Wetter Sommer 2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Sommer 2019 aktuelle Wetterprognose vom 21.08.2019 - Bis +34 Grad - eine hochsommerliche Hitze-Phase kündigt sich an

  • M. Hoffmann

Sommer und Hochsommer! In seinen letzten - meteorologischen - Tagen möchte es der Sommer nochmal wissen. Auch Hitze-Werte können erreicht werden. Doch ob das von längerer Dauer ist, hängt von der Stabilität des Hochdrucksystems ab.

Sommerlich warm werden die kommenden Tage. Zwar trüben vorüberziehende Wolkenfelder den Sonnenschein zeitweilig etwas ein, doch geht die Niederschlagsneigung allgemein zurück. Verbreitet scheint die Sonne und die Temperaturen erreichen zum Wochenende über manchen Regionen hochsommerlich warme Werte.

Verbreitet sind +24 bis +28 Grad und örtlich bis +28 Grad zu erwarten, bevor zum Wochenende noch wärmere Luftmassen nach Deutschland geführt werden und die Tageswerte auf bis zu +34 Grad ansteigen lassen kann. Für den Spätsommer ist das eine außergewöhnlich warme Temperaturentwicklung. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter August 2019.

Der Hochsommer setzt sich nochmals durch
Der Hochsommer setzt sich nochmals durch

Hoher Luftdruck

Ein Hochdrucksystem dehnt sich in den kommenden Stunden über Mitteleuropa aus und positioniert sich im weiteren Verlauf mit seinem Kerngebiet über der Ostsee und Polen. Deutschland, Österreich und die Schweiz gelangen somit in eine südliche Anströmung der Luftmassen, was zum Wochenende auch feuchtere Luftmassen zuführt und die Schauer- und Gewitterneigung über dem Süden und Osten ansteigen lassen kann.

Dieses Hochdruckgebiet wird mit seiner Position und Stabilität noch eine interessante Angelegenheit - vor allem für das Wetter im September 2019.

Ein Hochdrucksystem bringt im Verlauf der Woche den Sommer zurück
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Ein Hochdrucksystem bringt im Verlauf der Woche den Sommer zurück © www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Skandinavienhoch

Die Wettervorhersage des europäischen Vorhersage-Modells ist seit einigen Tagen klar strukturiert, was die Eintreffwahrscheinlichkeit der kommenden Großwetterlage erhöht. Das Skandinavienhoch kommt und bleibt - vorerst und mit ein paar Einschränkungen.

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Sommerwetter

Über Deutschland, Österreich und der Schweiz sorgt dieses Hochdruckgebiet für anhaltend warmes und teils auch heißes Sommer-Wetter - und das bis Anfang September. Verbreitet pendeln sich die Werte auf +24 bis +28 Grad ein, können jedoch - abhängig von der Sonnenscheindauer - auf bis zu +33 Grad ansteigen. Das ist für die Jahreszeit viel zu warm.

Ansteigende Schauer und Gewitteraktivität

Die Tiefdruckgebiete toben derweil auf dem Atlantik und möchten unbedingt über den skandinavischen Raum vordringen, doch bleibt ihnen das - vorerst - verwehrt. Das Hoch blockt nach der Wetterprognose des europäischen Vorhersage-Modells so ziemlich alles ab, was vom Atlantik kommt.

Allerdings gelangen Deutschland, die Schweiz und Österreich zunehmend in eine südliche Strömungskomponente, die nicht nur warm, sondern auch feuchter wird. Anders formuliert wird die Neigung zu kräftigen Schauern und Gewittern Ende August und Anfang September zunehmen können.

Das Skandinavienhoch hält sich bis Anfang September und sorgt für sommerlich warme bis heiße Temperaturwerte
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Das Skandinavienhoch hält sich bis Anfang September und sorgt für sommerlich warme bis heiße Temperaturwerte © www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Das Hoch beginnt zu schwächeln

Zwar ist die Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells der der Europäer sehr ähnlich und hat über Deutschland zunächst einmal sommerlich warmes und trockenes Wetter zur Folge, doch nehmen die Differenzen zu und eine Hochdruckphase wird nicht von langer Dauer sein.

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Die atlantische Frontalzone setzt sich durch

Die Hochdruckdominanz ist bis zum 27. August zunächst einmal gesichert - und somit auch das Sommerwetter, wenngleich eine zunehmende Schauer- und Gewitterneigung regional für etwas Abwechslung sorgen können.

Ab dem 28. August entsteht über Island ein kräftiges Zentraltief mit Kurs auf Skandinavien. Das Hoch wird zunehmend schwächer und zieht sich nach Süden zurück, sodass der Weg in Richtung Skandinavien frei wird. Die Grundströmung dreht über Deutschland, der Schweiz und Österreich bis zum 29. August auf südwestliche und vom 1. bis 6. September auf westliche Richtungen.

Der Sommer wird durch einen frühherbstlich anmutenden Wettercharakter abgelöst

Ob das so kommen mag, bleibt noch abzuwarten. Das amerikanische Vorhersage-Modell neigt gerne einmal zu kontrastreichen Wetterprognosen. Wie dem auch sei - sollte sich diese Prognose durchsetzen, so würde sich Anfang September das Zentraltief über Skandinavien befinden und Mitteleuropa gelangt in den Einflussbereich der südlichen Tiefdruckgradienten.

Nach einer unwetterartigen Übergangsphase (28./30. August) dreht der kräftiger werdende Wind auf westliche Richtungen und lässt bei einer regen Niederschlagsneigung die Tageswerte bis zum 5. September auf +17 bis +23 Grad und örtlich auf bis +14 Grad zurückgehen - stürmische Windböen sind vor allem über Norddeutschland dann möglich.

Der Sommer hat nichts mehr zu melden - Wind, Sturm und Regen - ein frühherbstlicher Wettercharakter Anfang September
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Der Sommer hat nichts mehr zu melden - Wind, Sturm und Regen - ein frühherbstlicher Wettercharakter Anfang September © www.meteociel.fr

Wettertrend der Kontrollläufe: Für die Jahreszeit viel zu warm

Auch dieser Wettertrend ist seit Tagen gesetzt. Der Zeitraum vom 22. August bis 1. September wird nach den Kontrollläufen im Vergleich zum langjährigen Mittelwert als viel zu warm bewertet. Im Maximum liegt die Abweichung zum Normalwert zwischen +4 bis +6 Grad. Das ist ordentlich - vor allem für den Spätsommer!

Wie weiter oben bereits beschrieben, gehört die Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells zum Ende August und Anfang September zu den kälteren Varianten und ist weiterhin als kühler Ausreißer zu bewerten. Anders formuliert wäre ein Umschwenken in den kommenden Wettervorhersagen nicht auszuschließen.

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Niederschlagsneigung steigt an

Im Schwerpunkt über Süd- und Ostdeutschland steigt die Niederschlagsprognose nach den Kontrollläufen ab dem 26. August in den mäßig erhöhten Bereich und schwächt sich nach Norden und Westen ab.

Temperaturspektrum der Kontrollläufe
Tag Spektrum Mittelwert
27. August +20 bis
+29 Grad
+24 bis
+25 Grad
31. August +12 bis
+29 Grad
+21 bis
+22 Grad
5. September +13 bis
+28 Grad
+18 bis
+20 Grad
Diagramm Temperaturen August 2019 vom 21.08.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe August 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Auf den Punkt gebracht

Auch der dritte Sommermonat - der August - wird zu warm ausfallen. Zum aktuellen Stand beträgt die Abweichung zum langjährigen Mittelwert +1,64 Grad und berücksichtigt man die kommende Hitze-Phase, so wird der August am Ende deutlich zu warm ausfallen können.

Hinsichtlich der Niederschlagsaktivität der letzten Tage hat der August sein Soll zu 64 Prozent erfüllt, das zum aktuellen Stand im Flächenmittel normal. Doch dank der trockenen Aussichten der kommenden Tage wird der August sein Sollwert nicht erfüllen können. Vor allem der Osten und der Südosten ist bis zum heutigen Stand deutlich zu trocken.

Kumuliert man diese Werte, so wird der Sommer 2019 am Ende um rund +2,8 Grad zu warm ausfallen können. Es ist dann der 23. zu warme Sommer in Folge! Zum Vergleich: Der Dürre-Sommer 2018 hatte am Ende eine Abweichung von +3 Grad. Apropos Dürre - der Sommer 2019 hat sein Niederschlagssoll aktuell zu 68 Prozent erfüllt - der letzte Sommer schaffte es auf nur 58 Prozent.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2019 +6,6 +3,1 +2,3 75 l/m² - zu nass
April 2019 +9,6 +2,2 +1,3 30 l/m² - zu trocken
Mai 2019 +10,9 -1,2 -2,1 80 l/m² - zu nass
Juni 2019 +19,8 +4,4 +4,0 55 l/m² - zu trocken
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +4,25 +4,35 +3,6 170 l/m² - zu nass

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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