Wetter Sommer 2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Sommer 2019 aktuelle Wetterprognose vom 13.08.2019 - Der Sommer in Lauerstellung

  • M. Hoffmann

Der Sommer befindet sich aktuell auf dem Rückzug, doch hält er sich die Optionen für eine Rückkehr in der letzten August-Dekade offen. Unter bestimmten Voraussetzungen kann das ganz schnell gehen.

Tiefdruckdominiertes Sommerwetter ist in den kommenden Tagen zu erwarten. Zwar steigen die Werte zum Wochenende mit +24 bis +28 Grad in den sommerlich warmen Bereich an, doch der überwiegende Teil der Woche ist mit +17 bis +23 Grad für die Jahreszeit zu kühl zu bewerten.

Zudem kommt es immer wieder zu Niederschlägen, deren Intensität unterschiedlich ausfallen - zumeist aber in Form von Schauern niedergehen kann. Simuliert werden bis einschließlich Sonntag Niederschlagssummen von 7 bis 15 l/m² und über dem Süden und Norden von Deutschland sind bis 25 l/m² an möglich. Der zeitweilig böig auffrischende Wind komplettiert den wenig sommerlich anmutenden Wettercharakter. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter August 2019.

Der Wettercharakter bleibt vorerst unbeständig - doch der Sommer liegt in Lauerstellung
Der Wettercharakter bleibt vorerst unbeständig - doch der Sommer liegt in Lauerstellung

Sommerlich warm

Doch es tut sich in der Entwicklung der Großwetterlage im Verlauf der Woche was. Das Tiefdruckzentrum verlagert sich von Skandinavien mehr und mehr in Richtung Island und England, was Deutschland, Österreich und die Schweiz auf die warme Vorderseitenanströmung bringt. Sommerliche Werte von +24 bis +28 Grad wären am Samstag möglich, doch werden zeitgleich feuchte und labile Luftmassen advehiert, was die Neigung zu kräftigen Schauern und Gewittern ansteigen lassen kann - örtlich mit einem erhöhten Unwetterpotential.

Das Tiefdruckzentrum verlagert sich und bietet Optionen für wärmere Werte
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Das Tiefdruckzentrum verlagert sich und bietet Optionen für wärmere Werte © www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Tiefdruckdominanz bleibt vorerst erhalten

Das es zum Wochenende spürbar wärmer werden kann, berechnet das europäische Vorhersage-Modell in seiner aktuellen Wetterprognose. Doch zugleich steigt mit der Verlagerung der Tiefdruckaktivität von England nach Skandinavien die Neigung zu kräftigen Schauern und Gewittern an - von langer Dauer sind die warmen Temperaturen also nicht.

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Ein Hochdrucksystem dehnt sich über Mitteleuropa aus

Im Zeitraum vom 21. bis 24. August simuliert das europäische Vorhersage-Modell die Ausdehnung von hohem Luftdruck von den Azoren in Richtung Mitteleuropa. Die Tiefdruckaktivität wird auf dem Atlantik blockiert und die Stabilität über Deutschland, Österreich und der Schweiz nimmt zu - doch sind mit einer nordwestlichen Grundströmung keine sonderlich warmen Werte zu erwarten und zwischendurch ist auch immer wieder etwas Niederschlag möglich. Doch zeigt sich in diesem Ansatz eine durchaus nachhaltig stabile Wetterentwicklung.

Stabilisiert sich die Großwetterlage in der letzten August-Dekade?
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Stabilisiert sich die Großwetterlage in der letzten August-Dekade? © www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Zwischen der Zonalisierung und der Blockade

Das Tiefdruckgebiet zwischen Island und England bleibt nach der Wettervorhersage des amerikanischen Vorhersage-Modells bis zum 21. August nahezu ortstreu. Der Grund hierfür ist hoher Luftdruck über dem östlichen Europa, was die Tiefdruckdynamik - zunächst einmal - daran hindert, weiter nach Osten voranzukommen. Mitteleuropa gelangt in eine gemäßigt warme und unbeständige Südwestwetterlage, was über Deutschland, Österreich und der Schweiz - bei Tageswerten von +18 bis +23 Grad - immer wieder Schauer zur Folge hat.

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Der Durchbruch der atlantischen Frontalzone?

Was die weitere Wetterentwicklung anbelangt ist weiterhin Abwarten angesagt, . Denn sowohl die Hochdruckblockade könnte die letzte August-Dekade nachhaltig prägen, als auch die atlantische Frontalzone. Nach der aktuellen Wetterprognose der Amerikaner gelingt es der atlantischen Frontalzone sich bis über Skandinavien durchzusetzen und auch zu festigen, was den unbeständigen und windigen Wettercharakter erhält. Ob warm oder kühl hängt von der Tiefdruckposition ab. In diesem Fall wäre mit einem Auf und Ab der Werte zu rechnen, wobei kurzzeitig auch hochsommerlich warme Varianten nicht auszuschließen wären.

Die atlantische Frontalzone setzt sich auch in den letzten Sommertagen durch
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Die atlantische Frontalzone setzt sich auch in den letzten Sommertagen durch © www.meteociel.fr

Wettertrend der Kontrollläufe: Nur bedingt sommerliche Aussichten

Man könnte es auch anders formulieren, dass der Sommer sich in der letzten August-Dekade in einer sog. Lauerstellung befindet. Rasch kann er zuschlagen - oder es eben auch bleiben lassen. So jedenfalls lassen sich die Kontrollläufe interpretieren. Das Temperaturspektrum bewegt sich vom 18. bis 26. August über dem Norden in einem leicht zu kühlen Bereich. Über dem Osten, Süden und Westen lässt sich ein etwas zu warmer Temperaturtrend ausmachen.

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Erhöhte Niederschlagsprognose über dem Süden und Osten

Während die Niederschlagsneigung über dem Norden und Westen zurückgeht, steigt diese vom 18. bis 24. August über dem Süden und Osten in einen mäßig erhöhten Bereich an und sinkt darüber hinaus in den leicht erhöhten Bereich ab. Nix stabiles.

Temperaturspektrum der Kontrollläufe
Tag Spektrum Mittelwert
19. August +14 bis
+28 Grad
+20 bis
+21 Grad
24. August +12 bis
+28 Grad
+19 bis
+20 Grad
28. August +12 bis
+28 Grad
+19 bis
+21 Grad
Diagramm Temperaturen August 2019 vom 13.08.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe August 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Auf den Punkt gebracht

Der Sommer zeigt durchaus Ansätze, um in der letzten August-Dekade wieder zur Normalität zurückzufinden. Ob das nachhaltig gelingen mag, hängt noch stark von der Tiefdruckentwicklung dieser Woche ab. Im Grunde aber bleibt so ziemlich jede Wetterentwicklung möglich. Wahrscheinlicher ist zu aktuellen Stand aber eine Entwicklung, bei der die Niederschlagsaktivität nachlässt und die Temperaturen etwas ansteigen können.

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Das Wetter-Jahr 2019 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2019 +0,6 +1,1 +0,2 80 l/m² - zu nass
Februar 2019 +3,9 +3,5 +2,9 30 l/m² - zu trocken
März 2019 +6,6 +3,1 +2,3 75 l/m² - zu nass
April 2019 +9,6 +2,2 +1,3 30 l/m² - zu trocken
Mai 2019 +10,9 -1,2 -2,1 80 l/m² - zu nass
Juni 2019 +19,8 +4,4 +4,0 55 l/m² - zu trocken
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2018 +3,8 +3,0 +2,6 105 l/m² - zu nass
Gesamtjahr 2019 +10,87 +1,95 +1,28 675 l/m²

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommerwetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wetter­singularitäten, welche im Sommer häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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