Wetter Sommer 2019 - Wetterprognose und Wettervorhersage

Wetter Sommer 2019 aktuelle Wetterprognose vom 07.06.2019 - Schafskälte oder Hitzewelle?

Über Pfingsten drohen kräftige Unwetter und im Zeitraum darüber hinaus steht der Sommer vor dem Scheideweg - Schafskälte oder neuerliche Hitzewelle?

Deutschland gelangt über Pfingsten in den Einflussbereich sehr labiler Luftschichtungen und so sind sowohl heute Abend und in der Nacht auf den Samstag, sowie am Pfingstsonntag - und insbesondere - am Pfingstmontag kräftige Schauer und Gewitter mit einem erhöhten Unwetterpotential zu erwarten.

Die Temperaturen befinden sich in einem Auf und Ab und können am Samstag mit +17 bis +23 Grad etwas kühler und zum Pfingstmontag mit bis +27 Grad etwas wärmer ausfallen - aber eben nicht überall - kommt es doch stark darauf an, wo und wie intensiv die Schauer und Gewitter niedergehen. Mehr dazu in der aktuellen Wetterprognose zum Wetter Juni 2019.

Der Sommer am Scheideweg
Der Sommer am Scheideweg - Hitzewelle oder Schafskälte?

Sommer oder nicht Sommer?

Warum wir die Überschrift heute so gewählt haben ist ganz einfach zu erklären. Nicht nur vor und über Pfingsten kam es stark auf die Positionierung der Wettersysteme an, sondern auch im Zeitraum darüber hinaus wird das zum Thema. Das amerikanische Vorhersage-Modell berechnet zum 11. Juni einen Hochdruckkeil vom Azorenhoch in Richtung Island und somit wird die atlantische Tiefdruckaktivität vollständig blockiert und das Strömungsmuster meridionalisiert. Aus nördlichen Richtungen gelangen kühle Luftmassen nach Deutschland, sodass mit einer entsprechenden Niederschlagsaktivität kaum mehr die +15 Grad Marke erreicht werden kann. Das entspräche der Wettersingularität der sog. Schafskälte.

Den Unwettern über Pfingsten folgt die Schafskälte nach
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Den Unwettern über Pfingsten folgt die Schafskälte nach © www.meteociel.fr

Wetterprognose nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Warmes bis heißes Sommerwetter

Das amerikanische Vorhersage-Modell berechnete bereits gestern eine höhere Eintreffwahrscheinlichkeit der Schafskälte, doch die Wetterprognose des europäischen Vorhersage-Modells hielt dagegen - so auch heute wieder.

Auf die Position kommt es an

Zwar strebt auch nach der Wetterprognose des europäischen Vorhersage-Modells das Azorenhoch ebenfalls nach Norden in Richtung Island auf, doch geschieht das mit solch einer Dynamik, dass sich über England ein Tiefdruckwirbel ausbilden und zunehmend mit einer südlichen Grundströmung das Wetter über Deutschland, Österreich und der Schweiz beeinflussen kann.

Zwischen sommerlichen Temperaturen und einer Hitzewelle

Klar ist, dass mit einer labilen Luftschichtung der unbeständige Wettercharakter nach Pfingsten bis zum 16. Juni erhalten bleibt. Und so ist auch mit einer weiterhin hohen Neigung zu unwetterartigen Wetterereignissen zu rechnen. Die Temperaturen aber erreichen über dem Westen meist +22 bis +27 Grad und können über den östlichen Landesteilen auf bis +34 Grad ansteigen. Nix mit Schafskälte.

Eine weitere Hitzewelle bleibt nach Pfingsten möglich
Berechnung Großwetterlage nach dem europäischen Vorhersage-Modell: Eine weitere Hitzewelle bleibt nach Pfingsten möglich © www.meteociel.fr

Wettervorhersage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Schafskälte dominiert die zweite Juni-Dekade

Wenig sommerlich stabil sieht die Wetterprognose des amerikanischen Vorhersage-Modells im Zeitraum vom 11. bis 18. Juni aus. Die Hochdruckaktivität stabilisiert sich zwischen Island und England und Mitteleuropa liegt voll im Einflussbereich der östlichen Hochdruckgradienten. Somit gelangen gemäßigt warme Luftmassen aus nördlichen Richtungen nach Deutschland, was die Tageswerte in diesem Zeitraum zwischen +17 bis +23 Grad einpendeln lassen kann. Diese Werte liegen knapp unter dem langjährigen Mittelwert im leicht zu kühlen Bereich.

Leicht unbeständiges Wetter

Aufgrund zur Nähe des Hochdruckgebietes aber hält sich die Niederschlagsneigung in Grenzen und tritt zumeist in Form von lokalen Schauern in Erscheinung - viel Niederschlag wird vom 14. bis 17. Juni nicht berechnet, aber ausreichend, um nass zu werden.

Stabiles Sommerwetter

Vom 17. bis 20. Juni verlagert sich das Hoch von Island in Richtung Skandinavien und blockiert somit weiterhin die Tiefdruckaktivität auf dem Atlantik. Doch wird aus dem meridionalen ein östlich orientiertes Strömungsmuster, was die Temperaturen bei einem weitgehend trockenen Wettercharakter auf +20 bis +25 Grad und örtlich bis auf +27 Grad ansteigen lassen kann.

Langsame Stabilisierung der Großwetterlage zur letzten Juni-Dekade?
Berechnung Großwetterlage nach dem amerikanischen Vorhersage-Modell: Langsame Stabilisierung der Großwetterlage zur letzten Juni-Dekade? © www.meteociel.fr

Kontrollläufe: Quo vaids aestas? Der Sommer vor dem Scheideweg

Seit ein paar Tagen weisen wir auf das breit gestreute Spektrum der Kontrollläufe hin, welche sowohl eine Hitzewelle, als auch die Schafskälte in Betracht ziehen. Im Vergleich zu den Kontrollläufen stellt das europäische Vorhersage-Modell die wärmere und das amerikanische Vorhersage-Modell die kältere Variante dar, was den Wettertrend nicht einfacher macht.

Die Kontrollläufe selbst berechnen das Temperaturspektrum am 13. Juni zwischen +13 bis +27 Grad (Mittelwert: +20 Grad), am 17. Juni zwischen +11 und +28 Grad (Mittelwert: +18 Grad) und am 22. Juni zwischen +15 bis +28 Grad (Mittelwert: +21 Grad) und liegt ziemlich exakt in dem Bereich, was für die Jahreszeit normal ist. Die Niederschlagsneigung ist durchweg leicht erhöht - mit einem stabilen Wettercharakter ist in der zweiten Juni-Dekade nicht zu rechnen.

Diagramm Temperaturen Juni 2019 vom 07.06.2019
Die Wahrscheinlichkeiten der Kontrollläufe Juni 2019 von zu kalt, normal, zu warm

Wettertrend nach dem Langfristmodell: Wie wird der Sommer 2019?

  • Das Wetter im Juni 2019 wird nach der aktuellen Berechnung des Langfristmodells mit einer Abweichung von +1 bis +2 Grad zu warm berechnet. Der Trend von einer Abweichung von bis +3 Grad der letzten Tage wird nicht mehr gezeigt. Die Niederschlagsprognose ist über dem Nordwesten leicht erhöht, sonst unauffällig gegenüber dem langjährigen Sollwert. Kurzum ein durchwachsener, aber zu warmer Juni 2019.
  • Der Wettertrend für den Juli 2019 zeigt sich mit einer Abweichung von +0,5 bis +1 Grad etwas kühler als der Juni, doch bleibt im Vergleich zum langjährigen Mittelwert zu warm. Die Niederschlagsprognose ist tendenziell zu trocken zu bewerten.
  • Die Wetterprognose für den August 2019 bleibt mit einer Abweichung von -0,5 bis +0,5 Grad gegenüber dem vieljährigen Durchschnittswert unauffällig und kann im Trend mit bis +1 Grad auch etwas zu warm ausfallen. Die Niederschlagsprognose ist negativ (zu trocken) zu bewerten.
Abweichungen der Temperaturen im Sommer 2019 gegenüber dem langjährigen Mittelwert
Monat Tem­peratur Nieder­schlag
Juni 2019 +1 bis +2 Grad Trend: normal bis etwas zu trocken
Juli 2019 +0,5 bis +1 Grad Trend: etwas zu trocken
August 2019 -0,5 bis +1 Grad Trend: etwas zu trocken
Diagramm der Temperaturentwicklung Sommer 2019 vom 07.06.2019
Diagramm der Temperaturprognose Sommer 2019

Auf den Punkt gebracht

Hop oder Top - so ist es auch heute auf den Punkt zu bringen. Unterschiedlicher können die Wetterprognose der Wettermodelle für die zweite Juni-Dekade nicht sein und unterscheiden sich zwischen einer kühlen Schafskälte und einer heißen und feucht-warmen Sommerwetterlage. Mit einer stabilen Wetterentwicklung ist aber in beiden Fällen nicht zu rechnen. Was sich letzten Endes wird durchsetzen können, bleibt auch heute noch offen, die Kontrollläufe jedenfalls tendieren zu einer Normalisierung der Temperaturen - fällt die erste Juni-Dekade mit einer Abweichung von voraussichtlich +3,8 Grad doch deutlich zu warm aus.

Für die Sommerprognose bleibt nach dem Langfristmodell alles wie gehabt. Im Trend zu warm und im Charakter durchwachsen.

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Das Wetter-Jahr 2020 in Zahlen

Monat Tem­peratur Abwei­chung 1961-1990 in Grad Abwei­chung 1981-2010 in Grad Nieder­schlag
Januar 2020 +3,2 +3,8 +2,9 45 l/m² - zu trocken
Februar 2020 +5,3 +4,9 +4,3 125 l/m² - zu nass
März 2020 +5,4 +1,8 +1,0 50 l/m² - zu trocken
April 2020 +10,4 +3,0 +2,2 17 l/m² - zu trocken
Mai 2020 +11,9 -0,2 -1,1 40 l/m² - zu trocken
Juni 2020 +16,8 +1,4 +1,1 90 l/m² - etwas zu nass
Juli 2020 +17,7 +0,74 -0,3 53 l/m² - zu trocken
August 2020 +19,9 +3,4 +2,4 90 l/m² - etwas zu nass
September 2020 +14,8 +1,5 +1,3 50 l/m² - zu trocken
Oktober 2020 +10,2 +1,2 +1,0 79 l/m² - zu nass
November 2020 +6,0 +2,0 +1,6 18,7 l/m² - zu trocken
Dezember 2019 +3,7 +2,9 +2,5 60 l/m² - zu trocken
Gesamtjahr 2020 +11,05 +2,17 +1,48 652 l/m² - etwas zu trocken

Wetterfakten Sommer

Statistische Wetterwerte für den Sommer

Das typisch deutsche Sommer-Wetter ist häufig wechselhaft und dennoch gibt es markante Wettersingularitäten, welche häufiger auftreten.

  • Anfang Juni gibt es zumeist schönes und sommerlich warmes Hochdruckwetter, bevor zum 10. bis 20. Juni häufig die sog. Schafskälte nachfolgt
  • Oftmals entscheidend für das Sommerwetter ist die Großwetterlage zwischen dem 21. Juni und 11. Juli, welche nach der Siebenschläferregel benannt ist
  • Vom 10. bis 15. Juli gibt es häufiger sommerliche Schönwetter- und vom 16.-20 Juli Schlechtwetter­perioden zu beobachten
  • Ab dem 23. Juli folgen die heißen Hundstage (Hochsommer)
  • Zwischen dem 4. und 8. August gibt es häufig wechselhaftes Wetter
  • Um den 13. August endet häufig die Hochsommer Wetterlage (wechselhaft) und geht zum 23. August in die Spätsommerphase (erneut Hochdruck) über

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