Wetter Sommer 2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2020 aktuelle Wetterprognose vom 16.03.2020 - Frühlingsduft oder Winterluft?

Frühsommerlich warm, oder spätwinterlich kalt? Die Großwetterlage stellt sich auf markante Art und Weise um und führt neben frühsommerlich warmen Werten auch wieder kühlere Luftmassen nach Deutschland. Aber auch der Polarwirbel steht vor einer gravierenden Veränderung.

Zwischen Frühling und Spätwinter
Zwischen Frühling und Spätwinter © Martin Bloch

Ein sog. Hochdruckrücken spannt sich im Verlauf der kommenden Woche von den Azoren bis über das östliche Europa auf und führt aus südwestlichen Richtungen sehr warme Luftmassen nach Deutschland. Die Niederschlagstätigkeit beschränkt sich auf ein paar Schauer, die im Wochenverlauf zunehmen und örtlich mit Gewitter einhergehen können.

Die Temperaturen erreichen über dem Norden Werte von bis +15 Grad, dem Westen und Osten bis +18 Grad und über dem Süden örtlich bis +22 Grad. Ab dem Freitag beginnt der Wind sich auf nördliche Richtungen zu drehen und leitet einen Temperatursturz ein, was zum Samstag wieder Schnee- und Graupelschauer bis auf tiefere Lagen herab ermöglicht. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter März 2020.

Ein markanter Temperaturrückgang sorgt am Wochenende für spätwinterliche Wetterereignisse
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Ein markanter Temperaturrückgang sorgt am Wochenende für spätwinterliche Wetterereignisse
© www.meteociel.fr

Wetterprognose des europäischen Wettermodells: April-Wetter

Nach der Wetterprognose des europäischen Wettermodells verlagert sich das Hoch zum Wochenende über Skandinavien und leitet bis zum Sonntag einen weiteren Kaltluftschwall nach Deutschland ein, was die Tageswerte auf+0 bis +6 Grad zurückgehen lassen kann. Klart es in den Nächten auf , so gehend die Werte auf -5 bis 0 Grad zurück. Mit mäßigem Nachtfrost kann am Wochenende gerechnet werden.

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Spätwinter nur von kurzer Dauer

Das Hoch verlagert sich im Zeitraum vom 23. bis 26. März rasch nach Osten und liegt mit seinem Kerngebiet zum 26. März über dem westlichen Russland. Im Prozess der Verlagerung werden wieder mildere Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt, was die Tageswerte auf +5 bis +10 Grad ansteigen lassen kann. Die Gefahr von Nachtfrost aber bleibt bestehen.

Im gesamten Zeitraum wird es immer wieder zu - lokalen - Schauern kommen, die zum Teil bis auf tiefere Lagen herab als Graupelschauer niedergehen können.

Ein meridionales Strömungsmuster sorgt für ein Auf und Ab der Temperaturen
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Ein meridionales Strömungsmuster sorgt für ein Auf und Ab der Temperaturen © www.meteociel.fr

Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells: Der Frühling ist in Lauerstellung

Die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells schwankt derzeit stark hin und her, was mit dem möglichen Major-Warming in Stratosphärenhöhe auch so zu erwarten war. In Summe aber zeichnet sich eine Entwicklung ab, die nicht gerade für einen nachhaltigen Durchbruch des Frühlings spricht.

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Skandinavienhoch

Im Schwerpunkt liegt im Zeitraum vom 23. bis 29. März ein Hochdruckgebiet zwischen Skandinavien und dem westlichen Russland. Dabei dominiert das Hoch im Verbund mit einem Tief über der Mittelmeerregion die Grundströmung über Mitteleuropa. Anders formuliert kommt der Wind aus überwiegend östlichen Richtungen, was die Temperaturen mit +2 bis +6 Grad und örtlich bis +10 Grad in einem für die Jahreszeit zu kühlen Bereich berechnet. Schnee- und Graupelschauer wären weiterhin bis auf tiefere Lagen nicht auszuschließen.

Und der Frühling?

Der Frühling muss bei dieser Konstellation hinten anstehen. Zwar ist das Konstrukt - was das amerikanische Wettermodell berechnet - sehr fragil und in den kommenden Stunden ist noch mit Veränderungen - auch in die deutlich zu warme Richtung - zu rechnen, doch deutet sich in den Vorhersage-Modellen eine vom 20. bis 26. März insgesamt zu kühle bis gemäßigt kühle Temperaturentwicklung ab.

Der Frühling muss warten
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Der Frühling muss warten © www.meteociel.fr

Auf den Punkt gebracht: Die Prognosen sind zu kalt

Der Kaltluftdurchbruch zum Wochenende wird von den Kontrollläufen nicht mehr umfassend gestützt - vor allem nicht für die südlicheren Regionen. Die Temperaturen in 1.500 Meter Höhe liegen über dem Norden bei -6 Grad und über dem Süden bei -1 Grad. Schnee- und Graupelschauer sind über der Nordhälfte sehr wahrscheinlich, während über dem Süden auch Regenschauer niedergehen können.

Das eigentlich Interessante aber ist der Zeitabschnitt nach dem 23. März, also dann, wenn das Hoch über Skandinavien endgültig Position bezieht. Im Vergleich zu den Kontrollläufen ist das amerikanische Wettermodell ein deutlich zu kalter Ausreißer und weist im Vergleich zu den Kontrollläufen eine Differenz von 9 Grad auf. Nun ist die Wetterprognose der Amerikaner aber nicht unbedingt eine Spinnerei, sie bildet lediglich eine Variante ab, die durch ein mögliches Major-Warming in Stratosphärenhöhe zustande kommen kann.

Andes formuliert ist eine für die Jahreszeit zu kalte Temperaturentwicklung in der letzten März-Dekade nicht auszuschließen, doch der Wettertrend der Kontrollläufe zeigt ein nach dem 24. März ansteigendes Temperaturniveau, was die Tageswerte in einem Bereich von +10 bis +15 Grad einpendeln lässt. Und das macht noch einmal deutlich, wie stark die Abweichung des amerikanischen Wettermodells von den Kontrollläufen ist.

Dass das Wetter aber weitgehend von einem Hochdrucksystem dominiert wird, zeigt sich in der schwachen Niederschlagsprognose der Kontrollläufe.

Die Temperaturprognose der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
22. März -1 bis
+12 Grad
+4 bis
+6 Grad
26. März +4 bis
+18 Grad
+10 bis
+12 Grad
31. März +0 bis
+19 Grad
+10 bis
+12 Grad
Diagramm Temperaturen März 2020
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe März 2020 von zu kalt, normal, zu warm

Major-Warming in Stratosphärenhöhe

Wir sind in den Wetterprognosen April und Ostern 2020 einmal näher auf das Phänomen der plötzlichen Stratosphärenerwärmung eingegangen.

Zum aktuellen Stand erreicht das Warming in Stratosphärenhöhe seinen Höhepunkt mit einem Temperaturanstieg von bis zu 72 Grad am 22. März. Nachfolgend zeichnet sich keine Erholung mehr des Polarwirbels in Stratosphärenhöhe ab. Ob es sich dabei um das saisonale Final-Warming handelt bleibt noch abzuwarten. Die Windgeschwindigkeiten bleiben entlang des 65. Breitengrades noch positiv.

Der Frühling muss warten
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Der Frühling muss warten © www.meteociel.fr

Warum ist das Major-Warming so bedeutend? Setzt es sich durch, beginnt sich der Polarwirbel von oben herab abzuschwächen und in den unteren Luftschichten kommt es zu kräftigen Verwerfungen. Auszugehen ist, dass dies nach dem 23. März der Fall sein wird, was mit den starken Schwankungen der Vorhersage-Modelle im Zusammenhang stehen kann.

Die Folge daraus?

Ein Major-Warming hatte in der Vergangenheit häufiger ein meridional geprägtes Zirkulationsmuster hervorgebracht, bei der nicht selten ein Hoch über Skandinavien der Hauptakteur war. Bei einem meridionalem Muster ist sowohl eine zu warme, als auch eine zu kalte Entwicklung bei einer schwachen Niederschlagsleistung möglich.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,56 +2,17 +1,48 633 l/m² - etwas zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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