zustande.

Außergewöhnlich warm

Im Zeitraum vom 5. bis 15. April berechnen das amerikanische Wettermodell einen mehr oder minder anhalten Warmluftzustrom in Richtung Mitteleuropa, was die Tageswerte auf frühlingshaft warme +14 bis +18 Grad einpendeln lässt. Mancherorts können mit einer längeren Sonnenscheindauer frühsommerlich warme +22 Grad erreicht werden.

Die Südwestwetterlage ist und bleibt zu Ostern eine gute Option
Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells: Die Südwestwetterlage ist und bleibt zu Ostern eine gute Option © www.meteociel.fr

Auf den Punkt gebracht: Kommt der Frühling mit voller Wucht, oder eher holprig daher?

Gerade der April schwankt ja gerne zwischen den Extremen hin und her. Aus Frühsommer wird da gerne noch einmal spätwinterlich. Und die Entwicklung der Großwetterlage lässt diesen Spielraum auch zu. Schaut man sich zudem noch den Mittelwert aller Kontrollläufe an, so erkennt man, dass das Hochdruckzentrum westlich von Europa liegt. Diese Position ist prädestiniert für einen April-Typischen Wettercharakter. Anders formuliert steht dem Frühling kaum etwas im Wege und mit einer hohen Wahrscheinlichkeit wird dieser sich auch durchsetzen, doch noch gibt es ein paar Ungereimtheiten.

Frühling ja, aber noch gibt es ein paar Ungereimtheiten
Wetterprognose nach Mittelwert der Kontrollläufe: Alles auf Frühling? Noch gibt es ein paar Ungereimtheiten © www.meteociel.fr

Wettertrend der Kontrollläufe: Für die Jahreszeit zu warm

Die ersten April-Tage fallen etwas unterkühlt aus, doch ab dem 5. April steigt das Temperaturniveau nach der Wetterprognose der Kontrollläufe sprunghaft an und siedelt sich bis Mitte April in einen Bereich ein, der im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert etwa um 3 bis 5 Grad zu warm ist.

Ein Fürsprecher der Südwestwetterlage ist eine ab dem 7. April leicht ansteigende Niederschlagstätigkeit, die über dem Westen und Norden höher als über dem Süden und Osten ausgeprägt ist.

Die Temperaturprognose der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
7. April +9 bis
+19 Grad
+13 bis
+15 Grad
11. April +6 bis
+22 Grad
+14 bis
+16 Grad
16. April +8 bis
+20 Grad
+12 bis
+14 Grad
Diagramm Temperaturen April 2020
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe April 2020 von zu kalt, normal, zu warm

Langfristprognose für den Frühling und Sommer 2020

April 2020

Sollte sich die aktuelle Wetterentwicklung so durchsetzen wie berechnet, so wäre ein zu warmer April 2020 zu erwarten. Das Langfristmodell berechnet das noch etwas anders und sieht den April mit einer Abweichung von -0,5 bis +1 Grad weitgehend normal und im Trend etwas zu mild. Die negative - zu trockene - Niederschlagsprognose aber stützt die Hochdruckdominanz im April.

Mai 2020

Der Mai wird im Trend etwas zu nass berechnet, was in den letzten Jahren nach einem deutlich zu warmen Winter häufiger zu beobachten war. Die Temperaturprognose aber weicht mit einer Differenz von +1 bis +2 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert ab und liegt im zu warmen Bereich.

Juni 2020

Der Sommer soll nach dem Langfristtrend mit einer Abweichung von +1 bis +2,5 Grad mit dem Juni zu deutlich zu warm starten. Die Niederschlagsprognose ist durchwachsen, im Trend aber zu trocken.

Juli 2020

Das Wetter im Juli wird etwas zu trocken berechnet, während die Temperaturabweichung gegenüber dem vieljährigen Durchschnittswert mit +0,5 bis +2 Grad im zu warmen Bereich liegt.

August 2020

Für den letzten Sommermonat - dem August - wird eine Differenz der Temperaturen gegenüber dem langjährigen Mittelwert von -0,5 bis +1,5 Grad im normalen bis leicht zu warmen Bereich simuliert. Die Niederschlagsprognose wird leicht zu trocken bewertet.

Abweichungen der Temperaturen im Frühling und Sommer gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
März 2020 +1,8 Grad Etwas zu trocken
April 2020 -0,5 bis +1 Grad Trend: zu trocken
Mai 2020 +1 bis +2 Grad Trend: normal bis leicht zu nass
Juni 2020 +1 bis +2,5 Grad Trend: etwas zu trocken
Juli 2020 +0,5 bis +2 Grad Trend: normal bis etwas zu trocken
August 2020 +0,5 bis +1,5 Grad Trend: etwas zu trocken
Diagramm der Temperaturentwicklung Frühling und Sommer 2020
Diagramm der Temperaturentwicklung Frühling und Sommer 2020

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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