Wetter Sommer 2020 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Frühling und Sommer 2020 aktuelle Wetterprognose vom 18.02.2020 - Was folgt der Sturm- und Drangphase nach?

Eine frühlingshaft milde, oder spätwinterliche Wetterentwicklung - was folgt dem stürmischen Februar nach?

Schlägt sich der Frühling im März durch?
Schlägt sich der Frühling im März durch?

Der Wind pfeift im Verlauf der Woche über dem Norden recht kräftig und kann über den Küstenregionen und den exponierten Lagen teils stürmisch in Erscheinung treten, bevor der Wind zum Wochenende erneut an Intensität gewinnen und örtlich zu schweren Sturmböen führen kann.

Zwischendurch gibt es immer wieder Niederschläge, die am Dienstag, Mittwoch und in der Nacht auf den Freitag teils bis auf tiefere Lagen herab in Schnee übergehen können - örtlich auftretende Gewitter sind nicht auszuschließen. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Februar 2020.

Das Wetter verläuft weiterhin turbulent
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Das Wetter verläuft weiterhin turbulent
© www.meteociel.fr

Sturm zum Karneval?

Schaut man sich die nachfolgenden Wetterkarten der beiden Vorhersage-Modelle an, so erkennt man am Samstag, Sonntag, Rosenmontag und Faschingsdienstag ein erhöhtes Potential für sog. Randtiefentwicklungen, die im Detail schwer vorherzusagen sind.

Geht es nach der Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells, so bleibt der Wind gemäßigt, allenfalls mit kräftigen Winden ist über die Karnevalszeit zu rechnen. Simuliert werden Spitzenwindgeschwindigkeiten von 20 bis 60 km/h und örtlich bis 80 km/h.

Die Wettervorhersage der Europäer ist da schon etwas anders strukturiert. Der Wind pfeift am Sonntag mit Spitzen von 40 bis 60 km/h und örtlich bis 100 km/h über Deutschland hinweg. Verliert am Rosenmontag kurzzeitig an Intensität, bevor dieser zum Faschingsdienstag über dem Norden zwischen 40 bis 80 km/h und über den Küstenregionen bis 120 km/h erreichen kann. Mehr dazu in der Windprognose.

Das es sich um eine dynamisch-aktive Wetterlage handelt, werden sich die Details in den kommenden Stunden noch in die eine oder andere Richtung verschieben können. Die Gemeinsamkeiten aber sind bei Temperaturen von +10 bis +14 Grad und örtlich bis +18 Grad in außergewöhnlich warmen Werten zu finden.

Zum Karneval bleiben Randtiefentwicklungen ein Thema, die nach der Wetterprognose der Amerikaner schwächer (li.) und nach den Europäern stärker (re.) ausgeprägt sind
Zum Karneval bleiben Randtiefentwicklungen ein Thema, die nach der Wetterprognose der Amerikaner schwächer (li.) und nach den Europäern stärker (re.) ausgeprägt sind © www.meteociel.fr

Wie steht es um den Spätwinter?

Immer wen die Tiefdruckentwicklung so hoch ist, ergibt sich im nachfolgenden Zeitraum der Spielraum für andere Wetterentwicklungen. Das kann in Form eines kurzen und weniger nachhaltigen Downstream Developments, oder aber mit einer nachhaltigen Störung des Polarwirbels einhergehen.

Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Die Windaktivität hält sich bis zum Start in den Frühling hinein

Die Wettervorhersage der Europäer lässt erst gar keinen Spielraum für den Spätwinter entstehen. Zu kräftig ist die Struktur der Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik und zu kräftig ist der Kaltluftvorstoß über dem östlichen Kanada in Richtung Neufundland.

Und so wird sich der Wettercharakter nach den Europäern bis zum Start in den meteorologischen Frühling nicht verändern. Das Zirkulationsmuster kommt aus westlichen Richtungen und führt neben Wind- auch zahlreiche Niederschlagsfelder über Deutschland hinweg. Nach einer milderen Phase pendeln sich die Werte zum Monatswechsel auf Jahreszeit-typische Werte ein.

Die Wetteraktivität bleibt bis zum März auf einem hohen Niveau
Wetterprognose des europäischen Wettermodells: Die Wetteraktivität bleibt bis zum März auf einem hohen Niveau © www.meteociel.fr

Wettervorhersage des amerikanischen Wettermodells: Downstream Development

Die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells unterscheidet sich von den der Europäer nur unwesentlich. Die Tiefdruckaktivität ist und bleibt bis zum Start in den März auf einem hohen Niveau. Neben einem erhöhten Potential von Starkwindereignissen ist auch mit reichlich Niederschlag und einem Auf und Ab der Temperaturen zu rechnen.

Zwischen frühsommerlich warm und winterlichen Wettererscheinungen

Pünktlich zum Start in den meteorologischen Frühling aber zeichnet sich eine Veränderung des Strömungsmusters ab. Mit einer Downstream Bewegung kippt die Tiefdruckaktivität zum 2. März über das östliche Europa nach Süden ab. Dieser Impuls lässt das Hoch zwischen Portugal und Spanien nach Norden aufkeilen. Was folgt ist ein meridional ausgerichtetes Zirkulationsmuster (Nord-Süd, Süd-Nord), bei der Deutschland, Österreich und der Schweiz sowohl auf der warmen, aber auch kalten Seite liegen kann.

Nach der aktuellen Wettervorhersage wird das mit einer Hochdruckverlagerung über Mitteleuropa eher die warme Seite sein. Simuliert werden bspw. für den 3. März +8 bis +12 Grad und örtlich bis +15 Grad. Dazu gibt es reichlich Niederschlag. Rückt das Hoch noch etwas weiter nach Osten, so sind schnell frühsommerlich warme Werte möglich. Ob das aber so kommt, ist infrage zu stellen - zu markant und zu kräftig ist die Prognose der Amerikaner.

Anfang März zeichnet sich eine strukturelle Veränderung ab
Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells: Warmes Frühlingswetter? © www.meteociel.fr

Auf den Punkt gebracht: Die Amerikaner sind zu warm

Der Wettertrend ist seit einigen Tagen gefestigt und hat nach einer Warmphase vom 22. bis 26. Februar nachfolgend eine nasskalte Tendenz. Im Vergleich zu den Kontrollläufen ist die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells - mit Abstand - deutlich zu warm.

Anders formuliert ist die Vorhersage der Europäer zum aktuellen Stand plausibler, was auf einen wechselhaften, unbeständigen und windigen Start in den Frühling schließen lässt.

Die Winterprognose nach den Kontrollläufen
Tag Temperatur-Spektrum Temperatur-Mittelwert
24. Februar +3 bis
+15 Grad
+9 bis
+11 Grad
29. Februar -3 bis
+17 Grad
+5 bis
+7 Grad
4. März -1 bis
+16 Grad
+6 bis
+8 Grad
Diagramm Temperaturen März 2020
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe März 2020 von zu kalt, normal, zu warm

Langfristprognose für den Frühling und Sommer 2020

März

Der März 2020 wird mit einer Abweichung von +1 bis +3 Grad für die Jahreszeit zu warm berechnet. Die Niederschlagsentwicklung ist deutlich negativ (zu trocken). Das spricht im Wesentlichen für die Wetterprognose des amerikanischen Wettermodells (warmes Hoch über Mitteleuropa).

April

Auch der zweite Frühlings-Monat April wird im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert mit einer Abweichung von +1 bis +2 Grad deutlich zu warm berechnet. In der Niederschlagsbilanz ist ebenfalls eine negative Abweichung vom Sollwert auszumachen (zu trocken).

Mai

Der Mai war nach den letzten zu warmen Wintern immer ein Auffälliger Kandidat um normal/zu kühl und zu nass auszufallen. Dass das im Mai 2020 erneut der Fall sein kann, deutet die Langfristprognose mit einer Abweichung der Temperaturen von -0,5 bis +1 Grad an. Die Niederschlagsprognose ist als normal und im Trend leicht zu nass zu bewerten.

Juni

Der erste Sommer-Monat Juni hat eine Abweichung gegenüber dem langjährigen Mittelwert von +1 bis +2 Grad vorzuweisen. Die Niederschlagsentwicklung ist gegenüber dem vieljährigen Sollwert als neutral und im Trend leicht zu trocken einzustufen.

Juli

Ganz ähnlich wie der Juni soll auch der Juli verlaufen. Mit einer Differenz von +1 bis +2 Grad grundsätzlich für die Jahreszeit zu warm und in der Niederschlagsprognose unauffällig und im Trend leicht zu trocken.

August

Der August hat - wie der Mai - das Zeug dazu normal auszufallen. Die Abweichung beträgt gegenüber dem vieljährigen Durchschnittswert -0,5 bis +1 Grad und die Niederschlagsentwicklung ist im Vergleich zum Sollwert leicht positiv (etwas zu nass) einzustufen.

Abweichungen der Temperaturen im Frühling und Sommer gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
März 2020 +1 bis +3 Grad Trend: zu trocken
April 2020 +1 bis +2 Grad Trend: zu trocken
Mai 2020 -0,5 bis +1 Grad Trend: normal bis leicht zu nass
Juni 2020 +1 bis +2 Grad Trend: normal, etwas zu trocken
Juli 2020 +1 bis +2 Grad Trend: normal, etwas zu trocken
August 2020 -0,5 bis +1 Grad Trend: etwas zu nass
Diagramm der Temperaturentwicklung Frühling und Sommer 2020
Diagramm der Temperaturentwicklung Frühling und Sommer 2020

Die nächste Aktualisierung erfolgt heute Abend gegen 21:00 Uhr an dieser Stelle.

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Update der Wetterprognose von 20:45 Uhr

Die Struktur des Polarwirbels weist nach den Berechnungen des amerikanischen Wettermodells zum Start in den meteorologischen Frühling allmählich Schwächen auf, doch zieht der sog. AO-Index (Vereinfacht: Zustand des Polarwirbels) nicht mit und bleibt bis auf weiteres Positiv.

Ein neutraler NAO-Index

Interessant aber ist die zunehmend neutrale Tendenz des NAO-Index (Verhältnis Islandtief zu Azorenhoch), was das Hoch auf dem Atlantik ab dem 26. Februar Island ein Stück näher bringt und damit die Grundströmung über Deutschland, Österreich und der Schweiz auf nordwestliche bis westliche Richtungen drehen lassen kann. Nasskalte Temperaturwerte wären das Resultat daraus.

Eine meridionale Grundströmung

Die Großwetterlage kann - je nach Position des Hochdrucksystems - etwas wärmer, oder auch kälter ausfallen. Wir haben die beiden extremeren Varianten zur Veranschaulichung einmal gegenübergestellt. Was aber die Gemeinsamkeiten der letzten Wettervorhersagen ist, ist die Möglichkeit die zonale Wetterlage strukturell zu verändern. Ob daraus ein nachhaltiger Umbau der Großwetterlage wird, bleibt abzuwarten.

Keilt das Hoch über Mitteleuropa nach Norden auf, wird es warm (li.), keilt es weiter westlich auf, so hat der Spätwinter seine Chance (re.). Keilt das Hoch nicht auf, bleibt alles wie gehabt
Keilt das Hoch über Mitteleuropa nach Norden auf, wird es warm (li.), keilt es weiter westlich auf, so hat der Spätwinter seine Chance (re.). Keilt das Hoch nicht auf, bleibt alles wie gehabt
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Strukturelle Veränderungen sind machbar

Deutlicher wird der Ansatz von Veränderungen, wenn man sich die Druckanomalien bis zum 28. Februar einmal genauer anschaut.

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Was man sieht ist eine Verlagerung des Schwerpunktes des Polarwirbels in Richtung Barents- und Karasee. Damit wird es für den Polarwirbel zunehmend schwerer, den Kaltluftzustrom über dem östlichen Kanada aufrecht zu erhalten. Zudem verändert sich die Grundströmung innerhalb des Polarwirbels - die Hochdruckbrücke zwischen Sibirien und Alaska/Kanada existiert quasi nicht mehr.

Innerhalb des Polarwirbels zeigen sich strukturelle Veränderungen
Innerhalb des Polarwirbels zeigen sich strukturelle Veränderungen © climatereanalyzer.org

Die Erkenntnis

Wie zu erwarten war, konnten die deutlich zu warmen Vorhersagen des amerikanischen Wettermodells im Tagesverlauf nicht aufrecht gehalten werden und der nasskalte Witterungstrend wird im Zeitraum vom 26. Februar bis zum 4. März zunehmend wahrscheinlicher.

Was ist mit dem Sturm in der Karnevalszeit?

Die Amerikaner berechnen den Schwerpunkt des Sturmes von Samstag bis Sonntag. Nachfolgend schwächt sich die Windaktivität wieder ab.

Das europäische Vorhersage-Modell berechnet den Wind tendenziell noch stärker. Die Spitzenwindgeschwindigkeiten liegen von Sonntag bis Faschingsdienstag zwischen 40 bis 80 km/h, wobei der Wind über dem Norden stärker bläst, als dass über dem Süden der Fall ist.

Im Vergleich zu den letzten Tagen aber wurde die Windaktivität allgemein zurückgerechnet.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,56 +2,17 +1,48 633 l/m² - etwas zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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