Wetter Sommer 2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2020 aktuelle Wetterprognose vom 14.03.2020 - Ein markanter Temperatursturz zum Frühlingsbeginn

Temperatursturz mit spätwinterlichen Wetterereignissen und strengem Nachtfrost? So lautet die Wetterprognose der beiden Vorhersage-Modelle zum Beginn des kalendarischen Frühlings, doch wie wahrscheinlich ist diese Wetterentwicklung?

Spätwinterliche Wettererscheinungen zum kalendarischen Frühlingsbeginn
Spätwinterliche Wettererscheinungen zum kalendarischen Frühlingsbeginn

Hoher Luftdruck dehnt sich von den Azoren über Mitteleuropa aus und sorgt bis zum 18. März für eine nachlassende Niederschlagsneigung, zunehmenden Sonnenschein und ansteigende Temperaturen.

Verbreitet erreichen die Temperaturen bis zum Mittwoch Werte von +14 bis +18 Grad und örtlich kann die +20 Grad Marke erreicht werden. Der Wind kommt schwach aus meist unterschiedlichen Richtungen. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter März.

Warmes Frühlingswetter
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Warmes Frühlingswetter
© www.meteociel.fr

Markanter Temperatursturz: Der Schein des Frühlings trügt

Auch heute wieder stimmen die Wetterprognosen der Vorhersage-Modelle bis zum 22. März weitgehend überein. Man kann schon auf der oben gezeigten Wetterkarte das ab dem 18. März aufstrebende Hoch auf dem Atlantik erkennen, was nachfolgend seine Position über Island und England und bis zum 21. März über Skandinavien verlagern wird.

Spätwinterliche Wetterscheinungen

Die Folgen der Verlagerung des Hochdrucksystems ist die Advehierung kalter Luftmassen aus nördlichen Richtungen. Das europäische Wettermodell berechnet bspw. für den 21. März Tageswerte von +4 bis +8 Grad, während die Amerikaner das Temperaturniveau mit +1 bis +6 Grad noch etwas tiefer hängen.

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Mit einer strammen Nordostströmung gelangen sowohl kältere, als auch feuchte Luftmassen nach Deutschland, Österreich und der Schweiz, was die Schauerneigung ansteigen und die Schneefallgrenze bis auf die mittleren Lagen absinken lassen kann. Auch über tiefere Lagen wären zum kalendarischen Frühlingsbeginn Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer möglich.

Beide Wettermodelle stimmen mit ihren Berechnungen eines Kaltluftzustroms überein
Wetterprognose des europäischen Wettermodells (li.) und des amerikanischen Wettermodells (re.): Beide Wettermodelle stimmen mit ihren Berechnungen eines Kaltluftzustroms überein © www.meteociel.fr

Strenger Nachtfrost

Sollten die Wettervorhersagen der beiden Prognose-Modelle exakt so eintreten, wäre mit nächtlichen Temperaturen von -2 bis -8 Grad zu rechnen. Schaut man sich die Vegetation an, so ist diese schon weit fortgeschritten und viele Pflanzen und Bäume treiben mittlerweile aus. Die frühlingshaft milden Temperaturen der kommenden Woche werden diesen Prozess noch weiter beschleunigen. Aus Sicht der Vegetation ist dieser strenge Nachtfrost alles andere als erwünscht.

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Zwischen Frühling und Spätwinter

Klar ist, dass sich das Hoch zum 20. März nach Norden wird aufwölben können und die damit seit Monaten anhaltende Westwindzirkulation beendet und durch eine meridionale Großwetterlage wird ersetzen können. Unklar bleibt indessen, wie lange der Kaltluftzustrom anhalten wird.

Frühlingshaft mild

Geht es nach der Wettervorhersage der Europäer, verlagert sich das Hoch sehr weit nach Osten und liegt zum 24. März mit seinem Kerngebiet über dem westlichen Russland. Zeitgleich aber dreht sich über der Mittelmeerregion ein Tiefdrucksystem ein, was mit Hilfe des Hochdruckgebietes warme Luftmassen aus südöstlichen Richtungen nach Deutschland, Österreich und der Schweiz führt. Den spätwinterlichen Wetterereignissen folgen mit +14 bis +18 Grad und örtlich bis +20 Grad rasch frühlingshaft milde Temperaturwerte nach. Frostschäden würden sich demnach in Grenzen halten können.

Frühlingshaft milde Luftmassen werden nach Deutschland geführt
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Frühlingshaft milde Luftmassen werden nach Deutschland geführt © www.meteociel.fr

Die zu kalte letzte März-Dekade

Anders sieht die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells aus. Der Hochdruckkern verlagert sich bis zum 23. März über das südliche Skandinavien und verstärkt den Kaltluftzustrom in Richtung Deutschland noch etwas, was in der Nacht auf den 24. März die Temperaturen auf -2 bis -8 Grad und örtlich bis auf -10 Grad absinken lassen kann.

Vom 23. bis 26. März verlagert sich das Hoch ebenfalls nach Osten und positioniert sich über dem westlichen Russland. Doch im Gegensatz zu den Europäern wird die Hochdruckbrücke zum Azorenhoch aufrecht gehalten. In Verbindung mit einem Tiefdruckgebiet über der Mittelmeerregion werden aus östlichen Richtungen gemäßigt kühle Luftmassen nach Deutschland geführt, was die Tageswerte in einen Bereich von +5 bis +10 Grad einpendeln lässt. In den Nächten ist nur noch mit leichtem Frost zu rechnen. Nichtsdestotrotz sind diese Werte - im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert - für die Jahreszeit zu kühl.

Die gestörte Zirkulation mit einer mäßig kühlen Ostströmung
Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells: Die gestörte Zirkulation mit einer mäßig kühlen Ostströmung © www.meteociel.fr

Auf den Punkt gebracht: Warm und kalt - beides möglich

Vergleicht man die Wetterprognosen der Vorhersage-Modelle, so sind diese sich in ihrer Grundstruktur weitegehend einig, doch - minimale - Veränderung in der Konstellation können darüber entscheiden, ob die letzte März-Dekade zu kalt, oder zu warm ausfallen wird. Sicher ist, dass die Großwetterlage sich verändern und die Niederschlagstätigkeit nachlassen wird.

Wetterprognose der Kontrollläufe: Kaltlufteinbruch wird bestätigt

Der frühlingshaft milde Wetterabschnitt wird bis zum 19. März bestätigt. Nachfolgend kommt es zu einem regelrechten Temperatursturz von bis zu 17 Grad. Aus +14 bis +18 Grad werden bis zum 22. März +1 bis +8 Grad und in den Nächten vom 21. bis 24. März werden im Mittel Nachtfröste von -1 bis -4 Grad berechnet.

Nach dem 24. März bestätigen die Kontrollläufe mit einem Mittelwert von +8 bis +10 Grad ein ansteigendes Temperaturniveau und die Neigung zu Nachtfrost nimmt ab.

Mäßige Niederschlagsprognose

Mit vermehrten Niederschlägen (meist in Form von Schauern), ist vom 19. bis 22. März zu rechnen. Sonst bleibt das Niederschlagsniveau in einem schwachen Bereich. Das kann aber ab den mittleren Lagen für die eine oder andere Schneedecke ausreichend sein, was in der Schneeprognose vorsichtig angedeutet wird.

Die Temperaturprognose der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
20. März +0 bis
+16 Grad
+7 bis
+10 Grad
24. März -2 bis
+12 Grad
+4 bis
+6 Grad
29. März +1 bis
+17 Grad
+8 bis
+10 Grad
Diagramm Temperaturen März 2020
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe März 2020 von zu kalt, normal, zu warm

Major-/ Final-Warming in Stratosphärenhöhe

Auch dieses Phänomen wird für den 20./22. März mit einem anschließendem Final-Warming heute erneut bestätigt, was die Entwicklung der Großwetterlage vom 24. bis 28. März alles andere als gesichert gelten lässt. Da werden in den kommenden Stunden in den Vorhersage-Modellen noch eine ganze Reihe von deutlich zu warmen, aber auch von zu kalten Berechnungen zu sehen sein.

Warum? Bedingt durch das Major-Warming wir der Polarwirbel in den unteren Luftschichten deutlich instabiler werden und neigt entlang seiner Polarfront zu kräftigen Verwerfungen, deren Positionen - im Moment - nicht absehbar sind, was wir in der April-Prognose einmal näher erläutert haben.

Major-Warming in Stratosphärenhöhe (li.) mit unterschiedlichen Auswirkungen auf den Polarwirbel: die Kalte (mi.) und die warme Variante (li.)
Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells und der Kontrollläufe: Major-Warming in Stratosphärenhöhe (li.) mit unterschiedlichen Auswirkungen auf den Polarwirbel: die Kalte (mi.) und die warme Variante (li.) © www.meteociel.fr

Der Abschied von der Westwindzirkulation

Was man nach den letzten - zu warmen - Wintern hat beobachten können, dass im Februar oder März nachfolgend die zonale Grundströmung in ein meridionales Zirkulationsmuster kippte und weite Teile des Frühlings und auch Sommers beeinflusste. Das scheint sich in 2020 wiederholen zu wollen.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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