Wetter Sommer 2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Sommer 2019 aktuelle Wetterprognose vom 31.07.2019 - Setzt sich die Zonalisierung durch?

Die Abkühlung hat sich zwischenzeitlich in ganz Deutschland durchsetzen können und vorerst ist auch keine Hitze-Welle mehr zu erwarten. Stattdessen sorgt ein unbeständiger Wettercharakter für Abwechslung. Ob der Hochsommer noch eine Chance hat, hängt von der Position eines Tiefdruckzentrums ab.

Wechselhaftes Wetter sorgt in den kommenden Tagen im Schwerpunkt über dem Norden und Osten für Niederschlagssummen von 15 bis 30 l/m² und örtlich bis 60 l/m². Anders die Situation über dem Südwesten und dem äußersten Westen. Dort kann es bis zum 5. August mit 0 bis 10 l/m² über manchen Regionen trocken bleiben. Kurzum ist eine erhöhte Niederschlagsaktivität zu erwarten, doch ist die Verteilung ungleichmäßig.

Der Wind dreht Anfang August auf nördliche Richtungen und führt kühlere Luftmassen nach Deutschland, was die Tageswerte mit einer entsprechenden Niederschlagsaktivität auf +17 bis +23 Grad zurückgehen lassen kann. Kommt die Sonne für längere Zeit zum Vorschein, sind +23 bis +27 Grad möglich. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter August 2019.

Der Sommer wird im August unbeständiger
Der Sommer wird im August unbeständiger

Schwachgradientige Großwetterlage

Tiefdrucksysteme rücken in Richtung Deutschland vor und sorgen für den unbeständigen und kühler werdenden Wettercharakter. Doch bleibt die Großwetterlage als schwachgradientig zu bewerten. Weder die Tiefdruckgebiete, noch der hohe Luftdruck können sich vom 1. bis 5. August über Deutschland nachhaltig durchsetzen.

Eine schwachgradientige Großwetterlage sorgt Anfang August für kühlere Temperaturen und einen unbeständigen Wettercharakter
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Eine schwachgradientige Großwetterlage sorgt Anfang August für kühlere Temperaturen und einen unbeständigen Wettercharakter © www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Die Großwetterlage kippt

Das europäische Vorhersage-Modell berechnet bis zum 9. August eine strukturelle Veränderung der Großwetterlage. Die letzten Reste der in der oben gezeigten Omegawetterlage lösen sich auf und gehen ab den 5. August in einen Hochdruckkeil auf den Atlantik über.

Unbeständiges, aber warmes Sommerwetter

Durch diese Positionsveränderung gelingt es den Tiefdrucksystemen sich vom Atlantik über England bis nach Skandinavien neu zu organisieren und eine über Deutschland, Österreich und der Schweiz warme und unbeständige Südwestwetterlage herbeizuführen.

Bei Temperaturen von +24 bis +28 Grad ist vom 4. bis 9. August immer wieder mit kräftigen Schauern und Gewittern zu rechnen. Die Niederschlagssummen werden mit verbreitet 20 bis 40 l/m² und örtlich bis 60 l/m² entsprechend hoch bewertet.

Mäßig warme und abwechslungsreiche Südwestwetterlage
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Mäßig warme und abwechslungsreiche Südwestwetterlage © www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Die Tiefdruckaktivität kommt in Gang

Geht es nach der Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells, so hat der Hochsommer im August kaum Chancen sich nachhaltig durchzusetzen.

Unbeständiges und mäßig warmes Sommerwetter

Im Zeitraum vom 5. bis 15 August berechnet das amerikanische Vorhersage-Modell Tiefdrucksysteme, welche in raschen Abständen über Deutschland hinwegziehen. In diesem Zeitraum gelingt es den Tiefdruckgebieten sogar die gestörte Zirkulation aufzulösen und mit einer Tiefdruckrinne von Neufundland über Island bis nach Skandinavien reichend eine Zonalisierung des Strömungsmusters herbeizuführen.

Die Temperaturen würden sich nach dieser Wettervorhersage vom 7. bis 15. August auf +17 bis +23 Grad einpendeln und an manchen Tagen auch die +25 Grad Marke erreichen können, doch mit dem Hochsommer hat das weniger was gemeinsam. Vielmehr ist eine hohe Niederschlagsaktivität zu beobachten.

Wird die Zonalisierung in Gang gesetzt?
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Wird die Zonalisierung in Gang gesetzt? © www.meteociel.fr

Wettertrend der Kontrollläufe: Wechselwetter

Dass die atlantischen Tiefdruckgebiete mehr an Einfluss gewinnen können, berechnen die Kontrollläufe schon seit ein paar Tagen und unterstreichen dieses Ergebnis heute erneut. Sommerlich warme Zeiten beschränken sich demnach über dem Süden und Osten auf den 5. bis 7. August und 10. bis 13. August. In diesen Zeiträumen könnend die Werte die +25 Grad Marke übersteigen.

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Anders die Situation über dem Norden und Westen, dort bleibt das Temperaturniveau verhalten und kann im Vergleich zum langjährigen Mittelwert leicht zu kühl ausfallen.

Hohe Niederschlagserwartung

An der Niederschlagsprognose ändert sich vorerst einmal nichts. Im Zeitraum vom 7. bis 15. August wird eine über Deutschland mäßig hohe Niederschlagserwartung berechnet.

Temperaturspektrum der Kontrollläufe
Tag Spektrum Mittelwert
6. August +21 bis
+29 Grad
+23
bis +25 Grad
10. August +15 bis
+30 Grad
+21 bis
+24 Grad
15. August +12 bis
+24 Grad
+19 bis
+21 Grad
Diagramm Temperaturen August 2019 vom 31.07.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe August 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Auf den Punkt gebracht

Anfang August zeichnet sich ein neuerlicher Versuch ab, dass gestörte Zirkulationsmuster durch eine Zonalisierung (Westwetterlage) abzulösen. Diese Versuche gab es seit März häufiger zu beobachten, doch setzte sich letzten Endes immer wieder die meridional strukturierte Strömung durch. Ob es dieses Mal gelingen wird, bleibt also abzuwarten. Und dennoch wird der Wettercharakter in den ersten August-Tagen unbeständiger und im Schwerpunkt über dem Westen und Norden kühler ausfallen können.

Ob das Vorhaben der Zonalisierung gelingt oder nicht, hängt auch vom Jetstream ab, welcher im Moment quasi nicht vorhanden ist, im Zeitraum vom 7. bis 15. August aber so langsam im Schwung kommt. Richtig durchorganisiert ist das aber noch lange nicht, aber es erhöht eben die Chancen einer Zonalisierung.

Kommt der Jetstream in Schwung, so ist die Zonalisierung nicht weit
Kommt der Jetstream in Schwung, so ist die Zonalisierung nicht weit © www.meteociel.fr

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,6 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,05 +2,17 +1,48 652 l/m² - etwas zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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