Wetter Sommer 2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2020 aktuelle Wetterprognose vom 04.03.2020 - Vom Frühling, Spätwinter und einer Sturmwetterlage ist alles möglich

Der Frühling stottert im März - ganz so wie er es auch soll. Schließlich ist der März der Übergangsmonat vom Winter in den Frühling und besticht häufiger mit einer abwechslungsreichen Wetterlage.

Schauerwetter
Schauerwetter

Die Woche ist bis einschließlich dem Wochenende von einem unbeständigen Wettercharakter geprägt. Immer wieder kommt es zu Schauern unterschiedlichster Intensität, die bis auf tiefere Lagen herab als Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer niedergehen können. Am Donnerstag sind im Schwerpunkt südlich der Linie von Köln und Berlin auch länger andauernde und ergiebige Niederschläge möglich.

 

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Der meist aus westliche Richtungen kommende Wind lebt phasenweise böig auf und kann über den exponierten Lagen für stürmische Windböen sorgen. Zwischen den Schauern ist auch mit etwas Sonnenschein zu rechnen, der zum Wochenende zahlreicher in Erscheinung treten kann. Die Temperaturen pendeln sich auf +4 bis +8 Grad und können mit +2 Grad darunter oder mit bis +10 Grad mancherorts darüber liegen. In den Nächten ist mit Frost zu rechnen. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter März 2020 .

Kein Frühlingswetter bis zum Wochenende
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Kein Frühlingswetter bis zum Wochenende
© www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Das Potential für Starkwindereignisse steigt wieder an

Nach der aktuellen Wetterprognose der Europäer bleibt die Wetterentwicklung vom 9. bis 14. März wie gehabt. Der Kaltluftzustrom über dem östlichen Kanada geht unentwegt in Richtung Neufundland und lässt zwischen Grönland und Island kräftige Tiefdruckgebiete entstehen.

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Kein aufbäumendes Hoch

In den letzten Tagen gab es hin und wieder einen Ansatz, der das Azorenhoch nach Norden - in Richtung Skandinavien - hat aufwölben lassen. Doch bereits in den letzten Stunden wurde diese Variante vom europäischen Wettermodell zurück gerechnet und so hat die atlantische Frontalzone viel Spielraum, um sich in Richtung Mitteleuropa zu entwickeln.

Die nächste Sturmserie

Die atlantische Frontalzone kann sich nahezu ungehindert bis zum 12. März über Skandinavien positionieren und das südliche gelegene Hoch regelrecht plattdrücken. Zwischen den Systemen erhöht sich die Gradientendichte und was folgt ist eine vom 10. bis 14. März erhöhte Windaktivität, was zugleich das Potential von Starkwindereignissen ansteigen lässt.

Da die Tiefdruckgebiete auf ihrer Vorderseite warme und auf ihrer Rückseite kühle Luftmassen nach Deutschland führen, ist mit einem Auf und ab der Temperaturen zu rechnen. Das Spektrum schwankt zwischen +4 bis +8 Grad und +10 bis +16 Grad.

Mal nasskalt, mal frühlingshaft mild: Eine hohe Wetteraktivität
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Mal nasskalt, mal frühlingshaft mild: Eine hohe Wetteraktivität © www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Aprilwetter

Eine neue Sturmserie wird in der Wettervorhersage der Amerikaner im Zeitraum nicht gestützt - windig ja, aber nicht stürmisch. Dafür liegt das Zentrum der atlantische Frontalzone zu weit über dem Norden und beeinflusst dennoch auf markante Art und Weise das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Radikaler Umbau innerhalb des Polarwirbels

Vor ein paar Tagen hatten wir über eine außergewöhnliche Entwicklung innerhalb des Polarwirbel berichtet, die heute von der >Prognose des amerikanischen Wettermodells gestützt wird. Die atlantische Frontalzone verbindet sich über die Barentssee mit einem mächtigen Tiefdruckwirbel über der Karasee und Sibirien.

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Kippende Tiefdruckachse

Sollte das tatsächlich so gelingen, so kippt die Tiefdruckachse innerhalb des Wirbels von Sibirien - Kanada auf Aleuten - Europäisches Nordmeer. Damit wird der Kaltluftzustrom über dem östlichen Kanada zum 13. März unterbunden und dem Azorenhoch offenbart sich die Chance nach Norden aufzukeilen und ein stark meridionales Strömungsmuster herbeizuführen. Deutschland, Österreich und die Schweiz würden in diesem Prozess noch auf der milderen Seite des Troges liegen, was sich grundsätzlich noch ändern kann.

Das Strömungsmuster innerhalb des Polarwirbel verändert sich
Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells: Das Strömungsmuster innerhalb des Polarwirbel verändert sich © www.meteociel.fr

Keine nachhaltige Entwicklung

Bedingt durch die Rotationsbewegung des Polarwirbels gegen den Uhrzeigerinn dreht sich das - wie in einem Karussell - einfach weiter und so gelangt die hohe Wetteraktivität bis zum 17. März erneut über Kanada. Dort liegen ausreichend Schnee und sehr kalte Luftmassen und so wird der Kaltluftzustrom in Richtung Neufundland im Zeitraum vom 15. bis 19. März wieder in Gang gesetzt. Doch im Unterschied der letzten Tage flacht das Azorenhoch nicht ab, sondern kippt nach Osten in Richtung Skandinavien ab - auch diese Variante wurde in den letzten Tagen häufiger berechnet.

Blickt man in Richtung Kanada, so erkennt man zum 18./19. März den Aufbau eines sehr kräftigen Hochdrucksystems, was einen über Deutschland, Österreich und der Schweiz nachhaltig stabilen Wettercharakter bis weit in die letzte März-Dekade verschieben kann.

Das Skandinavienhoch bleibt ein Thema
Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells: Das Skandinavienhoch bleibt ein Thema © www.meteociel.fr

Auf den Punkt gebracht: Keine einfache Wetterentwicklung

Wenn man es sich einfach machen will, liegt man mit der Behauptung, dass der unbeständige und windige Wettercharakter auch in der zweiten März-Dekade anhalten wird, voraussichtlich richtig.

Doch so einfach ist das im Detail nicht. Die Verwerfungen innerhalb des Polarwirbels sind bemerkenswert und wird zu weiteren Reaktionen führen. Nicht selten endet das in einer erhöhten Wellenbewegung entlang der Polarfront und damit in einem meridionalen Strömungsmuster, bei der das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz sehr warm, aber auch nochmal spätwinterlich kalt ausfallen kann. Man kann es auch als Aprilwetter bewerten.

Normales März-Wetter

Das mit dem meridionalen Muster stützt der Mittelwert der Kontrollläufe. Nur dass eben der Trog zwischen Island und den Azoren niedergeht. So liegt Deutschland auf der milden (nicht warmen) Vorderseitenanströmung, was die Temperaturen im Zeitraum vom 15. bis 19. März auf +8 bis +12 Grad anstiegen lassen kann. Das ist für die Jahreszeit ein absolut normales Spektrum. Anders formuliert ist ein bis zum 20. März anhaltend unbeständiges und teils windiges März-Wetter bei Jahreszeit-typischen Temperaturwerten eine sehr wahrscheinliche Wetterentwicklung.

Meridionales Strömungsmuster, bei der Deutschland auf der milden Vorderseitenanströmung der Luftmassen liegt
Wetterprognose vom Mittelwert der Kontrollläufe: Meridionales Strömungsmuster, bei der Deutschland auf der milden Vorderseitenanströmung der Luftmassen liegt © www.meteociel.fr

Die Temperaturprognose der Kontrollläufe
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
10. März +4 bis
+11 Grad
+7 bis
+9 Grad
14. März +0 bis
+17 Grad
+6 bis
+8 Grad
19. März +0 bis
+20 Grad
+9 bis
+11 Grad
Diagramm Temperaturen März 2020
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe März 2020 von zu kalt, normal, zu warm

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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