Wetter Sommer 2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Sommer 2019 aktuelle Wetterprognose vom 03.08.2019 - Der Sommer am Scheideweg

Ein paar niederschlagsreiche Sommertage stehen bevor. Wie sich der Sommer weiterentwickeln wird, hängt stark davon ab, ob sich die atlantische Frontalzone bis nach Skandinavien durchsetzen kann, oder ob deren Schwerpunkt über England und Island verbleibt.

Mit einem stabilen Sommerwetter ist in den kommenden August-Tagen nicht zu rechnen. Eher das Gegenteil ist der Fall und ab der Wochenmitte ist über einigen Regionen mit länger andauerndem Landregen zu rechnen. Die Niederschlagssummen können sich mit verbreitet 15 bis 30 l/m² bis zum 8. August durchaus sehen lassen, wenngleich es über manchen Regionen mit 2 bis 10 l/m² zu einer geringeren Niederschlagsausbeute kommen kann.

Erreichen die Temperaturen anfangs noch Werte um die +25 Grad, so sinken diese mit der erhöhten Niederschlagsneigung in Richtung der +20 Grad Marke ab. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter August 2019.

Der Sommer am Scheideweg
Der Sommer am Scheideweg

Die feucht-warme Südwestwetterlage

Zu verdanken ist der Niederschlag einer höheren Tiefdruckaktivität. Bis zum 8. August gelingt es den Tiefdruckgebieten die Hochdruckdominanz über Mitteleuropa zu beenden und eine Tiefdruckachse von den Azoren über England und Skandinavien bis über die Barentssee aufzubauen. Infolge daraus gelangen Deutschland, Österreich und die Schweiz in eine gemäßigte Südwestanströmung der Luftmassen, welche zunehmend feuchter und auch instabiler werden.

Mit einem stabilen Sommerwetter ist vorerst nicht zu rechnen
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Mit einem stabilen Sommerwetter ist vorerst nicht zu rechnen © www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Heiß, warm, kühl

Achterbahnwetter berechnet das europäische Vorhersage-Modell. Die Tiefdrucksysteme auf dem Atlantik ziehen in raschen Abstanden in Richtung Skandinavien. Jedoch geschieht das in einer kräftigeren Struktur und mit mehr Dynamik, was mit der jeweiligen Tiefdruckvorderseite am 6./7. August und 11./12. August warme bis heiße Luftmassen nach Deutschland führt.

In den dazwischenliegenden Zeiträumen nimmt die Neigung zu unwetterartigen Wetterereignissen zu und die Temperaturen gehen spürbar zurück.

Hitze-Wetter?

Gestern noch graue Theorie und heute zeigt sich erstmals die Variante, welche in der zweiten August-Dekade für so etwas wie Hochsommer sorgen könnte. Die Betonung liegt auf könnte, da dieses Konstrukt mehr als labil ist und sich in den kommenden Tagen erst noch unter Beweis stellen muss.

Über dem skandinavischen Raum und der Barentssee entsteht ein schwach ausgeprägtes Hochdrucksystem, was die Tiefdruckaktivität bei England zum 12. August blockieren kann. Aus dieser Patt--Situation heraus werden mit einer kräftigen Südströmung sehr warme bis heiße Luftmassen nach Norden geführt. Ob diese Deutschland, Österreich und die Schweiz letztlich erreichen werden, bleibt zum aktuellen Stand abzuwarten.

Nix mit West - meridional setzt sich durch

Das ist die große Frage der letzten Tage. Seit März hält sich eine meridional ausgerichtete Grundströmung. Mal mit kühleren Wetterabschnitten, häufiger aber mit warmen bis heißen Temperaturwerten. Schließlich führte diese dazu, dass in diesem Sommer bislang zahlreich neue Rekorde aufgestellt wurden.

Das Wesen einer meridionalen Grundströmung aber besteht aus einer Nord-Süd oder Süd-Nord Zirkulation. Und genau das ist es, was die Wetterprognose des europäischen Vorhersage-Modells heute favorisiert. Ob warm oder kalt hängt davon ab, auf welcher Seite der Strömung sich Deutschland befindet. Abwarten ist in diesem Fall angesagt. Einen nachhaltige Zonalisierung (Westwetterlage) jedenfalls hat deutlich schlechtere Karten.

Eine meridional ausgerichtete Grundströmung
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Eine meridional ausgerichtete Grundströmung © www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Wechselspiel zwischen West und Südwest

Keine klare Linie hat die Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells. Die Tiefdrucksysteme positionieren sich im Zeitraum vom 8. bis 18. August überwiegend über England und Island und sorgen über Mitteleuropa für eine Südwestströmung. So gelangen feucht-warme und labil geschichtete Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz, was die Neigung zu Schauern und Gewittern aufrecht erhält.

Gemäßigt warm

Die Werte liegen zumeist in einem Spektrum, welches sich im Bereich von +20 bis +25 Grad bewegt. Mit einer entsprechenden Vorderseitenanströmung gelangen kurzzeitig auch wärmere Luftmassen nach Deutschland, doch die nachfolgende Rückseite lässt die Werte auf +17 bis +23 Grad zurückgehen. Fallen die Niederschläge entsprechend länger und ergiebiger aus, so ist auch nur mit Werten von bis +15 Grad vorlieb zu nehmen. Kurzum pendelt die Großwetterlage zwischen einer westlichen und südwestlichen Orientierung.

Reichlich Niederschlag

Die Niederschlagsprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells berechnet bis zum 18. August Niederschlagssummen von verbreitet 15 bis 30 l/m² und mancherorts bis 60 l/m². Auffällig ist die Niederschlagstätigkeit über dem Südosten von Bayern, sowie über den österreichischen Alpen. Dort können zwischen 100 bis 150 l/m² und im Stau der Alpen über 200 l/m² an Regensummen niedergehen.

Die Grundströmung schwankt zwischen West und Südwest, was unbeständiges Sommerwetter und gemäßigt warme Temperaturen zur Folge hat
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Die Grundströmung schwankt zwischen West und Südwest, was unbeständiges Sommerwetter und gemäßigt warme Temperaturen zur Folge hat © www.meteociel.fr

Wettertrend der Kontrollläufe: Keine stabilen Wetterverhältnisse

Wer im August auf ein stabiles Sommerwetter hofft, muss sich vorerst noch in Geduld üben. Dass dem so ist, zeigt die Wetterprognose der Kontrollläufe. Wärmere Phasen sind um den 6. August und 12. August zu erwarten. Von langer Dauer sind diese jedoch nicht und in Summe deutet das auf ein Wechselspiel von Tiefdruckvorderseite und Rückseite hin.

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Für die Jahreszeit zu kühl

Im Zeitraum vom 12. bis 18. August zeichnet sich - nach den Kontrollläufen - ein über dem Süden normaler Temperaturtrend ab, der in Richtung Norden im Vergleich zum langjährigen Mittelwert mit einer Abweichung von -2 bis -4 Grad etwas zu kühl ausfallen kann. Deutlich zu warme Varianten sind durchweg in der Minderheit.

Die Niederschlagsprognose ist ab dem 6. August als durchweg positiv (zu nass) zu bewerten und ist über dem Norden und Süden etwas stärker als über dem Westen und Osten ausgeprägt.

Temperaturspektrum der Kontrollläufe
Tag Spektrum Mittelwert
9. August +18 bis
+26 Grad
+21
bis +22 Grad
13. August +15 bis
+30 Grad
+19 bis
+20 Grad
18. August +15 bis
+28 Grad
+20 bis
+21 Grad
Diagramm Temperaturen August 2019 vom 03.08.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe August 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Auf den Punkt gebracht

Kommt der Sommer nochmals in Schwung, oder dümpelt er vor seinem Finale nur noch so vor sich hin? Eine stabile Entwicklung der Großwetterlage ist nach den Wetterprognose der Vorhersage-Modelle und auch der Kontrollläufen vorerst einmal nicht zu erwarten.

Allerdings besteht weiterhin die Option eines Hochdrucksystems über dem östlichen Europa oder Skandinavien, was die Tiefdruckgebiete zum Auflaufen zwingt. Der Wettercharakter bleibt dann unbeständig, doch die Temperaturwerte sind dem sommerlichen Bereich deutlich näher. Doch diese Variante bleibt vorerst noch theoretischer Natur - viel wahrscheinlicher sind gemäßigt warme Werte bei einem regnerischen Grundcharakter. Sommer auf Sparflamme halt.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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