Wetter Sommer 2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Sommer 2019 aktuelle Wetterprognose vom 08.06.2019 - Unbeständiges Sommerwetter mit einem Auf und Ab der Temperaturen

Kräftige Schauer und Gewitter über Pfingsten, anschließend beruhigt sich der Wettercharakter im Verlauf der Woche und es wird wärmer. Doch von einer stabilen und sommerlichen Großwetterlage ist man noch weit entfernt.

Kein beständiges Sommerwetter
Kein beständiges Sommerwetter

Über Pfingsten wird es wärmer, doch gelangen zunehmend feuchte und instabile Luftmassen nach Deutschland, was an Pfingsten die Schauer- und Gewitterneigung erhöht - örtlich auch mit Unwettern einhergehend.

Unwetterartige Niederschläge sind auch am Dienstag noch zu erwarten, bevor sich zur Wochenmitte der Wettercharakter beruhigen kann, doch bleibt die Schaueraktivität erhalten. Die Temperaturen gehen von Pfingsten mit +22 bis +27 Grad bis zum Dienstag auf +18 bis +23 Grad zurück und können über dem Osten örtlich bis +28 Grad erreichen. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Juni 2019.

Turbulente Wettertage

Deutschland befindet sich über Pfingsten - und auch noch darüber hinaus - im Umfeld zweier Wettersysteme, welche mehr oder minder an Ort und Stelle verharren. Vorderseitig werden mal sehr warme und feuchte und Rückseitig wieder kühlere Luftmassen nach Deutschland, Österreich und die Schweiz geführt. Und so kommt es zu diesem Auf und Ab der Temperaturen bei einem äußerst unbeständigen Wettercharakter.

Man kann auf der nachfolgenden Wetterkarte bis Dienstag sehr gut erkennen, wie sehr es bei den Temperaturen darauf ankommen wird, wie weit das Tief nach Osten vorankommt - oder eben nicht. Liegt es nur wenige hundert Kilometer weiter westlich, so werden sehr warme Luftmassen nach Deutschland geführt werden können.

Deutschland zwischen den Fronten
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Deutschland zwischen den Fronten © www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Ein Wechselbad der Gefühle

Das Azorenhoch keilt nach der Wetterprognose des europäischen Vorhersage-Modell zum Start in die neue Woche nach Norden auf und initialisiert dadurch eine meridional (Nord-Süd, Süd-Nord) verlaufende Grundströmung. Doch anders wie üblich positioniert sich über England ein Tiefdruckgebiet, welches wiederum auf seiner Vorderseite warme Luftmassen nach Norden führt.

Frühsommer, Sommer, Hochsommer - Unwetter

Das Temperaturspektrum liegt am Dienstag mit +17 bis +23 Grad in einem Jahreszeit-typischen und steigt zum Donnerstag mit +20 bis +25 Grad und örtlich bis +27 Grad in den sommerlich warmen Bereich an. Zum Wochenende können unter bestimmten Voraussetzungen die +30 Grad erreicht und mancherorts auch überschritten werden. Doch von langer Dauer ist das nicht und die nächsten unwetterartigen Schauer und Gewitter beenden den sommerlich warmen Temperaturcharakter. Das Auf und Ab geht weiter.

Interessant ist zu beobachten, wie die atlantische Frontalzone versucht, eine Zonalisierung zu etablieren, scheitert aber vorerst bis zum 19. Juni. Anders formuliert bleibt der unbeständige Wettercharakter mit einem stark schwankenden Temperaturspektrum in der zweiten Juni-Dekade erhalten. Erst zur letzten Juni-Dekade deutet sich der Aufbau eines Hochdruckkeils in Richtung Mitteleuropa an, was - zumindest im Ansatz - einmal eine stabile Großwetterlage zeigt.

Durchwachsenes und unbeständiges Sommerwetter mit einem Auf und Ab der Temperaturen
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Durchwachsenes und unbeständiges Sommerwetter mit einem Auf und Ab der Temperaturen © www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Mal warm, mal kühl

Das Tiefdruckgebiet positioniert sich nach der Wettervorhersage des amerikanischen Vorhersage-Modells zwischen England und Skandinavien etwas östlicher. Somit wird das Wetter über Mitteleuropa von diesem Tiefdruckgebiet beeinflusst, was den unbeständigen Wettercharakter bei einem Auf und Ab der Temperaturen in dieser Woche bestätigt. Auch nach dieser Wetterprognose werden zum Start in das kommende Wochenende Temperaturwerte von +25 bis +30 Grad berechnet. Nachfolgend sorgen kräftige Schauer und Gewitter mit einem ansteigenden Unwetterpotential erneut für eine Abkühlung.

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Hochdruckaufbau Mitteleuropa

Vom 16. bis 18. Juni baut sich nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell ein Hochdruckkeil in Richtung Mitteleuropa auf und wird zum 20. Juni zunehmend autarker. Eine stabile und sommerliche Entwicklung der Großwetterlage wird somit in der letzten Juni-Dekade plausibler.

Hochdruckaufbau Mitteleuropa
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Hochdruckaufbau Mitteleuropa © www.meteociel.fr

Kontrollläufe: Jahreszeit-typisches Wetter

Das Auf und Ab der Temperaturen wird bis zum 17. Juni bestätigt und zum 14. Juni können die Werte nochmals bis an die +30 Grad Marke heran reichen. Im weiteren Verlauf wird eine Normalisierung des Temperaturniveaus berechnet.

Das Temperaturspektrum liegt am 17. Juni zwischen +13 bis +24 Grad (Mittelwert: +18 bis +19 Grad) und am 23. Juni zwischen +13 bis +30 Grad (Mittelwert: +20 bis +22 Grad). Die Niederschlagsneigung ist bis zum 16. Juni über Deutschland mäßig erhöht und sinkt zum 17. Juni über dem Norden in den leicht erhöhten Bereich ab.

Diagramm Temperaturen Juni 2019 vom 08.06.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Juni 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Auf den Punkt gebracht

Nicht Hop oder Top, sondern Hop und Top. So lässt sich die Wetterentwicklung im Verlauf der zweiten Juni-Dekade bewerten. Nix stabiles und immer wieder ist mit Schauern und Gewittern unterschiedlichster Intensität zu rechnen - auch unwetterartige Wettererscheinungen sind an den Pfingstfeiertagen und im Zeitraum vom 14./15. Juni nicht auszuschließen.

Ab dem 16./17. Juni zeigt sich der langsame Aufbau eines Hochdruckkeils in Richtung Mitteleuropa, was - zumindest einmal ein Ansatz - einer stabilen Großwetterlage gleichkommt. Tatsächlich aber heißt es derzeit abwarten, da die Großwetterlage auf Deutschland bezogen recht komplex ist und wenige hundert Kilometer in der Position der Wettersysteme enorme Veränderungen mit sich führen können - das kann auch schon nach Pfingsten der Fall sein.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2019 +14,1 +0,8 +0,6 65 l/m² - zu nass
Oktober 2019 +10,9 +1,9 +1,7 80 l/m² - zu nass
November 2019 +5,2 +1,2 +0,8 60 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,37 +2,4 +1,56 510 l/m² - zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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