Wetter Sommer 2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2020 aktuelle Wetterprognose vom 15.03.2020 - Der Spagat zwischen Spätwinter und Frühling

Mäßiger Nachtfrost mit spätwinterlichen Wettererscheinungen, oder setzt sich das warme Frühlingswetter durch? Die Großwetterlage gilt als gesichert, doch wenige hundert Kilometer entscheiden zwischen einer warmen oder kalten Witterung.

Spätwinterliche Wettererscheinungen zum kalendarischen Frühlingsbeginn bleiben ein Thema
Spätwinterliche Wettererscheinungen zum kalendarischen Frühlingsbeginn bleiben ein Thema

Jeden Tag wird es nun etwas wärmer und der Frühling setzt sich im Verlauf der Woche durch. Zunächst erreichen die Werte +10 bis +15 Grad, doch zur Wochenmitte sind +14 bis +18 Grad und zum Donnerstag sind über dem Süden mit bis +22 Grad schon frühsommerlich warme Werte möglich.

 

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Die Sonne zeigt sich über dem Süden häufiger als über dem Norden und bis Mittwoch ist nur vereinzelt mit etwas Niederschlag zu rechnen. Ab der Wochenmitte quellen die Wolken auf und die Neigung zu Schauern nimmt zu, die örtlich mit Gewittern einhergehen können. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter März.

Außergewöhnlich warmes Frühlingswetter
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Außergewöhnlich warmes Frühlingswetter
© www.meteociel.fr

Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Markanter Temperatursturz

Zu verdanken ist die Wärme einem Hochdruckgebiet, welches sich flach über Mitteleuropa legt und mit Hilfe einer Südwestströmung die warmen Luftmassen nach Deutschland pumpt. Doch sieht man auf der oben gezeigten Wetterkarte, dass sich auf dem Atlantik ein weiteres Hochdruckgebiet nach Norden in Richtung Grönland aufwölbt und ein meridionales Strömungsmuster (Nord-Süd, Süd-Nord) initialisiert. Das bedeutet das vorzeitige Ende der Frühlingsgefühle.

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Spätwinterliche Wetterscheinungen

Das Hoch auf dem Atlantik wird bis zum 21. März zunehmend kräftiger und verlagert sich mehr und mehr in Richtung Skandinavien. An seiner Ostflanke werden sehr kalte Luftmassen nach Süden geführt, die ab dem 21. März auch Deutschland erreichen können.

Bis zum 23. März liegt das Hoch zwischen Skandinavien und Deutschland in einer Position, mit der die Zufuhr arktischer Kaltluftmassen weiterhin aufrecht gehalten wird. Die Folge daraus ist ein jähes Ende der örtlich schon frühsommerlichen Witterung. Erreichen die Werte am 20. März noch +14 bis +18 Grad und örtlich bis +20 Grad, so wird es von Norden rasch kühler und zum 23. März sind Werte zwischen +2 bis +7 Grad zu erwarten.

Mäßiger Nachtfrost

Die Schauer gehen bis auf tiefere Lagen in Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer über und ab den mittleren Lagen kann sich auch eine - dünne - Schneedecke ausbilden (Schneeprognose). Klart der Himmel zudem noch auf, so können in den Nächten die Tiefstwerte auf -5 Grad absinken. Sind Wolken vorhanden, bleiben die Nächte frei von Frost.

Dem Vorfrühling wird ein jähes Ende bereitet
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Dem Vorfrühling wird ein jähes Ende bereitet © www.meteociel.fr

Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells: Der Frühling bekommt seine Chance

Die Entwicklung der Großwetterlage ist nach der Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells der des europäischen Wettermodells sehr ähnlich, was die Veränderung der Großwetterlage als gesichert darstellen lässt. Jedoch unterscheiden sich die Varianten in den Positionen und belegt nochmals das seit Tagen besprochene breite Spektrum zwischen warm und kalt.

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Kurz kühler - Nachtfrost

Das Hoch verlagert sich am 21. März zügig nach Osten und positioniert sich zum 22. März über dem südlichen Skandinavien. An der Ostflanke des Hochdruckgebietes werden kurzzeitig kühlere Luftmassen nach Deutschland geführt, was die Tageswerte am 21. und 22. März auf +4 bis +8 Grad absinken lassen kann. In den meist klaren Nächten können die Werte auf -5 bis 0 Grad absinken, bleiben über dem Westen aber voraussichtlich im leicht positiven Bereich.

Frühlingshaft mild

Nachfolgend kippt das Hoch nach Osten ab und die Hochdruckachse dehnt sich nach Süden aus. Damit wird der Kaltluftzustrom über dem östlichen Europa nach Süden abgeleitet. Deutschland, Österreich und die Schweiz bekommen quasi nur den Streifschuss ab.

Mit viel Sonnenschein erreichen die Temperaturen bis zum 24. März Werte zwischen +8 bis +12 Grad und örtlich bis +14 Grad und in den Nächten ist mit leichtem Frost zu rechnen. Ab dem 24. März aber verlagert sich der Hochdruckkern zwischen Skandinavien und dem westlichen Russland, was über Mitteleuropa zu einer südlichen bis südwestlichen Grundströmung führen kann. Bei einem leicht unbeständigen Wettercharakter erreichen die Temperaturen rasch Werte zwischen +15 bis +20 Grad und örtlich sind wieder frühsommerliche Werte von bis +22 Grad möglich.

Frühlingshaft milde Luftmassen werden nach Deutschland geführt
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Frühlingshaft milde Luftmassen werden nach Deutschland geführt © www.meteociel.fr

Auf den Punkt gebracht: warm oder kalt?

Kaltluftausbrüche sind im Zeitraum vom 20. März bis 10. April etwas völlig normales, was mit dem ansteigenden Sonnenstand, der unterschiedlich schnell erwärmenden Land- und Wassermassen und den instabil werdenden Polarwirbel zu tun hat. Größere Turbulenzen und Verwerfungen in den Berechnungen sind also zu erwarten und stellen nichts außergewöhnliches dar.

Was nach wie vor als gesichert gilt, ist die Veränderung der Großwetterlage. Die seit Dezember anhaltende Zonalisierung hat vorerst ausgedient und wird nun durch ein meridional strukturiertes Strömungsmuster ersetzt (Ausgleichsverhalten). Das Problem bei meridionalen Grundströmungen aber ist die Positionierung der Wettersysteme, denn diese entscheiden zwischen einem warmen und kalten Temperaturcharakter. Nicht selten läuft das in einer hohen Taktung ab - dann spricht man vom Aprilwetter.

Schaut man sich die Kontrollläufe an, so ist nur mit einer kurzen Phase kühlerer Temperaturen zu rechnen. Im Zeitraum vom 20. bis 24. März sinken die Werte in etwa 1.500 Meter auf -5 bis -10 Grad ab. In tieferen Lagen hätte das Tageswerte von +4 bis +8 Grad zur Folge was ausreichend ist, um zu dem einen oder andern Graupelschauer zu ermöglichen - auch Nachtfröste sind in diesem Zeitraum sehr wahrscheinlich.

Für die Jahreszeit zu mild

Nach dem 24. März berechnen - und bestätigen - die Kontrollläufe einen milderen Temperaturtrend. Die Höhentemperaturen erreichen Werte von +0 bis +5 Grad, was die Werte über tieferen Lagen auf +10 bis +15 Grad ansteigen lassen kann. Das ist für Ende März etwas zu mild.

Hochdruckdominanz

Dass das Wetter in der letzten März-Dekade weitgehend von einem Hochdruckgebiet dominiert wird, spiegelt sich auch in der Niederschlagsprognose wieder, die um den 20. März mäßig erhöht, sonst aber schwach ausgeprägt ist (Schauer).

Die Temperaturprognose der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
21. März +0 bis
+18 Grad
+4 bis
+6 Grad
25. März +0 bis
+15 Grad
+9 bis
+11 Grad
30. März +4 bis
+19 Grad
+9 bis
+11 Grad
Diagramm Temperaturen März 2020
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe März 2020 von zu kalt, normal, zu warm

Das Wetter Verändert sich nachhaltig. Was das für Auswirkungen auf das Wetter Anfang April und in der Zeit vor Ostern haben kann, erläutern wir heute Abend gegen 20:00 Uhr in einem ersten Wettertrend Wetter Ostern 2020.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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