Wetter Sommer 2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Sommer 2019 aktuelle Wetterprognose vom 10.08.2019 - Wird der Sommer frühzeitig beendet?

  • M. Hoffmann

Die Niederschlagstätigkeit nimmt zu und die Temperaturen gehen zum Start in die neue Woche zurück. Nachfolgend schwankt das Spektrum zwischen einer warmen Südwest- und einer kalten Nordwetterlage.

Ein sommerlich warmer Wettercharakter ist am Wochenende noch zu erwarten, bevor sich von Westen mehr und mehr der tiefe Luftdruck durchsetzt und nachfolgend mit einer unbeständigen Witterung kühlere Luftmassen nach Deutschland führt.

Erreichen die Werte heute und morgen noch verbreitet +24 bis +28 Grad , so sind es zum Start in die neue Woche kaum mehr als +17 bis +23 Grad - mit länger andauerndem Niederschlag können die Werte auch darunter liegen. Apropos Niederschlag - der fällt südlich einer Linie vom Schwarzwald und Dresden mit 20 bis 40 l/m² reichlich. Weiter nach Norden sind mit 4 bis 8 l/m² und örtlich bis 15 l/m² eher Schauer, welche für Abwechslung sorgen. Erst über den Küstenregionen von Nord- und Ostsee steigen die Niederschlagssummen mit 15 bis 30 l/m² wieder an. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter August 2019.

Welchen Weg schlägt der Spätsommer ein?
Welchen Weg schlägt der Spätsommer ein?

Tiefdruckzentrum Skandinavien

Mit Hilfe einer Tiefdruckvorderseite gelangen in den kommenden 48 Stunden warme und feuchte Luftmassen nach Deutschland, was über dem Süden zu den ergiebigen Niederschlägen führen kann. Bis zum Sonntag verlagert das Tief sein Zentrum weiter nach Skandinavien und sorgt über Deutschland für den unbeständigen Wettercharakter. Der Wind dreht auf westliche Richtungen und führt die kühleren Luftmassen nach Mitteleuropa.

Der Sommer macht Pause
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Der Sommer macht Pause © www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Der Sommer wird zu den Akten gelegt

Die Wetterprognose des europäischen Vorhersage-Modells schwankt in den letzten Tagen zwischen einer Zonalisierung und einer meridional ausgeprägten Struktur der Großwetterlage. So oder so hat der Sommer aber nur wenige Chancen sich durchzusetzen.

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Die West- oder Nordwetterlage

Das Tiefdruckzentrum positioniert sich bis zum 12. August über Skandinavien und leitet einen über Deutschland unbeständigen und kühleren Wettercharakter ein. Bis zum 15. August stabilisiert sich das Tiefdruckzentrum über dem skandinavischen Raum und zieht bis zum 18. August weitere atlantische Tiefdruckgebiete nach sich. Anders formuliert bleibt der Wettercharakter über Deutschland, Österreich und der Schweiz unbeständig und für die Jahreszeit etwas zu kühl.

Die Meridionalisierung

Um den Sommer aber möglicherweise schon frühzeitig zu beenden, bedarf es einer Großwetterlage, welche das europäische Vorhersage-Modell heute simuliert. Vom 19. bis 20. August dehnt sich von den Azoren ein Hochdruckkeil in Richtung Grönland aus und blockiert die atlantische Tiefdruckrinne. Das Tief über Skandinavien bleibt aber erhalten und in Kombination der Wettersysteme entsteht eine meridional verlaufende Zirkulation. Über Deutschland, Österreich und der Schweiz wäre das in diesem Fall eine von Nord nach Süd verlaufende Strömung.

So hat der Sommer kaum mehr eine Chance
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: So hat der Sommer kaum mehr eine Chance © www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Auf das Tiefdruckzentrum kommt es an

Wer hier regelmäßig mit liest, der kennt die Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells, welches seit Tagen zwischen einer nachhaltigen Zonalisierung und einem Kippen der Tiefdruckachse auf südwestlichen Richtungen hin und her schwankt. Klingt nach nicht viel - ist aber maßgeblich dafür entscheidend, wie der Sommer in seinen restlichen Tagen weiter verlaufen wird.

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Die West-, oder Südwestwetterlage

Gestern noch war es eine klare Angelegenheit - das Tiefdruckzentrum steuerte in Richtung Skandinavien und festigte dort seine Position. Die nachfolgende Tiefdruckrinne war als intakt zu bewerten und der Sommer hätte bis weite in die letzte August-Dekade nichts zu melden gehabt.

Im Grunde ist das heute nicht viel anders, doch die Anzeichen sprechen weniger für eine brachiale Westwetterlage. Warum? Das steuernde Tiefdruckzentrum liegt in der heutigen Wetterprognose etwas westlicher und konzentriert sich bis zum 15. August in einem Bereich zwischen Island, England und Skandinavien. Das ändert zunächst einmal wenig an dem unbeständigen Wettercharakter über Deutschland, Österreich und der Schweiz, doch die Luftmassen werden überwiegend aus südwestlichen Richtungen zugeführt.

Mäßig warm

Anstatt die Werte sich also an der +17 Grad Marke herum einpendeln, sind es mit einer südwestlichen Strömung eher die +20 Grad. Ein kleiner, aber feiner Unterschied. Erfahrungsgemäß kann daraus aber schnell mehr werden, was aber in den kommenden Tagen noch abgewartet werden muss. Denn nicht selten bäumt sich aus dieser Konstellation über dem östlichen Europa ein Hochdrucksystem nach Norden auf und blockiert die Tiefdruckgebiete - aus einem gemäßigt warmen Sommerwetter werden dann schnell sommerlich warme Werte. Der unbeständige Wettercharakter aber bleibt erhalten.

Nur kurz West, anschließend Südwest?
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Nur kurz West, anschließend Südwest? © www.meteociel.fr

Wettertrend der Kontrollläufe: Der kühle Temperaturtrend hält an

Die für die Jahreszeit zu kühle Temperaturentwicklung ist nach den Kontrollläufen im Zeitraum vom 12. bis 20. August weiterhin gesetzt. Über dem Norden und Westen stärker als über dem Süden und Osten ausgeprägt. Erst mit Beginn der letzten August-Dekade nehmen die Schwankungen zu und der Temperaturtrend geht im Verhältnis zum langjährigen Mittelwert in die leicht positive Richtung.

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Gemäßigt hohe Niederschlagserwartung

Dazu kommt es immer wieder zu Niederschlägen. Mal mehr und mal weniger stark ausgeprägt. Eine kräftigere Niederschlagsphase wird um den Zeitraum vom 15. bis 18. August simuliert.

Temperaturspektrum der Kontrollläufe
Tag Spektrum Mittelwert
16. August +13 bis
+21 Grad
+18 bis
+19 Grad
20. August +14 bis
+26 Grad
+18 bis
+19 Grad
25. August +15 bis
+28 Grad
+20 bis
+22 Grad
Diagramm Temperaturen August 2019 vom 10.08.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe August 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Auf den Punkt gebracht

Der Sommer hat nach wie vor in der zweiten August-Dekade seine Probleme sich durchzusetzen. Mit einer gemäßigt hohen Niederschlagsneigung gehen die Temperaturen verbreitet in einem für die Jahreszeit leicht zu kühlen Bereich zurück und mildert den im Vergleich zum vieljährigen Mittelwert aktuellen Temperaturüberschuss von +2,4 Grad ab. Zur letzten August-Dekade zeichnet sich eine zunehmende Streuung der Wetterentwicklungen ab. Zwischen einer kalten Nord- und einer warmen Südwestwetterlage ist noch alles möglich. Grundsätzlich nähert man sich aber mit dem zeitlichen Horizont dem Spätsommer!

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Das Wetter-Jahr 2019 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2019 +0,6 +1,1 +0,2 80 l/m² - zu nass
Februar 2019 +3,9 +3,5 +2,9 30 l/m² - zu trocken
März 2019 +6,6 +3,1 +2,3 75 l/m² - zu nass
April 2019 +9,6 +2,2 +1,3 30 l/m² - zu trocken
Mai 2019 +10,9 -1,2 -2,1 80 l/m² - zu nass
Juni 2019 +19,8 +4,4 +4,0 55 l/m² - zu trocken
Juli 2019 +18,9 +2,0 +0,9 55 l/m² - zu trocken
August 2019 +19,09 +2,53 +1,53 65 l/m² - zu trocken
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2018 +3,8 +3,0 +2,6 105 l/m² - zu nass
Gesamtjahr 2019 +10,87 +1,95 +1,28 675 l/m²

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommerwetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wetter­singularitäten, welche im Sommer häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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