Wetter Sommer 2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2020 aktuelle Wetterprognose vom 18.03.2020 - Der Frühling kommt ins Straucheln

Der frühsommerlich warme Temperaturcharakter kann sich nicht durchsetzen und wird zum Wochenende zurechtgestutzt. Nachfolgend zeichnet sich ein für die Jahreszeit zunehmend typischer Wetterabschnitt ab.

Ein Temperatursturz zum Wochenende, doch nachfolgend zeichnet sich eine Normalisierung ab
Ein Temperatursturz zum Wochenende, doch nachfolgend zeichnet sich eine Normalisierung ab

Außergewöhnlich warme Luftmassen werden derzeit nach Deutschland geführt und so können verbreitet mit viel Sonnenschein Werte von +14 bis +18 Grad und über dem Südwesten örtlich bis +22 Grad erreicht werden. Das ist im Vergleich zu vieljährigen Mittelwert etwa um 10 Grad zu warm

Doch so frühsommerlich warm bleibt es nicht. Von Norden sickern kältere Luftmassen nach Deutschland ein, was sich am Donnerstag zunächst über dem Norden, am Freitag über der Mitte und zum Samstag auch über dem Süden bemerkbar machen wird. Mit dem Luftmassenaustausch nimmt vorübergehend die Niederschlagstätigkeit zu und örtliche Gewitter sind in diesem Prozess nicht auszuschließen. Ist die Kaltluft da, kann es am Samstag über dem Süden zu Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer kommen, bevor sich ab Sonntag hoher Luftdruck mit mäßigen Nachtfrösten durchsetzt. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter März.

Der Frühling währt nur kurz - aus östlichen Richtungen werden kühlere Luftmassen nach Deutschland geführt
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Der Frühling währt nur kurz - aus östlichen Richtungen werden kühlere Luftmassen nach Deutschland geführt
© www.meteociel.fr

Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Frühling? Noch nicht!

Der Kaltluftzustrom erreicht nach der Wetterprognose des europäischen Wettermodells seinen Höhepunkt am 23. März (Mo.), was die Tageswerte - trotz des Sonnenscheins - auf +1 bis +6 Grad und örtlich bis +8 Grad zurückgehen lässt. In den Nächten sinken die Werte auf -6 bis +0 Grad, sodass verbreitet mit Nachtfrost gerechnet werden kann.

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Sonnenschein und trockenes Wetter - aber kühl

Das für den Kaltluftzustrom verantwortliche Hochdruckgebiet begibt sich vom 23. bis 27. März in eine für den Frühling ungünstige Position und erstreckt sich von den Azoren über England und Skandinavien bis über das westliche Russland. Deutschland, Österreich und die Schweiz verbleiben zwar im Einflussbereich des Hochdrucksystems, doch mit Hilfe einer nordöstlichen bis östlichen Grundströmung gelangen weiterhin kühle Luftmassen nach Deutschland.

Die Tageswerte erreichen meist Werte von +4 bis +8 Grad und über manchen Regionen sind bis +12 Grad möglich. In den häufig klaren Nächten ist weiterhin mit Nachtfrost zu rechnen.

Sonnenschein und trockenes Wetter - doch sind die Temperaturwerte alles andere als frühlingshaft
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Sonnenschein und trockenes Wetter - doch sind die Temperaturwerte alles andere als frühlingshaft © www.meteociel.fr

Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells: Der Frühling will nicht so recht

Geht es nach der Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells, so ist diese der der Europäer sehr ähnlich. Das Hoch leitet an seiner Ostflanke kalte Luftmassen nach Deutschland, deren Tiefpunkt am Montag erreicht sein sollte.

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Hochdruckrücken

Im Zeitraum vom 23. bis 27. März baut sich von den Azoren über England, Skandinavien und dem westlichen Russland ein Hochdruckrücken auf und so ist der Wettertrend der Amerikaner nahezu identisch mit der Prognose der Europäer. Eine solche Übereinstimmung gab es schon längere Zeit nicht mehr.

Frühlingshaft ist nur die Sonne

Doch gibt es einen Unterschied: Die Hochdruckverbindung ist kräftiger strukturiert, was die Zufuhr kühlerer Luftmassen aus nordöstlichen bis östlichen Richtungen aufrecht erhält. Trotz intensiven Sonnenscheins erreichen die Temperaturen kaum mehr als +4 bis +8 Grad. Zudem kommt der Wind unangenehm böig aus nordöstlichen Richtungen. In den Nächten ist verbreitet mit Frost zu rechnen, der örtlich unter die -5 Grad Marke abfallen kann.

Unbeständig und milder

Ab dem 27. März fällt es dem Hochdruckgebiet zunehmend schwerer die Brücke aufrecht zu erhalten und ein Tiefdruckgebiet über der Mittelmeerregion weitet seinen Einfluss weiter nach Norden aus und sorgt über Deutschland, Österreich und der Schweiz für zeitweilige Schauer. Die Temperaturen aber steigen etwas an und pendeln sich in einen Bereich von +10 bis +15 Grad ein und entsprechen damit den Jahreszeit-typischen Werten.

Anfang April wird der Wettercharakter unbeständiger
Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells: Anfang April wird der Wettercharakter unbeständiger © www.meteociel.fr

Auf den Punkt gebracht: Frühlingausbruch und Kältewelle nur von kurzer Dauer

Die Warmphase hält sich bis zum 20. März und geht anschließend in einen Bereich über, der für die Jahreszeit etwas zu kühl ist. Auch Schnee- und Graupelschauer sind zum Beginn des Wochenendes nicht auszuschließen. Nachfolgend dominiert ein Hochdrucksystem das Wettergeschehen. Zunächst noch mit einer östlichen bis nordöstlichen Grundströmung, was die Kaltluftzufuhr bis zum 26. März aufrecht erhalten kann. Ob es dabei so kühl wird, wie von den Amerikanern berechnet, bleibt abzuwarten, denn im Vergleich zu den Kontrollläufen bildet diese Variante die kälteste Entwicklung ab.

Nachfolgend wird es milder und die Temperaturen pendeln sich ab dem 26. März in einen für die Jahreszeit typischen Bereich ein. Die Niederschlagsneigung ist um den 20. März erhöht, schwächt sich bis zum 27. März ab und steigt Anfang April in den leicht erhöhten Bereich an.

Die Temperaturprognose der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
24. März +1 bis
+15 Grad
+6 bis
+8 Grad
28. März +3 bis
+16 Grad
+8 bis
+10 Grad
2. April +4 bis
+17 Grad
+9 bis
+11 Grad
Diagramm Temperaturen März 2020
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe März 2020 von zu kalt, normal, zu warm

Major-Warming in Stratosphärenhöhe

Ein kurzes Update noch zur plötzlichen Stratosphärenerwärmung, was wir in den letzten Tagen bereits mehrfach besprochen haben. Das Phänomen bleibt nahezu unverändert. Jedoch im Unterschied kippen nun die Randfaktoren wie AO- und NAO-Index bis Anfang April in den neutralen bis leicht negativen Bereich. Das spricht zum einen für einen instabiler werdenden Polarwirbel und auch einer Zunahme von hohem Luftdruck auf dem Atlantik. Beides ist in Summe für den Frühling weniger zuträglich.

Von diesem Warming (li.) kann sich die obere Schicht des Polarwirbels nicht mehr erholen und geht in ein Final-Warming über (re.)
Von diesem Warming (li.) kann sich die obere Schicht des Polarwirbels nicht mehr erholen und geht in ein Final-Warming über (re.) © www.meteociel.fr

Langfristprognose für den Frühling und Sommer 2020

März 2020

Der März soll nach der aktuellen Wetterprognose des Langfristmodells um +1 bis +2 Grad gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu warm ausfallen. In der Niederschlagsbilanz wird der Osten von Deutschland zu trocken und der Westen normal berechnet. Das spricht im Wesentlichen für eine ab der Monatsmitte zunehmende Hochdruckdominanz.

April 2020

Der April wird mit einer Differenz von +0,5 bis +1,5 Grad im Vergleich zum vieljährigen Durchschnittswert etwas zu warm simuliert. Die Niederschlagsprognose ist gegenüber dem vieljährigen Sollwert als normal und im Trend leicht zu trocken zu bewerten.

Mai 2020

Für den Mai zeichnet sich mit einer Differenz von +1 bis +2 Grad eine zu warme Temperaturentwicklung ab. Die Niederschlagsprognose aber ist als normal und im Trend als leicht zu trocken ausgegeben.

Juni 2020

Mit einer Differenz von +1 bis +2 Grad soll der Sommer 2020 mit dem Juni zu warm starten. Die Niederschlagsprognose wurde von neutral auf negativ korrigiert. Anders formuliert soll der Juni deutlich zu trocken ausfallen.

Juli 2020

Als durchwachsen ist der zweite Sommer-Monat Juli zu bewerten. Die Niederschlagsbilanz kann im Trend auch leicht positiv - und damit zu nass - ausfallen, wobei das im Juli häufiger Gewitter sind, die für den Niederschlag sorgen. Die Temperaturabweichung aber ist auch im Juli mit +0,5 bis +2 Grad zu warm berechnet.

August 2020

Ganz ähnlich wie der Juli soll auch der letzte Sommer-Monat - der August - mit einer Differenz von +0,5 bis +2 Grad zu warm ausfallen. Die Niederschlagsprognose ist allerdings als leicht zu trocken zu bewerten.

Abweichungen der Temperaturen im Frühling und Sommer gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
März 2020 +1 bis +2 Grad Trend: normal bis zu trocken
April 2020 +0,5 bis +1,5 Grad Trend: normal bis zu trocken
Mai 2020 +1 bis +2 Grad Trend: normal bis leicht zu trocken
Juni 2020 +01 bis +2 Grad Trend: zu trocken
Juli 2020 +0,5 bis +2 Grad Trend: normal, etwas zu nass
August 2020 +0,5 bis +2 Grad Trend: normal, etwas zu trocken
Diagramm der Temperaturentwicklung Frühling und Sommer 2020
Diagramm der Temperaturentwicklung Frühling und Sommer 2020

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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