Wetter Sommer 2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2020 aktuelle Wetterprognose vom 27.02.2020 - Sowohl der Spätwinter, als auch der Frühsommer bekommt seine Chancen

Heftige Wetterentwicklungen mit einem hohen Schadpotential stehen bevor. Und auch Anfang März zeichnet sich eine turbulente Wetterentwicklung ab, doch nachfolgend verändert sich die Großwetterlage mit zunehmender Wahrscheinlichkeit.

Die Großwetterlage bleibt bis auf weiteres turbulent, bevor sich im Verlauf der ersten März-Dekade das Strömungsmuster verändern kann
Die Großwetterlage bleibt bis auf weiteres turbulent, bevor sich im Verlauf der ersten März-Dekade das Strömungsmuster verändern kann

Ein heftiges Kontrastprogramm ist in den kommenden 72 Stunden zu erwarten. Eine Randtiefentwicklung sorgt am Abend und in der Nacht über dem Süden verbreitet für chaotische Straßenzustände in Verbindung mit kräftigem Schneefall und schweren Sturmböen bis hin zu orkanartigen Winden, so dass der Freitag mit tief verschneiten Landschaften beginnen kann, bevor zum Samstag die Werte über diesem Regionen auf +10 bis +15 Grad und örtlich bis +17 Grad ansteigen und die weiße Pracht bis auf höhere Lagen dahin schmelzen lässt. So etwas kennt man eigentlich nur vom April. Aber das verwundert nicht, hat sich doch der gesamte Winter bisher wie der März verhalten!

Dieser Luftmassenaustausch geht mit kräftigen Windereignissen einher und so sind zum Sonntag über dem Norden die nächsten schweren Sturm- und örtliche Orkanböen zu erwarten. Erst zum 2. und 3. März lässt die Wetteraktivität allmählich nach. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter März und der Schneeprognose.

Die Wetteraktivität schwächt sich Anfang März etwas ab
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Die Wetteraktivität schwächt sich Anfang März etwas ab
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Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Das Skandinavienhoch

Die Amerikaner haben diesen Wettertrend in den letzten Tagen häufiger verfolgt und heute zieht die Wetterprognose der Europäer nach.

Hochdruckaufbau

Die Schlüsselszene ist auf den 4. März zu datieren, denn an diesem Tag wird das Hoch über Skandinavien initialisiert und wirkt auf die atlantische Frontalzone wie eine Wand. Entscheidend wird für die weitere Wetterentwicklung sein, wie sich die Tiefdrucksysteme gegenüber dem Hoch verhalten werden. Bleiben diese auf Kurs und sammeln sich über Island, so ist es nur eine Frage der Zeit, bis das Hoch über Skandinavien nach Osten zurückweicht.

Unterwandern die Tiefdruckgebiete stattdessen das Hoch am südlichen Gradienten, so können sich über Deutschland, Österreich und der Schweiz weitere turbulente Wetterereignisse ergeben. Blockt das Hoch die atlantische Frontalzone aber nachhaltig, so kann sich auch eine Ost- bis Nordostwetterlage daraus ergeben, die den Frühling weit in die zweite März-Dekade hinein verschiebt.

Die Tiefdruckrinne wird in die Zange genommen

Die aktuelle Wetterprognose der Europäer sucht den Zwischenweg. Das Skandinavienhoch entsteht zum 5. März, wird aber bis zum 8. März nach Osten weggedrückt. Zeitgleich gewinnt das Azorenhoch aber an Kraft und wölbt sich nach Norden auf. Das alles sind Anzeichen einer nachhaltigen Umstellung der Großwetterlage. Zu groß sind diese Impulsstörungen, als dass sich die Westwetterlage noch weiter wird behaupten können. Eine meridional ausgerichtete Grundströmung wird zunehmend plausibel.

Gleich von zwei Seiten wird die Tiefdruckaktivität in die Zange genommen
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Gleich von zwei Seiten wird die Tiefdruckaktivität in die Zange genommen © www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Das Hoch kann auch anders

Die Position des Hochdrucksystems hat einem maßgeblichen Einfluss auf die Temperaturentwicklung. Denn neben der Ausbildung des Hochs über Skandinavien, gibt es noch die Variante einer südlichen Verlagerung. In diesem Fall liegt das Hoch über Mitteleuropa, bzw. dem östlichen Europa. Und dann geht das mit dem Frühling sehr schnell.

Von spätwinterlich bis frühsommerlich

So ist das mit den Schlüsselszenen. Heute Nacht berechneten die Wettervorhersage der Amerikaner noch eine spätwinterliche Nordostwetterlage mit nasskalten Temperaturwerten und Nachtfrösten. Heute nun die frühsommerlich warme Variante.

Der Grund für diese Entwicklung ist die Hochdruckposition, die um ein paar wenige tausend Kilometer weiter südöstlich berechnet wird. Das reicht aber aus, um die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik nur geringfügig abzuschwächen, doch laufen die Tiefdruckgebiete auf das Hoch auf und führen aus südwestlichen bis südlichen Richtungen sehr warme Luftmassen nach Deutschland, Österreich und der Schweiz. Wie warm kann es werden? Simuliert werden zum Beginn der zweiten März-Dekade Tageswerte von +12 bis +17 Grad und örtlich bis +20 Grad.

Baut sich hingegen das Hoch über Skandinavien auf, so liegen die Werte im Bereich von +4 bis +8 Grad. Wir haben nachfolgend einmal diese zwei Varianten von heute Nacht und heute Morgen gegenüber gestellt.

Zwischen Spätwinter und Frühsommer: Die Position des Hochdruckgebietes ist von entscheidender Bedeutung
Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells: Zwischen Spätwinter (li.) und Frühsommer (re.): Die Position des Hochdruckgebietes ist von entscheidender Bedeutung © www.meteociel.fr

Auf den Punkt gebracht: Die strukturelle Veränderung der Großwetterlage wird konkreter

Die Tiefdruckaktivität bleibt bis zum 4./5. März auf einem hohen Niveau und mit weiteren Niederschlägen und kräftigen Winden ist bei Jahreszeit-typischen Temperaturen zu rechnen. Auch sind weitere Schnee-, Schneeregen-, oder Graupelschauer bis auf tiefere Lagen herab möglich. Doch nachfolgend wird der Wettertrend der letzten Tage für einen Umbau der Großwetterlage gestützt, der sowohl in die deutlich zu trockene und zu warme (man erinnere sich an das Langfristmodell), als auch in die spätwinterliche Richtung gehen kann.

Wettertrend der Kontrollläufe: Die Amerikaner sind zu warm

In der Wetterprognose aber geht es um Wahrscheinlichkeiten und dass sich das Hoch über Mitteleuropa legt ist zwar eine Möglichkeit, doch zeigen die Kontrollläufe, dass diese Variante nicht gestützt wird und der Hauptlauf des amerikanischen Wettermodells als warmer Ausreißer gilt. Anders formuliert wird sich das in den kommenden Stunden noch verändern können.

Der Mittelwert der Kontrollläufe bewegt sich mit einem Spektrum von +4 bis +8 Grad vom 1. bis 13. März in einem Jahreszeit-typischen Umfeld. Die Wetteraktivität ist bis zum 7. März als hoch zu bewerten und sinkt nachfolgend in den leicht erhöhten Bereich ab. Das ist ein Fürsprecher des strukturellen Umbaus der Großwetterlage zu verstehen.

Die Winterprognose nach den Kontrollläufen
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
4. März +0 bis
+9 Grad
+4 bis
+6 Grad
8. März -4 bis
+16 Grad
+4 bis
+6 Grad
13. März -2 bis
+14 Grad
+6 bis
+8 Grad
Diagramm Temperaturen März 2020
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe März 2020 von zu kalt, normal, zu warm

Was sich im Tagesverlauf verändert hat, erläutern wir heute Abend gegen 20:00 Uhr an dieser Stelle.

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Update der Wetterprognose von 20:02 Uhr

Wetterwarnung

Der Wind bleibt heute Abend über Baden-Württemberg und Bayern noch ein Thema und auch die Schneefälle ziehen nun weiter nach Osten und sorgen über den süddeutschen Raum für teils chaotische Zustände. Der Wind und auch die Niederschläge lassen erst zur zweiten Nachthälfte nach. Ein weiteres Problem offenbart sich aber. Vor dem Wind schneit es teils kräftig, wobei es sich bei Werten von -2 bis +2 Grad um sehr nassen und damit schweren Schnee handelt, der in den Bäumen liegt. Zudem regnet es kurz vor dem Wind noch einmal kräftig in den Schnee rein und macht den Schnee noch schwerer. Pfeift nun der Sturm durch, knicken die Bäume wie Streichhölzer ein. Entsprechend hoch ist das Schadpotential über dem Süden einzustufen.

Warnhinweise beachten

Es empfiehlt sich südlich der Linie von Köln und Dresden die entsprechenden Unwetterwarnungen, den Warnlagenbericht, die Windprognose und die Schneeprognose zu beachten.

Unwetterartige Wetterereignisse sind über dem Süden zu erwarten
Wetterprognose nach dem europäischen Wettermodell: Aktuelle Windprognose und Schneeprognose - Unwetterartige Wetterereignisse sind über dem Süden zu erwarten
© windy.tv

Frühlingsgefühle am Samstag

Nein, der Winter bleibt nicht dauerhaft und der größte Teil der weißen Pracht dürfte schon am Freitag dahin geschmolzen sein. Wenn nicht, ist das spätestens am Samstag der Fall, wenn ein kräftiger bis stürmischer Wind aus südlichen Richtungen die Temperaturen verbreitet auf +8 bis +13 Grad ansteigen lässt. Über dem Westen und Südwesten sind örtlich bis +17 Grad möglich. Doch auch diese frühlingshaft milden Werte sind nicht von langer Dauer und bis zum 1. März sinken die Werte mit +4 bis +8 Grad auf einen für die Jahreszeit-typischen Bereich ab.

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Die Veränderung der Großwetterlage

Der Wettertrend zur Veränderung der Großwetterlage wurde im Tagesverlauf weithin gestützt, jedoch jeweils mit einer unterschiedlichen Entwicklung der Großwetterlage. Die warme Variante der Amerikaner von heute Morgen wurde zwischenzeitlich - wie zu erwarten war - verworfen.

Stattdessen kristallisieren sich zwei Varianten heraus. Entweder das Hoch positioniert sich über Skandinavien und blockiert die atlantische Frontalzone, oder aber das Azorenhoch keilt auf dem Atlantik nach Norden auf und blockiert dort die Tiefdruckgebiete. Beide Varianten würden das Strömungsmuster meridionalisieren lassen. Das Skandinavienhoch hätte neben einer kühlen auch eine wärmere Variante zu bieten, während das Hoch auf dem Atlantik eher zu einer nasskalten Nordwest- bis kalten Nordwetterlage führen kann.

Auch eine Trogwetterlage ist eine mögliche Wetterentwicklung
Wetterprognose nach dem amerikanischen Wettermodell: Auch eine Trogwetterlage ist eine mögliche Wetterentwicklung
© www.meteociel.fr

Worum es geht

Im Detail ist es zum aktuellen Stand noch gar nicht so wichtig, wie sich die Großwetterlage wird entwickeln können. Das wird sich in den kommenden Tagen noch mehrfach verändern können. Der Kern der Wetterprognosen aber berechnet eine strukturelle Veränderung der Grundströmung, was nachhaltige Auswirkungen auf den März und auch auf den Frühling 2020 haben kann.

Welche Wetterentwicklung hat das höchste Potential?

Die Kontrollläufe sind klar strukturiert und berechnen zwischen den Azoren, England, Deutschland, Skandinavien und dem östlichen Europa ein Hochdruckgebiet, dessen Aufwölbungstendenz bei England - und damit westlich von Deutschland, Österreich und der Schweiz - zu finden ist. Nasskalt ist eine Option.

Schaut man sich dazu noch die Grundstruktur des Polarwirbels an, so liegt die Hauptaktivität zwischen Alaska/Aleuten und der Kara- und Barentssee. Die Achse des Polarwirbels ist also in Richtung Mitteleuropa gerichtet. Das bietet Raum für allerlei Spekulationen, aber wie bereits erwähnt, ist das auch die Ursache für das breite Entwicklungsspektrum der Wetterprognosen der kommenden Tage. Wie das im Extremfall aber aussehen kann, haben wir einmal gegenübergestellt.

Der Mittelwert der Kontrollläufe (li.) und eine daraus möglich resultierende Extremvariante (re.)
Der Mittelwert der Kontrollläufe (li.) und eine daraus möglich resultierende Extremvariante (re.)
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Die Erkenntnis

Das Wetter bleibt turbulent und hat bis in den März hinein einen unbeständigen und windigen Charakter zu bieten. Dabei sind mal winterliche Wetterereignisse zu erwarten, gefolgt von frühlingshaft milden Werten. Im Wesentlichen aber pendeln sich die Temperaturen in einem für die Jahreszeit-typischen Bereich ein. Eine Schlüsselszene für die weitere Wetterentwicklung folgt zum 4./5. März, die zwischen einem frühen Frühlingsdurchbruch und einer Verlängerung des spätwinterlichen Wettercharakters sorgen kann. Zum aktuellen Stand hat ein für den März normales Temperaturniveau bei einer etwas erhöhten Niederschlagsneigung bis zum 13. März die höchsten Eintreffwahrscheinlichkeiten. Soweit der Stand!

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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